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ACTA 

BIBLIOTHECAE R, UNIVERSITATIS 

UPSALIENSIS 

VOL. XVIII 



Katalog 

iiber die athiopischen Handschriften 

in- der Universitatsbibliothek 

Some Anhange uber athiopische Handschriften 

in anderen Bibliotheken 

und in Privatbesitz in Schweden 

von 
OSCAR LOFGREN 



UPPSALA 1974 



Cedruckt mit Untcrsttitzung von 
Statens Humanisliska Forskningsrdd 



ISBN 91-05092-02-9 

Printed in Sweden by 
AlmqviBt & Wiksell, Uppsala 1974 



INHALT 



Vorwort 7 

Einleitung 11 

Transkription . . 12 

Abkiirzungen und Zeichen 13 

Ubersioht iiber die Handsohriften 15 

Konkordanz 18 

Literaturverzeichnis 19 

Katalog der in Uppsala befindlichen Sammlung 25 

Anhang I: Athiopisohe Handsohriften in anderen schwedischen Bibliotheken . . . .147 
Anhang II: Athiopisohe Handsohriften in schwedischem Privatbesitz 158 

Register 176 

1. Verf asser und Werktitel 176 

2. Personennamen (auBer Verfassern) 186 

3. Ortsnamen 189 

4. Fachausdrucke , 190 

6. Damonen, Krankheiten, Zauberworter 191 

6. Amharisohe Texte 192 



VORWORT 



Die Jahre 1712-1716 verbraohte der junge Bohwedische Orientalist und Theologe Henrik 
Benzelius (1689-17." 3) im vorderen Orient, teilB als Botschaftsprediger in Konstantinopel, 
teilB auf Reisen in Palastina und Igypten. Von diesen Reisen hat er eine betraohtliohe An- 
zahl von Handsohriften nach Hause mitgebraoht, wovon fiinfzehn im Auftrag der Akade- 
mie von Uppsala angekauft waren und folglich in die Universitatsbibliothek zu Uppsala 
gelangt sind. Diese in Acta literaria Sveciae 1,242 verzeichnete Sammlung ist, da ein 
Reisebericht von Benzelius nie veroffentlicht wurde 1 und die zweite, fur privaten Gebrauoh 
erworbene Halfte der Handsohriften, die sich zuletzt im Besitze des Bisohofs LarB Benzel- 
stjerna (1719-1800) in Vasteras befand 2 , bis auf den heutigen Tag verschwunden ist, das 
bleibende Resultat der Reisen des spateren Erzbischofs. 

Unter den Handsohriften der Akademie befanden sioh drei athiopisohe KodizeB, welche 
den Grundstock der Uppsalaer Sammlung athiopischer Manuskripte bilden. Sie wurden in 
Acta literaria Sveciae folgendermaBen angezeigt: „Bibliothecae Academiae nuper aocessit 
inBignis apparatus Codicum MSS. Orientalium ..., quos ante quinquennium partim Con- 
stantinopoli, partim Cairi, rogatu Academiae . . . ooemit Henricus Benzelius . . .: Psalterium 
DavidiB, cum Hymnis V. Test. Aethiopice membran., ApocalypsiB Johannis Adhiopice, 
Calendarium Aethiopicum." Sie entsprechen den Nummern I, III, XII in Zettereteens 
Verzeichnis bzw. 3, 4, 31 in dem vorliegenden Katalog und sind alle drei als Behr wertvoll 
zu bezeichnen. 

Erst im Jahre 1894 erhielt die Universitatsbibliothek den nachsten ZuschuB athiopischer 
Manuskripte, und zwar durch den Missionar von Evangeliska Fosterlandsstiftelsen August 
Bergman, der aoht Handsohriften der Bibliothek schenkte. Sie sind unten als Nr 10, 14, 
15, 18, 21, 22, 30 und 33 beschrieben. Damit war der athiopische Bestand der Bibliothek 
auf 12 Nummern gestiegen 3 , welche fiinf Jahre spater von K. V. Zettersteen in der Zeit- 
schrift der deutschen morgenlandischen Gesellschaft, Bd 63, kurz beschrieben wurden. 

Seitdem hat unsere Sammlung athiopischer Manuskripte im Zeitraum 1959-73 eine 
groBe Erweiterung erfahren, teils durch Gaben und Einkaufe, teils auoh durch zwei Depo- 
Bitionen So wurde die Sammlung von Evangeliska Fosterlandsstiftelsen, die von mir in 

i Der Wortlaut des Artikels in Acta literaria Caroli Aurivillii Eeeeneio Codicum Manuscrip- 

Sveeiae soheint darauf zu deuten, daB ein Reise- torum, ab Henrico Benzelio in Oriente colleo- 

bericht damals fertig vorlag, es heiBt namlich: torum, Upsaliae 1802, hrag. von A. Svanborg. 

„Id nobis praecipue ia votis, ut laudatus Dn. Hier steht als Nr XIX „LibeUus precum, Aethio- 

Benzelius quantocyus prodire sinat singulari cura pice, forma 16:ma membranaoeus, foliorum XLI . 

ao sollicitudine elaboratum Her suum Orienlale". » EinschlieBlich des Evangelienfragments Nr 2, 

•Die 49 Nummern umfaasende Sammlung dessen Herkunft unklar ist. 
wurde von Carl Aurivillius katalogisiert; siehe 



ilbrigen ^en teitataXn^ , T ° n ■"■ Anti, " Miat h «**» a "« ek *»". «• 
eeobe N„«,nZ von Zt^!; Lr Veraohied ™- Wv.tbe.iW er^ben, .ulatet 

Augenbliok 58. Um ™™'-«>''>I><>«.ek bdmdhohen Miopia™ Standeohriften im 

•ind, in swei aJl^T 7 «*op,eonen H M <hobriften, ecveit sie bek.nnt 

.trierte ManoAriptTJI^'l '" ^J"" 1 " 8MM ° me " e ' grMtenWb iU - 

-^ST^r f— ithi ° Pb0hM ' »—»-^£-« be«gt 

^srj££rs: d * 6 -* ™ h — — *— - 

p«rT«7 n T» ' 777'*"*' **"" die ta U <* M " »»■* s *— . ~ «w°- 

Zun £"7 rf ^ 7 ""' de ° 8r0Ben » hl °P-"»» HandeohrifteneJmiungen in 
Teetament 7 „777 P <»Otem, m .bgeeehen - gtazlieh feblon nnd d» None 

nonoon.nnn e^oTSl Z^t 8 ^^Tf*^ ^"^ ** Hym " 

faoh vor I^T 1 m Mteren K ° pien ' W " reU » d W "to ■»««• droi 

»d 'a T^ntr*, 7777 °,; nebOT d6n *" 6n * opien dw A ^ * « 

von So»»Xrt Nr ^W „ 7 7 ^ k<m l**««™" J °. •*» eleiohrtrig. Kopi, 

V.tioL, die ndt dentbrntl n "" T ^ «**>**. »*— die 
beeitel in ,„ ■ ■ i . H y° M »*">>'olungen gut vereeben tat, nnr Soma Dmfs 

Z£^^5Z££Zr* Tb Grtblut " nd B -~ * h "W 

i»r J8 und 168 betiteln sicn selbst in der Einleitung als Mazmur (vgl. 



8 



oben). Nr 28 ist unvollstandig (38 Bl.) aber wegen ihres hohen Altera (15. Jahrhundert) 
beachtenswert. Sie und die gleichaltrige Pariser Handschrift fithiopien 71 (Zotenberg 92) 
konnen als wichtige Vorstufen der im 16. und 17. Jahrhundert vorgenommenen Degg v a~ 
Redaktionen betraohtet werden und verdienen besondere Aufmerksamkeit bei der weiteren 
Erforschung des groBen athiopischen Hymnenschatzes. Von den in anderen Bibliotheken 
befindlichen Texten yerdient die Lunder Kopie des seltenen poetisohen Heiligenkalenders 
Weddase Samaydweydn Beachtung, um so mehr als die spater angehangte Hymne an 
Endreyanos zu den wenigen friiher nicht bekannten Texten zu gehoren scheint. ^ 

Die erate Anregung zu diesem Katalog gab mir vor etwa zehn Jahren Fil. lie. Lennart 
Gronberg, damals an der Universitatsbibliothek, nunmehr Bibliotheksdirektor in Stock- 
holm. Ihm und den Herren Bibliotheksdirektor Dr Gert Hornwall und Abteilungsdirektor 
Dozent Dr Ake Davidsson, die meine Arbeit stets gefordert und erleichtert haben, gebiihrt 
mein Dank. Frau Dr Margarete Andersson-Schmitt verdanke ioh die Revision der deut- 
schen Spraohform. Besonderen Dank sohulde ioh Herrn Professor Dr Ernst Hammer- 
schmidt, Hamburg, der mir die Korrekturbogen seines nunmehr veroffentlichton Kataloges 
der Handschriften vom Tanasee, I, in entgegenkommender Weise zur Verfiigung gestellt 
und somit meine Arbeit wesentlich unterstiitzt hat. 

Uppsala im April 1974 

Oscar Lofgren 



EIHLEITUNG 



Di^ itiir gesteUte Aufgabe, eine genaue Beschreibung der hier in Uppsala befindliohen 
athippiflphen Handsohriften zu liefern, machte eine erneute Behandlung der von Zetter- 
ste>n (in ZDMG 1899) und ypn mir (in MO 1928) friiher katalogisierten Kodizes notwendig, 
urn die erstrebte GleichmaBigkeit erreiohen und die Fortsohritte der Forsohung beruok- 
siohtigen zu konnen. Naoh der Erweiterung meiner Aufgabe auf samtliche bekannte atbio- 
pische Manuskripte in Schweden ist der vorliegende Katalog entstanden, der als ..catalogue 
raisonwT von ziemlicher Ausfuhrlichkeit bezeiohnet werden kann. Als Vorbild dienten 
mir die klassischen Kataloge von Dillmann, Wright und Zotenberg, welohe nooh immer 
unentbehrlich und — trotz des geringen Umfangs der damals wissenschaftlioh bearbeiteten 
athiopisohen Literatur — unulertroffen sind. An Ausfuhrlichkeit steht mein Katalog, und 
zwar absichtlioh, hinter demjenigen der Vaticana zuriiok; das gilt nicht nur fiir die teohni- 
schen Beschreibungen, *ondern auoh fur den Umfang zitierter Incipit- und Explioitworte 
Die Angahen uber Paralleltexte in anderen Bibliotheken Europas werden hoffentlich als 
niitzlioh empfunden, Da wir bis jetzt leider keine ausfiihrliche Geschichte des athiopischen 
Sohrifttums — naoh Art der GAL von Brockelmann, der GAS von Sezgin und der GOAL 
von Graf fiir die arabisohe Literatur ~ besitzen, wird man die Literaturhinweise und die 
literaturgeechichtliohen Andeutungen wohl nioht als uberfluBig empfinden. 

Die Neuerungen meines Kataloges liegen auf dem formellen Gebiet. So mirde hier zum 
erstenmal der athiopische Text konsequent in Umsohrift mitgeteilt. Friiher wurde Tran- 
skriptipn mehr zufalligerweise, hauptsachlich in den Registern, verwendet. Dabei hat 
natiirlioh die Unsipherheit in Einzelheiten der Aussprache, besonders hinsichtlich der 
Gemination, eine negative Rolle gespielt. Ioh halte mich in der Hauptsache an die von 
E. ^Mittwooh in seiner Abhandlung Die traditioneUe Aussprache des Athiopischen (1926) 
fixierte Aussprache des Ge'ez, doch mit Entfernung amharisierender Ziige (z.B. "o und 
v e fiir o e) und Normalisierung der a-Vokalisation bei den Laryngalen nach den Forderungen 
der Grammatik {z. B. bahdwert, ta'amer st. bafrwert, ta'amtr der Handsohriften). Hin- 
sichtliph der Gemination habe ich bisweilen alternative Aussprache angedeutet (wie auoh 
Mittwooh). Fiir die Umsohrift verweise ich auf die unten stehende Tabelle y mache aber 
darauf auf merksam, das anlautendes ' unbezeichnet bleibt und daB mit z (friiher meistens 
d) transkribiert wird. Die beiden p-Laute werden, entgegen der Gewohnheit, als p bzw. p 
unterschieden. Als lange Vpkale werden nur a und e kenntlich gemacht, die iibrigen sind 
als ancipites zu betrachten. In der sechsten Reihe der u-haltigen Vokale schreibe ich qH 
U k$ gu (statt q«e usw.), bei dem oft vorkommenden kuUu (Mittwooh: Mu) doch ohne 
Bezeiohnung der Kiirze. 



11 



TRANSKRIPTION 









Konsonanten: 




h 


t 


t 


< 


* * 


a r 


f 


6 


H z 


» 9 


rh & 


1 


b 


Tf £ 


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ao m 


I 


n 


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A / 


u» s 


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a 


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h 


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A s 


h 


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•*> J" 


ff 6 


u 


h 


m t 


lh Jfe« 


4> q 


CD 


w 


<n £ 


7- j7" 


A b 











Vokale: 
rt ■ to A* Zw A. li n Id A, le h le/l ft* to 



12 



ABKCRZUNGEN UND ZEIOHEN 



ABAW = Abhandlungen der Bayerischen Akad. d. Wissensohaften 

A.D. = Anno Domini: Jahr der julianischen bzw, gregorianisohen Ara 

A.M. = Anno Miserioordiae ( l Amata mejyrai): Jahr der athiopischen Ara 

ANL = Aooademia Nazionale dei Lincei (MANL = Memorie, RANL = Rendioonti) 

ba-sema ...— ba-aema Abwa-Wald wa-Manfas qeddua afyadu arrdak 

OR ■= Conti Rossini 

CSCO — Corpus Soriptorum Christianorum Orientalium 

Dillm. — Dillmann 

Dillm. Berl., Br. Mus., Chrest., Lex., Ox. (s. Literaturverzeichnis 1 u. 2) 

Egzi. = EgzVabefyer 

GAL = Brockelmann, Geschiohte der arabischen Litteratur 

GAS — Sezgin, Gesohichte des arabischen Schrif ttums 

GOAL == Graf, Geschiohte der ohristliohen arabischen Literatur 

Gr. = Grebaut (s. Literaturverzeichnis) 

Grohmann = Athiopische Marienhymnen (s. Literaturverzeichnis 2) 

JTJ? == Hammer schmidt, Athiopische Handschriften vom T& n & 8 ee, I 

I.Kr.^IyasusKreatos 

JA == Journal Asiatique 

JAOS <= Journal of the American Oriental Society 

JRAS = Journal of the Royal Asiatic Society 

MO = Le Monde oriental 

OC == Oriens Christianus 

OS = Orientalia Sueoana 

PO = Patrologia Orientalis 

ROC = Revue de l'Orient Chretien 

RSE = Rassegna di studi etiopici 

RSO = Rivista degli studi orientali 

SAWW= Sitzungsberichte der Akademie der Wissensohaften in Wien 

Worrell = Studien zum abessinisohen Zauberwesen (s, Literaturverzeichnis 2) 

Wright ■= Catalogue (s. Literaturverzeichnis 1 ) 

WZKM == Wiener Zeitschrift f. d. Kunde deB Morgenlandes 

ZA = Zeitschrift fur Assyriologie u. yerwandte Gebiete 

3DMG .== Zeitschrift der Deutschen Morgenlandischen Gesellsohaft 

ZKM = Zeitschrift f. d. Kunde des Morgenlandes 

13 



Zotenberg = Catalogue (s. Literaturverzeichnis 1) 

ZSem = Zeitschrif t fur Semitistik u. verwandte Gebiete 

< > = Erganzungen yom Verf asser 

[ ] =im athippisqhen Text zu tilgende Worter (Zeiohen) 

/ = ScbluB der Zeile (Reimwort) bei fortlaufenden Verszitaten 

Nach der Blattziffer bezeichnet a Vorderseite (Recto), b Riiokseite (Ver8o), der zweite 

Buchstabe a-c die Kolumne. 



14 



UBERSICHT UBEE DIE HANDSCHRIFTEN 



I. Bibel (Neues Testament): 

1. "^e vier Evangelien 

2. Matthausevangelium (Fragment) 

3. Apokalypse. Chronologie: Mashafa Hasab 

II. Psalterien: 

4-9. Psalterium (Dawit) m. Cantica, Hoheslied, Weddase Maryam, Weddase wa-genay 

III. Offizien: - --'- 
10-13. Argdnoria Weddase} Dengel „Marienharfe" 

14. Weddase Amldk. Gebetedes Stylitea. Argdnona Weddase. Weddase Maryam 

15. Weddase Amldk. Gebete des Stylites 

16. Weddase Amldk 

IV. Liturgie: 

17. Missale (Ser'ata Qedddse) 

18. Begrabnisliturgie (Mashafa Genzat) 

19. Taufritual (Masfyifa KrestennajTemqat) 

20. Synaxarium (Senkesdr) 

V. Hymnen; 

21. Me'rdf. Offizien. Saldm an Johannes. Zemmdre- Auswahl 

22. Aryam. Mazmur. MawdSe't. Zemmdre 

23. Zemmdre. Mazmur. Me'rdf, MawaJeH 

24. Degg u d (HaSet) 

25. Soma Degg u d 

26. Maricnhymnen (Mdhleta Sege. Saqoqdtoa Dengel) 

27. Weddase Maryam. Mdhleta Sege. Saqoqdwa Dengel Anaphora v. Cyriacus. 
,,Doctrina arcanorum" 

28. tfaZam-Hymnen: a) an Michael, b) an Christus 
■29. Saldm-Hymnen: a) an Maria, b) an Fanuel 

VI. Wunder: 

30-31. Wunder Marias (Ta'amera M drydm) 

.32. Wunder Marias nnd Jesu (Ta\dmera Mdrydm wa-Iyasus) 

"' .15 



VII. Theologie: 

33. Fragen des Philoxenos (Filekseyua) 

34. Qerellos: Sohriften yon Cyrillus und anderen 

35. Sinodoa: Sammlung kirohlioher Canones 

36. Haymdnota Abap: „BekenntniB der Vater" 

37. Evangelienkommentar {Terg u dmg Wangel): Matthaus u. Johannes 

38. Johannes Chrysostomus: Kommentar zum Hebraerbrief 

39. Glaubenslehre (QaUt Haymanct), amharisch 



VIII. Reoht: 

40. Fetha NagaSt „Gesetz der Konige" 



IX. Sprache: 

41. Mashafa Sawdsew „Buch der Leiter" 



X. Zaubertexte: 

42. Kreuzoffizium (Hazura Masqat) 

43. Zaubergebete des Cyprianus 
44-46. Wandamulette 

47-57. Amuletfcrollen 
58. Amulettblatt 



Anhang I: Athiopische Ilandschriften in anderen Bibliotheken: 

A. Lund, Universitatabibliotheh: 
69. Marienhymnus. Gebete 

60. Kirohliohe Hymnen 

61. Wedddse Samayaweydn. Salam an Endreyanos 

62. Anaphora des Cyriacus 

B. Stockholm, Konigliche Bibliothek: 

63. Gebet Marias auf Golgatha. i, Doctrina aroanorum" 

64. Johannesevangelium 
66. Textfragment (Amulett) 

66 A . Evangelienfragment, Hymnen. Zaubertexte 

C. Ooteborg, Universittitsbibliothek: 
65 B . Johannesevangelium 

66°. Zaubergebete. Hymnen 

16 



Anhang II: Athiopisohe Handsohriften in Bohwedischem Privatbesitz: 

A. Evangelien: Die vier Evangelien 67; Johannesevangelium 72, 87-91 

B. Psalterien: 71, 73, 76-83, 96 

C. Offizien: 68, 74, 84-86 

D. Hymnen: 66, 74, 84, 97 

E. Glaubenslehre (A'mada MeSfir) 75 
P. Zaubertexte: 69, 70, 92-94, 98 



2-732538 Ldfgren 17 



KONKORDANZ 



O Etiop. Katalog O Etiop. Katalog O Etiop. Katalog 

1 4 21 38 41 37 

2 2 22 8 42 39 

3 3 23 12 43 40 

4 18 24 49 44 42 

5 21 26 50 45 44 

6 22 26 61 46 45 

7 33 27 43 47 46 

8 14 28 62 48 47 

9 15 29 29 49 48 

10 10 30 27 60 1 

11 30 31 16 61 9 

12 31 32 20 62 13 

13 11 33 5 63 63 

14 23 34 6 54 64 
16 32 35 7 65 56 

16 19 36 24 56 56 

17 26 37 26 67 67 

18 28 38 34 58 58 

19 41 

20 17 



Katalog O Etiop. 



1 


60 


2 


2 


3 


3 


4 


1 


.5 


33 


6 


34 


7 


36 


8 


22 


9 


51 


10 


10 


11 


13 


12 


23 


13 


52 


14 


8 


16 


9 


16 


31 


17 


20 


18 


4 


19 


16 


20 


32 



O Etiop. 


Katalog 


21 


38 


22 


8 


23 


12 


24 


49 


26 


50 


26 


61 


27 


43 


28 


62 


29 


29 


30 


27 


31 


16 


32 


20 


33 


5 


34 


6 


35 


7 


36 


24 


37 


26 


38 


34 


39 


36 


40 


36 


Katalog 


O Etiop. 


21 


6 


22 


6 


23 


14 


24 


36 


26 


37 


26 


17 


27 


30 


28 


18 


29 


29 


30 


11 


31 


12 


32 


15 


33 


7 


34 


38 


36 


39 


36 


40 


37 


41 


38 


21 


39 


42 


40 


43 



Katalog 


O Etiop. 


41 


19 


42 


44 


43 


27 


44 


46 


46 


46 


46 


47 


47 


48 


48 


49 


49 


24 


50 


26 


51 


26 


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28 


63 


63 


54 


54 


66 


55 


66 


66 


67 


67 


68 


68 



18 



LITERATURVERZEICHNIS 



1. Handschriftenkatahge 

d'ABBADns, Antoine, Catalogue raisonne do manusorits ethiopiens appartenant a A. d'A. 

XctTlS loop* 

Cheotjj, Enrico, I manosoritti etiopioi della Biblioteoa Nazionale di Atone (BSE 11/1942 

— I manosoritti etiopioi della Chester Beatty Library in Dublino. Roma 1965. (MANL 
Ser. VIII, Vol. 11, Fasc. VI.) \ "" ,1J » 

Cha^^.. fcventake sommaire des manusorits ethiopiens de Berlin acquis depuis 1878 (ROC 

Catalogue des manusorits ethiopiens de la collection A. d'Abbadie. Paris 1912 

- Catalogue des manusorits ethiopiens de la collection Mondon-Vidailhet. Paris 1913 
Conti Rossini CManoecritti ed opere abissine in Europa ( -Note per la storia letteraria 

abissina, RANL, VIII/1900, Kap. V; s. unten 2). 

?r ti ^. S „ Ur ,! 6 f manu80rite ethiopiens de la collection d'Abbadie. Paris 1914. (Extrait du 
JA, 1912-14.) = CR, Notice. 

Dillmann, A., Catalogus codicum manuscriptorum orientalium qui in Musoo Britannico as- 

servantur. Pars tertia codices aethiopicos amplectens. Londini 1847. - Dillm Br Mus 

Catalogus oodicum manuscriptorum Bibliothecae Bodleianae Oxoniensis. Pars VII- Co-' 

dices Aethiopici. Oxonii 1848. - Dillm. Ox. 

Verzeichniss der abessinischen Handschriften. Berlin 1878. (Die HandschriftenVerzeich- 

nisse der Komgl. Bibliothek zu Berlin III.) - Dillm. Berl 
Eubikqeb Sebastian, Verzeichnis der abessinischen Handschriften des Volkermuseums in 

Stuttgart (Onentalia, N.S., IV/1935, 465-483). 
Ewald H. von, ttber die athiopischen Handschriften zu Tubingen (ZKM V/1844 164-201) 

Uber erne zweite Sammlung aethiopischor Handschriften in Tubingen (ZDMG I 1847 

FuwaoNG, Johannes, Die neue Sammlung abessinischer Handschriften auf der Konigl. Biblio- 
thek zu Berlin (Zentralblatt f. Bibhothekswesen XXHI/1 906 7-21) 

Galbiati Enrico, I manosoritti etiopioi dell'Ambrosiana (Breve inventario). Milano 1957 
(Studi in onore di Mons. Carlo Castiglioni, 339-363.) 

GOLD B^X D 1897" Di6 ab6SSini80hen Hand8 ^ r «ten der Stadtbibliothek zu Frankfurt am Main. 
GBiBA^^ylv^ Cateloguedes manusorits ethiopiens de la Bibliotheque Ambrosienne (ROC ' 

Catalogue des manusorits ethiopiens de la collection Griaule, I-IH. Paris 1938/41/44 YI u 
HI -Travaux et Memoires de l'Institut d'ethnologip, XXIX, XXX; 11= Miscellanea 
Afnoana Lebaudy, Cahier 3.) - Gr. Cat. 

Gbbbaut, Silvanus&TissBBANT, Eugenius, Codices Aethiopici Vaticani et Borgiani, Barbe- 
mne^rvat 2 ' R088ianUS 865 reCenfluerunt - I""- ^ (in Bybl. Vaticana). 

Hammbbsoh^idt Ernst, Athiopische Handschriften vom TanSsee, 1: Reisebericht u. Be- 
schreibung der Hss. in dem Kloster des hi. Gabriel auf der Insel E^ebran. Wiesbaden 1973 
(Verzeichnis der onentalischen Hss. in Deutechland hrsg. v. W. Voigt, XX: 1.) - HT. 



in 



Hammersohmidt, Ernst & Jager, Otto, Uluminierte athiopische Handsohriften. Wiesbaden 

1968. (Verzeichnis d. orient. Has. in Deutschland, XV.) 
Kamtt., Murad, Die abessinisohen Handsohriften der Sammlung Littmann in Tubingen. Leipzig 

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24 



1. DIE VIER EVANGELIEN 

A. (Bl. 1 u. 157) Fragment von Evangelienkonkordanz in amharischer Sprache, mit 
dem Bibeltext auf Ge'ez. 

B. (2-18) Einleitendes Material zu den Evangelien, besonders Matthaus: 

1. Einleitung zu den Evangelien, in sieben Abteilungen: a) gebr, b) baqu ( et, c) Ser'at, d) 
sem, e) em-ayte maSarrat, i) mesmak, g) a^esta nagar (vgl. Dillm. Ox. X, S. 13a); 

2. (5b) Material zu den Canones von Ammonius und Eusebius: a) Einleitung, b) Qessawe 
Serial ..synopsis regularum", c) Brief des Eusebius an Carpianus (Text: Qopreydnos\), 
d) 20 Kapitel (kefl) aus dem Gesetz (orita Muse), e) Henza manakosdt ..structura mona- 
chorum", s. unten Nr 35: U (derselbe Ausdruck in der zweiten Fachomiasregel, siehe MO 
XXX, 183). Am SohluB Offenbarung 22: 15, 16; 

3. (7-9) a) Konkordanz (ge'ez u. amharisoh), derjenigen von Bl. 1 u. 157 ahnlich, aber nioht 
identisoh; b) Mashafa ledatu, iiber Geburt Jesu; c) Ma'arega wangeldt wa-zemmdre, nebst 
kurzem Abschnitt iiber Matthaus ( = Dillm. Ox. ibid.); d) Inhaltsverzeichnis zu Matthaus: 
68 Kapitel; zu 1-3 siehe ROC 1914: 17-23; 

4. (10-1 6aa) Evangelienharmonie: Canones des Eusebius (qamar I-X: l-4);abgedrucktvon 
Grebaut in ROC XVm, 314-7; 

6. (16ab) Amharischer „Kommentar": zuerst kurze Angaben iiber den Evangelisten 
( = unten), dann Glossen zu Kap. 1; der letzte Abschnitt behandelt, im AnschluB an Vera 
18, die Verkundigung. Dieser Text verdient Aufmerksamkeit besonders wegen der alter- 
tumliohen amharischen Orthographie. Ich gebe als Beispiel den Anfang der Matthaus- 
biographie: qeddus Mdtewos Krestos ka^araga ba-8 e amat se}f.f u dl hit hono sahafa bilu lesanu 
'ebrayest naw c ezdw Felest'em naw usw. Sohluss: 15 'amatun fret taqammatai bilu 3 ( amat 
ba-bbat u a ba-nndt u a bet 11 ka-manfaq ( = 11|) ba-beta maqdaa manfoq ba-Ndzret taqam- 
matab. 

C. (19-67aa) Matthausevangelium (besrata Mdtewos frawdryd). 

D. (57ab) Einleitendes Material zu Markus: a) Leben auf ge'ez; b) Inhaltsverzeichnis: 
47 Kapitel; o) (58a) Leben auf amharisch (... Usdnu romdyesf naw ba-Petros rad'ennat 
sdUasefrfdl ...). 

E. (69-80a) Markusevangelium {besrata ab Mdri Mdrqos wangelmvi afradu em-72 ardeH 
za-vx?etu bahiir). 

F. (80b) Einleitendes Material zu Lukas: a) Leben auf ge'ez; b) Inhaltsverzeichnis: 
83 Kapitel; c) (81bb) Leben auf amharisch (... lesanu ba-ser* ba-afrzdb ba-Yonandweydn 
lesan sefrfdl ...). 

G. (83~122a) Lukasevangelium (besrata Luqds tabib wangeldwi afradu em-72 ardeH). 

25 



H (122b) Einleitendes Material zu Johannes: a) Leben auf ge'ez, b) Inhaltsverzeichnis- 
20 Kapitel, c) (123ab) Leben auf amharisoh, 3 Kolumnen. 

I. (124-156a) Johannesevangelium (bearata ah qeddus wa-temf rod' tanugdri ba-maUhot 
Yol/annea). 

J. (156b) Spaterer Zusatz: Anfang der Sohrift von Euagrius (Abba Wagris) „Uber die 
acht Passionen", Nagarat ba'enta 8 hUinndt, brioht in Kapitel 3 ab ( = Bachmann Athio- 
pische Lesestiicke, S. 28, Z. 60); vgl. ROC 1913: 213, 427; 1914: 174 u. Guidi' Storia 
81 f.; CR, Note 76/634 (wo BrM 754, st. 745, zu lesen ist). 

Nach spaterer Notiz (18bb) wurde diese Handschrift von der Besitzerin (Name ausge- 
merzt), die. das Buch mit eigenem Geld, einem Goldstiick (<alad warq, s. Dillm Lex 720) 
erworben hatte, an die ICrohe des hi. Michael geschenkt. Ihr Mann hiefi Waldo, Giyorgu,' 
ihrebeiden Sohne Gabra Qiyorgis und Hayla Giyorgis. 

Der Evangelientext kann als akkumulierender Misohtext bezeichnet werden, indem 
verschiedene Rezenaionen ineinander verarbeitet worden sind, so.dafi Doppeliibersetzungen 
oft vorkommen. Die Charakteristik soloher Texte von Guidi, Le traduzioni degli Evangelii 
in arabo e in etiopico, S. 37, ist auoh fur diese Handschrift zutreffend. Es scheint fast als 
ob der Kopist nach einer mit Randlesarten versehenen Vorlage gearbeitet hatte und be- 
strebt gewesen ware, moglichst viel Material in seine Rezension aufzunehmen. 

Ich gebe drei typische Beispiele aus Matth. 1: 18-22, unter Heranziehung der Pariser 
Handschrift Ethiopien 22 (Zotenberg 32; „Altathiope"): 

U PP sala 1 Zotenberg 32 

1:18 wa-soba 'aqaba la-emmu egze'tena tafehrat emmu MOryam la-Yosef 

Marydm Yosef 

1:19 wa-Yosef 'oqobiha la-egze>tena M. wa-esma sadeq we'etu Yosef be>esi- 

esmaeadeqwe'etukabatdwa-i. M la-Mdrya i-faqado yOstawadeya 

faqado yekiem wa-ytetawadeya abdara yehdegg& sememita 

ala hallaya wa-makara wa-faqada toa- 
sehqa wa-abdara wa-haraya sememita 
yehdegga 

1 : 22 hama yebs&ff, wa-yetfasam qOl za- hama yetfasam qala Egzi. za-yebe 

tabehla emhaba Egzi. za-nababa ba-nabiy 

ba-afa nabiy IsHyey&s enza yebel 

Auf Bl. 1 und 68b stehen zwei sohwedische Notizen vom friiheren Besitzer Axel B. 
Svensson: 

a) (la am oberen und auBerem Rande) „Denna bok innehaUer de Fyra Evangelierna pa 
ge-ez. Jag har f&tt den av den larda etiopiska depteran Araja Selassie, frande till Kejsa- 
rinnan Mennen. Enligt honom gar oversattningen tillbaka till tiden fore ar 600 e. Kristus. 
Han har sakert kompetens att bedoma saken. Jag erhoU boken ar 1929. Tjugo ar tidigare 
sokte man inkopa den for universitetets i Berlin rakning. Axel B. Svensson." 

b) (58b, leere Seite) „Ato Araja Selassie (genauer: Ar'aya Sellase), lard etiopisk deptera, 
frande till kejsarinnan Meauen, sokte i munkliv, valgorenhet och vallfarder till Palestina 

26 



vinna frid och fralsning. Han vistades lang tid i Jerusalem. Dar traffade han en etiopisk 
man, som sade: «I min by, Koazen, i Eritrea bor en man, som varit i ett land, som heter 
Sverige, och han vet vagen till frid. Jag har ocksa hort, att nu leva larare fran Sverige i 
Addis-Abeba.' Da Araja Selassie aterkom till Addis-Abeba, besokte han Bibeltrogna 
Vanners missionsstation. Av missionarerna och lararen Twolde Berhan blev han undervisad 
om rattfardiggorelsen i Kristus och fick frid. Da jag besokte Etiopien 1929, blev han 
min van. Under italienska ockupationen var han i fangeiukap, tills jag vid mitt besok i 
landet 1938-39 lyckades forma italienske vice Konungen att giva honom fri. Vi traffades 
med stor gladH da jag i oktober 1947 ater besokte Etiopien. Han ar en av mina meat aktade 
och avhallna vanner." 

Pergament, 22x20$ cm, 167 Blatt. Schrift in zwei Kolumnen, 2-156 von derselben 
guten Hand, anfangs (2-18) kleiner mit 36 Zeilen, dann groBer mit 24 Zeilen. Bl. 1 und 167, 
mit anderer Hand och heUerer Tinte geschrieben, gehorten von Anf ang an nicht zu dieser 
Handschrift. Alter: ca. 1700. Besitzer: Waldo, Maryam. Einheimischer abgenutzter Holz- 
lederband ohne Riioken; in ledernem Schutzfutteral. [O Etiop. 60] 



2. EVANGELIENFRAGMENT 

(2-4a) Matthausevangelium {wangel za-Matewos), Kap. 2: 1-12. 

Ein Vergleich mit dem Text der alten Pariser Handschrift Ethiopien 32 (Zotenberg), 
die sohon zu Nr 1 herangezogen wurde (von Haokspill in ZA XI, 369 ff. teilweise abge' 
druckt) ergibt die folgenden Abweichungen: 

2: 1 lyasw] + Krestoa. sebak] + wa-boahu tm-bo'u. iva-yebelu] enza yebelu = Piatt. 
2: 3 wa-kuM (Iyarusalem)] bulla (I.). 

2: 4 wa-sahaftomu] wa-la-sahaftomu. 2: 6 ba-nabiy] westa nabiy. 
2:6 t-teddehari] + wa-i-tahazzezi. em-nagaSta] emenna masafent wa-em-n. yewazze'] + wa- 
yetwallad. neguS] n. wa-mak u annen. 

2: 7 bahtitomu] + semmita. ba-za-astar'ayomu] emhabehomu rmim ( e<li}hu la-za-astar'ayomu. 
2: 8 Beta Lehem] + -ha. horu tastfalu ieyuqa ba'enta hezan] hawirakemu teyuqa tasa'alu 
bahaba tawalda hezan ( + tm.fanwiioomu westa B. L. wa-yebelomu hum Doppeliibers.). 
wa-habe] wa-bahaba. zeneivuni] + wa-gebe'u. 

2:9 wa-ta'azzizomu] wa-mmt'omu wa-ta? azzizomu. bahabe] emhaba. horu] zanta kullo wa- 
horu wa-hamfu. maVeUo ... hezan] maVeUa ba'at haba hallo zekku hezan wa-qoma maVelta 
hezan. 

2: 10 kokab) hezan (auf Rasur). tefSehta] feShha = Piatt. 

2: 1 1 wa-la-Marya] mesh Maryam = Piatt, wa-amse'u] + wa-abe'u. 

2: 12 wa.astar>ayomu]+ka<eba wa-nagaromu. kale'] IcaleH. atatvu] gaVu wa-atavm = 
Piatt. 

Unser Fragment bietet somit an mehreren Stellen einen sekundaren Text, mit Zutaten 
und Doppeliihersetzungen, als deren Qi-Jle man die vom Metropolian Abba Salamd ver- 

27 



anstaltete Revision des Bibeltextes nach der arabischen „Vulgata" annehmen diirfte (vgl. 
Guidi.Letraduzioni..., S. 31, 35-6); A. van Lantschoot, Abba Salama, m6tropolite 
d'^thiopie (1348-1388), et son r61e de traducteur (Atti del Convegno internazionale di 
studi etiopioi (Roma 2-4 aprile 1959), ANL, Anno CCCLVII/1960, S. 397-401). 

Pergament, 13 x 10J cm, 4 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 13 (2a nur 9) Zeilen. GroBe 
altertumliohe Hand aus dem 15. Jahrhundert. 

Dluminierung: la und 4b farbige Miniaturen (mit Schutzklappen aus Stoff): A. Maria 
mit dem Jesuskind (zakama tawalda egzVena), Ochs (lahem) und Esel (adg); B. der hi. 
Georg (Giyorgis) zu Pferde, mit riesiger Lanze. 2a koloriertes Titelblatt: zwei Textflachen 
von Flechtmuster umgeben. Kat. Zettersteen II. Siehe Tafel 1. [O Etiop. 2] 



3. APOKALYPSE. CHRONOLOGIE: MA$QAFA HASAB 

A. (1-55) Die Offenbarung des Johannes (Ea'yu la-Yojtannes), mit tfberschrift: 
za- Yofyinnes episqopos za-Quslentenya metropolis arm hallawo yessad(d)ad (Johannes Chryso- 
stomus ist gemeint!) (der Text von Piatt sohickt ra'yu la-YoJfunnes voraus, ebenso die 
Ausgabe von Hofmann, trotzdem daB 13 Handschriften die beiden Worte vermissen 
lassen). Anfang: rifyu la- Yofyanrus zakama r€yo la- 1. Kr. za-wahabo Egzi. kama ydr'eyyomu 
la-agbertihu za-haUawo ( = Piatt, za-hallo Hofmann contra 15 Hss.) yekun fetuna ma- 
emdehra-ze ( = Piatt, wa-em-ze Hofmann contra 16 Hss.) jannaioa mesh, mal'aku haba 
Yojunnes gabru usw. Kolophon (55a): ba-zeya tafassama ra'ya Yofannes Abu Qalamsis 
za-we'etu ( = Piatt, ze-we'etu Hofmann contra 12 Hss.) behil za-re'ya ba-lytywaiu (ra'y s.l.) 
wa-tasebfa la-abuna Yofannes gabra Egzi. ( = Chrysostomus). In der SchluBnotiz wurden 
die beiden Eigennamen leider ausgemerzt: o-abuya wa-ehuya . . . i-terse'anni ba-salo(te)ka 
lita . . . Amen. 3 Cruces ansatae mit 5 waagerechten Linien, nach Art alter palaographischer 
Tradition, bilden den AbschluB der Seite. Umstehend eine Notiz des spateren Besitzers 
Ba-Hayla Selldse. 

Conti Rossini (Note 71/629) wuBte urn 1900 von 18 Handschriften der athiopischen 
Apokalypse. J. Hofmann hat fur seine sorgfaltige Edition: Die athiopische t)bersetzung 
der Johannes-Apokalypse, (1-2.) Louvain 1967 (CSCO, Vol. 281-2) 25 vbllstandige Kodizes 
und ein Fragment benutzt, offenbar alle ihm bekannten Exemplare. Dabei hat er selt- 
samerweise unsere Handschrift, die von Conti Rossini erwahnt und richtig (nach Zetter- 
steen in ZDMG) ins 15. Jahrhundert datiert wurde, unbeachtet gelassen, offenbar weil er 
den unvollstandigen Angaben von Gregory, Textkritik des Neuen Testaments, II, 564 f ., 
einseitig gefolgt ist. So ist auch zu verstehen, daB nur eines der beiden Leningrader Manu- 
skripte verwertet wurde (Kat. Turaev II, lb), wahrend die gleichaltrige Hs. Turaev 1,15 
(die einzige von Conti Rossini erwahnte, u. zwar als 16!) vermiflt wird wie auch die alte 
(15. Jh.) Hs. A 44 sup. der Ambrosiana (Kat. Galbiati 6) und die Cambridger Hs. Add. 
1842 (Kat. Ullendorff V). Die Britisohe Bibelgesellschaft besitzt, wie aus meinem im 
Manuskript vorliegenden Verzeiohnis Iiervorgehen wird, drei Kopien, von welchen nur 

28 



eine, und zwar die schlechteste, Hofmann bekannt war. Die in CR:s Liste ieblenden 
fiinf Vatikanhandschrifteii sind alle alt (16.-16. Jahrh.), aber von schwankender Qualitat. 
(Warum Hofmann den mit G bezeichneten Cod. Vat. 54 dem 17. Jahrhundert zuteilt, ist 
unklar; eben der erste, die Apokalypse entbaltende Teil dieser Miszellanhandschrift stammt 
gewiB aus dem 15. Jahrhundert, wie aus Grebauts Beschreibung ersiohthch ist.) Wir kennen 
also jetzt 31 vollstandige Texte der Apokalypse, davon 7 aus dem 15. Jahrhundert (ev. 
noch alter). Als der vielleicht alteste, sehr sorgfaltig geschriebene, allerdings nicht fehler- 
freie Zeuge des urn 1400 in Athiopien gelaufigen Textes hatte die Uppsala-Il'andschrift 
sehr wohl einer kritischen Ausgabe zugrunde gelegt werden konnen. Die manchmal will- 
kiirliohe Methode von Hofmann ergibt einen Misohtext, der keinen Anspruch auf Ur- 
spriinglichkeit erheben kann. Urn das Verhaltnis zwischen der Uppsala-Hs. (U) und 
Hofmanns Text naher zu beleuohten, gebe ich noch einige Beispiele aus den beiden ersten 
Kapiteln: 1: 3 wa-za-ya 1 aqqeb fehlt U = 18 Hss. (da 4 Hss. tua-eUa ya ( aqqebu lesen, ware die 
Textlesart nur in 2 Hss. (DX) zu finden); 1:4 wa-salam, im-saldmu U = 14 Hss.; ib. 
wa-za-yemasse\ za-mas'a wa-yema§s(? U = 13 Hss.; 1:5 sem' maJuiymen, semfa mahay- 
mendn U = mehrere Hss.; 1:9 tva-ba-manges'tekemu fehlt U = 9 Hss. (ebensoviele Hss. 
lassen das folgende wa-ba-te'geStekemu aus); 1:11 Tiy&terdn, U: Teydteron = viele Hss.; 
ib. Lodoqeydn, U: Luduqiya (aber 3: 14 Ladiqeyd); 2: 1 la-maVak za-beta krestiydn, U: 
la-maVaka beta kr. = 18 Hss. Ed., ebenso 2: 8, wo alle Hss. aufier CLO la-maVaka beta 
haben. Hofmann: „ioh halte mioh hier an den Text der verlaBliohen Hs. C"; warum ist 
diese ins 16. Jahrhundert datierte Leningrader Hs. besonders verlaBlich? 

B. (57-76) Ma$bafa Hasdb „Buoh der Zeitrechnung" (am unteren Rande: „Du Kalen- 
drier abissin"). Von den handschriftlich erhaltenen ^osaft-Texten (CR, Note 64/622, vgl. 
Guidi, Storia 54) ist Zotenberg 64 (eventuell auch Dillm. Berl. 84) mit dem hier vorliegen- 
den nahe verwandt (s. Gr^baut in ROC 18: 204-6, 21: 323-330, 422-432). Sammlungen 
spaterer Hasdb-Texte mit astrologisch-magisohem Inhalt sind die Hss. Paris, d'Abbadie 
86 (CR, Notice 236), fith. 390 (mit 60 verschiedenen Titeln, s. Verf., Der Spiegel des 
Salomo, S. 209) sowie Oxford, Or. 1885 (Ullendorff LVH). Vgl. auch Kat. Turaev III, 46, 
64, 65, und die spater hinzugekommene Stockholmer Hs. Nr 66 A (m. zwei Rezensionen). 

Anfang: ba-sema . . . safrafna ba-za nezzekkar Ma$hafa Hasab Jiegga Egzi. kama i-neddamar 
mesh, kahadiyan za-trtCama tafatra c dlam usw. Der folgende Text besteht aus einer Anzahl 
unnumerierter Kapitel, die mit ba-za to? ammerjta? trier „damit du wissest" anfangen: 

1. (67a) Berechnung der 13 Monatszyklen (aqmdr): 1 qamar = 532 Jahre etc. bis 13 qamar = 
6 916 Jahre, wa-lewessek dibehu 'dmata uxingeldwiydn 84, zusammen 7 000 Jahre. 

2. (67b) t)ber „Jobeljahr" (iyobelyu, hebr. yobel): 1 iyobelyu = 49 Jahre usw. bis 142 iyob. 
= 6 958 J. wa-6 subdue =42 J., zusammen 7 000 J. Setzt bis 60a mit „t}bereinstimmung 
zw. qamar u. Jahren" ('ermnahu la-qamar tva-la-'dmatdt) fort. 

3. (60a) Chronologie des Henoch: 10 sanabet zu je 700 J. machen 7 000 J. 

4. (60b) Chronologie der Sibylle (SabeUd, vgl. Dillm. Br. Mus. V: 6, Turaev HI, 46, f. 14 
SdbeUd walatta Herqal, 55, f. 14b): 9 „Zeiten" (azmdn) je 778 J., 8 azmdn =-6 224 J., der 
neunte zaman unvollstandig 776 J., zusammen 7 000 J. 

29 



5. (61a) Chronologie der Evangelisten: 1 wangeldw = 1 760 J., 4 w. = 7 000 J. 

6. (61b) „Bereclmung/Umlauf(?) der Tage" (zawwari holq«a <elat st. zawwari hMq^a <elati) 
von Adam bis sum Weltende: Sonntag - 364 000 Tage, ebenao die iibrigen Woohentage 
dazu <ekta merya (F>CS „vicissitudo" Dillm. Lex. 169, „jour mobile" Grebaut in ROC 
XVIII, 99) - 7 000 Tage, und sagra Yofanwis (sagr „intercalatio" Dillm. Lex. 266) = 
1760 Tage, zusammen 2656 760 Tage. zawwari, Norn, agentis v. zorajzawwara (amh.) 
fehlt Dillm. Lex., wo nur zawr „gyrus". 

7. (ib.) ttber „Hebdomas parva" (nd'est suba ( e baba-7 <eUd): 1 qamar = 10 iyobelyu wa-6 
subd'e usw. bis 13 qamar = 141 iyobelyu wa-1 svba'e usw. 

8. ;C?m tTher ^asaba l asq („Zweig", hier etwa „Jahreszeit"): arm 30 la-TahSaS yebawwe* 
mawa'ela hagay usw. 

9. (ib.) ttber Jfmaba gund („Stamm, Wurzel"): 1 gUnd 12 a'suqihu baba-30 tafarri wa- 
baba-52 tegadde f ubw. 

10. (63a) ttber ..Weltjahr" ('dmata 'dlam): em-Adam eska Nob 2 000 Jahre usw. bis Zar'a 
Ya ( qob (em-13 aqmdr em-Sayfa Ar'dd eska Zar'a Yd'qob 91 'drnat wa-kona demmura 6 471 
c dmat wa-amiha (sic passim) <dmata me^rat 87) ( = ROC 21:323 f. „Table de comput et 
de chronologie"). 

11. (64b) ttber „Indictio" (Ideler, Handbuch der Chronologie II, 364 f.) (endeqtewon, 
■tewon): te'ehez 'dmata melyrat za-we'etu 'dmat za-tahaSSeS wa-tewessek dibehu 2 em-kdle'dn 
wa-em-ze tagaddef baba-15 wa-za-tarfakka we'etu endeqtewon. 

12. (ib.) t)ber den Schaltmonat (PdgHmen). 

13. (65a) ttber Tentewon (auch Tentyon, so Chaine, Chronologie 97, 107 „le jour par lequel 
1'annee commence", aus gr. tcXivMov entstellt, s. Dillm. Lex. 1392). Die Schreibung mit 
T anstatt T kann Volksetymologie sein (tent „Anfang"). 

14. (ib.) t)ber den „Tag von Johannes": verwickelte Methode. 

16. (66b) ttber „Epacte" (abaqte Dillm. Lex. 768, Chaine, Chronol. 104-6). 

16. (ib.) ttber das Finden des Matqe ( „dies novilunii" (Dillm. Lex. 1224 f ., Chaine, Chronol. 
106; eigentlioh „Trompete, Tuba"). Es folgen (66b-73a) weitere Ausfuhrungen uber 
Abaqte und Matqe 1 . 

17. (73b) Uber MeheM „supplicationes, Bettag(e)" (aus mehleld Dillm. Lex. 166, vgl. 
unten 21: A.7, E 24: A.20; Guidi, Vocabolario 49, unterscheidet 10 solohe Perioden). ' 

18. (76a/b) Weiteres iiber Tentyon, „Tag des Johannes" (oben 13-14) und sebkata Oennd 
„Advent" (vgl. unten 24: B.8). 

19. (76a/b) Tabellen unklarer Bedeutung: a) Terr mesla Heddr, b) Yakkdtit mesla Teqemt, 
c) Maggabit mesla Maskarram, d) Miyazyd mesla NaJfdse, e) (76b nach dem unten mit- 
geteilten Kolophon) Sane bdfrtitu. 

20. (76b) SchluBgebet: Ab yessammay Td'os (H6c) Wald yessammay Ttfos Manfas qeddus 
yessammay Ta'os za-adhankomu la-Andnyd wa-Azdryd wa-Misa'el em-etona esdt za-yenadded 
kamahu adjwnanni la-nafsa gabreka egale. 

C (77-79) Mit derselben arohaischen Hand: Passionsgebet, zum Teil gereimt: o-egzi'o 
na'akkutakka wa-rusebbeTuzkka wa-nesagged la-'ebaya fiayleka wa-la-sen'a feqreka esma 



30 



fajmoka lana waldeka fequreka(\) wa-i-mehekko emennena usw. SchluB: i-nassaratto etnmu 
ba-gize motu / wa-i-odewwo ( — f od-) a'rektihu la-hawwesotu / sdmawa ba-faqadu bahtitu / 
emtio, mahari we'etu / wa-mafqare sab' yebtek wa-yeftafr ma'dsera hafdwe'ina haJba hallo 
nahallu bakama lalihu asaffawanna lotiu sebhat za-emhabena wa-lana-hi mangeito yekaffe- 
lanna ye'eze-ni wa-zalfa-ni wa-la-'dlama c dlam amen. 

Diese wertvolle Handschrift wurde von Henrik Benzelius im Jahre 1716 im Orient 
(Kairo) fur die Akademie in Uppsala erworben (vgl. unten Nr 4 u. 31). 

Pergament, 16 x 11 cm, IV, 80 Blatt. GroBe und gleichmaBige arohaisohe Sohrift in einer 
Kolumne, 16-17 Zeilen. Alter: 16. Jahrhundert. Bl. la rote Verzierung (Flechtwerk). In 
dicken Holzdeckeln mit einheimischer Lederbekleidung aber ohne Riicken. Kat. Zetter- 
steen Nr III. Siehe Tafel 2. [O Etiop. 3] 



4. PSALTERIUM (DAWIT) MIT BEIGABEN 

A. (l-193a) Die kanonischen Psalmon 1-150 und (192b) der apokryphe Davidpsalm 
(mazmur za-re'su za-Dawti za-sahafa wa-wezu' we'etu em-holqu wa-ama yetbahattaw wa- 
yetbd'as mesla Qolyad), als 161 numeriert. Ps. 1 Uberschrift: fekkdre za-ba'enta sddeqdn 
wa-hdte'an mazago westa ferhata Egzi. wa-arhaqo em eda zarravri, eine interessante Synthese 
von Potkens und Ludolfs Fassungen, mit Verbesserung von Potkens Text, wo westa 
fehlt und arqo st. arhaqo (von Ludolf im Psalterium, S. 345, korrigiert) steht. Vgl. meinen 
Aufsatz San Stefano dei Mori och de forsta etiopiska bibeltrycken (Corona amicorum. 
Studier tillagnade Tonnes Kleberg, Uppsala 1968, S. 163-180), S. 164 f. u. Fussn. 6. Die 
Uberschriften im athiopischen Psalter variieren stark und sind oft willkurlich, im Gegen- 
satz zum eigentliohen Psalmentext. 

B. (193b-212a) Die 15 kirohliohen Oden (Cantica) oder ..Prophetenlieder" („Cantica 
profetarum et sanctorum" mg sup) (salot iva-mahaley za-nabiydt wa-salota Muse): 1. ohne 
Titel = Ex. 15 mit einigen Anderungen; 2. (195a) Moses II (ddgem hegg za-Muse) = Deut. 
32: 1-21; 3. (197b) Moses III (Sales hegg za-M.) = Deut. 32: 22-43; 4. (200a) sahta Hanna 
tmma Sdmu'el^I. Sam. 2: 1-10; 5. (201b) s. Hezqeyds neguta Yehuda =Jes. 38: 10-20; 
6. (202b) s. Mendsse; 7. (204a) *. Yonds nabiy = Jona 2: 3-10; 8. (204b) s. Dan' el nabiy = 
Dan. 3: 26-45; 9. (206a) s. 3 daqiq =* Dun. 3: 62-56; 10. (206b) haba bdraku Andnyd wa- 
Azdryd wa-Misa'el = Dan. 3:57-88; 11. (207b) s. Enbdqom nabiy = Hab. 3:2-19; 12. 
(209b) s. hdyiyds nabiy = Jes. 26: 9-20; 13. (210b/211a) s. egze'tena Mdrydm = Luk. 
1:46-55; 14. (211b) s. Zakdryds nabiy = Luk. 1:68-79; 15. (212a) *. Sem'on aragdy = 
Luk. 2: 29-32. 

C. (212b-227a) Das Hohelied (mahaleya mahdley ze-we'etu za-Salomon): zunachst Kap. 
1-2: 10a mit alterer Hand (A), dann (216-) mit Hand B der ganze Text, ohne Rubra, in 6 
Absohnitten. SchluB: giiyey (Hs. gUyy) anta wald thuya wa-tamassalld la-wayial wa-emma 
akko kama warezd hayyal westa adbara Betel ( = Nr 5, 7, 8 (76) u. Potken, aus 2: 9 LXX 
Bat^X entlehnt; dagegen haben Nr 6, 9, 71, 96 westa adbara dehuhdn = Ludolf hier u. 2: 17; 

31 



siehe die Edition von Gleave, The Ethiopio version of the Song of songs, London 1951, 
S. 40). 

Im altesten Teil der Handschrift (1-64, 161-214) wird die Anzahl der Verse( = Zeilen) 
der einzelnen Psalmen und Oden mit qalon und Ziffer in sehr kleiner Schrift angegeben. 
Am auBeren Rande kommen Siglen (meleket), meist ra, nach je 9 Zeilen vor (siehe Velat, 
Me'eraf II, 93 ff. ..Divisions de chant concernant les Psaumes et les Cantiques des pro- 
phetes"; daa Zeichen ra kommt dort nioht vor!). 

D. (227a-230a) Ohne Titel: Festk 'ender fiir das Kirchenjahr (mg ext: „Kalendarium"): 
Saraqa Maskarram. arm 1. Yohannes wa-Barlalomewos Iyob wa-Ragv?el. arm 2. Takkaze 
usw. bie zum 5. Pagfimen mit den Namen 'Amos und Abba Magder. Vgl. Rhodokanakis 
XXVIII: 2; Wright CCVI: 1 (erweiterte Rezension); unten 27: H, 31: D. 

E. (231-251) Ohne Titel: (Weddase Maryam), das Woohenoffizium dei Maria, mit der 
Sonntagslektion anfangend (weddase ba-sanbata kresliyan: tasamayki feqerta o-burekt 
em-anest usw.) Mg inf: „Orationes ad beatam Mariam pro tota hebdomada". Diese Hand- 
schrift war dem schwedischen Herausgebcr der Editio princeps, Karl Fries, offenbar nicht 
bekannt (siehe: Weddase Marjam ein athiop. Lobgesang an Maria, Uppsala & Leipzig 
1892, Vorwort, S. VI; vgl. unten F). 

F. (252-260ba) Ohne Titel: (Weddase tva-genay}, das Sonntagsoffizium der Maria, bis- 
weilen Anqasa berhan „Tor des Lichts" benannt (so im Katalog von Gr^baut & Tisserant 
und bei Velat, s. unten), dieser Titel sollte aber der gereimten Bearbeitung des Offiziums 
vorbehalten sein (Ausgabe in Grohmann, Athiop. Marienhymnen 383-394; vgl. Guidi, 
Storia 31, Rhodokanakis S. 42: 12, unten Nr 27: A). Conti Rossini, Note 76/634, hat dieses 
Weddase nicht, nur Weddase Maryam, mit Hinweis auf die Ausgabe von Fries, welche auoh 
eine Liste von Handschriften des Weddase wa-gendy enthalt. Sorgfaltige Ausgabe beider 
Weddase in Velat, Me c eraf I, 69-91, Ubersetzung ib. II, 267-296 ..Prieres Mariales". 

G. (260ba-265ab) Temherta Hebu'dt „Doctrina arcanorum" (ba'enta T.H. (qedrm) za- 
tetnaggar em-presfora la-me'rmnan hebu'at). Anfang: Temherta hebu'dt-essa kama-ze neger: 
za-qedma hallo wa-yehellu za-mas'a za-hamma wa-mota wa-taqabra usw. Ausgaben: D. 
Lifchitz, Textes 6thiopiens magico-religieux 40-69; E. Hammersohmidt, Athiopische li- 
turgische Texte der Bodleian Library 48-72; B. Velat, Me c eraf I, 30-33, II, 210-217 (vgl. 
CR, Note 74/632 f., Grohmann 63, unten Nr 27: F (36: A.l) 63: B). 

H. (265ab-271bb) Litanei an Maria, in 9 Abschnitten verschiedener Lange, mit „An- 
wendung" auf den Besitzer/Kopisten Oabra Krestos ( = Chaine, Repertoire 366, Grohmann 
33). Anfang: o-maSarrat anti la-kuUu ( alam za-konki mahdaro la- ( abiy wa-le c vl usw. Letzter 
Abschnitt (271aa): o-emma mahyawe kullu 'alam za-tawaUa em-karhki berhan za-takaSta 
la-kullu ( alam usw. 

Spater hinzugefiigte Texte: 

I. (Ib-IIIa) Hymne (Salam oder Malke') an Joachim und Hanna, die Eltern der Maria: 
28 fiinfzeilige Strophen, von altertumlicher Hand (16. Jahrh.). Soheint sonst nioht bekannt 
zu sein; die Texte bei Chaine, Repertoire 258, Vat. Borg. 7, f . 37 u. Paris, ]2th. 381, f. 45.- 
sind jedenfalls nicht identisch. 



32 



Anfang: 

(1) salam la-zekra semekemu ba-saledd heywat sehuf 
wala-se'ertekemu sa(lamy {alia aryam (s.l.) wekuf 
Iy&qem wa-Hannd za-gannataaebah a'wdf 
kama enbeb mahletekemu(!) ba-kasHta lesan wa-aj 
manfasa a'mero'az(z)iz dibeya yd'ref. 

(2) salam la-re'sekemu ba-nedqa fafo&ye'ndjur 

wa-la-gasekemu sa(ldm^ em-gasa Orydres (Dillm. Lex. 744) nefci!* ;> 
Kyaqemy wa-Ha^nnd') lasfd samayat wa-medr 

yekaddenanni wa-yekabbetanni zad&lekemu tne'zur {iebit Dillm. Lex. 1103) 
kama kabato la- Yonds 'anbari za-bdhr. 

Die beiden letzten Strophen lauten: 

(27) wehuda nababku ba-mahlet wa-yabbebo 
em-sebhatdlikemu bezvh za-i-yeik u allaq u fyasdbo 
I.wa-H. hawwesuni ba-astarkebo 

tahabuni enbala ( aqm la-handfereya 'a$bo 

zagd manias qeddus bezvh halldq u e (Ha. ho- =h u a-, ygl. Dillm. Lex. 577) 

za-albo. 

(28) sebhal la-Ab za-kiydkemu afqara 
wa-sagid la-Wald enta isaggawakkemu kebra 
la-M an) as qeddus gendy ba-sen{n)ekemu me' zura 
I. wa-H. dmehelakkemu watra 

ba-sema Mdrydm dengel kvllo ami/ra 
westa lebbekemu laekun hedura. 

J. (lb-7b, am oberen Rande der Blatter) Arabisch-athiopisches Glossar: nagara ( arab: 
loh (ar. lauhfbehil: tabot. maimara (ar. mitjmara): md'tatit Sure (unklar). lebdn (ar. Ivbari): 
c etdn u8w. 

K. (llb-23a, ebenfalls am oberen Rande) Hytnne an den Evangelisten Johannes, in 27 
fiinfzeiligen Strophen; mit keiner der neun bei Chaine, Repertoire, erwahnten Johannes- 
hymnen identisoh. 

Anfang und SchluB lauten: 

(1) ba-sema lyasus Krestos egzVeya wa-amldkiya 
wa-ba-sema Mdrydm dengel qawema nafseya wa-Segdya 
mdhleta salam waffanku ba-sema zi'aka zahdya 
Yohannes la-'ebayeka enza dqerreb gendya 

Sanndya qalag u dS'a lebbeya (Pb. 46: 2). 

(2) sal&m la-zekra semeka emqedma zahdy za-hallo 
baheUinnd amldktaSe'ilo 

ra'dyehebu'dt Yohannes Sergewa '■ebay wa-tadengelo 
hegga tandbabka la-Egzi'abeher wangelo 
anbebanni lita wedddseka kullo. 

3- 732538 Ldfgren 33 



(26) saldm la-felsateka balebsata Sega wa-dam 
heydwaka tenber westa aryam 

Yohannea dengel warqa P&ruhlm adddm (P. = Taprobana insula Lud. in 

Dillm. Lex. 1424) 

balehanni em-ldhba dawe. ba-tenbdleka qawem 

dstabaqq&akka be'esi dekum. 

(27) am{m)ehd mahlel heddfa qedma gasa a'ld/ engelegd 
em-zVaka laka enbayna za-aqrabku enbala (neytegd 
tiarawita sarndy za-Wlu wa-daqiqa 'Slam lebvsana iegd 
Yottannes la-'ebayeka eska yanakkeru heggd 
heyanta zagd badiba zagd 'eseyanni zagd. 

L. Drei Zaubergebete fur den Besitzer Gabra Krestos: 

1. (149a) pilapi sabnun malapi aqamot kama l ebn wa-afzez kama badn la-ku(Ud)mu gabbarta 
( am(m)azd wa-la-kullomu zanndhydna fenot kama i-yen&eu neivdyeya la-gabreka Gabra 
Krestos; 

2. (230a/b) ba-yod semu la-Egzi. enza sefhu Ab wa-fa'mu Wald wa-Manjas qeddus masqehu 
ba-zenlu asmatika fetdh Serdyomu la-masarrey wa-la-Qeddr la-Dask wa-la-Bdryd la-GOdddle 
wa-la-Bedbed wa-la-kullomu aganent usw.; 

3. (271bb) ba-sema , . . amldk. halaiun ihalahm badun wabaraiun . . . ba-ze asmatika eserromu 
la-Bdryd sallimdn usw. In der Fortsetzung einige ..Brillenbuchstaben", a m SchluB ein 
acht- und ein sechszackiger Stern sowie ein Halbkreis von kleinen „Perlen". Siehe unten 
Nr 44 ff., wo einschlagige Literatur. 

M. (149b) t)ber Aussichten (tasfd) der Glaubigen und Belohnungen {fere) guter Werke: 
seme'u engerkkemu za-wahaba tasfd la-weluda sab* egzVena. 30 000 000 ba-me'rdb wa-meSrdq 
ba-samen wa-dabub la-za-yeselli ba-beta krestiydn kama-ze yekawwen ferehu: 600 000 ferehu 
la-1 sagid. 800 000 ferehu yekawwen la-za yezawwer la-bela kr. 1 gize emma-hi ebna aw Sd ( ra 
emma-hi ( eza wa-maya. 900 800(1) ferehu la-1 (qdla s. 1.) mazmura Ddwit usw. 

N. (150a/b) Vorschriften iiber das Gebet, dem „Sinodos der Apostel" entnommen: 
kama-ze maharuna hawdrydt ba-sinodosomu: qasdwest sefuqa enka yesalleyu enza yebelu 
ba-zatti sa'al. manfaqa lelit tansfaka tahasibaka ba-mdy salli wa-emma-ssa be'esita beka 
mahaymenla keVekemu salleyu wa-nefah westa edawika wa-ta c atteb ba-merdq za-yewasse' 
em-afuka wa-tekawwen nesuha eska egarika usw. Nach einem Abschnitt fiber das Trishagion 
endet der Text mit einer Marienhymne von ungewohnlichem Typus: Refrain und drei 
kurze Reimverse. 

(1) ganayna laki o walatta Ddwit 

kebra kullu 'dlam / ddgemit Arydm f enza dengel emm. 

(2) ganayna usw. 

ddgemit samdy / musa'a zahdy / walldditu la-Ado(n&)>y. 

(3) ganayna usw. 

$erha qeddesdlu lawald / za-warq mdh(fayd / eurdrehd zamaragd. 

34 



Bricht mit dem Refrain der folgenden Strophe ab. 

Diese inhaltsreiche und wertvolle Handschrift, die sich offenbar einst in armeniachem 
Besitz befand, wurde von Henrik Benzelius im Jahre 1716 im Orient, wohl in Kairo, fur 
die Uppsalaer Akademie eingekauft (siehe Vorwort und oben Nr 3). 

Pergament, 16 x 14 cm, III, 273 Blatt (I an den Deckel geklebt). Schrift von mehreren 
Handen, zuerst durchgehend, von 231 an in 2 Kolumnen; 14-16 Zeilen. Der alteste Teil 
(1-64, 151-214), im 16. Jahrhundert sehr schon geschrieben, wurde von etwa 6 spateren 
Handen suppliert, von welchen B (65-104, 127-149a) und C (231-251) dem 16. Jahrhundert 
gehoren, wahrend D (106-126), E (215-230), F (252-260ba) und G jiinger sind"(wohl 17. 
Jahrh., da die Handschrift um 1700 fertig gewesen sein muB). Einfache Verzierungen mit 
Verwendung blaugriiner Tinte kommen im altesten Teil der Hs. vor: la, lib, 23a, 36b, 
51b, 64a. Kurze Randnotizen in arabischer oder karSuni Sclirift stehen lb, 3a, 7a, 12a, 
13a, 14a, 16a, 16a, 20b, armenische Notiz 230b, daselbst und 231a roter armenischer Sigill- 
stempel, 272aa das armenische Alphabet. Besitzer: Gabra Kreslos. Holzlederband ohne 
Ornamente, kaum athiopisch. Kat. Zettersteen I. [O Etiop. 1] 

6. PSALTERIUM 

A. (3-121b) Die Psalmen Davids: a) die 150 kanonischen Psalmen, b) der apokryphe 
Psalm, als Nr 151 bezeichnet, mit der tlberschrift: yebe Dawit soba qatalo la-Qolyad. 

B. (121b-133a) Die 15 Prophetenlieder (Cantica) in der gewohnlichen Reihenfolge (siehe 
meinen Katalog, Nr I). 

C. (133b-140a) Das Hohelied, in ftinf numerierten Abschnitten (vgl. meinen Katalog). 
Zum SchluO wesla adbara Belel siehe oben Nr 4: C. 

D. (140b-151ab) Weddase Mdryam, das bekannte Wochenoffizium, mit der Montags- 
lektion anfangend (weddaseha la-egze'tena M. waUadita amlak za-yetnabbab bo- 1 data sanity: 
jaqada EgzV yag'ezzo la-Adam usw.). Dieser Text wurde von Karl Fries fur seine Edition 
(siehe oben 4: E) benutzt. 

E. (151ab-156) Ohne besonderen Titel: (Weddase wa-gendy}, das Sonntagsoffizium der 
Maria (wa-em-ze neselief weddaseha la-egzeHena M. wallddita amlak). Siehe oben Nr 4: F. 

Nach der 140a stehenden, mit roter Tinte gesohriebenen Notiz gehorte das Buch dem 
FeShbd Krestos, seiner Frau WalaUa Petros und ihrem Sohne Tarbinos; letzterer ist auch 
im absohlieOenden Segenswunsch (156b) erwahnt. Beide Notizen wurden in meinem Kata- 
log, Die abessinischen Handschriften der Evangeliska Fosterlands-Stiftelsen, S. 3-4, voll- 
standig mitgeteilt (tlbersetzung bei K. Fries, Weddase Marjam, S. 26). Bl. 4a am oberen 
Rande folgende Notiz: „Detta manuskript tillhor Kollega E. T. Sundelin, som eriiallit 
det af missionaren Axel Pahlman." Vgl. die ausfiihrlicheren Angaben unter Nr 26. 

Pergament, 14£xl3£ cm, 157 Blatt (1, 2 u. 167 sind leere Schutzblatter). MittelgroBe, 
deutliche Schrift. von einer Hand, 3-130 durchgehend, dann in 2 Kolumnen; 18-19 Zeilen. 
17.-18. Jahrhundert. In Holzdeckeln ohne Lederiiberzug. Das Futteral fehlt nunmehr. 
Kat. Lofgren I. [O Etiop. 33] 

36 



6. PSALTERIUM 

A. (l-144a) Die Pealmen Davids 1-150 und (143b) der apokryphe Psalm (mazmur za- 
Ddtvit haUeluyd) ohne Nummer (am Ende mit roter Tinte: za-terufan, sonst in der tfiber- 
schrift vorkommend, vgl. unten Nr 8). 

B. (144b-157) Die 15 kirchlichen Oden (Cantica) oder „Prophetenkeder", in gewohn- 
Iicher Reihenfolge, mit inkonsequenter oder fehlender Xumerierung. 

C. (158a-165a) Das Hohelied, in fiinf Abschnitten, wovon nur der letzte beziffert ist. 
i Die leere Zeile zwischen den Abschnitten Mar fur die Rubra bestimmt, welche aber nie zur 

Ausfiihrung gelangt sind. Korrekturen kommen in diesem Teil der Handschrift oft vor. 
SchluB: westa adbdra dehuhan ( = Ludolf, vgl. oben |Nr 4: C). 

D. (165b-175ab) Wedddse Mdrydm, mit der Montagslektion anfangend, wie in Nr 6: 

E. (175ab-179) Wedddse wa-gendy, ohne besonderen Titel (tva-em-ze nesejief usw. — Nr. 5). 

F. (165a, mit jungerer, schlechter Hand) Verwunschungsformel (in meinem Katalog, 
S. 5, abgedruckt), die folgendermafien zu verstehen ist: „Wer diesen *Dawit' stiehlt oder 
darin radiert sei verflucht duroh das Sohwert der Worte der dreihundert<achtzehn Recht- 
glaubigen und der> zwolf Apostel." \ 

Pergarient, ca. 20 x 19 cm, 179 Blatt, 16-18 Zeilen, Bl. 1-165 in durchgehenden Zeilen, 
der Rest in 2 Kolumnen geschrieben. GrdJJe, gleichmaflige Hand des 18. Jahrhunderts. In 
Holzdeckeln mit Lederriicken. Futteral f4hlt nunmehr. Kat. Lofgren II. [0 Etiop. 34] 



7. PSALTERnJM 

A. (4-1 10a) Die Psalmen Davids 1-150 und (110a) der apokryphe Psalm ohne Nummer. 

B. (110b-121b) Die 15 kirchlichen Oden oder „Prophetenlieder", mit vereinzelten Zeichen 
fiir Uturgische Ausfiihrung zwischen den Zeilen. 

C. (121b-127a) Das Hohelied, in fiinf Abschnitten. Schlu8:'w«wta adbdra Betel (vgl. oben 
Nr4:C). 

D. (127-136ab) Wedddse Mdrydm, mit der Montagslektion anfangend (t)berschrift =» 

Nr 6). 

E. (136ab-139) Wedddse wa-genay za-egze'tena Md(rydm) waUddita amldk, mit dem 
eel ten vorkommenden Titel dieses Sonntagscffiziums. 

Spatere Zusatze: 

F. (2a/b) Hymne an Maria: esagged loM (3-mal) tva-etveddesakki o egze'teya qeddest dengel 
Mdr<yd>m la-zahdya sedq Saragalahu usw. ( = Chaine, Rep. 336, 338; Grohmann 30). 

G. (3a) Eraahlung aus den Wundern der Maria (Ta'dmera Mdrydm) in schlethter, abge- 
kurzter ttberlieferung: xm-hallawat ahatti eber em-nwhalla<ta>t za-ta'ammend (Hs. -ma-) 
la- Mdrydm ba-febu' lebbd ma-waldd hallo meslena wa-soba warzawa wa-nabara mesla ella 
yegabbe.ru ^am^aza usw. Vgl. unten Nr 30: F. 42. 

H. (3b) Verzeichnis von Festtagen der Apostel (esehef hiUq u a hawaryat), von Maskarram 
bis 18. Hamle (vgl. oben Nr 4: D). 

36 



I. (140a) Beschworung zum Schutz gegen Krankheiten: ba-sema ...egbo (7-mal) bagegbo 
senqen seqa'an Andnyd wa-Azdrya wa-Misa'el torior tor ba-Krestos za-warada em-serfa 
Seyon adhenanni em-fcmama ... em-Ferd wa-Nedad ioa-Mdq»a wa-Qebt usw. (Strelcyn, 
Prieres, s. w.; Worrell, passim). 

^ J. (140a) Gleiohnia der zehn Jungfrauen (Matth. 25): <p>mek& temassel mangeSta samdyat 
'airon dandgel ella naPd rmjdaioihon usw. Vv. 12-13 haben einen erweiterten Text. 

K. (141a/b) Litanei ba'enla qeddest, mit dem Refrain: ndstabaqqu* kama Egzi. yahabarma 
usw. (am-Anfang doch: kama Egzi. ydstasdlemanna ba-sahla zVahu ...). 141bb wird Negus 
Takla Oiyorgis (1779-1784) erwahnt, was mit dem angenommenen Alter der Handschriftl 
gut stimmt. 1 

Zu Anfang des Psalters (4a) Notiz in grober Schrift: ya-nesseUV) abbdt abuna Za-Mika' el 
zatti masjuzf za-wahabattd Abreha la-Dabra Maryam ba-zamuna Seyon abuna Walda (Hs. 
Walada) Muse. Abrehd ware also eine Frau. TJber diese Handschrift der Evangeliska Foster- 
lands-Stiftelsen war friiher nichts bekannt. 

Pergament, 17£xl7 cm, 141 Blatt, 20 Zeilen. Bl. 4-127a in durchgehenden Zeilen, der 
Rest in zwei Xolumnen, 4-139 von derselben niittilgroBen, deutlichen Hand. Bl. 1 leer, 
von zwei groben Zeichnungen auf der Versoseite abgesehen. Stark benutzte Kopie des 18.' 
Jahrhunderts, im friiheren Teil von Wasser besohadigt, aber ohne Textverlust. In Holz- 
deokeln ohne Lederbekleidung. \ [0 Etiop 36 j 

8. PSALTERIUM 

A. (3-112) Die Psalmen Davids 1-150 und der ap>kryphe Psalm desselben, unriohtig 
als 150 numeriert, mit der Uberschrift: wa-'Mi qdl ankaro za'ama yet(ba>l>atto wa-za- 
yetbabaa (lies: yelba'as = Nr 4) mesla Oolyad. 

B. (112b-123a) Die 15 kirchlichen Oden (Cantica) oier „Prophetonlieder". 

C. (123a-128) Das Hohelied (mahleya mdhley ze-ux?\tu za-Salotnon, vgl. Nr 4: C), in den 
gewohnlichen 5 Abschnitten (2-4 numeriert). 

D. (129-137aa) Wedddse Maryam, mit der Montagslektion anfangend (tJberschrift = 
Nr 6: D). 

E. (137aa-140a) Wedda.se wa-genuy emmu la-Adormy, das Sonntagsoffizium (zum Titel 
vgl. Nr 7: E und Guidi, Storia 31 W. wa-g. la-emma Adonay « Grohmann 18; dieser glat- 
teren Fassung bin ich niemals begegnet). 

F. (lb) Spaterer Zusatz: Materia magica. Sechs Kreuze verschiedener Grofie; liegender 
gefesselter Mensoh (oder Leichnam in Leichentuch?); sechszackiger Stern mit kleinen 
Kreuzen in der Mitte und an den Spitzen; apolropaische Figur (sog. „Spinne"). Text: 
ba-semu la-Ab muryal ba-semu la-Wald mcndter ba-semu la-Ma^nfas qeddus) abydter agater 
mdruydl o-egzVeya ad^henanni) la-ga(breka} egale. Ins groBte Kreuz sind ebenf aUs die vier 
geheimen Namen der Gottheit (Mendter, Mdruydl, Agater, Abydter) eingesetzt. Vgl. Vat. 
4, f. 1; Strelcyn, Prieres, s. w. und Lifchitz 141 (die Form agater kann ich nicht belegen). 

Dieses Buoh erhielt Erzbischof Erling Eidem 1939 als Gescheik von Axel B. Svensson, 
der es auf dem Markt in Addis Abeba gekauft hatte. 

37 



Pergament, 16£ x 12 cm, 140 Blatt, 22-24 Zeilen. Schrift von einer Hand, 3-128 duroh- 
gehend, 129-140a in 2 Kolumnen. Junge Handschrift. Einheimischer renovierter Holz- 
lederband in doppeltem Futteral mit Tragriemen. Kopist: Alaqa Dasta. Bl. 3a, 16b, 23a, 
53a, 63a, 88b, 99a gut ausgefuhrte Initialverzierungen in sohwarz (Flechtwerk, Vogel, 
apotropaische Augen). [0 Etiop. 22] 

9. PSALTERIUM 

A. (4-122) Die Psalmen 1-160 und der apokryphe Davidpsalm (ba'enia re'su) ohne 
Numerierung. XJberschrift von Ps. i: tagids la-kuUu fekkare za-sddeqan wa-za-hate'an 
mazmur za-Dawit (s. oben Nr 4 u. passim). 

B. (123-136a) Die 16 kirchlichen Cantica, in der gewohnlichen Beihenfolge (b. oben 
Nr 4: B). 

C. (136b-144a) Das Hohelied von Salomo, in fiinf. Abschnitten mit diesen, mir sonst 
nioht bekannten tJberschriften: 2. kale. 1 mahaley za-yenagger ledato la-wahed wa-taSagge- 
wotu(\) em-man(Jas qeddus); 3. Mies m. za-yenagger l ergato za-tesbeH; 4. rdbe 1 m. weddase 
mar l a(ty wa-mar( i yawih&; 6. hdtnes m. ert-zCahci la-beta krestiyan. S. Euringer, Die Auf- 
fassung des Hohenliedes bei den Abessiniern, Leipzig 1900, weifi nichts von diesen t)ber- 
sohriften;' sie sind wohl ganz jung. SohluB: westa adbara dehuhdn (vgl. oben Nr 4: C u. 
passim). 

D. (146-1 65a) Weddase Maryam fur die sieben Wochentage, mit der Montagslektion 
anfangend (s. oben Nr 4: D). 

E. (165b-159) Weddase wa-gendy emmu la-Adonay, das Sonntagsoffizium, weniger gut 
Anqasa berhan benannt (s. oben Nr 4: E). SchlieBt mit dem Befrain ba'enta taSaggewotu 
la-walda amldk usw. (meist nur angedeutet) und: salota la-Maryam iva-se'lata yadhenanna 
em-ma'dta walda. 

Pergament, 22£ x 16£ cm, 161 Blatt. Schrift in einer Kolumne bzw. (von Bl. 145 an) 
zwei Kolumnen, 22 Zeilen. Einheitliche, kraftige Hand de8 20. Jahrhunderts (vgl. unten). 
In Holzdeokeln ohne Lederbekleidung. 

Illuminierung: neun ganzseitige Miniaturen in grellen Farben (rot, blau, griin, gelb, lila, 
grau). A. (lb) Die Dreieinigkeit: drei zusammenhangende alte Manner; Legends: sellus 
qeddus, unten: aga'ezta 'alarn; in den Ecken die Symbole der vier EvangeliBten. , B. (2a) 
Konigin Zauditu (negeSta nagaStdt Zawditu Menilek; regierte 1917/9-1928), im Hintergrund 
zwei Manner. C. (2b) Der Erzengel Gabriel, Schwert in der Rechten, Rreuzstab in der 
Linken; zu seinen FuBen drei Kopfe im Feuer: die drei Manner im Ofen (salastu daqiq). D. 
(3a) Heiliger, Abuna Oabra Manfas Qeddus, in grauem Monchsgewand, mit sehr langem, 
weiBem Bart, von einom Vogel bedient; zu seinen FiiBen ein Lowe und zwei Panther 
(andbest wa-andmert) (ahnlich Kat. Hammerschmidt-Jager, Abb. 65 u. 71). E. (3b) Konig 
David, die Harfe spielend. F. (144b) Maria mit dem Jesuskind, von den Engeln Michael 
und Gabriel beschiitzt; das bunte Bild dient als Einleitung zu den beiden Marienoffizien. 
G. (160a) Jesus am Kreuz (konventiinelle Zeichnung ohne Legende; von seinen Handen 

38 



und Fiifien tropfelt Blut auf drei kreisformige Felder in gelber Farbe). H. (160b) S:t Gfeorg 
(qeddus Giyorgis liqa samd'tdt) totet mit der Lanze den Prachen (daragun) und befreit die 
an einem Baum gefesselte Prinzessin (walatta bify(wadAady), vgl. unten 41: A bU- (aMsbejU-). 
I. (161a) Anscheinend thronende Konigin in Ornat (Krone, Nimbus, Kreuzstab in der 
Rechten, Tuch in der Linken), aber mit Schwingen versehen, daher als Michael bezeiohnet. 

[OEtiop. 61] 

10. ARQANONA WEDDASE: „MARIENHARFE" 

A. (l-161a) Argdnona Wedddse „Harfe der Lobpreisung", auoh Arganona D§ngd „Harfe 
der Jungfrau" benannt: das groBe Wochenoffizium der Maria, nach der gewohnlichen An- 
sioht im Auftrag des Negus Zar'a Ya'qob (1434-68) ypm Arnienier GSeorg verfaflt und im 
Jahre 1440 vollendet, was im Hinblick auf das hohe Alter dieser Handschrift etwas zweifel- 
haft erscheint. Ebenso wie die etwa gleichaltrige Leningrader Handschrift Turaev II, 2 muB 
sie wegen der arohaisohen Form des ft* mit anliegender Schknge (neben der gewohnlichen) 
spatestens um 1600 geschrieben sein. Da unser Kodex einen stark erweiterten Text bietet, 
wie aus der Edition von P. Leander (Leipzig 1922) ereichtlich ist, ware eine Bearbeitung 
binnen weniger Jahrzehnte nach der Abfassung anzunehmen. Die Beliebtheit diejes 
Offiziums spiegelt sich in der groBen Anzahl von Handschriften ab. Conti Rossini, Note 
61/609, verzeichnet 38 Nummern, seine Liste ist aber nicht mehr aktuell. In Leningrad 
gibt es 7 Handschriften, in der Vaticana 9 vollstandige Exemplare, in Paris nooh zwei 
(Eth. 380, 382), hier in Uppsala nocli drei, in der Sammlung von Chester Beatty in Dublin 
zwei (Kat. Cerulli: 923, 924). Der Katalog von Hammerschmidt u. Jager beschreibt 6 
Exemplare, darunter das mit dem hier behandelten etwa gleichaltrige, sehr schon illumi- 
nierte Ms.- Or. oct. 1266 (Kat. S. 183 u. Tafel 96). Die wirkliche Anzahl europaischer Hand- 
schriften der Marienharfe ware also etwa 60. Ubersetzung von S. Euringer, Die Marien- 
harfe ('Arganona Weddase) nach der Ausgabe von Pontus Leander ubersetzt (OC XXIV- 
XXVIII, 1927-31). 

Inhalt: 

1. Montagslektion l-30ba (richtige Ordnung der Blatter: 1, 3, 4, 7, 16, 5, 6, 2, 8-15, 17 
usw.); 2. Dienstagslektion 30bb-55ba; 3. Mittwochslektion 55ba-79; 4. Donnerstagslektion 
80-104; 5. Freitagslektion 105-127ba; 6. Sonnabendslektion 127bb-139bb; 7. Sonntags- 
lektion 139bb-151a (ohne besondere Abteilung); der Redaktor laBt diese Lektion erst 
143a beginnen, mit den Worten: hdttayku, zamada Surafel wa-Kirubil wa-hallayku ka^eba 
Sardwita maWekt usw. ( = Leander, S. 161, Z. 5 v. u.). 

Sekundare Texte: 

B. (86b) Notiz: ze-masfyaf za-wahabewwo la-Dabra Elgene „Dies Buch wurde dem Kloster 
Elgene geschenkt", dann von jiingerer Hand zwei Hymnen: 

1. Saldm an Maria, in 5 gereimten Strophen (vgl. Chaine, Repertoire 91 = Zotenberg 69: 6): 

salam laki (Marydm dengely 
za-ma ( aza afuki kol 
enta te$en(n)ewi ba-gadam wa-haql 
wall-a radi'oteya bawesta qatl usw. 

39 



2. Sebfurt-ILyiwie an Christus ( = Zotenberg ibid.), unmittelbar ansohlieBend: 

(1) kama nenger kvllo sebfytiika ba-anaqeeiha la -Seyon mahdara bezujt saldm 
za-anqahkanna em-new&m 

Iyasus walda Maryam 
sebhatlaka. 

(2) la l la sOdegan wa-hdfe'dn berhdna saga meuniq 
za-tdiarreq lana emenna mesrdq 

lyaaua zohdya sedq 
sebhatlaka. 

(3) la-za-mafana-ze WWiomu fedfedennd saga wa-habt 
fadayuka cLkita heyanta SannOyt 

Iyasus negusa sebhat 
sebJial laka. 

(4) lyaeus hamma yebe ba'enti'ana Iyasus muquh 
enta aqamuka westa awda /e<0& 

gize kona goha sebah 
sebhat laka. 

Zotenberg hat daa Schema des Gediohts, mit schliefiendem sebhat laka, nicht erkannt. 

C. (161b) Uliterater Text: Gebet einer Mutter an die Jungfrau Maria: esebbeQ) sagaki 
o-egzi ( teya(\) Maryam tdbrehi lebbeya wa-tarteH fenoteya ... ayte (Hs. stets -to) hallaum 
qaddamt pappasat l ella yeqaddesu(\) tabotdta usw. In der Fortsetzung wiederholtes mahar 
waldeya . . . za-sorkuka ba-karSeya za-ias(an}kuka ba-aibateya usw. 

D. (162a/b) In amharischer Sprache: a) das Vaterunser, b) Symbolum Nioaenum. 

Bl. 152b oben Besitzernotiz: zatti mashafa Arganon ... Krestos (kaum <Eda} K., vgl. 
unten) za-atraya ba-immyu madhanita nafs tekunno ba-'alam haddas Maryam emmu la- 
Iyasus Krestos. 

Pergament, 23£x20 cm, (1) 152 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 17-23 Zeilen. GroBe, 
schone archaische Hand des 15. Jahrhunderts (A. Grohmann, Uber den Ursprung u. die 
Entwicklung der athiop. Schrift (Archiv f. Schriftkunde II-III, 67-87), Abb. 7, S. 72). 
Uluminierung: Bl. la, 9b, 10a, 16a, 17a, 21a, 26b, 27a, 34b, 60b, 51a, 65a, 80a, 87a, 105a, 
121a, 143a groBere Verzierungen (Fleohtwerk u. a.) in rot, gelb u. schwarz; 26b u. 27a vier 
Textfelder mit Umrahmung, auBerdem viele kleinere Zierate zu Anfang der Textab- 
sohnitte. Besitzer: Eda Krestos (ziemlich deutlioh 76b), spater Iyasu walda Abiya Egzi\ 
AbameUk (sic), Walatta Mika'el und Walda MikcSel, zuletzt Baryeman. Kat. Zettersteen X. 
SieheTafeU. [0 Etiop. 10] 

11. ARQANONA WEDDASE: „MARIENHARFE" 

(3-171) Das groBe Wochenoffizium zu Ehren der Jungfrau Maria ( = oben Nr 10): 1. (3- 
32b) Montagslektion; 2. (32bb-60ba) Dienstagslektion; 3. (60bb-89a) Mittwochslektion; 
4. (89ab-118) Donnerstagslektion; 5. (119-144) Freitagslektion; 6. (145-158) Sonnabends- 
lektion; 7. (159-171) Sonntagslektion. 

40 



Spaterer Zusatz (172-3): 

Oebete: a) apotropaiscb.es Gebet, mit Anrufung dee gazura Masqat „Schutz des Rreuzes" 
(ygl. unten Nr 42): ba-zentu Hazura masqal egzi'o habanni mogasa wa-germd za-rakabat 
Eleni negeSt usw.; b) (172b) Litanei an Jesus Christus, mit wiederholtem tamdhzanku „ioh 
nehme meine Zufluoht": o-egzi'eya I. Er. za-kuilo te'ehez tamdhzanku ba-ehzateka bo- 
ma^^u^ (Matth. 26: 47) tva-ba-esrateka ba-habl wa-ba-hemmdyeka dehrita kama 

Sarmti usw. VgL Bhodokanakis XX: 50; Wright 227: 3; Paris, £th. 362: II (Giyorgis). 

Pergament, 17 x 15 cm, 174 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 16Zeilen. Gute mittelgrofie 
Hand. lo. Jahrhundert. Der Name des Besitzers wurde ausradiert, 173ba durch Asrata 
^^yamersetzt. [0 Etiop. 13] 

12. abo Anon a w eddAse: „MARIENHARFE" 

(5-133a) Das grofle Woohenoffizium zu Ehren der Jimgfrau Maria ( = oben Nr 10 u. 
11). Einteilung: 1. (6-27b) Montagslektion (Ed. Leander I-XI); 2. (27bb-47a) Dienstags- 
lektion (Leander XII-XXVI); 3. (47b-69aa) Mittwochslektion (Leander XXVII- 
XXXyill); 4, i(69abh-92ba) Donnerstagslektior. (Leander XXXIX-XLV); 6. (92bb-l 12ba) 
Ereitagslektion (za- ( arb menbdb) (Leander XLVI-LIV); 6. (112bb-123aa) Sonnabends- 
lektipn (menbab za-qadamit sanbai) (Leander LV-LVI); 7. (123ab-133a) Sonntagslektion 
{m^ehvd) (Leander LVII-LVIII). 

Pergament, 20 x 18J cm, 136 Blatt (1-4, 134-136 sind leer). Schrift in zwei Kolumnen, 
17 Zeilen. Gute mittelgrofie Hand des 18. Jahrhunderts. Besitzer: <Gabra?y Krestos, spater 
WaldaMadhen, Hokdeckelband mit Pergamentriicken, in Futteral. [0 Etiop. 23] 



13. ARQAN0NA WEDDASE. GEBETE UND HYMNEN 

A. (2-53a) Argdnona Wedddse „Marienharfe", mit dem gewohnlichen Anfang ( = Text 
yon Leander). Auch der Schlufi (o-egze'leya Mdryam usw.) stimmt mit dem gedruckten 
Text uberein (S. 172-3), nur mit dem Zusatz: wa-amen la-yekun la-ytkun sebhat la-Egzi. 
em-ye'eze wa-eska la-\alam. 

B. (63b-54ba) Drei Gebete: a) a'akktitakka cgzi'o za-wahabkanni zanta saga 'abiya wa- 
hdbta bezehta enta ye'eti te'innd za-a'ammer emennehd v&ya wa-qurra usw. ( = Wright, S. 
111b unvollstandig). Schlufi: meld' westa albabina saldmaka uia-feqraka za-enbala tafalto 
tva-i-yekMekkuykama i-yehukanna amen; b) o-egzi'eya J. Kr. ba'enta madhanita zamadena 
fan^wkamehrataka usw. Schlufi: wa-yesm(n)ewu ma'azd heywat emwesta hezneka amen; c) 
zaraaak u ateta wehibeya la-hiruteka navnva salot za-eseUeyo ba-haymanot usw. SchluB: ba'enta 
zenty, i-tastahaferanni egzVo em-tasfdya ma-i-temit gasaka emenneya ye'eze-ni wa-zalfa-ni 
rw-la-'dlama 'dlamamen. 

C. (64ba-56ba) Gedicht iiber das MeBopfer, in 22 Strophen ( = Zotenberg 77: 6, wo 24 
Strophen): 

41 



(1) ba-sema ab wa-wald wa-manfas qeddus fenta sagd 
za-meitira qurb&n anbara la-beta krestiydn mal'elta heggd 
aoba yetqeddasu hebest wa-sewd'a wayn qedma engelegd 
yetwillafu wa-yekawwenu enbala takejlo wa-netegd 
dama malakot nabbabe wa-heydwa Sega. 

(2) o-za-tetmSffo em-hebesta qUrbdn zentu 
wa-tesatteyo la-wayn enza melu> qedhatu 
eman wa-ta'aman kama Segd Krestos we'etu 
wa-damo kebura('.) enta take l wa ba-motu 
akko amsdl wa-methc' -be'etu. 

(22) ba'enta Segaka hebesta heywat sisdya rehubdn gub&'e 
wa-ba'enta dameka wayn set&ya semu'dn asrdwa g&r'e 
Iyastts Krestos ba-qala te'zazeka qarna sewwd'e 
anie'anna tenia's kebr ba-jessdme se'lat suba'e 
mesh mandfeq&n akko za-ha&dr tenia's. 

D. (65ba-67aa) Hymne an Jesus Christus: 32 Strophen, samtlich mit Ausnahme der 
beiden leteten mit esagged beginnend ( = Rhodokanakis I, 14, wo 31 Strophen; Chaine, 
Repertoire 339): 

(1) esagged la-zekra semeka maVaka (Hs. malke'd) meStir za-targ u amo 
qedma Mary&m wa~ Yosej ama tuarha besrat wa-tasdlemo 
lyasus Krestos sema sebhatika soba addamo 

Pdwlos kal(le)ha wa-yebe ba-'awda Neron qawimo: 
mannu ydhaddeganna la-Kreslos semo (Rom. 8: 36 )eqro)1 

(2) esagged la-ee'erteka wa-la-dameka zendm 

soba k u ar'uka (Hs. kor-) ba-hellat enta anqe*o hemdm 
I. Kr. ba-neddata jeqreka fehm 
tasaqlaPefros q&lq&lila Wla 'eza mot gerum 
wa-basayfa hazin P&idos taqatla ba-Rom. 

(30) esagged la-lensa'eka enta tahaddeg mandila 
wa-saban-ni enta bahtitu feblula (Joh. 20: 7) 
J. Kr. za-i-gaj&'ka masqala 

anSe'anni ba-tenid'eka dehra iegaya taqatla 
wa-ba- ( ergaleka a'reganni Id'la. 

(31) sal&m la-'ergateka mdhtama nagar wa-messdle 
wa-la-mes'ateka k&'ebaba-damandsamdy em-lu'dle 
I. Kr. mesla abdge'ika sab'a-kellalS 

aqemanni ba-yamdneka enza tdraSie'anni wayle 
ama ba-sagdmeka darga tdqawwem atdle. 

(32) Muse ba-gaddm mota fabdye 1 soba mota 
mafana bak<flyyewwo hezbu 30 'elata 

I. Kr. esma aba nafseya anta 

wa-dwatter behiloteka (!) eska etkaddan mar eta 

amlaka samdy efo tacaqalka lita. 

42 



B. (57a/b) Gebethymne an Christus, in 12 Strophen: 

(1) a'akkutakka Krestos za-jafarkanni la-Sanndy 
wa-wahabkanni a'mero larfalita kullu ekay 
kama be'la sagaka enger md y kala gubd'e 'abbdy 
astagdbe' hewasdteya haba feqreka muddy 
amsdla jere qeddus wa-nesuh ierndy. 

(12) holq"a ard&Hka gubu'&n ella ba'enta sedq motu - 

gize salota lebb sallayku tva-sa'qlkvka ba-kqntu 
itastahpferanni Krestos em-tasfd se'lateya zentu 
■wa-rassi kama bezuh enza tesammer westetu 
esma hulldq u ehu l aSr wa- l ddi keVetu. 

F. (57b mg) Alternative SchluBsegnung des Arganona Weddase, unten und am pberen 
Rande nachgetragen: barakata Adam wa-Abel wa-Set usw. 

Gf. (1 u. 58) Zwei Blatter einer breiteren Handschrift, als Schutzblatter verwendet und 
mitten im Text der inneren Kolumne gefaltet und durchstochen. Laut Bl- lb (netmayat-ke 
haba fekkare nagar za-yebe Abyqdlamses: wa-yeivazzJu emtahta manbaru sab'u manafest) 
hatten wir hier Fragmente einer Erklarung der Apokalypse, etwa Terg u dme rcfyu la- 
Yohannes (Gonti Rossini, Note 75/633, wo „BN 177" nicht stimmt); ferner: Erklarung der 
Symbole der Evangelisten und (lbb) uber verschiedene Ordnungen (sotd) der Kirchen- 
diener. Der Inbalt des letzten Blatts laBt sich vorlaufig nicht bestimmen. 

Pergament, ca. 22 x 20 cm, 68 Blatt. Schrift in zwei Kolumnen, 26-28 Zeilen (Bl. 1 u. 68 
haben 19 Zeilen). Schone mittelgrofie Hand des 17. Jahrhunderts (Bl. 1 u. 68 groBe Hand). 
Bl. 2a oben einfache Anfangsborte. In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. Die ersten und 
letzten 5 Blatter sind durch Feuchtigkeit beschadigt, doch ohne Textverlust (vgl. oben G). 

[0 Etiop. 62] 



14. WEDDlSE AMLlK. GEBETE DES STYLITES. ARGlNONA 
WEDDISE.WEDDAsEmARYAM 

A. (2-86aa) (Weddase Amldk „Preis Gottes") Gebetsoffizium fiir die sieben Woohentage 
(Kolophon: Se'lat wa-astabgti, ( ot za-sab'atu l elatat) von mehreren altchristlichen Verfassern 
(siehe unten); wird auch naoh dem Verfasser der Montagsgebete „Basilius" (Bdseleyos) be- 
titelt. Von den vielen Handschriften dieses Textes — Conti Rossini, Note 76/634, ver- 
zeichnet deren 21 — ist keine alter als das 17. Jahrhundert, es ware denn Vat. 83 („Saec. 
XVI-XVII" nach GrSbaut), was fiir eine spate Zeit der Zusammenstellung sprechen 
konnte. Die Datierung von Guidi ins 17. Jahrhundert (Storia 80) kommt mir aber etwa ein 
Jahrhundert zu spat vor. Die Vaticana besitzt noch zwei Exemplare, das Volkermuseum 
in Stuttgart hat zwei illuminierte Kodizes aus dem 17. Jahrhundert (Hammersohmidt u. 
Jager, S. 69 f . u. 86); die neu hinzugekommene Pariser Handschrift Eth. 686 gehort dem- 

43 



selben Jahrhundert an; ein Manuskript unbestimmten Alters ist in der Chester Beatty- 
Sammlung (Cerulli 926). Die von mir beschriebene Handschrift VI der Evangeliska Foster- 
lands-Stiftelsen (MO XXM, 10-12) ist nunmehr verschollen. Mit den unten beschriebenen 
Exemplaren Nr 15 und 1 6 ware die Gesamtzahl europaischer Kopjen dieses Textes 28. 

Anfang: ba-sema ..... newatten ba-rad'Sta Egzi. seUfa se'lat wa-astabqii'ot enta nababa 
batiiqeddusBasekyos episqopos za-Qisareya ba> enta sab'atu 'ekddt za-maftew yesalleyu batti 
lala-kuUu 'elat, 

Inhaltsubersicht; 
1. (2-12) Montagsgebete des Basilius, Bischofs von Casarea, in 14 Abteilungen. 
2 U3-28) Dienstagsgebete aus einer Homilie (dersan) des Ephraim Syrus, in 15 Abtei- 
lungen. 

3. (29-40) Mittwochsgebete, ebenfaUs aus einer Homilie desselben Verfassers, in 17 Abtei- 
lungen. 

4. (41-55) Donnerstagsgebete des Johannes <Saba> „Senex spiritualis" (em-qala Aragawi 
manfasawi qeddus Yojiannes), in 21 Abteilungen. 

5. (56 66) Freitagsgebete von zwei Autoren: a) Abba Sinoda, dem Archimandriten (arsay 
matreyades za-nuihbar), in 8 Abteilungen; b) Abba Paohomius (A. PaMmis aba dergaW), 
ebenfalls in 8 Abteilungen. 

6. (67-76a) Sonnabendsgebete des Athanasius, Patriaroben von Alexandria, aus koptischen 
Liedern zusammengestellt (za-astagabe'a em-mdhakya Qebti), in 12 Abteilungen. 

7. (76a-86aa) Sonntagsgebete des Cyrillus von| Alexandria, in 12 Abteilungen. 

B. (86ab-89ba) Lobgesang (seblfoi) des Falaskinoa, d. h. Philoxenos, Bischofs von Mabbog 
(m-hogara Manbvler, sic). Der Anfang steht in Zettersteens Katalog, S. 516, und zwar m. 
d. urspriinglicheren Form Filaskinos (vgl. Filekseyus unten 33), die Hs. hat aber tatsachlich 
i. nicht A. Vgl. HT I, 118 (Kebran 14). Conti Rossini, Note 57/615, erwahnt 11 Handschrif- 
ten dieses Textes. 

0. (90-105) Gebete (astabqii'ot, gewohnlicher Terminus fiir ..Litanei") des Simeon Sty- 
lites (Sem'on l Amdawi) fiir die sieben Wochentage, in 108 Kapitel (me ( raf) eingeteilt, von 
welchen die zwolf ersten an Maria, die iibrigen an Christus gerichtet sind. Anfang b. Zetter- 
st^en, ibidem. Das in der Einleitung erwahnte SchluBgebet „unsrer Vater der Jiinger' 5 
(za-abawina ardeH) fehlt; vielleicht ist der kurze Sonntagsabsohnitt unvollstandig (vgl. 
Dillm. Berl. 54, wo abweichende Kapitelzahlung). Conti Rossini, Note 72/630 verzeichnet 
13 Handschriften, dooh sind die beiden Nummern d'Abbadie 109 u. 196 zu streichen, statt 
BrM 598 lies 558, und statt V 3 soil V 2 XVII stehen. 

Inhaltsubersicht: 1. Montag: Kap. 1-17; 2. (92ab) Dienstag: Kap. 18-35; 3. (94bo) Mitt- 
woch: Kap. 36-53; 4. (97bc) Donnerstag: Kap. 54-71; 5. (lOlaa) Freitag: Kap. 72-88; 6. 
(103bc) Sonnabend: Kap. 89-95; 7. (105aa) Sonntag: Kap. 96-108. 

Textausgabe von P. Leander (MO XI, 81-130): 'AstabqVot 'enta za-Sem'on 'amdawi, 
mit Benutzung von fiinf Handschriften, darunter den beiden in Uppsala. 

D. (106-192) Das Woohenoffizium der Maria Arganona Wedddse ( = oben Nr 10-13) 
und damit abwechselnd, nach den entsprechenden Tagesabschnitten, das Wedddse Maryam, 

44 



jedesmal duroh die unten naher behandelte Marienhymne abgesohlossen. Analoge Anord- 
nung hat Br. Mus. Or. 451. 

1. Arganona Weddase: Montag -119a; Dienstag 121a-132b; Mittwoch 135a-146ba; Donners- 
tag 149-161ac; Freitag 1 64-1 75ab; Sonnabend 177b-183a; Sonntag 186b-191a. 

2. Weddase Maryam: Montag 119aa-bb; Dienstag 132bc-134ab; Mittwoch 146ba-147bo; 
Donnerstag 161ac-163aa; Freitag 175ab-176ab; Sonnabend 183ac-184ab; Sonntag 191ab- 
192aa. 

3. ^«fcwe-Hymne an Maria: yeweddeseuwa maWekt la-Marydm bawesta wdMle mardoWt 
usw. ( = Chaine, Repertoire 388; Rhodokanakis XIV: 7 XX: 25; vgl. Conti Rossini, Note 
76/634 „Inno al Signore" (sic), richtig Wright, S. 352a) auf Bl. 119bb, 134ab, 147bc, 163aa, 
176ab, 184ab, 192ab; setzt mit Luk. 1: 26-38 fort und sohlieBt mit 22-mal wiederholtem 
salam laki: yebeld maValc salam laid, yebeld Oabre'el salam lalci Maryam dengel usw. 

E. (lb/a kopfstehend, 193ab-ba) Zwei Hymnen an die Dreieinigkeit (SeUdse): 
1. Salam (Malice') in 46 gereimten Strophen nebst Epilog: salam la-heUdwekemu za-ye- 
mawwe" helldweydta / la-rakiba semu hebv? ama wattanku tamneta usw. ( = Chaine, Rep. 20, 
Conti Rossini, Note 71/629). Dillm. Br. Mus. LXII bezeichnet als „anthro<po>morphiam 
crassam" die Art, wie der Verfasser, dem Schema des Malke" folgend (z. B. Dilkn. Chrest. 
135 „Effigies Mariae"), die verschiedenen Korperteile der Dreieinigkeit preist. Ioh drucke 
die beiden letzten Strophen als Probe hier ab: 

Mlus qeddus ella lebsa febab telabbesu 

ba-lebsekemu sdhaju sema walda hirul lyasu 

ba-amata ( = 'amata) harur nafaawi dehra nagaSla medr nagiu 

za-yara%vwi maya heywat henza Dabra Berhan maqdasu 

esma la-semu'an awhaza naq'emu (lies: naq'omu?) kariu. 

ba-sagid aqrabku malc&leya lesan sebhatata 
mafana arba' aSr enza atallu sab'ata 
heyanta 1 Selldse ella tejaddeyu me'ta 
saggevmni em-gasekemu newaya gas tefSehta 
wa-diba 10 ahgur habuni Hmata. 

Die Erwahnung des Negus lyasu macht es wahrscheinlich, daB dieses Gedicht entweder 
in den Jahren 1682-1706 (lyasu I.) oder 1730-55 (lyasu II.) verfafit wurde. 
2. (193ac-ba) SebJuU-Hymne in 7 dreizeiligen Strophen. Anfang: sebhat lakemu Selldse 
qeddus liluyana akdl wa-gas / za-astar 'aykemu enbala lezaz / gize qatr batahta l ez usw. SchluB- 
strophe: sa<1um} la(kemu} ab wa-wald wa-manfas qeddus la-zekrekemuli,eywaljsoba <ba-)>ka- 
ndfereya ekaSSet sema zVakemu ba-kullu sa'at / yesma 1 em-afuya wa-yedangez mot. 

Pergament, 32x28 J cm, (1) 193 Blatt. Schrift in 3 Kolumnen, 23-24 Zeilen. Grofie 
schone Hand. 17.-18. Jahrhundert. Monumentaler Kodex in Holzdeckeln, deren Innenseite 
die urspriingliche Lederbekleidung bewahrt. Besitzer: Qdla Jlaymdnot, spater Walda Esrd'el 
und Azdryas. Kat. Zetterateen VIII. rp Etiop. 8] 

45 



15. WEDDASE AMLAK. GEBETE DES STYLITES 

A. u. B. (5-172a) Gebete des Basilius (Weddase Amldk} ( = oben Nr 14: A) und des Si- 
meon Stylites ( = Nr 14: C) fur die sieben Woohentage, in paralleler Anordnung, indem die 
Gebete des Saulenheiligen entweder vor oder nach dem betreffenden Tagesabsohnitt des 
Weddase Amlak angebracht sind, mit Ausnahme des Donnerstagsgebets, das ganz am Ende 
steht: 

A. Weddase Amlak: Montag 5-21aa; Dienstag 26-52; Mittwoch 56bb-77a; Donnerstag 
81ab-107aa; Freitag 113-131a; t nnabend 134-148; Sonntag 152b-170aa. 

B. Gebete des Stylites: Montag 21ab-26aa; Dienstag 63-56ba; Mittwoch 77b-81aa; 
Donnerstag 170b-172a; Freitag 107ab-112; Sonnabend 131b-133; Sonntag 149-152a. Die 
Kapitel sind hier nicht numeriert wie in Nr 14, und die Verteilung auf die Tage ist von Nr 
14 verschieden. Eine abweichende Rezension findet sich in der Wiener Hs. Aeth. 2 (Rhodo- 
kanakis XIV). 

Spaterer Zusatz: 

C. (lb-4, 172b) SaldmHymne an Justus (Yostos): 60 fiinfzeilige Strophen. 

Einleitung: EgzVabeher la-sab* bakatna yebe qadimu 

enza yekawwenanni a/a wa-tebaba lala-gesamu 
hellinn&ya-hi enza egaddef ba-emmu(l) 
eweften la-Yosfos said, ma kebur semu 
ba'enta seqayu manker wa-ezub < hem&mu. 

Anfang: (sqlqm)> la-zekra semeka ba-re'sa mafaheft za-ta?ehfa 

kama yqnbebetvwp sab' enza yekaSieiuafa 
keduna akdl Yoftos mabrciqa sebhal asja 
'eqabanna watrq em-salld'i wa-tamOhzananna zalfa 
kama sall&'i i-yemlQh balaHena sayja ... 

SchluB: (saldm) la-maqdberikq la-a(s)>kqrena warq za-masalq 

westetu ieg&ka esma kama warq hallo 
taSahalanni Yostos esma basha gize taSdhelo 
wa-kefel t&'dewanna ma'bala zaman taliagulo 
kama la- Yordanos ba-hamelatu Eley&s kafalo. 

sebhata mdhlel wahabu la-malke'eka ba-h&lqii, 
ba'enta ze-ni sa'allp westa (asytabqU'o ba-heqqu 
la-Egzi'abehSr Yosfvs qedma ba-tasnds yehlequ 
be'vlana kama yekat(?) la-Takla Haymanot daqiqu 
ba-sedqu la-aryam wa-la-medr ba-warqu. 

Damit endet diese sonst nicht bekannte Hymne an Justus, dessen Martyrium auf den 10. 
Yakkatit fallt (Budge, Book of the Saints, 612-3). Die in der rechten Kblumne hinzuge- 
f iigten fiaJam-Strophen gehdren einer anderen, ebenf alls unbekannten Justus-Hymhe, wo 
auch seine Gattin Theocleia (Tdwkelya) und sein als Martyrer ebenso beriihmter Span 
Aboli (Budge, op, cit. 873 u. 1177-80) erwahnt sind. Anfang: 



46 



(salami laka masarratatiha la-Seyon westa (? Hs. weqta) qeddusan adb&r 
astaq&ne' lana em-hukata medr 
y osfos 'ebna Sanger. 

Pergament, 23| x 21 cm, 172 (2) Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 18 Zeilen, Bl. 5-1 72a von 
derselben guten gleichmaBigen Hand; lb-4 und 172b in kleinerer, ebenfalls deutlioher 
Schrift spateren DatumB. 18.-19. Jahrhundert. Holzlederband mit Futteral. Der Name des 
ursprunglichen Besitzers uberall ausradiert und mit Za-Maryam ersetzi. Kat. Zettersteen 
IX - [0 Etiop. 9] 

16. WEDDASE AMLAK 

(2-138aa) Das Weddase Amlak oder Basehyos betitelte Gebetsoffizium fur die sieben 
Wochentage ( = oben Nr 14, 15), und zwar: Montag 2-20a; Dienstag 20b-46aa; Mittwooh 
46ab-65a; Donnerstag 65b-88; Freitag 89-107; Sonnabend (dagemit sanbat) 108-120; 
Sonntag 121-138aa. 

Spaterer Zusatz (lb): SchluB einer Hymne (saldm) an Christus. 

Pergament, 18J x 18 cm, 139 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 19-20 Zeilen. Gute Hand aus 
dem 18. Jahrhundert. Holzlederband, durch Stoffiiberzug gesohiitzt, in ledernem Futteral. 
Der Name des urspriinglichen Besitzers (Atnaseyosl) ausradiert, ebenso bisweilen der Name 
des spateren Besitzers TaklaHaymdnot. [0 Etiop. 31] 



17. MISSALE; SeR ( ATA QEDDASE 

A. (l-5ba) Gebete am Morgen, am Mittag und am Abend, zuerst von Dillmann (Chrest. 
46-50) als „Preces officii matutini" veroffentlicht; siehe unten Nr 27:*G. 

1. Kidan za-nagh ^Morgenoffizium", mit dem Trishagion beginnend; qeddus Egzi. qeddus 
hayyal qeddus heyaw za-i-yemdwwet usw. ( = Chrest. 46-48: 10); 

2. (3a) (Kidan za-qatr „Mittagsoffizium"> ohne Obersohrift: saga za-Egzi. yahallu mesle- 
kemu usw. ( = Chrest. 48: 10-49: 4 v.u.); 

3. (4ba) (Kidan za-Sark „Abendoffizium"> ebenfalls ohne Ubersohrift ( = Chrest. 49:4 
v. u. bis Ende). 

B. (5ba) Morgenlitanei der Apostel {liton za-haimrydt za-nagh): loa-k&eba nastabaqqii^/ 
za-kullo ye'ehez usw.; (6bb) qaddme saga Iyasus Krestos haylu wa-tebabu laabuhu usw.; 
(7bb) la-terus egzVo mehrateka ld ( lena tva-berhdna gaseka la'la nafsena usw. Zahlreiche 
scHeytt-Absohnitte. Vgl. Vat. 131: 101-6, Zotenberg, S. 80b. 

C. (8bb-ll) Abendhtanei (liton za-sark): amlakena za-diba Kirubel yenabber emhaba 
mald'ekt yet'akk u at usw.; (10-11) Gebete fiir die Verstorbenen (ba'enta ellu nomu). 

D. (12-15) Zweite Litanei „unserer Vater der Apostel", hier Sawatew „Reihengebete" 
(„Eotenies" Gr£baut, Cat. Ill, 256-7) benannt, mit wiederholtem wa-kVeba nastabaqqii' 
wie oben B u. C. 

47 



E. (16-21 ) Litanei Za-yenagges" „Der regiert" des Yared: im-ka'eba i\£akknto wa-nesebbeho 
la-egzi'a kullu amldkena ahuze kullu 'clam za-yenaggei la-hdlu usw. Conti Rossini, Note 
77/635, kennt 8 Handschiiflen dieser Litanei, wovon die Vaticaua allein 8 Exemplare 
besitzt (Index, S. 107a). 

F. (22^6ab) Die gewohnliobe MeBordnung (Pre-Anaphora) nach koptisoheni Ritus 
(Ser'ata qedddse bakama Ser'ata abawina Gebmwcyan), veroffentlicht ziun ersten Male im 
romischen Neuen Testament von 1648, dann von C. Bezold in C. A. Swainson, The Greek 
Liturgies, Cambridge 1884, und in FaksimiJe bei Mercer, The Ethiopic Liturgy, Milwaukee 
& London 1915; dazu kommen einheimiscbe Drucke. Gute Inhaltsuberaicht in Hammer- 
schmidt, Studies in the Ethiopic Anaphoras, 50-53. 

G. (46ab-177ba) 14 Abendmahlliturgien (Anaphoren, ak"atct.a qiirbdn) in dieser Reihen- 
folge: 1. Anaphora der Apostel (Normanalanaphora); 2. (58ba) Anaphora unsres Herra 
Jesus Christus; 3. (62b) Anaphora des EvangeHeton Johannes; 4. (75ab) Anaphora des 
Cyriacus (Heryaqos) von Behnesa (Marienhturgie); 5. (89ab) Anaphora des Dioscorus; 6. 
(91bb) Anaphora der 318 Orthodoxen (von Nizaa); 7. (I02bb) Anaphora des Athanasius 
(Atndtewos); 8. (117bb) Anaphora des Johannes Cbrysostonius (Johannes Afa Warq) (hier 
als Patriarch von Alexandria bezeichnet!); 9. (125bb) Anaphora des Epiphanius von 
Cypern (za-hagara Qopros); 30. (135ab) Anaphora des Jakob von Serug; 11. (144ab) Ana- 
phora des Cyrillus von Alexandria (hier auanahnisweiae ale Qerellos walda Laqlaq „C. Sohn 
von Laqlaq", 1235-43, bezeichnet); 12. (153bb) Anaphora des Gregoriua von Armenien 
(Gorgoryos za-Armanya); 13. (J61bb) Alternative am Fest der Maria (fteyanta nd'akknlo 
(la-gabbdre Sanndyat Wlena etc.) ba-ba'dla egzetena qeddest dengcl hereyta heruyan Maryam), 
friiher nicht bekannt; Anfang: va'akkuiakka egzi'o ba-fequr waldeka 1. Kr. qurbdn nesuh, 
za-ydSammero Ui-Mrulcka iva-?na$waH wekuf za-ydda/eMeho la-'ebayeka usw. (Eine ahnlich 
beginnende „Anaphora unorer Herrin Maryam" wurde mir im Dezember 1971 von Rev. 
A. Nelson, New Mills, Stockport, Cheshire, kenntlich gemacht, als Verfasser wild der 
Apostel Nathanael (NalnO'el zahagara Samdryd) angegeben.) 14. (164b) Anaphora des 
Basilius. Nahere Angaben in meinem Katalog Nr V (MO XXIII, 8-10) und in der oben 
zitierten Arbeit von Uammerschmidt. 

H. (178-190) Gebete, hauptsaohlich Weihrauchgebete (salota ( etdn): a) saldm emhaba 
Egzi. ab(xua-y twldwdhed za-tafannawa wa-hadam westa mahzana la-Maryam usw.; b) (178bb) 
tavxikkaf egzi'o l etana bakama. taumkkafkti ( etana Aron kdhen usw.; c) (179ab) nese' elakka 
wa-naslabaqqu' hirula Sanndydtika usw.; d) (180ba) Dankgebet, mit Furbitten fur den 
Patriarchen Johannes <XVI> (1676-1718), den Metropolitan Sinodd (1672-94) und den 
Konig lyasu <I> (1682-1706; vgl. oben Nr 14:E.l); e) (182ab) langes Weihrauchgebet: 
nesebbehakka egzVo la-ahdze hdlu 'dlam usw.; f) (185ba) Gebet des Jeremiasj tva-em-ze 
saUaya Eremyds ba-beta maqdas enza yebcl: qeddus q. q. anta ina'am te c um la-sab' usw. ( = 
Vat. 74, f. 102b, vgl. Wright, S. 90b: 5); g) (186a) Gebet iiber die Salbe {balasdn) und den 
Weihrauch: nd'akkutakka abuhu la-cgzVena wa-madhanina I. Kr. ba'cnta qeddest send usw. 
( = Vat. 74, f. 103); h) (186ab) salot la-tanmttewo selai (Wright u. Vat. ib.); i) (186ba) Gebet 
fur die Verstorbenen (ellanomu); j) (186bb) Weihrauchgebet: a'akkuto waaltelo wa-esebbeho 



4.8 



la-egzCa sedq usw. (vgl. Vat. 74: 36.10); k) (187aa) abschlieBendes Dankgebet: wa-td'akkut 
vxi-tebel 3 gize: a'akktiio la-Ab d'akkuto la-Wald d'akkuto la-Manfas qeddus. em-meSrdq 
wa-em-me'rdb yet'akk u al tm-yessebbab semu la-Egzi. usw. (Vat. 74: 36,11). 

I. (191-192aa) Von andrer, archaisierender Hand: Salota fatteto za-Gorgortyos) „Brot- 
brechungsgebet des Gregorius", mit dem Anfang: Egzi. amtokena za-tanagara mesh abuna 
Abrehdm bald'la 'eza Menbdr ( = Zotenberg 74: la, vgl. Wright, S. 90a). Uber „Prayer of 
Fraction" siehe Hammerschmidt, Studies, 63-58. 

J. (192a/b) Responsorium zwischen <Priester,> Diakon und Gemeinde (Fortsetzung von 
190ba): D.: basamdy yakallu lebbekemu. G.: eurwa yahallu ba-samdy lebbv,:2. <P.:> ba\rda 
semeka asne'annawa-rasseyanna del(ew)wdna I. Kr. egzVem wa-amldkena. T>.: wa-la? emma-bo 
za-taliayasa mesla bisu yejfdeg lotlu usw. 

Diese wegen ihrer Korrektheit und Vollstandigkeit wertvolle Handschrift wurde von S. 
Euringer und 0. Ldfgren fur ihre Ausgaben bzw. Ubersetzungen der Anaphoren von Jo- 
hannes, Cyriacus, Dioscorus, 318 Orthodoxen, Chrysostomus, Cyrillus, Gregorius und Ba- 
silius benutzt, wie aus Hammerschmidta Studies ersichtlich ist. Nach der im Jahre 1928 
erfolgten Katalogisierung der Stockholmer Sammlung wurcie dieses Manuskript von 
Evangehska Fosterlandsstiftelsen dem Erzbischof Erling Eidem in Uppsala geschenkt, wie 
aus einem nicht datierten, an die Innenseite des Vorderdeckels geldebten Blatt hervorgeht. 
Im Jahre 1964 ist der Kodex nebst zwei anderen athiopischen Handschriften (Nr 8 und 
38) von Eidem der Universitatsbibliothek als Gabe iiberreicht worden. 

Pergament, 21 J x 19J cm, (2) 192 (2) Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 17-18 Zeilen. Kraftige 
gleichmaBige Hand des 17. Jahrhunderts (1682-94, s. oben H, d). 24b-161a kommen inter- 
lineare Gesangnoten fiir den liturgischen Vortrag reichlich vor. FleiOig benutzte aber den- 
noch gut efhaltene Handschrift in Holzlederband. Besitzer: Za-Walda Mdrydm. Kat. 
Lofgren V. [° Etiop. 20] 

18. MASHAFA GENZAT: BEGRlBNISLITURGIE 

A. (3-10, 19-35aa) Gebete bei der Beerdigung, ohne besonderen Titel; 3a am oberen 
Rande mit europaischer Hand: „Mashafa Felhat = absolution" (vgl. unten u. Vat. 74, 
passim): 

1. Gebet bei dem Graben des Grabes: ba-sema ... amldk. soba yemawwetu sab' ba-za-tekarri 
gebb(a} tesarrefy 3 gize wata^atteb gasaka wa-tedaggem: kiydka tawakkalku ... eska lebel: 
meW afuya sebfratika (Ps. 70/71: 1-8) usw. ( = Rhodokanakis IX: 9). 

2. (3ab-9aa) Gebet fiir das Hinscheiden der Seele (salota mdhlafta nafs) von Athanasius, 
Patriarch von Alexandria (anders Guidi in Miscellanea Ceriani, 637): lange Elegie in 47 
Abschnitten verschiedener Lange, alle mit hulle luyd schlieBend. Anfang: anta we'etu 
bafUtieka za-i-tematowet za-gabarkko wa-jaiarkko la-eg u dla emmaheydw usw. ( = Vat. 74: 2, 
vgl. Dillm. Br. Mus. 28, Wright 144-8, Rhodokanakis IX: 10). 

3. (9aa-10ab) Drei Gebete gegen bose Geister {salot la-ella yezabbe ' evxwomujydmanadde- 
bewwomu mandfest rekusdn): Egzi. amldka hayydldn za-tej wives dewuydna wa-bemumdna 
em-fyezbeka stray la-gabreka egale (dariiber: Takla Haymdnot) usw. 



4-732538 Ldfgren 



49 



4. (lOa/b, igaa) Offkium „ffir den Ausgang der Seele": yebal qasia: wa-Weba ndstabaq&o 
ha'enia za<ata nafa: zd'i nafa wo-i-tahoUeyi nebraia zentu 'dlam usw. ( - Vat. 74: 3.1). SchluB 
(I9aa, nach Lficke?): tva-tebe nafa la-Pardqlitoa: an-eaaa i-yewazzj em-mdhdareya wa-i- 
yagabbe? weaia maret usw. 

6. (19~35aa) Verschiedene Gebete: a) aahta mdhlafta nafa za-toaJlewwo hawdrydt wa- 
nabiySt (sic) la-egzt ena wa-yebelewwo: maharanna egzi'o salota mdhlafta nafa usw.; b) 
(20ab) ba'enta keddna nafa wa-ba'enta badnu la-Krestoa: Responsorium mit Anfang: wa. 
k&'eba nastabaqq*' kt-za-kuilo ye'ehez Egzi.; c) (22aa) „ffir die Ruhe der Seele" (ba'enta 
'erafta nafa): ba-'amfta (-arafta) beta krealiydn taakebbo la-badn wa-yeqawwemu kdhendt 
enzayesalleyu usw. (vgl. Rhodokanakis IX: 14, wo enla afd b.kr.); d) als „Gebet urn Ver- 
zeihung der Sunde" {aahta aeryata hatVat) folgt unmittelbar ein typisches Zaubergebet: die 
Apostel fragen den Herrn vor der ffimmelfahrt fiber seinen Namen, damit sie nicht in 
ihrer Sunde sterben, und er antwortet zum drittenmal: Ouhd'el wa-Iyd'el semeya za- 
mgarkewwd la-Si'ol wa.ag'azhi iwfaatc eUa (em-)weatetd. kama-ze balu: Qantaw, Santaw, 
Qarnalaw ze-we'etu aemeya za-nagarkewwo la-Srekemyda (sic) ba-afa waytal usw., mit An- 
haufung geheimer Namen ( = Vat. 74:34 „Absolutio apostolorum"); e) (23bb)'„ffir die 
Hiimnelsreise" (mangada aamdy), nebst zwei Litaneien „in Todeswehen" (ba'enta za'ra 
mol) ( = Vat. 74: 3.6-7); f) (25b) Gebet der Handauflegung (anbero ed); g) (27b) Absolutions- 
gebet (aalota felhat); h) (32a) fiber den Leichnam (la'la badn) (vgl. Rhodokanakis IX: 12); 
i) (34a) ..Homilie fiber die Rtickkehr zum Staub" (deradn ba'enta geVaia maret): hadagndki 
wa.agbd,'naki (westa za-qaddmi fetrateki) tazakkari o-nafa hatVataki usw. (suppuert nach 
Vat. 74: 22.2). 

B. (35a-100) Das eigentliche Mashafa Gemot „Begrabnisritual" fur verschiedene Kate- 
gorien: a) Priester (za-qaadweat), mit wiederholtem halleluyd, Stiioken aus dem N.T., Lita- 
nei und (41aa) Absolutionsgebet (abaelwdtea, vgl. unten); b) (43ab) fur Diakone; c) (45bb) 
fur Monche; d) (47b) fur die Entechlafenen; e) (85a) fiir Kinder und f) (86bb) fur Frauen 
(m^abbuyt anest) (vgl. Vat. 74: 7-14, hier wiederholte Mtoi-Abschnitte). In diesem Ab- 
sclmitt kommen noch vor: 

1. (65b) Antiphonen (mawaSe't) fur Pilger und Priester (vgl. Vat. 74: 38); 

2. (57bb) Homilie des Jakob von Serug fiber verstorbene Priester und Diakone ( = Vat. 
74: 17, Rhodokanakis IX: 34); 

3. (60b) Veiweis (tagiof) und (64b) Ordnung (Ser'al) bei bzw. nach der Beerdigung; 

4. (68b) Gebete: a) ba'enta aaldm, b), c) fur Priester, d) fiir alle Verstorbene, e) (73bb) „Klage" 
(aaqoqaw) des Apostels Matthaus, als ..funftes Gebet" bezeichnet (vgl. Vat. 74:17.6; 
Rhodokanakis IX: 32); 

5. (79b) Homilie (deradn) des Abba Salama, Metropoliten von Athiopien ( = Vat. 74:20, 
mit Literaturangabe, Rhodokanakis IX: 33); 

6. (83ab u. 90bb) Zwei „Absolutionen" (abaelwdtia) ba-zemd genzat: mafqare aaV her usw.; 

7. (89a) Gebet (aktal(i.), sonst nicht bekannter Ausdruck) fiber die Graber am dritten Tage 
(vgl. Vat. 74: 23, Rhodokanakis IX: 27 „Requiem"); 



50 



8. (93bb) Requiem -Gebeie fiir den 20., 30., 40. Tag, das Halbjahr u. das Jahr (vgl. Vat. 
74:25-27, Rhodoka.nakis IX: 28-31, Wright 144: 11); 

9. (96b-98) „Segnungen" (burclke): a) von Abuna Sdmu'el ( = Wright 144: 16; Abba S. 
Vat. 74: 19 „pro . . . ZaManfas Qeddus", Rhodokanakis IX: 38); b) la la mahbara qeddusan 
§eiw?an; c) la-ella lale'ku wa-id'uln: iw-lakemu yaT elkamu Egzi. usw.; 

10. (99ab) Erzahlung von einem Bisohof, der die Seele seines gottloaen Vaters aus der Holle 
befreit und dreiinalige Offenbarung eines Engels erhalt ( = Vat. 74: 30 „Homiliae irag- 
mentum"; Zotenberg 80: h); 

11. (lOOba) Kapitel (kefl) aus dem Totenbuch (mashafa mutdn): emqedma yeddafanu (He. 
yedfenu) maqaber rn&ya salot wedi haba maqaber ba-te'merta rnasqal usw. 

C. (101ab-103ba) Text ohue Titel, der apokryphen Arbeit ArdeU entnommen ( = Ed. 
Littmann, Kap. VIII; Basset, Apooryphes 6thiopiens, VII: 9-16): wa-ka ( eba iase'lewwo 12 
arde't (Hs. -dert) wa-yebelewwo: nahu wahabkanna hullo za-sa'almka wa-ar'aykanna berhana 
za-i-yetaffe' usw. 

Spater hinzugefiigte Teste: 

D. (11.-18) Litanei „fur alio Tote, naoh dem Evangelium zu leseu" (vgl. Vat. 74: 28 
„Precatio post evangelium"): rasseyanna del(ew)iod-na nekSel afuna kama nesabbehka ba-kbb 
nesuh usw. 

E. (1-2) Zwei Fragmente: 

1. Judas Brief, Vera 15 bis SchluB (mit Kolophon); 

2. (lba-2bb) Anfang einer Einleitung zur Apokalypse, ohne besonderen Titel: za-$afyafa 
1'ohannes la-sab* u abyata kresliyanat Jcona ba'enta 3 gcbr usw. Schlufl: wa-emdehra bezuh 
twwa'el em-atna tafa zentu ma-shaf soba na&'at i amda wayv. zartuiballal Aunlokseya be'esita 
Arqadyos neguSa Quslenicnya yebelu Yohannes A fa Warq mamhera ye'eti Jutgar: hedegi wa- 
agbe'i latti! wa-soba abayatlo awgam kama i- (bier briehl der Text ab). Vgl. Dillm. Br. Mus. 
XII: 2; Wright LIII: 3 LIV: 4 Mashafa Mehieyat. 

MasJiafa Qenzat ist in europaischen Sammlungen ziemlich reieblich vertreton. Zu den 
von Conti Rossini, Note 63/621 , verzeichneten 14 Kopien, von welchen eine (Zotenberg 80) 
dem 16. Jahrhundert gehort und einen kiirzeren Text bietet, und eine (Vat! 51) aus dem 16. 
Jahrhundert stammt und als eine Vorstufe zu MasJiafa Genzal betraobtet werden kann 
(Literatur im Katalog von Grebaut & Tisscrant), koinmen wenigstens eieben Nummern 
hinzu: die jungtm Vatikanhsa. 74 und ] 16, die Wiener Handsehriit IX (Rhodokanakis), 
die Leningrader Hs. Turaev III, 24, die Pariser Bss. Eth. 337 und 682 und die hier behan- 
delte. Das in den meisten Handschriften vorkommende „Buch aus Jerusalem" (altester 
Text in Vat. 61) fehlt in unserer Handsohiif^ welche das Eindringen abergliiubischer 
Elemente in den nirgends fest fixierten ;, ext gut illustriert. Das Kapitel aus Arde't kommt 
in abgekiirzter Form in Lefdfa Sedq vor (Budge, Bandlet of righteousness, 78-81), dessen 
Text oft dem MasJiafa Genzat angehangt wjrd. Sorgfiiltige Bibliographie von Grebaut, 
Catalogue de la collection Griaule, I, 278-281; die in Rom 1908 gedruokte Edition von 
Mashafa Qenzat und Maslmfa Qandil, auf welche der Katalog von Grebaut & Tisserant 
Riicksicht nimmt, war mir nicht zuganglich. 

51 



ligament, 26x23 cm <B1. 1-?: 23 xl9J cm), 103 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 23-24 
Zeilen. Bl. 3-10 und 19-103 von kraftiger regelma0iger Hand des 18. Jabrhunderts (der 
67bb erwahnte Metropolit (poppa?) Johannes wirkte nach Chaine, Chronologic, 270 ,,yers 
1750"); 1-2 und 11-18 stammen von zwei anderen, ebenfalls guten Handen. Besitzer: 
TaMa Haymanot und (von 45 ab) seine Frau(?) Krestiydndwit; 11-18 Za-Walda Mdrydm. 
In Hokdeckem ohne Lederbekleidung. Bl. la am unteren Rande: „Etiopisk handskrift 
n. 3 skankt d. 3 Sept. 1894 till Uppsala Universitets Bibliotek af August Bergman, svensk 
missionar i Belleza, Asmara, i Abyssinien." (Dieselben Angaben auoh in den iibrigen von 
Bergman dohierten Handsohriftei^r 10, 14, 15, 21, 22, 30, 33.) Kat. Zettersteen IV. 

' : :,,., ;:[p.JBtiop,4]. 

19. TAUFRITUAL: MASHAFA KBESTENNA-MASHA FA TEMQAT 

Diese Doppelliturgie (vgl. unten) wurde zuerst von E. Trumpp (Das Taufbuch der 
aethiopischen Kirche, Munohen 1878), zum zweitenmal 1913 von M. Chame (Le rituel 
Sthiopien: Rituel du Baptdme, rituel de la Confirmation -fiessarione XVII, 38-71, 249- 
255), zum dn^^ 

dans l'eglise elhiopienne = ROC XXVI, 105-189) veroffentlicht, nach der Vatikanhand- 
schrift Aeth. 4. Dieser von GrSbaut u. Tisserant ins 14. Jahrhundert(l) datierte Kodex 
diente einst als Vorlage fur die lateinische Ubersetzung von Tasfa Seyon alias Petrus 
Aethiops (Modus baptizandi etc), welche im Jahre 1649 in Rom gedruckt wurde als An- 
hang zum athiopischen Neuen Testament <II> und in der Edition von GrSbaut abgedruckt 
ist. Es gibt auch wenigstens eine einheimische Ausgabe (s. Gr^baut, op. cit. 106; GrtSbaut & 
Tisserant I, 17). 

Handschriften dieser Liturgie sind in Europa selten; Conti Rossini, Note 76/633, kennt 
nur fiinf Exemplare, das alteste (Zotenberg 78) aus dem 16. Jahrhundert. Dazu kommen 
vier Kopien in der Vaticana (4, 188 und die jungen 153, 163). Vat. 188 aus dem 17. Jahr- 
hundert bietet eine Rezensipn, die laut Gr^baut & Tisserant I, 652 „parum respondet textui 
cod. Vat. 4". Unser ...Text stimmt mit dem Text von Trumpp und dem modemen Kodex 
Vat, 163 nahe uberein. Wie im Begrabnisritual (oben Nr 18) ist die tfberlieferung auch hier 
schwankend, wie aus den von GrSbaut gegebenen „Variantes" (S. 139-154) ersichtlich ist. 

Inhalt: 

A. (3-14a) Das eigentliche Taufbuch: Mashafa Krestennd iva-Afasfrafa Temqat qeddest 
( = Trumpp; als Hendiadys aufzufassen, vgl. Chaine „M : Temqata krest." u. GrSbaut „M . 
femqat qeddest"). Anfang: wa-yebel (Jcdhen) mazmur za-50 wa-§alota ak u atet tva-ye ( ten wa- 
yefytet asmdtihomu la- < ella(!) yettammaqu. wa-yebel diydqon: salleyu. wa-yebal kdhen zanta 
falota: egzi'ena J. Kr. (za-yasnana samayata wa-w&rada westa medr usw. (3. Person = 
Chaine; Gr^baut: 2. Person). 

Unterabteilungen: (3bb) Salot za-yetnabbab baWla qeb ( . . . wa-te'ehez muddyo laqeb* 
ba-edeka usw. ( = Gr. 67); (4bb) wa emze teqabbe ( fesmo wa-enged'dhu usw. ( = Gr. 94); (5bb) 

62 



wa-emze ya'assef egarikomu qasiansw . ( = Gr. 154); (6ab) wa-emze ya'asaef hahen berakihomu 
usw. ( 5 Gr. 136); (8ab) -wa-emze tanber edeka dibehomu usw, ( -Chaine; Gr. 215 hat 3. Per- 
son); (8ba,) wa-emze temayyet gasomu mangala meSrdq usw. (Gr. 226: 3. P. PI.; Chaine: 
3. P; Sg.); (8bb) wa-emdehrehu yebala alota haymdnot (vgl. Gr. 240, Fortsetzung stark ge- 
kiirzt); (9a-l2ba) Schriftstucke: Tit. 2: 11-3: 7, I. Joh. 5: 5-13, Act. 8: 26-31, Joh. 3: 1-21; 
(12ba) Am-emdejirehu tebel: amldkomula-nabiydtua\v.( — Gr, 490); (13a) wa-emze Sawdtew 
(vgl. oben Nr 17: D) 6c' enla salam wa-ba' enta pappose Chaine (Gr. 528 anders), es folgt 
ein zweites sawdtew-Qebet; (14a) wa-emze (wa)yenajfeh hahen 3 gize la-za-tatamqa wa-yebel 
Selsa: neia" manfasa qeddusa usw. (vgl. Gr. 558). ^ 

B. (14ab-rl7) Ohne Rubrik: Ritual der Konfirmation (Gr^baut: „Ordre de la Confirma 
tion", ebenfalls ohne Titel; Chaine: &er<ata Meron „Ordo Chrismatis"). Anfang: Salot(a) 
barekotanbe.ro ed la-'eUa yeltamtiiaqu qedma qetfata meron: nd'akkvtakka egzfo za-rasaayk- 
komula-agberti(ka) del(ew)wdnala-l>wbataddgemledal usw/ (==Gr. 795). 

Unterabteilungen: (14bb) wa-emze yeqba" fe§mo wa-a'yentihu ba-te'merta masqalMsw, 
(=* Gr. 830); (15ab) wa-emze yalbessomu la- ( ella yettammaqu albasa za'ada wa-aklila diba 
re'somu {za-")bereanota HoSa'na (vgl. Trumpp) usw. (vgl. Gr. 854; Chaine anders); (I5bb) 
wa-emze tanber aklildta bdrideka wa-tesarreh kamaze: Egzi.za-kaUalkkomu la-qeddusdn usw. 
(vgl. Gr. 871 u. Var.); (16bb) wa-emze (wa)yelmetto em-mestir qeddus mdhyawi usw. ( = Gr. 
903); (17ba) wa-ydnber edehu Wlehomu enza yebel: yebzehuagbertikaba-tebabekaxiBw. ( = Gr. 
930), Mit Anrufung der Erzengel Michael und Gabriel Bowie der Martyrer Qirqoa, Qiyorgis 
und Tgwodroa endet die eigentliohe Taufliturgie. Es folgt noch (17bb) ein Solot la'la fetkata 
may ( === Gr. 779 am SchluB des M . Temqat). 

C. (18abT22) Die Paalmen 69, 114, 115, 51. 

D. (22bb-24ba) Absolutionsgebet: Fethat za-WaU. Anfang: egzi'o egzVo I. Kr. wald 
wdhed qdla Egzi. ab za-batakka emennena kullo md'Sara hatdwe'ina usw. (vgl. Paris, fith. 387 = 
Kat. Strelcyn 21 ..Absolution du Fils"; Mercer, The Ethiopic Liturgy, 171-2). Bricht 24ba 
ab mit: wa-em-aja ab kebur liqa pdppdaena Abba Qerello^a") bezu' wa-kebur pdppdaena Abba 
Mdtewoa wa-em-aja zVa (sic). Die Erwahnung des Patriarchen Cyrillus und des Metropoli- 
tan (Abuna) Matthaus dient zur annahernden Bestimmung des Alters der Handschrift. 

Pergament (teilweise von schlechter Qualitat), 18J x 13 cm, 25 Blatt (1, 2, 25 leer), 
Schrift in zwei Koluranen, 24-25 Zeilen. Zwei Hande (3-10 u. 11-24), beide mittelgroB, 
grob aber deutlich. 20. Jahrhundert (vgl. oben). Einfache Kopie in Holzdeckeln ohne, 
t)berzug. Bl. 3a oben Flechtornament (rot u. blaugrun). Preis (nach la): 6 Thaler (berr). 

[0 Etiop. 16] 

20. SYNAXARIUM (SENKESAR): HE1LIGENKALENDER 

Es liegt hier die zweite Halfte des athippischen Heiligenkalenders vor, die Monate 
Maggabit bis Pagumen (Schaltmonat) umfassend. Das groBe Werk ist eine t)bersetzung 
aus dem arabischen Synaxarium der alexandrinischen Kirche, welches den Bischofen 
Michael von Atrib und Johannes von Burullus zugeschrieben wird (vgl. unten) und um 

53 



die Mitte dea 13. Jahrhunderfcs entstanden ist. Die t)bertragung ins Ge c ez geschah, wie in 
der altesten bekannten Handachrift d'Abbadie 66 mitgeteilt wird, durch einen Monch 
des agyptiachen Antoniusklostera namens Simon (Sem'on), und zwar schon um 1400. Die 
urepriingliche Sammlung wurde apater mit vielen Vitae einheimischer athiopisoher Heiliger 
bereichert. Siehe weiter GOAL II, 414-420; Conti Rossini, Note 27/265; Guidi, Storia 
34-36, 76; Cerulli, Storia 69-70. Eine kritische Edition der Monate Sane bis Pagumen u. 
TahSaS beaorgten I. Guidi, S. GrSbaut u. Genevieve Nollet (PO I: 6, VII: 3, IX: 4, XV: 6, 
XXVI: 1). E. A. Wallis Budge verdanken wir eine Gesamtiibersetzung des Werkes: The 
Book of the Saints of the Ethiopian Church, I-IV, Cambridge 1928. 

Einleitung (laa): ba-semu ... neiwtten ba-rad'eta Egzi.iva-ba-Sanndy habtu toa-neselief 
Mashafa Senkesar za-$ar'«, abawina Abba Mike? el episgopos za-hagara Atrib wa-Malig 
wa-Abbd Yofymnea episqopos za-hugam Burelles wa-kah'an abaw mamherana beta krestiyan 
waive' etu kef I dagemay em-mofhaf a Senkesar za-ba-terg u dmehu guba ( e kuUomu gadlat za- 
sama'tat usw. 

Inhalt: 1. Maggabit (l-28a); 2. Miyazya (28b-49); 3. Genbot (60-77a); 4. Sane (77b- 
104a); 5. Hamle (104b-141); 6. Nahase (142-166a); 7. Pagumen (166b-170). 

Der Epilog mit Gedioht (2 Strophen von je 6 Zeilen) und der Kolophon stimmen mit 
Handechrift A dor Edition ( = d'Abbadie 163) uberein, unsere Handecbnft i B t eomit Ver- 
treter der „Vulgatarezension" des Testes (siehe die „Note" von Guidi PO VII, 439 f.). 

Zu den zahlreichen von Conti Rossini, Note 72/630, verzeichneten Kodizes des Synazare 
gesellen sich zwei junge Vatikanhandschriften (111, 112), sowie die wichtige Hs. Paris, 
iDfchiopien 677, welche eine ursprungliche Textform bietet und mit dem oben erwahnten 
Ms. d'Abbadie 66 etwa gleichaltrig sein diirfte (siehe GrSbaut, Catalogue I, 203-06). 

Pergament, 34J x 27 £ om, (3) 170 (3) Blatt. Schrift in 3 Kolumnen, 38 Zeilen. Gute ebon- 
miiBige Hand. Junge, kaum benutzte Handschrift in Holzdeckeln ohne Lederbekleidung, 
in ledernem Futteral aufbewahrt. Besitzer: Oabra Miktiel. [0 Etiop. 32] 

21 . KIRCHLICHE H YMNEN: ME'RAF; ZBMMlRE 

(la) Anfang dea Morgenoffiziums Kiddn za-nagh (bis Kol. 2, Z. 1); siehe unten B. Am 
oberen Rande in europaiecher Hand: „$>bA'¥ vl 0C : l' = undervisning. Kyrkohandbok". 

A. (lab-83ba) Me'rdf ..Hymnarium" fiir da3Kirchenjahr(,,Directoriumchori"Grebaut, 
Catalogue III, 49; Inhaltsubersicht ibid. 236-243 = Gr.; siehe vor allem die grundlegende 
Studie von Velat, Me'eraf commun de l'office divin elhiopien pour toute l'annee, These, 
Paris s. d. ( = PO XXXIII, XXXIV, 1966), I-II, besondera II, 47-60 ..Definition du mot 
Me'erai"). Anfang: newatten ba-rad y eta Egzi. aefiifa Me'raf httusebhMeskala-'alam. Haupt- 
sachlicher Inhalt: 

1. (lab) ba-Mafratewa Ydfa'anes uua-Qenna ..Vigiles de la fete de S. Jean-Baptiste, (et) de 
Noel" Gr. 50, 236 = Velat, Me'eraf I, 122, II, 303; 

2. (3ba) Mesbak za-Yofcinnes: wa-tebarek aklila amala (<=><amata) melyraleka usw. ( = Gr. 
63-56; Velat I, 141-2, II, 364), Es folgen (-5b) 36 Abteilungen fur vereohiedene Sonntage 

64 



(za-fere - za-Abrehum = Gr.). Zur Bedeutung vom Terminus mesbak (bisweilen memak) 
e.genthch ..Verkundigung", siehe Velat II, 56. Dieser Absclmitt gehort eigentlich sur 
Abteilung Mawaddes (unten 4); 

3. (6bb) Psalmen fur die Wochentage (=Wdzemd zaza-watr Velat I, 108-121); (7aa) 
Qene dabtara; (lOab) ba-mahMewa Mnse-ni heyanta gene dabtara ( = Velat I, 126); (10bb) 
za-sarka Hosd'na ( = Velat I, 129, vgl. Gr. 52); 

4. (llab) Mawaddes „Lobgesang", als liturgischer Terminus ..office du dimanche" (Velat 
jwnm, besonders II, 338) = (27ab) Me'rHf za-san&bet (Kolophon). Anfang: newatten ? ehifa 
Me re za-Mawaddes: egzi'o zawana konkanna la-lewleda tewkd usw. (Ps. 89: 1) = Velat I 
134, vgl. Gr. 62 f.; (12aa) wa-em-ze Mesbdk baba-zamanomu ...; Ordnung: za-fere J- 
masqal, za-sege, za-sebkat, za-berhdn, za-rwldtoi, za-ledat, em^mqai eska qabbald, za'- ¥ om 
zu-qeddest, za-meUrab, za-mazdgu', za-Dabra zait, za-gabr her, za-Hosa<w, za-tenSd% 
em- ergot eskaAbba Garirw, za-Paraqlitos, em-za\ata keramteskaQirqos, em-Q. etka Yohmmea 
za-egze tena Maryam usw. (vgl. Gr. 66-69, Velat I, 138-143, mit anderer Reihenfolge)- 
(13ab) Ps. 62, 3, 5 (12-mal wiederholt), 39, 40, 41 (7-mal), 42, 43 (2-mal), 44 (2-mal) 45 
46^7J2-mal), 48, 49, 60 (4-mal), 117 ^^^mMu^^^x^.^^I, 
174-181; (26aa) Meqndy za-astamhero wa-za-kerwit = Velat I, 181-2 (zur Bedeutung von 
meqruy siehe id. II, 63-5); letzter Abschnitt (27a): em-meSrtqa zahay usw. = Velat I 188- 
6. (27ab) Me'rdf za-watr za-nagh (vgl. Velat I, 222 sebkuta mgh zaza-wair, mit abweichender 
Einteilp): (28ba) ^a^Ma, (29ab) sa-^ 

atbatehem-wayn usw. Cant. 1: 2 (vgl. Velat I, 250), (32a) za-ba'dla Mat u. 'ba-Qdna wa- 
oa-Tomds; 

6. (33b-64a) MSrdf za-a^vdm „M. fur die Fastenzeit" wa-dehrehu ■' ezl medgam; sebhat la- 
^tUi.za-anqehunmem-newdm usw. = Velat I, 263 ff.; setzt 36a mit ^am-Abschnitten 
tort (Unterabteilungen: medgam, mastagabe\ zu-a$reqot, me'zal, zur Bedeutung s. Velat II 
468-480), endet mit Abschnitten im Tone araray; 

7. (64aa^74aa) Me'rdf za-aSesta mehtUd ba-melu 1 tm-ba-godalo ( = g«adalo Guidi, Vocabo- 
lano 776) = Velat I, 359 ff. „Ordnung fur die Lesung der Anfangsverse von Psalmen und 
Cantica bei der mehdm (aus meW* zum Verbum mdhJula) in voller und gekurzter Form" 
vgl. oben Nr 3: B, 17, 88; Velat II, 677 ff , Baeteman 120 ..supplications publiques en groune 
en tournant autour d'une eglise"; 

8- (74ab) Salota baralcat za-Abuna Yared: Savnoer emld'len* kebada luHdwe\-m usw < = 
Velat I, 388-392, II, 620-622; „Benedictio Yared" Vat. 131: 7); 

9. (76b r 83) KeMal za-arydm za-watr: yetfe$W lesdneya ba-sedqa zVaka usw. ( = Velat I 
190 ff II, 398 ff., zur Bedeutung ibid. 40 ..Office reserve" a trente grandes fetes en l'honneur 
de la Sainte Vierge et des Saints", eigentl. „R6veUation des Aryam"). 

B. (84-94aa) Liturgische Gebete (Offizien): 
1. Die drei Tagesoffizien: Kiddn za-mgh, K. za-qatr und K. za-Sark ( = oben Nr 17- A)- 
M8toa) LHon za-r^h ..Morgenlitanei"; 3. (90ba) Gebet Za-yenaggei „Der regiert" <von 
Yared) (oben Nr 17: E); 4. (93b) Symbolum Nicaenum, Vaterunser; 6. (94ab) Meat*, 
mesla menbab „wenn man das Tabot erhebt". 

65 



C. (95-105) Wedddse Maryam, mit der Montagslektion anfangend, und (102ab) Wedddse 
wa-gendy za-egze'tena Maryam: qeddest wa-bezeH usw. (siehe oben Nr 4: E, F). 

D. (105ab-117ba) Litaneien: a) Mastagdbe' (vgl. oben 6, etwa „Kollektgebet", siehe 
Velat II, 219-221) fur die Wochentage ( = Velat I, 34-36); b) (108bb) (ArbaH:} qaleya 
asme* egzfo usw. (Pa. 5); c) (lllba) (Balast,} Litanei mit 56-mal wiederkehrendem 
seme'anni egzVo sahteya usw. (Ps. 101) (vgl. Velat I, 60 ff., ausfuhrlicher unten 23: G). 

E. (117bb-123) a) Neuer 4rj/am-Abschnitt (vgl. oben A. 6 u. Nr 22: A): Yohannes hallo 
ydtammeq ba-Henon usw.; b) (120ab) Canticum trium puerorum: yetbdrak Egzi. amldka 
abaurina usw.; c) .3fe£eJZd-Sup > .Jikationen (s. oben A. 7) mit liturgischen Anweisungen; d) 
(123) das Mittagsoffizium Kidan za-qatr nochmals (=B. 1). 

F. (124-127 aa) Saldm oder Malice* zu Ehren eines gewissen Johannes, in 50 fiinfzeiligen 
Strophen und SchluBstrophe: 

(1) saldm la-zekra aemeka za-konanna zekra 

la-ella sekuran ahaw wayna seww&'ehu Semura 
MusS Yohannes karna tddanges asrdra 
em-weluda Qebs i-ldtref bakHra 
wa-ba-walleto mdy ar'i haylaka mankera ... 

(50) sa(ldm} la-maqdberika maq&ber haddds 

enta rakabn&hd ereqta em-abdenla ba'ed&n albSs 
Yoha(tmeay feqr sarrdwe mar'etu la-bd'es (oder 6a < « = 6a > «?) 
edeka yamdndurila enza tdnabber ba-re's 
barekanna la-hezbeka za-qaldy wa-yabs (Hs. yebe). 

SohluS: o-aml&ka Yoha(nnes> za-aml&keka em-ne'su 

wa-kama ba-mazr&'t m&'taba anbarakka weiidfe kariu 
kullu 'dlam amfdna yehelli tekdza re'su 
rasai ba-mehrateka adb&ra takkazat yefhau 
wa-ladld zamanena yebzdh ba-waldu Iy&su. 

Da dieser schwierige Saldm an Yotymnes, der bei Chaine, Repertoire, fehlt, zweimal 
dessen Sohn Iydsu erwahnt, ist anzunehmen, daO die Hymne nicht dem Gedachtnis eines 
Patriarchen, wie Zettersteen meint, gewidmet ist, sondern anlaBlich des Todes von Johan- 
nes A'laf Sagad im Jahre 1682 gedichtet wurde, also eine Elegie darstellt. Dieser Konig 
(1667-1682) hatte starke theologische Interessen und kann sehr wohl als Verteidiger des 
Glaubens und Bekampfer „dea Nestorius und seiner Kinder" gekennzeichnet werden. 

Spatere Zusatze: 

G. (128-135) Anhang: Auswahl von Zemmdre-Hymnen (siehe Nr 22: D), und zwar: a) 
za-4 ensesa: Isayeyds-ni yebe usw. (Nr 22 anders); b) (128ab) za-Mikd'el: hebesla em-samdy 
wahabomu usw. (=22: D.7); c) (128ba) za-Kdhendt: yaqaddem ar'eyo la-kdhendt usw. ( = 
22: D.9); d) (128bb) za-(8aymdH: a'rafu sdmdH ba-kebr usw.; e) (129aa) za-Qabre'el: ansiho 
Segahd hadara la'lehd usw.; f) (ib.) za-Qand ( = 22: D.16); g) (129ba) za-HoSa'vd ( =22: D.19); 
h) (130aa) zaza-watr: yebe Iyasus usw. ( =22: D.22); i) (130ab) za-Oiyorgis: 7 'dmata za-k u an- 
nanewwo la-qeddus Q. usw. r v = Gr. Ill, 147: al); j) (130bb) .466a Yohanni: tamogasa em- 

56 



kttUonm qeddusdn sedqa wa-lieywata warasa Abba Yofyanni usw. (stimmt mit keiner der in 
Gr, III, 121 vorkommenden vier Hymnen an A. Y. uberein); k) (ib.) za- l Ergat: a'arreg 
laleya usw. (-22: D.27); 1) (131aa) za-ba l dla 50: bag 1 (nesufyy tatabba new. ( = 22: D,28); 
m) (131ba) za-Hawaryal: esma 1 we\etu manfas qeddus usw. (=22: D.3.1 za-(hibv?an H.); 
n) (132aa) Zemmare em-YoJiamies eska Yofyannes ba-kuUu mavxi'el: wa-tafannawa Yo. 
kama yesbek usw. (==22:D.l); p) (133aa) [za-Seyon] za-Zakdryas nabiy: kahemti(kay 
yelabbesu sedqa usw, ( =22: D.37); p) (134ab) za-Dabra Tabor: wa-ama sadus naS'omu 
Iyasus usw. (=22: D,34); q) (135aa) za-Marydm: esma kiyaki harya ia-ta'kahu usw. (vgl. 
Gr. Ill, 181: 137b); r) (135 ab) ya'abbi kebrdla-M. usw. (=22: D.42). 

H. Varia: a) (94bb) Zaubertext: sema tebab afa baljJdmdn kaSatat wa-lesdna fezdnat ar- 
te' at.yamdna gaboka esdt zagdma gaboka esdt esma hebestu-ni mabh t a§edqwe\etuvM-sev)d ( u-ni 
setw'a madhanit we*etu tur (3-mal) za- l asa(1) wdhida kama may yetmozafyi^) qdla Egzi.westa 
lebbagabrekaegaleuaw.; b) (122a) TTa«emd.'^wdtnatoo«m^aewmtt«j^toypr^««5<a>Ma4a 
ama 'elala Sahl (Hs. Sdhal) re'ya/Iyob za'enbala lebbu ba-kaitiv, dawayallUa-ssa anbe 1 
esma konanni sisdya / ebeld la-zd'r walatta emmeya / wa-ye 1 eli tebelanni ehuya; o) (127b) 
Mawaddes za-Mehrekd SeUase O u anS: Marydm dengel 'azada te'inna zq-emenneki 
yetqadddh ma'aza nesufydn albas (wa-negdata sehin Segdki za-haba %addisan fctddislmessdle 
albeki kama fatara em-a'sdddta danagel hams/emma baba-lebbena net^aSSaSl8aqatue ( a ma'dr 
feqreki esma yewaddeq ba-karS/uM-anti ta'abbeyi ba-mxfazdki mogasjem-Oala^dd Abegya 
( = Abigail) wa-emenna Melkol ( = Michal) Qarmelosjakko-nu karieki sevniia serndy Krestosj 
wa-fyezur kuHantdhu la-sege qedmennd manfas qeddus. Dunkler, sonst nicht bekannter 
Marienhymnus in 8 Versen. 

Das Alter dieser sehr korrekten Handschrift laOt sich ziemlich genau bestimmen; die 
im Jaredgebet Bl. 73 ff . vorkommenden Namen des Metropoliten Sinoda und der Konige 
Johannes und — auf Basur — Ijasu erweisen, daB unser Kodex in den Jahren 1672-1682 
geschrieben wurde (vgl. oben Nr 17). .flfeVaZ-Handsohriften sind ziemlich selten; Conti 
Rossini, Note 68/626, kennt 8 Exemplare, von welohen aber eines (Br. Mus. Add. 16229) 
unsicher ist. Dazu kommen drei junge Vatikan-Hss. (90, 131, 140), ein Exemplar in Lenin- 
grad (Turaev III, 21), eines in Paris (Eih. 370), eines in Wien (Rhodokanakis XVIII) 
und nooh eines hier in Uppsala (Nr 23). Der Herausgeber B. Velat benutzte fur seine Editio 
princeps auBer den Londoner, Pariser und Vatikaner Handschriften zwei junge aus Addis 
Abeba stammende Exemplare, im ganzen 11 Kodizes, wovon nur die vier Londoner Ex. 
aus dem 18. Jahrhundert stammen, die iibrigen aber jung sind (19.-20. Jahrhundert; 
siehe Velat, Me'eraf I, VII-XI, wo S. XI statt „date du X e siecle" natiirlich „du XX e s." 
zu lesen ist). Die hier behandelte Handschrift ist also die alteste bekannte, und es ist schade, 
daB Velat sie nicht benutzen konnte. In der lithographierten Sammlung kirchlioher Hym- 
nen (Ammestu sawdtewa zemawot), die in Addis Abeba gedruckt wurde (etwa 1968), steht 
Me'raf an zweiter Stelle, S. 103-246 (junger Text in Faksimile). 

Pergament, 15 x 13 cm ,(1£) 127 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 17 und (von 123 an) 26 
Zeilen. Bl. 1-123 sehr kleine, prazise Hand; 124-127aa etwas groBere Sohrift von guter 

57 



Qualitat. Zwischen den Zeilen winzige GesangnoEen. Alter: 1672-1682 (vgl. oben). Hok- 
deckelband in ledernem Futteral. Anhang (128-135), an den hinteren Deckel geheftet: 
11x8 cm, 8 Blatt. 2 Kolumnen, 10-14 Zeilen. MittelgroBe Schrift mit Gesangnoten 
Kat.ZettersteenV. [O Etiop. 6] 



22. KIRCHLIOHE HYMNEN: ART AM, MAWAg&T, ZEMMARE 

A. (l-42a, 46b-50ba) Aryam-Hymnen und Antiphonen (Mawah't) fiir kirchliche Feste, 
c:-2- *w*imal vorkommend. Zur Bedeuttmg von aryam siehe Velat, Me'eraf, passim 
(bes. 232, 236-9 „antiennes, modeles m&odiques" aueh „chants d'ecole"); ders., §oma 
Deggua, II, S. XVIII ..denomination d'origine incertaine"; Gr6baut, Catalogue III, 95, 
254 ..Mode de plain-chant 'a haute m61odie 5 ... attribue a Yared"; Vat. 131: VII ..Tropa- 
ria"; iiber die MawaUH siehe Velat, Le MawaSe'et et les livres de chant liturgique 
ethiopien, 60 f. u. GnSbaut, Cat. Ill, 31-49, 260 f. ( = Gr.). Inhalt: 

1. (la=47a) Aryam za-KahmaKfl samdy}: hallgluyd la-Ab usw. haba lataklu 6 mantold't 
za-rwMa esat usw.; (lba) Maw&itH za-K.: Ps. 122 (Anfang; weitere Psalmen nicht 
notiert) u. soba yenaqqeh kahen takaita berkan la-'alam usw. ( = Gr. 36: 20); 

2. (5bb) A(ryam) za-Diyaqonai (sonst za-Estifanos); (6a/b) Ma{vxihH) za-D., beide: EsfU 
fanos sallaya anqa'diivo samdyausw. (=Gr. 32:4); 

3. (lOaa) A. za-Mahaymenan: la-Abreham harayo arkeya yebelo usw. (fehlt Gr.); 

4. (lObb) M. za-Falldsyan: nasseranni v>a-seme ( anni egzVo amlakiya abrehon la-a'yenteya 
uew. (Gr. 34: 11 auders); 

5. (15aa) A. za-Danagd: danagel afqardka iva-talawa dehreka usw.; (16bb) M. za-D.: bashu 
mala'ekt wa-bomu mazammeran usw. ( = Gr. 47: 63) =48ba; 

6. (18ab) M. za-Yohannes (Matmeq}: 'abiya nabiya Yohannes-hd as'alna ydstamher 
ba'enti y ana usw. (zitiert Dillm. Lex. 376; Gr. 31: 1); 

7. (19ab) M . za-Masqal: ayte hallawu ella yebelu: seqelewwo usw. ( = Gr. 33: 6); 

8. (20ab) M . za-Sddeqdn: ba-kenafa nafds yesarrer wa-ba-le'eknna ya'arreg usw. (=Gr 
33:8)=47bb; 

9. (21ab) M. za-Samfrm: tamakkaru samaH harm tuarq ba-esat usw. =48ab ( = Gr. 33: 9); 

10. (21bb) M . za-Gabra Krestos (Christodulos): bezu c wa-qeddus O. K. za-ba-medr mangeSta 
astafyaqara usw. ( = Gr. 34: 20); 

11. (22bb) M. za-4 Ensesa: gemmdnya'awwedevmo Surdfel yehellelewwo usw. (Gr. 36: 16, 16 
anders); 

12. (23ba) <if.> za-Mika'el: yesaggedu lattu malae.Ua Egzi. usw. ( = Gr. 36/6: 17); 

13. (24ba) M. za-Gabre'el: warada maVak em-samaydt za-semu G. usw. (=Gr. 38: 26); 

14. (25ba) M. za-Ledat: Krestos neguSa 'dlarn za-yesebbehewwo maWekt usw. (Gr. 38: 27 an- 
ders); 

15. (26bb) M. za-Matfl, 1 ( =Libanos): la-Maid' harayo manfaqa lelit favnoe'o tva-yebelo: 
Libanoa (3-mal) na'd zd> usw. (=Vat. 158: 22; Gr. 39 anders); 

58 



16. (27ba) M . za-Epifdnyd: re'yuka mayat egzi'o re'yuka mayat wa-jarhu ba-eda- Mvse, vsa- 
Aron (vgl. Pa. 77 u. Gr. 40: 33-36); 

17. (28aa) M. za-egze r tena Mdryam: yeweddesewwd maWekt la-M. usw. ( =6r. 47: 66, Biehe 
oben Nr 14: D.3, unten 73: F); 

18. (29ba) M. za-HoSd'nd (Palmsonntag): lyarusaUm c arga taseHno diba 'ewalmv?. ( = Gr. 
41:40); 

19. (30aa) <Jf .> ba-mdffMewa Fasika (Ostervigilie): aiayuni ( ^awyuni) ehHta heyamia 
8a; uyt usw. ( =Gr. 42: 41); 

20. (32ba) (M .") za^Sanbat: tafaMeTyu, ba- Egzi. za-rad > anna iww.; 

21. (32bb) (M. za-Oiyorgis): zentu-ssa be'esi mafqare nagd uaw. (=Gr. 44: 62); 

22. (33ba) (M .> za- 'Ergot; Ps. 18, samdydt yenaggerd usw. ( =*Gr. 45: 55); 

23. (33bb) M. za-Ba'dla 50 (Pfingsten): ia-Krestos madhanina neganni usw. (Gr. 45:57 
anders); 

24. (34aa) <3f .) %a-Hawarydt: Ijmt&ryat zhmwuna ba?entVaka uxingela usw. (Gr. 46: 61 
anders); 

25. (34bb) <Jf.> za-Dabra Tabor: dabr za*ya c aimedeivvjomala y ekt usw. ( =Gr. 47: 65); 
26. (37aa) <Jlf,> za-Qandza-Qalild: tamakkara emhaba za-yetmekkarusw. ( — Gr. 41: 37); 

27. (37ba) Me'rdf za-mnwdhH: nesebbefyo la Egzi. sebbufiza-tasabbejfa uaw.; 

28. (39aa) M. za-(Heiisata) beta krestiydn: bafya emmena qeddest beta krestiydn mesgadorrm 
la-mahaymendn uaw. ( = Gr. 32: 5); 

29. (41ab) (M-) za-Qirqos (Cirycus): liAzan ne'us Q. qeddus naq"- za-em- ( azaqt 7iesuh uaw. 
(=Gr. 46:62); ' 

30. (42a) M. za-Mdrydm: serh neselkl mciljdara maWekt usw. (fehlt Gr.) 

B. (42b-46a) Mazmur za-sandbet ba-2: yeSarreq kokab em-Yd'qob wa-yd'atlet hali'ata 
em-Esra'el wa-ana-hi bakureya eresseyo ubw. (vgl. Num. 24: 17); (43aa) ( ezl: menta enagger 
wa-menta ezennu ba'enta zentu meStir esma hadara le c ul westa Dabra Qusq u dm mesh, Mdryam 
dengel. esma yebe Tewoflos liqa pdppdsal: soba bo* ku westa zentu bet a ( rafat Ttafseya em-zdmd za- 
rakabanni ba-fenot usw.; (44ab) tebab Imzanattaka / kama teb lebbunnd rassayatlaka j makana 
a'mero tdgebberakka / la-meliero vxingela malakot sabakka / sem'a sedq konka / wa-ba* enta-ze 
Abuqalamsis tasamayka (gemeint ist also Johannes der Evangelist). Eine besondere Hym- 
nensammlung mit dem Nainen Mazmur war friiher nicht bekannt; nun ateht aber in der 
fruher zitierten Sammlimg von Hymnen Ammestu sawdtewa zemdwot, S. 375-398, era 
MasTfafa Mazmur za-semu MasJiMa Tebab za-aslagabe ''ewwo liqatoent em-Yohannes eska 
YoT^nnesha-sanabet za-yetbahal, das S. 385a unter mazmur za-Ledat die erste Hymne dieses 
Abschnitts bietet; die weiteren Hymnen kann ioh nicht nachweisen. Ein Mazmur za- 
Sanabet bzw. Mashela Tebab muB also schon im 18. Jahrhundert dagewesen sein. Ob es 
mit MeWdfza-Sanabet (oben Nr 21: A.4) verwandt ist? 

C. (60bb-52, 54a) Addararras em- l dmat eska 'dmat za-ia ( dldt: kurzgefaBte liturgische 
Anweisungen fiir die jahrlichen Feste, teilweise in amharischer Sprache. Zum Terminus 
addararras, etwa ,,Studiumv-Komposition", siehe Guidi, Vocabolario 655 „studiare per 
intero", Baeteman, Dictionnaire 889 addardrrasa ,,2) 4tudia en enticr, 3) ecrivit, composa" 

59 



Anf ang: wdzemd za,-Sebkat mazmuruge'z naw usw. Kolophon: tafa§§ama wdzemd Addardrras; 
es folgt unmittelbar (62ab) Addqrdrraa za-Mawaddes (s. Nr 21: A.4). 

D. (64b-65ba) Zemmdre ..Hymnarium'' fur das Kirohenjahr. (em-Yo$annes eska To), 
in kurzer Fassung (ausfiihrliohe Besohreibung in Gr<§baut, Catalogue III, 111-182, 209-228 
— Gr.). Nach Velat, Me'eraf II, 9, 1st Zemmdre ein „reoueil de Psalmodies en rhonneurde 
l'Eucharistie"; der Verfasser hat seine in Aussicht gestellte Edition (ib. S. 10-11) leider 
nicht verwirkliphen kdnnen. Inhalt: 

1. (Zemmdre za-Yo}fannes:') mjrdckfarmawa Yo. harm yesbek usw. (=Gr, 111: la); 

2. (64bb) za-Masqal: la-ze Jiebest mesafya ba\dl wa-la-ze, sewd\ dama nabalbdl So'etotvo Es- 
ra 'el bamaVelia qeddusmasqal usw, (fehltGr.); 

3. (66aa) za-Sege(_ydt}; tdtuaSSe' mar%t la-mar l awihd usw. (=Gr. 120: 18,o); 

4. (65ab) za-Qiis(q u dm>: dabrregu' wa-dabr telul usw. (==Gr. 182: 139a); 

5. (65ba) za-Qiyo<rgis): ga§u beruh em-zafydy usw. ( = Gr. 173: 111); 

6. (65bb) za-4 r.ise(sW): wa-axzaza darnam,baWluwq-(^rl^^ samay usw. (Gr. 124, 
174 anders); 

7. (65bb) za-qeddus Mi(kd'M}:hebesta em-mmdy toahcibomu usw r (^Gr. 164: 91a); 

8. (56aa) za-Seyqn: maVqimnjas qeddusWla Zakaryas usw. ( =Gr. 165: 95); 

9. (56ab) za-KdhertMasa^mdyy: ydqaddem arleyo la-kdhenat usw. ( = oben 21 : G, c; fehlt Gr.); 

10. (56ba) za-8ebka(t"): em-Serwa'Mey < tewa??^ batr • wa-ya'qrreg mge em-gtimdv, usw. (fehlt 
Gr.); 

11. {5Qb&).za-qe<ddus) Gabre'elrzenawd 0. la-Mdryam usw. (fehlt Gr.); 

12. (56bb) za-8ebka(t}: sammd'i la-abuhu wa-ta'azzazi la-wallddihu usw. (=Gr. 129: 37c); 

13. (57aa) za-Ledat: ba-fqqdda abuhu warada vxM usw. ( ^Gr. 131: 39); 

14. (57ab) 2c-g. Esti(fdnos): maVa rnanfqs qeddusld'la E$t. uaw. (fehlt Gr.); 

16. (57ab) zq-J'em^qat): re'yeivwo nolot q'k u qtewvo mald'ekt uaw, ( = Gr. 133: 47); 

16. (57ba) za-Qdindm-Oalild'y: ne'uter'ayu z^arncmkerausw. (=Gr. ib.4S)) 

17. (57bb) zarAstqrCeyo): ertia ye'eti Mdrydm emma amldk usw. (=Gr. 135: 65); 

18. (58ab) za-Ki(ddna mefyrat} (Gr. 221): nahu tagehdq le'elennahd la-walatta Harmd / 
hebesta %eywai ta?awra ba-mdhzand usw. ( =Ammestu sawatewa zemdwo6 466b, fehlt Gr.); 

19. (58ba) za^HoSdCndy: tywru balewwo la-'egale: yebelaka liq ayte-a $erfyu (Mk. 14: 14) 
usw. ( = Gr. 140: 61u); 

20. (58bb) za-Fdsi<Jca): enza moteyq tenaggeru usw. ( =Gr. 141; 62a); 

21. (69aa) zq-Md 1 (sic): DdmUni yebe: ianUe \ egzfq usw. (=rGr. 141: 62b za-sanuy); 

22. (59ab) zq-Scdus: yebe Iyasus qdlazQ-i-yehessumw. ( =?=Gr. ib. 62d za-rabu 1 ); 

23. (ib.) za-Babu ( : badiba'eza masqal sarha wald haba abuhu usw. (*=Gr. 142: e za-hamus); 

24. (59bb) za-Hamu(s) wa-za-'Arb: tesagged laka makkdn enta faryat ba-^eza masqahka 
usw. ( = Gr. 142:f); 

25. (60aa) za-Agbesta (sic, lies Anabestal) gebb: tasaqla iva-framma wa-mota ba-maivd'ela 
Pildto8Maw.( = GT.l42:hza-Fdsikd); 

26. (60ab) za-Watr: ma-tagalazu Ayhud babayndtihomv enza yebelu usw. (Joh. £: 52-3 
= Gr. 146: ah); 

60 



] 



27. (60ba) za-' Ergot: a'arreg laleya haba dabra karbe wa-wtsta awgera sehin usw (=Gr 
148: ar); 

28. (ib.) m-Paraq(lito8>: bag* nesufr tatabfya bakamayebe Isayeyas usw. (=Gr. 150: 63a); 

29. (60bb) ^4<&to> <fen<,n^ Egzif usw. {=vi»- 
mestu s.z. 482b, Gr. anders); 

30. (61aa) za-Kerq,m<f>: samay-ni yehub zenamaim-yakarrem usw, ( ==Gr. 158f); 

31. (62aa) m-Qubu'an QmoaryaT>: esrm 1 wJttu rmnfas qeddus za-mradala ( la kuUomu 
batvaryat usw, (Gr. 156: 78 anders =Ammestu s.z.); ; ■ ': -^ 

32/(ih,)m-Qir(qosym^^^ j^ a Egz%.ba\erM 

emmu usw. (^Ammestu s.z. 484b, Gr. 135, 162f. anders); 

33. {6&b)za-Abba$c^<n$X we'etu usw. ( -Gr. 163: 70a); 

? 4 v (62bb) zarPabXray Ta<bwy.jm-ama sadus nat'omulyasus la-Petros usw. (=Gr 165f • 

.77); ,:.;..,. ;;. ' ■;; : "; ; -; ;;'■;■; ■■:;;" 

35. (63aa) za-Masqal: ne^m-ssa nessamad salota uxt-maVekta qalu usw. = Ammestu s.z. 
463b; Gr. anders); von hier an andere Hand; 

36. (63ab) za-Sadeqan: anlemu-ssa harm, ebna faywat taJianasu beto la-manfas qeddus 
usw. (*-l. Petiv^: 5, fehlt Gr. 164, 173); 

37. (63ba) za-Zakaryas walda Sarakyu: Mhendtika yelabbesu sedqa usw. (=Gr. 127: 29a); 

38. (64aa) za-q.Gabre'el (vgl. oben 11): wa-tafannawa G. maVak usw. ( =Gr. 130: 38b); ' 

39. (64ab) ge'z za-salota fcimus: arm ye'ehezeurwo ba-ye'eti MU vaS'a hebesta usw (=Gr 

140: w); .-...;-.. ;; .. .......-,■...■ "'..',.'.. .,/;,: V .;, ' 

40. (65bb) za-Qadam(ity ( ezl: wa-aqdamka saggewo manfa$ qeddus usw. (=Gr. 141: z); 

4*. (65aa) m-^e'^ fariza uxi*mMr y a Dawit ta,ioa. 

lida/ia'abbi mfseyaU-Egzi.medengelsayedd (ar.sayyida) usw. ( *=Gr. 148aq); 

42. (65ab) za-Bgz, Mwyqm: ya'abbi kebra la-MdryamU'ul Samra za-te<yent dabtard usw 
(=^Gr. 172: 109a); 

43. (65ba) Z. (za-Maryamy: sa'alilanaM. emmena haUeluya usw. (=Gr. 172: 109b). 
^emm^Handschriften sind sehr selten; zu den vier Conti Rossini, Note 77/635, be- 

kannten Kopien.welohe aUe eine kjirzere Rezension bieten, kommen zwei vollstandigere 
Saininiungen hinzu; Dillm. Berl, 41 (3) und die von Grebaut beschriebene ^th. 372, beide 
wohl aus dern 18, Jahrhundert wie die hier behandelte, sowie Turaev IV, 9. u. Rhodo- 
kanakis XVIII: 6 (16. Jh.?), im Ganzen acht Hss. In der Iithographierten Hymnensamm- 
lung Ammestu sawatewa zemawo6 (s. oben) umfaBt das Zemmdre, mit den Absohnitten 
AWaW za-Ypbwnes und MeHk za-Yofannes schlieBend, die Seiten 402-527. Guidi, 
Storja 68, datiert ,,Zemniare ? Egzi^ena Iyasus" (sic) spatestens ins 15. Jahrhundert, was 
mir recht fruh vorkommt. 

E. (65ba-66a) Das Glaubensbekenntnis (Symbolum Nicaenum, nicht ApostoUcum, 
w^e ZetterstSen naeint): ■nrfammen ba-1 amlak ahdze kuUu gabbare mrmyat wa-medrza- 
yastareH wa-za-i-yastareH usw. 

F. (66bb-67 u. III-II kopfstehend, riickwarts von spaterei, ungeubter Eand geschrfe. 
ben) Zaubertext, sog. Negranni semaka: Maria bittet Jesus, ihr seinen geheimen Namen zu 

61 



sagen. Anfang: ba-sema ... Salot za-tase' lotto Mary am la-egzi'ena wa-tebelo: negranni se- 
maka. wa-yebeld: efo-nu enaggerakki semeya za-'ezvb wa-gerum sami'otu (Hs. se-, Gr6baut, 
Vat. 37: sammeyotu) la-semeya usw. (vgl. GR, Note 69/627; id., Notice 201; Grebaut & 
Tisserant I, 170; Guidi, Storia 54 „Negarana s."l). 

G. (lb, kopfstehend) Letzte Seite eines mariologischen TexteB mit drei Hymnen: 

1. Maryam-tssa rakabhi mogasa bahaba Egzi. wa-ana-hi etfeSSafr ba'entVaki ubw.; 

2. neH regbeya wa-ne'i kinndyteya nebdbeki adddm kama jehso qayeh kandferihd ubw. (vgl. 
Cant. 4: 3, 6: 6 u. Grohmann 68, 166); 

3. batra Aron enta Sarazat wa-b&tti yegabbe.ru ta'amera bawesta ahzab estna ar'ayd masqal 
ye'eti (= Grohmann 191, aus Degg u d). 

Pergament, 14 x 12£ cm, III, 67 Blatt. Schrift in 2 Koiumnen, 13-17 Zeilen, 1-41 von 
derselben mittelgroBen, deutlichen Hand, dann mehrere Hande. 18. Jahrbundert, Holz- 
deckel ohne Lederbekleidung, in Futteral. Kat. Zettersteen VI. [O Etiop. 6] 

23. KIRCHLICHE HYMNEN: ZEMMARE, MAZMVR, ME'RAF, MAWASE'T 

A. (2b) Hymnenfragment im Tone ge ( z, ohne Titel, der Sammlung Zemmare zugehorig 
(a. unten): a) za-Qeddest (sanbaty: ba-qaddmi gabra Egzi. samdya wa-medra wa-kullo fassimo 
a'rafa ba-sanbat usw. ( = Gr. Ill, 123: i); b) za-Aragdwi: qarna sarfya awwadi basha we' eta 
amira usw. (Gr. 117: 13 anders); c) za-Sanbat wazema: amlaka amdlekt wa-egzi'a agd'ezt 
estna we'etu egzi' a la-sanbat usw. ( = Gr. 112: h zemmare za-Yohannes za-sanbat). 

B. (3-5) Zemmare, „von Johannes bis Johannes" (vgl. Nr 22: D), im AuBwahl: 

1. (za-yYofyinnes: Iwra lyasus em-Oalild haba Yofr. kama ydtmeqqo ba-falaga Yorddnos 
usw. ( = Gr. 112: c); 2. (3ba) za-M asqal = 22: D.2; 3. (3bb) (za-Estifdnosy =22: D.14; 4. 
(4aa) za-Qusq v dm =22: D.4; 5. (4ab) za-Mald'ekt: wa-azzaza damand usw. =22: D.6 (za-4 
Ensesd); 6. (4ab) (za-Kdhendta samayy ( ezl: yaqaddem ar'eyo usw. =22: D.9; 7. (4ba) za- 
Sarrwflat: gasu beruh em-zahdy usw. =22: D.6 (za-Giyorgis); 8. (ft.) sewd ( za-Qeddest: sewd'a 
fyeywat wahabomu usw.; 9. (5aa) za-Gabre'el wazema: tafannawa G. maVak usw. =22: D.38; 
10. (5ab) 'ezl za-Berhdn: mesleka qaddmi ba- c elata hayl berhanomu la-qeddusdn usw.; 11. 
(5ba) (za-Noldwi:y sewd 1 noldwihomu la-Esrd'el za-yenabber diba Kirubel anSe* haylaka 
usw. ( = Gr. 131: f); 12. (ib.) za-Leddt 'ezl: ba-faqdda abuhu usw. =22: D.13; 13. (ft.) za- 
Egze'lena Mdryam: enta ye'eti M. usw. =22: D.17; 14. (5bb) (za-Temqaty za-nagh: re'yewwo 
noZo* usw. =22: D.15. 

C. (7-47) Mazmur „Gesange" ( = Degg u ai.) fur das Kirchenjahr: Wazema- Hymnen (wazema 
„Vigilien", , .premieres vepres" Gr. 184, 257, vgl. Velat, Me'eraf II, 297) fur diefolgenden 
Feste: 

1. (za-Yohannes:y bezu? anta Yoli. usw. (=Nr 24: A.l; Dillm. Chrest. 150); 

2. (9aa) Wazema za- Masqal: ama madqeha Iyarusdlem keramt we'etu ansoaawa lyasus 
usw. (=24: A.8); 

3. (lObb) W. za-Sp.geydt: za-ni yezarre' \wa-za-ni yezarre 1 (Dittogr.)] enza yesseffo kiydka 
usw. (=24:A.16); 

62 



4. (12ab) W. za-Aragawi: ddhen-nu ze-ssa-ku aragawi usw. ( =24: A.21); 

5. (12bb) W.za-Es^dnos kebur: sehuf westa mangel Wannanewwo (Hs. ko-) harm gabr 
sahabewwo ba-ahbdl usw.; es folgen 4 Hymnen an Abba Yofcanni; 

6. (14aa) W. za-Qusq u am: egzeHeya ebelakki wa-emmu la-egzi'eyamw.; 

7. (14bb) W. za-4 Ensesd: em-teguhan maWekt eUa i-yenawmmu yessa'alu ba>enti>am usw 
(=24:A.27); 

...0. (16ba) heyanta W. za-MiWel: marhomu ma'dlta ba-damana wa-kuUo lilita ba-berhdna 
esdt usw.; 

9. (17ab) W. za-Seyon: i-hadag(g)d la-medr emqedma 'alum wa-eska Ui-'dlam za'enbala 
kdhenat wa-nabiydt. Zakdryds kdhen nabiy wa-samaH usw.; 

10. (18ab) W. za-Kdhendta samay: za-yeweUetqla-samay wa-yeheddesd la-medr usw. 

11. (19ba) W. za-Sadeqdn: eUa-ssa taqanyu Ja-U^ba-hywatomu asseyomu (-««.) heyanta 
za-ba-medr za-ba-samdydt usw.; 

12. (20ba) W. za-Sama'tdt: ba-gadlomu samdH wa-ba-tSgeMorw yebsehanna watra 9 ahtcmu 
usw.; 

13. (22ba) heyanta W. za-Sebkat: nd'akkiUo la-ab la-1 Egzi. ab za-WU kullu wa-ba-waldu 
usw. (=24:B.8); 

14. (23ba) W. za-Berhan: iasabka madhen kebra qeddusdn usw. ( = 24: B.12); 

15. (24ab) W. za-Oabre'el: absardO. U-Mdrydm wa-yebeld: tewaUedi walda usw.; 

16. (25ab) heyanta W. za-Noldwi: nolawina nolawina za-rmj a habena usw. (=24: B.14); 

17. (26aa) W. za-Oennd: tasabka ba-orit wa-mas'a westa 'alam usw. ( =24: B.16); 

18. (27aa) W. za-Ledat: em-rehuq beher amse'u lottu am(m)ehd usw. ( =24: B.17); 

19. (28bb) W. za-femqat: hadddfe nafs la-sddeqan wa-tasfd qebuzdn usw. ( =24: B.26); 

20. (29ba) W. za-Qdnd za-Galild: enza sewur emennena ye'eze-ssa keSuta kona usw ( = 24- 
B.27); • \ • 

21. (30ab) W. za-AstarCeyyo: re'ya Muse MdrydmM <eza pdtos enza i.ydw<ayd esdta 
malakot usw. ( = 24: B.31 , vgl. Grohmann 188); 

22. (31aa) W. za-Sem'on: Sem'on tawakfo westa hesnu la-hezdn usw.; 

23. (31ba) W. za-Ho&d<nd: la- < em(m)ert <elaKay ba'alena nejehu qarna ba-Seyon usw.; 

24. (33ba) Hezbata egr: hawdrydtihu kababa egra ardd'ihu hazaba usw.;'es folgen (34-36) 
Passionstexfce, mazmur- und zewmare- Abschnitte; 

25. (36ba) Neue Abteilung: saJdm iebelo be'esit maballat la-bezu* wa-U-qeddus Qiyorgis usw • 

26. (37a) Neue Abteilung: (za-TenSd'e) yom feMehd kona ba-sanbata krestiydn usw.; 

27. (38bb) W. za-Sanbat: zdtti ( elat ( abbdy fdsikdhu wa-yom tenSd'Shu usw. (vgl. 24: C.2); 

28. (39bb) W. za-Giyorgis: zentu-ssa be'esi mastagddel kokaba kebr usw.; 

29. (40ba) W. za-Ledatd <la-Mdrydm): qomeki (Hs. qemka!) re'yateki wa-MadeU lama 
armdsqos usw. (=24: C.17); 

30. (41aa) W. za-' Ergot: arhawu hohta immanent wa-yebd ( negu&a sebhat usw.; 

31. (42ab) W. za-Paraqlitos: yebelomu Iyasus la-ardaHhu: a'arreg usw. ( = 24: C.21)- 

32. (42bb) W. za-Qedddse beta: ze-ni kona ba-faqada Egzi ... wa-anti-ni tdbot emhabena 
masd ki usw.; 

63 



33. (43aa) W. za-Pfyros: P. toa-Pawlos waradu wa-bd'u kagara Fihpos usw.; 

34. (43ba) W. za-(J)abray Tabor: wa-anutsadusnaS'omuIyasusuBvr. (=22: D.34, 24: 0.33); 

35. (44ba) W. za,*Fd(jscC)ta: regbeya yebeld em-kuUu afqard bdhaki M&ryam haddaseyv^i) 
tfwa usw. (vgl. 24: C. 34); 

36. (46ab) W. za-Sanbat: serh neseht ag'azit samayd mdhbara mala'ekt usw. (=22: A.30, 
24: C.37); 

37. (46bb) W. za-abuna Takla Haymanot: anta a$nd c komu la-adbar usw. (=24:0.38); 
es folgen Hymnen weger> Mnbat und keramt (47ab) und am SchluB des Abschnitts, in 
kleinerer Schrift, Hymne an Maria und die Jungfrauen Pistis, Elpis (Aldpis) und Agape 
(Agapis): saldmdwit salam laki salama zVaki yahaUu wzsta mdhbaromu usw. (fehlt in Ohaine, 
Repertoire; vgl. Budge, Book of the Saints, 1180). 

D. (48-49) Hallelujah-Tafel (anqasa halletd) fur das Kirchenjahr, in 15 Abteilungen (an- 
qas) nach Ton und Anzahl der Hallelujah (vgl. unten Nr 25: A u. Velat, Soma Deggua I, 
255-261). 

E. (50-r60) Me-rdf „Hymnarium" (siehe oben 21: A), von derselben guten Hand, und 
zwar: 

1. (50a) Me'raf za^Yohannes vxt-Qermd, (60ba) Me 1 raj za-watr, beide mit dem Trishagion 
anfangend; Fortsetzung = Velat, Me'erai I, 122 ff. (s. 21: A.l); 

2. (51bb) M esmdk {statt Mesbak, s. 21: A.2) von Johannes bis Johannes, fur die Sonntage 
za-Masqal, zaSege, za-4 Ense(sa), za-MaWekt, za-Kdhendt, za-Sebkat, za-Berhdn, za- 
Noldwi, za-Ledat, za-Temqat, za-Qabbald, za-Qeddest, za-MekH(raby, za-Masagu^'y , za- 
Niqodimos, za-Hosa l nd, za-TenSd'e, za-Samd'tdt, za-Marydm, za- 1 Ergot, za-Paraqli($osy, 
za-Sadeqan, za-Hawdrydt, za-Tdbor, za-Mdrydm, za-Hannd, za-Mamheran, za-Fere; (53b) 
Gebet: ba'enta Marydm waUdditeka wa-ba'enta Yohannes Matmeqeka wa-ba y enta kullotnu 
qeddusdnika rede 1 anna usw., es folgen ein Melldn an Maria mit 7-mal wiederholtem salam 
laki, (53bb) ein Gebet: habanna saldmaka mamhera tehtennd Krestos usw. und (54a/ba) drei- 
maliges yetbdrak Egzi . amldka abawina usw. ( = Canticum X); 

3. (54bb) Sebhat za-nagh: Mastabqu 1 ..supplication" (Velat, Me'eraf II, 441), Ps. 62, Can- 
tica X, XIII, XV, Ps. 148-150; 

4. (58ab) Mit dem unklaren Terminus „Manfas" bezeichnete Hymnen: a) ze-ke we'etu 
za-tabeMa ba-Isdyeyds nabiy: ana qaddmdwi usw.; b) wa-tamayta Iyasus em-Galild usw.; 
c) na'ammen ba-ab wa-na'ammen ba-vxtld usw.; d) naS'a Abrehdm a'zvqa baqalt usw. ( = 
unten F. 21); es folgen Hymnen im Tone < ezl und ge l z fur verschiedene Sonntage (HoSd'nd, 
Fdsikd,Qu$rcUd,'Ergat, Ba'ala 60, Mikd'el, Hawdryat, Qirqos, Dandgel, Tabor, Abrehdm, 
Keramt) darunter auch zwei Zemwdre-Hymnen. Der Text bricht mit Bl. 60 ab. 

F. (61-70) MawdSe't „Antiphonarium" fur das Kirchenjahr (vgl. oben Nr 22: A). Inhalt: 
1. (za-Yoliannes:) Ps. 15 u. 'abiya nabiya usw. (=22:A.6); 2. za-Qi<yorgis): zenlu-ssa 
be? est usw. (=22:A.21); 3. (61ba) za-Mutdn: Ps. 13 und nasseranni wa-seme'anni usw. 
(=22:A.4 za-Falldsyan); 4. (62bb) za-Dandgel: Ps. 68 u. bashu mala'ekt usw. (=22: 
A.5); 6. (63bb) za-Masq^l: Ps. 12 u. ayte hallawu ella yebelu seqelewwo usw. ('=22: A.7); 
6. (64ab) (za-Esfifdnos.-y Ps. 31 u. Estifdnos falfala md'tant za-yewazze' em-afufm ( etdna 

64 



qed(de)sennd usw. ( = Gr. 34-6: 13); 7. (64bb) za-4 Ensesd: Ps. 8 u. a'bayomu la-emuntu A 
ensesd keburdn wa-ana-hi dnakker usw. ( = Gr. 36: 16 'ebayomu ...!); 8. (ib.) (m-MiM el:} 
Ps. 6 u. Mika'el vm-Oabre'el sd'cUu batentVana usw. (Gr. 36-6 anders); 9. (66aa) <za- 
Kahendta samay:} Ps. 121 u. kdhendteya yebelomu Krestos usw. (Gr. 36: 20 anders); 
10. (ib.) (za-Minds:} Ps. 17 u. zentu-ssa Minds sddeq we'etu za-mannana kebra za-ba-medr 
usw. (Gr. 36: 19 anders); 11. (65ab) (za-Marqorewos:} Ps. 127/8 u. wa-qoma qeddus Marqo- 
rewos wa-safha edawihu usw. (Gr. 37: 21 anders); 12. (za-Nagran:} Ps. 23 u. qeddusdn 
samdH kal(le)}iu enza yebelu i-nekehedo la-Krestos usw. ( = Gr. 37:22); 13. (66a/b) (za-3 
Daqiq:} Ps. 121 u. oda'auwddiwa-tanafhaqarnxisw. ( = Gr. 37: 24), ?;4. (66ba) (za-Qabre'el:} 
Ps. 46 u. abSard Oabre'el la-Marydm aUjosiso ba- ( eznd usw. (Gr. 38, 41 anders); 16. (ib.) 
(za-Ledai?:} Ps. 64/6 u. ne'u ter'ayu hezana hebu'a yesakkeb westa gol usw.; 16. (66aa) 
(za-Esfifdnos:} Ps. 116/6 u. Estifanos diydqonay za-delew ba-td'kd samay usw. (vgl. oben 6); 

17. (ib.) (za-Matd 1 :} Ps. 17/8 u. la-Matd (sic) harayo manfaqa lelitsavnve^o usw. ( = 22: A.16); 

18. (66ab) (za-Elsdbet?:) Ps. 32/3 u. makkdn tabakurat Yohannes-ha dengela ba-falaga 
Yorddnos usw.; 19. (ib.) (za-Yohannes?:} Ps. 116/6 u. egzVu marha Yorddnos absel,ia wa- 
ba-heya Yohannes fessuma tafaUelta; 20. (66a/b) (za-Hosa^nd:) Ps. 121/2 u. IyarusdUm 
c arga laseHno usw. (=22: A. 18); 21. (66ba) (za-Abrehdm:} Ps. 125/6 u. naS'a Abrehdm 
a l §uqa baqali usw. (=oben E.4); 22. (67a/b) (za-Abbd Oarimd:} Ps. 1 u. ba-mekra rasVan 
i-frorka westa fenota hd(e'dn i-qomka A. 0. usw. ( = Gr. 46: 60); 23. (67bb) (za-Hawdrydt:} 
bezu'an hawdrydt zendkemu madhanit usw.; 24. (ib.) (za-Qirqos:} Ps. 124/6 u. za-neguS 
hetd sallaya latti waldd tazkdromu negbar la-Qirqos wa-la-Iyaluttd (Gr. 46-7); 26. (68aa) 
(za-Dabra Tabor?:') Ps. 64/6 u. la-zentu dabr yeweddesewwo wahdyezt wa-lottu yefaffeliu 
afldg usw. (unsicher); 26. (ib.) zweite Tabor- Hymne: Ps. 120/1 u. yom astar'aya ba-dabr 
md'kala Muse wa-Elyds usw. (unsicher); 27. (ib.) za-Mdrydm: Ps. 9 u. yeweddesewwa 
maWekt la-Marydm usw. ( = 22:A.17), weitere Marienhymnen bis 69b; 28. (69bb) 
(za- Abrehdm:} Ps. 114/116 u. wasado Abrehdm la-Yeshaq waldu kama ye$u ( o la-Egzi. 
usw. (vgl. Gr. 48:67-8); 29. (70aa) za- Yohannes: Ps. 124/6 u. re'sa 4 wangeldwydn 
Yohannes kebur usw. ( =Gr. 48: 69); 30. (70ab) (za-Yol,iannes Matmeq:) Ps. 123/4 u. £llsdbef 
konai 'abbdya wa-waladat nabiya usw.; 31. (ib.) Ps. 125/6 u. negixia sebhat Krestos amldka 
mefyrat barek < awda c dmat usw.; 32. (70ba) (za-Sanbata krestiydn:} Ps. 4 u. sanbateya yebeld 
Krestos la-tazkdra zCahu kallald usw. ( =Gr. 48: 70). 

G. (71-84) Fortsetzung des ife c ra/-Textes, ohne Gesamttitel (=Velab, Me'erai I, 34-68 
„Chants d'6cole, Chapitre I u. II") mit dem folgenden Inhalt (=oben 21: D, unten 
60: A 97: B); 

1. (71a) Mastagdbe* „Collecta" (vgl. oben Nr 21: D), ,,Ectenies" Gr.: „Gesangbreviarium" 
fur die sechs Woohentage, aus gewahlten Psalmenversen bestehend (s. weiter Velat II, 
219-231). Anfang: wa-labbu seraheya wa-asme'anni (sic st. wa-azme 'anni) gala se'lateya 
(Ps. 6: 1-2) usw. SchluB: adhana hezbo ba-hayla masqalu esma berhdn Saraqa; Ausgabe: 
Velat I, 34-46; 

2. (74ab) ArbdH „quatrieme" (Velat, Soma Deggua II, S. XVII), die erste der drei „an- 
tiennes, modeles melodiques", die von Velat, Me'eraf I, 47-68 Wausgegeben und II, 232-r 

5- 732538 Ldfgren 65 



266 naher behandelt und iibersetzt worden sind; die beiden iibrigen, Aryam und Salast, 
folgen in umgekehrter Ordnung. Text: Velat, I, 47-61; Anfang: qdleya azme' egzVo haUe- 
luya (2-mal) wa-hbbu serdheya (Ps. 6) uaw. SchluB: la-beta krestiyan le'ul hanazd ba-sedqu 
haunoasa emenna zahdy yebarreh gam; 

3. (76bb) Ohne Titel: (Salad) ..troisieme" (Velat). Auagabe: Velat, Me'eraf I, 60-68; 
t)bersetzung II, 239-243. Anfang: seme'anni egzVo saloteya usw. SchluB abweichend: 
nayya dabtara enta r€ya Ezra yehewwezeunva za-samay hand, dann Ps. 101/2: 1-3 und 
xoaridomu em-dabr em-dabra Tabor ... ba-edmehu (vgl. Velat 68, 64); 
4.(82-84) Aryam, etwa „Hochgesang" (zur Bedeutung siehe oben Nr 22: A) = Velat, 
Me'eraf I, 62-69: 64 (ohne die drei letzten Abschnitte). Anfang: halle luya laAb usw. 
qaddmi zemd: gebaru ba'ala ba-tefSeht eska aqrenfihu la-meSwa* zdtti fasika qaddmit hegg. 
Yohannes-ni hallo yalammeq usw. SchluB (84ba): haUe luya la-Ab masqal mo'a h.l. la-Wald 
mot lamo < a h.l. la- Man fas qeddus masqal abreha. 

H. (85-107a?) Me'raf za-Mawaddes „Louange (du dimanche)" (vgl. oben Nr 21: A.4). 
Ausgabe: Velat, Me'eraf I, 134-189, Ubersetzung II, 339-397. Unsere Handschrift weicht 
vielfach von dem Text Velats ab. (103bb) Neuer Abschnitt von anderer Hand ohne be- 
sonderen Titel: (Matuaddes-AbBchnitte} fiir die Fastenzeit: Sonntage za-Qabbald — za- 
Niqodimos (unten Nr 25: Soma Degg u a ohne besondere Bezeichnung). Anfang: Mazmur 
za-Qabbald. taqanayu la-Egzi. ba-ferhat uaw. ( = Velat, Soma Deggua 1, 4, II, 3 = PO XXXII, 
4, 287). Neue Abschnitte: 104aa genayu la-Egzi. usw. (Velat, S.D. I, 87); 104ab bo'a/yasus 
mekuraba Ayhud usw. (-Velat I, 142); 104ba amlaku-ssa la- Adam la-^eraft sanbata Sar'a 
usw. (= Velat I, 201); 106aa enza yenabber egzVenawesla Dabra Zait usw.; 106ba mannu 
we'etu gabr her usw.; 106bb hora habehu za-semu Niqodimos usw. (106aa) Wazema za- 
AsUiMhero:mahdnm-a^oma i al\xsvf.(='^x24:-.'&.\.). 

I. (107b-110a) Ohne Titel, gute Hand: Fragment einer Hymnensammlung mit abruptem 
Anfang: yekaunven gabira Sannay ba-sanbat ahyewa nafs-nu wa-mima qatil . . . (Mk. 3: 4); 
qaddmihd la-Seyon samdya Sarara usw. (vgl. S.D. I, 27); (107bb) Wazema: rede'anni wa- 
adhenanni wa-iabezawanni usw. SchluB: du-saldm nesum ahaweya wa-ba-saldm ndfqer 
bisana usw. 

J. (111-?) (KeSytat za- Aryam „ReV<51ation des Aryam" (Velat), das Offizium fur graBe 
Festtage (siehe oben Nr 21: A.9). Ausgabe von Velat: Me'eraf I, 190-221, Obersetzung II, 
398-431. Anfang: yetfeSSah lesaneya (baysedqa zi'aka usw. =Nr 21; weitere Abschnitte: 
a) (lllba) za-Aata(mheroy: tamayat egzVo usw. (=Velat I, 191), b) (112bb) za-Samd\taC): 
lanSe' egzVo amldkiya usw. (=Velat I, 196), c) (113ab) za-Sadtqdn: esma anta tebareko la- 
sadeq usw. (= Velat I, 197, lies am SchluB yedallu st. yebelul), d) (114aa) za-Mdryam: 
(zammeru la-M.) zammeru la-Egzi. usw. ( = Velat I, 194), e) (114ba) za-MaWekt: heqqa 
ahzazko (em-)>maW ektika usw. (Ps. 8: 6) (=Velat I, 198), f) (114bb) za-Haivaryat: tanSe' 
egzVo amldkiya usw. (Ps. 7:7) (= Velat I, 195), g) (116ab) za-Nabiyat: we'etu amldkiya 
esebbeho usw. (Cant. I) (= Velat I, 200 za-Mald'ekt), h) (116ab) za-Te^mqat?}: a'trnfa 
samdy-ni iva-dsata bahr tva-za-ni yahaumier westa fenota bahr usw. (fehlt Velat), i) (117aa) 
ohne Rubrik: em-meSrdqa zahdy usw. (= Velat I, 201 Mespak), j) (ll7ba) ba-man(fas 

66 



ya^unuwer}: nahu yebdrekewvoo la-Egzi. und (1 17bb) zen(tu we'etu}: yebdreketmvo usw. ( = Velat 
I, 202-3), k) (118aa) Egzi. yahabbo la-bezu' wa-la-qeddus liqa pdppdsena Abba Yofyannes usw. 
(=Velat I, 204); 1) (118ab) nesebbeho la-Egzi. sebbuh za-tasabbeha usw. (= Velat I, 205); 
m) (118bb) naoh Absatz: attu ba-zeya (mahaleya) nabiyal asta'azel (-azzel?) emdehra 8 
me'zdl: wsebbejyu, la-Egzi. (Cant. I) (vgl. Velat I, 208 Mitte; iiber me'zdl oben 21: A.6, 
asta l dz(z)ala, amhar. astazdzzala , .reciter altemativement" ib. II, 468). Es folgen weitere 
Gebete nebst liturgischen Anweisungen. 

K. (126-7, 131b-132a) Zusatze von spaten Handen, darunter zwei Hymnen: a) (127a) 
mas'a Yohannes za-sa'alo Herodes wa-zafanat lottu walatta Herodyada usw.; b) (127b) 
ma? a qal em-samdy za-yebel: zentu we'etu Sdmu'el za-dfaqqer usw.; (132a) Weihrauchgebet. 

Die Erwahnung des Patriarchen Johannes <XVIII> (1769-96, s. oben) und des Konigs 
Takla Oiyorgis (1779-84) anf Bl. 118 deuten darauf, dafi diese Sektion der Handschrift im 
Zeitraum 1779-84 geschrieben wurde. Trotz der variierenden Qualitat der Texte ist diese 
Handschrift wegen ihres vielseitigen Inhalts und des verhaltnismaBig hohen Alters des 
Hauptteils beaahtenswert. 

Pergament, 19 x 16 cm, 132 Blatt (1 und 6 bestehen aus einem gefalteten Blatt, haben 
daher nur halbe Breite; 128-131a sind leer). Schrift in 2 Kolunuien (107a, 110b, 127, 131b, 
132a in durchgehenden Zeilen), 20-21 Zeilen. Bl. 7-84 von einer kleinen prazisen Hand 
des 17. Jahrhunderts; von Bl. 85 an mehrere jiingere, weniger gute Hande (18. Jahrhundert, 
vgl. oben, und spater). Text fast durchweg niit interlinearen Noten {melekel) fur den li- 
turgischen Vortrag versehen. Dicke Holzdeckel ohne Lederbekleidung. [O Etiop. 14] 



24. HYMNABIUM: DEQQ U A (HA&ET) 

(Bl. la) Prolog mit naheren Angaben iiber diese Sammlung von Hymnen fur das 
ganze Kirchenjahr, mit Ausnahme der Fastenzeifc (aiehe Nr 26); der Text wird hier voll- 
standig mitgeteilt (vgl. Wright 175, Turaev III: 22): ba-hmrata Egzi. amlak za-akdldlihu 
3 wa-1 malakotu enza emennehu mtrdddd* (lies -radda?) kehila im-(ne}tmarrah fenota fessame 
newatten aslagdbe'ota mazmur za-semu BaSet (so) em-bezuhdn mazdgebt ba-7160 Cawa?) 
em-felrata 'dlam ba-1655 ( amat em-ledata egzi' etui, ba-1225 'dmat em-emnata Ityopya wa- 
em'ama tandgara manfas qeddus westa abuna kahtn Ydred ba-950 tva-raVu ( amat zaman- 
essa za-nababa bottu ze-we'etu (Hs. za-) Yared' yebelu m&'merdna zaman ba-6219 ( atnat 
em-fetrata ( akim ba-714 'dmat em-ledata egzVena ba-285 'dmat em-emnata It. enza Gabra 
Masqat ncguS za-'dmaKa) mangeUu 19. wa-sehjatu-ni la-zentu mapfyaf kona ba-mawd* ela 
egzVena neguSa nagaSt wa-egzVa agaezt za-senu 1 ba-haylu wa-jessum ba-megbdru za-we\tu 
Sarwe haymdnotena mafqare Egzi. mguiena / / / / Yohannes za-tasmeya (sic) 'dlam A'laf 
Sagad em'ama nagSa ba-9 awrdh bafytu Egzi. yebdrek mangdto wa-ydqem lottu sema Sanndya 
ba-ze^dlam wa-ba-za-yemasse\ ioa-ba' 'dla-ze Mazgab Tasfd Giyorgis nadddy wa-mesUn 
em-be'la lebbdwe m-tamehra kullo sawdtewa zemd za-tagadl}a em-bdhra qedddsehomu la- 
maWekt za-yeqeddeseurw zalfa la-Egzi. Sabd'ot lottu sebfiat eska la- l dlama ( dlam amen. 

67 



wa-amehd kona mamtyra Ityopya Abba Za-Krestos taldwihomu la-21 Seyumdn za-nabaru 
ba-rmnbara abuna Takh^ 

wa-mamh^m-hi Dama KrestpsM'lehu. enza abaqle U iwa-matqe l -hi 15 wa-wangeldwi Yohan- 
nes atna 23. la-Sane waSelatu-hi rabu' 'ba-gize 6 ' sa'ativa-lelitu-hi 13. bahtu-ssa ezennu hegga 
iakeManrii Harra Dvngz\w-T^ wa-Tarbinos ehta Oiyorgis 

wa-e]Ua , Qiyorgis ^wlatyLo Tasja Qiyorgis Krestos. Auf den Inhalt 

dieser wiqhtigen Vorrede kommen wir am Ende der Beschreibung zuriiok. 

Es folgt (laa) die eigentljche tjberschrift; safrafna ba-za-nezzekkar Mahleta Yared em- 
Yohannes eska Yoha-nms „wir T...hreiben aus dem Gedaohtnis die Gesange des Jared, von 
Johannes bis auf Johannes'' (d, h, fur das ganze Kirohenjahr). 

Inhalt: A (l-61a, Z. 7); B (61a^ll8a, Z. 12); C. (118a-189ab, Z. 9); D. (189b-190a). 

A: Erste Serie von Hynanen, fiir die Zeit vom Neujahr (Johannes) bis Gabra Krestos 
(=Martyrer): Monate Maskarram, Teqemt, Hedar. 

1. za-Yohannes (1, Maskarram): i!fe^»iJa-sarA; ..Abendhtanei'l^ = Wright 114,st; Fo#n« 
Dillm. Chrest. 160 und so meist = „ Vesper", ..premieres vepres" Gr6baut, Cat. Ill, 184, 
257, vgl. Conti Rossini, Notice 240; unten: „W"): bezu 1 anta Y6fy. za-hallawka (Dillm. 
-wakka) ta'mer wa-tahawwer usw. Ein Vergleioh mit Dillm. Chrest. 150-168 ergibt viele 
Abweichungen, sowohl Zusatze als Auslassungen; es soil darauf aufmerksam gemaoht 
werden, daB Bl. 2-4 einen spateren Zusatz bilden. Ich erinnere an die „t)bersetzung der 
Antiphonen zum Feste des hi. Johannes Baptista" von S. Euringer (Orientalia, N. S. XI, 
148-170). 

2. (3ba) W. (za-Takkazi): la-kahenat la-ella yetla'aku Sanndya maVekta usw. Leitmotiv 
bis 5bb: a'yenta Takkazi aqomka lomu egzfo ba-hiruteka ( adawu samaH westa restomu 
(mit Varianten). 

3. (5bb) W. Elsabef waladatto nabiya le'ul samayatto a x bayo Egzi. la-YoJf,. em-karSa emmu 
usw. In der Fortsetzung weitere Johanneshymnen. 

4. (8ba) (za-Zakdryas} (8. Mask.) ba-Mahatew[a] „Vigihe" (unten in „Mab" abgekiirzt): 
kahen wa-nabiy ya'abbi em-nabiyat yebelo maVak la-qeddus Z. usw. 

5. (lOaa) W. (za-Fere): qaddmawi Sa'ra daharawi sabla egzVo bdrek ferehd la-medr alheq 
wa-aSmer usw. 

6. (12aa) W. (za-Esfifdnosy: Est. diydqon melman ba-samay za-yegabber faqado fa-Egzi. 
absehewwo haba l awda qest usw. Vgl. Gr6baut, Cat. Ill, 32 ( =Gr.). 

7. (12ab) Mes<bak?> za-(Hen>zatd (16. Mask.) (=H-ta Beta krestiyan Gr. Ill, 32, 211): 
atna henzeha (Dillm. Lex. Ill) la-Iyarusalem ansosawa westa marhebd I. Kr. mesh, maWek- 
titm l oda ba-damu qaddasa ba- c eza masqalu 'ataba usw. 

8. (12ba) (za-Masqal) (17.-19. Mask.): ba-Mah.: ama madqeha Iyarusdlem keramt we'etu 
ansosawa lyasus Iyar. ba-hewara Salomon enza yegabber mankera wa-yettnaragg v az masqala; 
weiter: yom masqal tasabbeha usw.; 12bb Kreuzauffindung der Helene: nayya tebelo c Eleni 
la-Kirdkos: negranni affen haba hallo masqalu la- 1. Kr. usw. 

9. (14bo) za-A(bbay Eumtate<wosy (18. Mask.: Budge, Book of Saints 63): yom weludu 
ktdlekemu ba-feSSehd habirakema la-Ew. abukemu gebaru tczkaro usw. (=Turaev 180). 



68 



10. (16ac) W.za-8arid(bet}: mesla Yd-qob nagadawa-mesla Yosef tasayta wa-mesla Abrehdm 
to" arnica usw. Die Themata Sabbat und Kreuz werden bis 22bb fortgesetzt. 

11. (22bb) za-Bezuhan (=za-318 IMetu'&whayiwnot) (21. Mask.): Semakkemu Ab nabiyata 
wa-hawdrydta tua-kuUomu pdppasdta qasdwesta wa-diydqondta retu'dna hay, usw. 

12. {24aa) ba-Mah. Za'ata kera(nU} (26. Mask.): anta we'etu Petros diba zdtti k u akiih ahan- 
nesa la-beta krestiydneya usw. 

13. (24ac) ba-Mah. Ycfqob tpa- Yojtcmnes (30. Mask.): a'indd yamdnomu la-hawarydt wa- 
demmurkuUunewdyomuuBw. 

14. (25ac) W. ; m-Naga<jti): ba-haykka egzi'd ydfeSSdh neguS usw. (Pb. 21:2) (=Turaev 
ib., f.26). 

15. (25bb) ba-Mah. Panialeioon (6. feqemt): mas'a qal em-samdy za-yebel: P. gabreya za- 
dfaqqer tafassama laka fetwateka usw. 

16. (26ba) W. za~Sege(ydt}: za-ni yezarre' enza yesseffo kiyaka wa-za-ni ya'arrer be'yJa fa- 
gdka usw. 

17. (31aa) W. za-watff): em-adbara karbe wa-em-awgera szhin vxdd thuya astar'aya usw. 
(Cant. 4:6). 

18. (31ba) \Ezl za-Pet(ros) za-za(?ata keramt?}: sege astar'aya bawesta medrena gize gamid 
basha usw. (Cant. 2: 12). 

19. (36aa) W. za-taras'a em-Takkazi (oben 2): a'yenta takkazi aqomka usw. 

20. (36ba) Mehelia (s. Nr 21: A.7) za-Segeyat: tamahlalu wa-sa'alu bal. 

21. (36bc) ba-Mah. Abba Aragdwi (14. Y e( l em t): dahen-nu zessa-ku aragdwi abukemu 
sddeq wa-her usw. (Gr. Ill, 213). 

22. (37ba) ba-Mah. Estifd(nos} (17. feqemt): um-anta-ssa be'ese Egzi. qawimaka salli 
westa zentu makdn usw. 

23. (40aa) W. za-Abbd Yem<Catd) (28. T e< l ei &t) •••: Abba Y em' aid za-Egzi. gabr j ba-eda 
mald'ekt taqabra diba Taydtron dabr f haba i-yebassefyu sab' ba-egr / enbala da'mu 'of za- 
yesarrer. 40ba W. za-Abbd Abaydo (4. Hedar): bezu 1 we'etu A. A. ubw. 

24. (40ba) ba-Mah. Abba Yo(hann%) (6. Hedar): zentu-ssa be' est be'ese Egzi.za-konanebratu 
gaddm kama Yohannes usw. 

25. (42bb) MelQdn) za-QUsq^am: yom sallalu mald'ekt la-Mdryam wa-la-tvaldd ba-Dabra 
QHsq u am usw. 

26. (42bo) ba-Mah. 4 Ensesd (8. Hedar): hebura yebdrrekevnvo la-atnldka sedq yesebbehu 
wa-yesaggedu lottu ubw. 

27. (ib.) (za-Teguhdn mald'ekt=>A'ldfa m.> (13. Hedar): em-teguhdn mald'ekt ellai-yenaw- 
wemu usw. == 43aa, 44ao, 44bb; 44^'Ezlza-qe(<Mest)Hannd. 

28. (44bo) (za-Mikd'eiy (12. Hedar!): me(ltdn} za-sarQ^: ndstabazze? tektennatca liqa ma- 
Id'eJctM. naw,45bh: toe' etuM-maV we'etuU l ula manbar usw. Weitere Miohael- 
Hymnen bis 48ao. 

29. (48ao) ba-Mah. Minds (15. Hedar): re'ikewwo la-Abba Minds za-addam qomu wa-Sanndy 
rd'yuuBw. 

69 



30. (49ac) ba-Mah. / W. Zakdryds (vgl. oben 4; Nr 22: D. 8): Z. re'ya taqwdma mahtot 
kullantahd toarq usw. 

31. (50bc) ba-Mah. Qo^zmos}: yebelo Q. la-Demydnoa: na'a-ke ehuya D. neHl westa adbar 
wa-ba'am usw. Budge, Book of the saints 270 ff. =22. Hedar. 

32. (51ab) ba-Mah. Kdhe(nata samdy) (24. Hedar): seruy wa-netuf em-tvarq wa-em-ber%r 
Hmata kehnatomu la-kahenat usw. 

33. (63bb) Mazmur za-Mar(qoryos> (25. Hedar): wa-mattaum maVaka Egzi. say fa em- 
samayatla-M.samaHmw. 

34. (53bc) ba-Mah. Pet(rosy (29. Hedar): nastabazze* lehtennaka liqa pdppdsdt P. usw. 
Siehe Gr. Ill, 216; Budge, Book of the saints 300. 

36. (66ab) W. za-Sddeqdn: sddeqdneya yebehmu ba-yamdnu anbaromu dabra maqdaeu 
atvrasomu usw. 

36. (69ab) W. za-SamdCt}: ba-te'geStomu la-samaH tedehen hagar wa-ba-salota sddeqdn 
tetfeSSdh makan usw. 

37. (60bc) Arydm za-Oab^ra) K<restos>: ta-qabbalahu gahddafliqa kdhendt waradajmeslehti 
kiddna takdyaui\Q.K. atraya za-hebra sege 'azada. Gr. Ill, 34: 10, vgl. Nr 22: A.10. 

B. Zweite Abteilung: Monate TahSaS, Terr, Yakkatit (Fasten). 

1. (61aa) W. za-Astamhero za-sandbet ( = DMm. Br. Mus. XXXI: I, 16; Turaev 180; Gr. 
Ill, 54, 254 ..Supplications"): mahari za-albo ma'ata nesuji za-albo reshata . . . Sar'a sanbata 
la- sab' c erafta usw. (=oben 23: H). 

2. (63ba) W. za-Mazdgu ( haba som bal (siehe Nr 26). 

3. (64ac) W. za-wa<.tr>: anta we'etu amldka mehrat za-aw ( alkanna Jcullo nuha ( elat usw. 

4. (68ab) Mazmur: lahewu kdhendt ella legabberu maSwd'ta esma haSra gardweh teldhu 
medr usw. 

5. (74aa) Mazmu(ry za-BoWnd: qeddus wa-gerum sema zi'aka egzVo usw. 

6. (76ac) ba-Mah. ffl<yds> (1. TahSaS): naS'a E. hamelato im-tamma wa-zaba\a bdtti mdya 
Yorddnos usw. (2. Kon.,2: 8, Dilko. Lex. 1238 s. v. toma). 

7. (77aa) ba-Mah. 3 Daqiq (2. TahSas): sallayu (Hs. -le-) wa-yebelu 3 daqiq: buruk anta 
egzi'o ba-serfrx qeddesdta sebhatika usw. (Dan. 3: 63). 

8. (78ao) Meltdn za-Se<.bkat> („Adventus"): nd'akHto la-Ab la-1 Egzi. ab za-Wla kuUu usw. 

9. (79ab) W. za-<Zena?y: zenawna zend nabiydt / mes'ata wald kama yemasse* vxM ba- 
sebhat I za-yezennewd la-Seyon qala tefieht. 

10. (82aa) ba-Mah. (Abba Saldrnd} (18. TahfiaS): esma em-zar'a Ddurit mas'a Krestos usw. 
W.: nezennewakkemu zend Sanndya ... bezu ( we'etu A. S. kaSata lana berhdna zenahu la- 
niadhanina usw. 

11. (83ab) ba-Mah. .Gab<Cre'el> (19. TahSaS): iva-anla-ssa la'emma tejaqqed td'mer hedeg 
hellinnd za-ba-medr usw. 

12. (86ab) W. za-Ber<hdny: tasabka madhen kebra qeddusdn berhdn za-mas'a westa l alam 
usw. 

13. (88aa) W. za-Kebra qeddu^san}: berhdn za-em-berhdn za-ydbarreh Wla sddeqdn mas' a 
habcna usw. . '■ 

70 



14. (88bb) W. za-Noldwi: nolavrina no(lawina> za-mas'a habena kama yebezu wa-yadhen 
kullo l dlama usw. 

16. (90ac) W. za-MarCaw): andhseyo abasdna afqiro kiydna fannawa Una waldo madhena 
asnana samaydta wa-warada zd c u taqabbalu mar'dwe usw. 

16. (91ab) Meltdn za-sark: tasabka ba-orit wa-mas'a westa c cUam kama yebezu weluda sab' 

U8W. 

17. (92aa) Naoh Verzierung: W. za-Leda<fy („Nativite" 28.-29. TahSaS): em-refruq beher 
am^se'u) lo<ttu} am(m)ehd war(qa) karbe wa-sehina askabatto emmu westa gola l ebn kada- 
wP0emmv,q u aslabalasanxiB\r. 

18. (92ba) W. za-Pezd<ndt> (30. TahSaS): za-yese'elomu la-hezdnat bal. Vgl. unten 24, 
Gr. Ill, 218. Doch sind die von Herodes getoteten Kinder hier nicht erwahnt, nur „das 
Kind" (hezdn), also vielleicht za-Hezdn=za-Qennd zu lesen. 

19. (92bb) ba-Mah. Esti<fdnos> (1. Terr): be'esi her be'esi mamher we'etu usw. 

20. (93ba) ba-Mah. MataO (=Libdnos 3. Terr): gize manfaqa leUt sawwe'o maVaka Egzi. 
la-bezu* Libanos usw. 

21. (94ba) ba-Mah. qeddus Yohannes Wangeldwi (4. Terr: Budge, Book of the Saints 446 ff.): 
ze-we'eiu qaddmdwi za-sama'na wa-za-re'ina wa-za-tayyaqna wa-za-gaSaSd edawina usw. 
(1. Joh. 1: 1). 

22. (96bb) W. za-watr: tawalda em-be'esit wa-gabra ba-hegga orit baza-yessaray hatVat usw. 

23. (lOOac) W. za-Kebra qeddusan (s. oben 13): noldwina za-nagaranna lebaba hebu'dtika 
aklihmu la-samd t Sayyamihomu la-kdhenat usw. 

24. (102ac) W. za-Oezrat (6. Terr): za-yese'elomu la-hezdndt bawesta mahzan warada em- 
samay diba medr usw. (vgl. oben 18). 

25. (102ba) W. za-Ndzret: ba-tefSeht ba-te<f$eht> wa-ba-haSei tawalda Iyasus behuta ledat... 
wa-ba-Ndzretlehqa hezdn usw. 

26. (103bb) W. za-Temqat (Taufe 11. Terr): hadddfg nafs la-sddeqdn wa-tasfa qebusdn 
Krestos astar'aya westa ( dlam usw. 

27. (104ab) W. za-Qdnd (13. Terr): enza Sewur emennena ye'eze-ssa keSuta kona wa-la-mdy-ni 
rasseyo wayna ar'ayomu sebhatihu usw. 

28. (108bb) W. za-Mar ( d(wiy (vgl. oben 15): mar'dwi samdydwi mas" a.habena ab wa-emm 
la-kuUn'dlamza-yelabbessedqawa-yet'azzafberhdnaxisw. 

29. (lllaa) W. za-Kebra qe<ddusdri> (vgl. oben 13, 23): mogasomu wa-kebromu la-sddeqdn 
Krestos mas'a westa 'alum yerdd* za-tahagiila usw. 

30. (112ab) Mesbdk la-Qireqos (Ciryous 15. Terr): we'etu kokab marhomu wa-absehomu haba 
hallo hezdn usw. 112ac W. za-Q.: yebeld hezdn la-emmu: tebeH-ke emmo wa-i-tefrdh usw. 

31. (113ba) Mesbdk za-EgzeHena Mdrydm (21. Terr: Budge, Book of Saints 523): wa-kuUu 
za-tasehfa usw. Rom. 15:4; W.; re'ya Muse Mdrydm-hd <eza pdtos enta i-ydw'ayd esdta 
malakot usw. (=oben 23: C.21). 

32. (114bcj Mesbdk za-Mdh<bar> (=M-ra baMr „Assemblee des premiers-nes"?): gerum 
em-geruman 'ebaya beka wa-manker sebhaiika usw. 

33. (116bb) W. za-Mdrydm enta c e/<m<> (6. Yakkatit: Budge, Book of Saints 597): enza 

71 



hallo Iyasua beta Sem'on za-lams (tva-)ma§ y at habehu be'esit enta bdtti beralle usw. (Matth. 
26: 6 Mark. 14: 3). Nioht bei Gr6baut. 

34. (117aa) Mesbdk za-Sem'on (Hs. za-leda S.) (8. Yakkatit): aragawi zoro la-anbasa gerwm 
wa-i-ydfreho tehratu Sem l on kahen zoro la-hezdn wa-tamaasala kama KirubeV. 

C: Dritte Abteilung: Ostern/Maggabit, Miyazya, Genbot, Sane, IJamle, Nahase, Pa- 
gumen. 

1. (118aa) (za-Fdsikdy: ArySLm ba-zemdhu halle luya la-Ab h.l. la-Wald h.l. la-Manjaa 
qeddua qadtimi zema: yegdbberu (in gabru abgeandert) ba'ala maWekt eska aqreniihu la- 
mehvd' zdtti fdsikd qad&mii hegg usw. 

2. (118bb) W. za-sanuy: zdtti 'elat 'abbdy fdsikd tazkdra ten&d'ehu la-madhanina usw. 

3. (118bo) W. za-aalu(s): ne'u netfaS(S)dh ba-Egzi. neguSwa-nal'el semo hebura usw. 

4. (119ab) W. za-rabuC): yom tanie'a em-mutdn Kreatos madhane 'alam usw. 

5. (119ao) W> za-hamus: emdehra tan&e'a bal. 

6. (119ba) W. za- ( ar(by: ba-damu hallo haba beta hrestiydn. gab? oka bal. 

7. (120ab) Mazmur za-sayidbe(ty: wa-gabra Idlti neguS Salomon a'madiha em-'eza Libdnos 
a'mddihd za-warq usw. 

8. (121 ac) za-Amldkiya (zur Bedeutung s. CR, Notice 240 „Poesie de trois vers ... appelee 
ainsi, pacce q'on l'improvise a l'6glise apres le chant du Psaume 62"): tenia* ehu gabra bal. 

9. (124ao) W. za-watr: Yehuda agbe'o Pildfos k u annano liqdna kdhendt tamaftaweunvo takd- 
falu albdsihu hand sagardt usw. 

10. (124bb) 'Ezl: sarha maVaka mot wa-yebe: ay w€etu zentu za-labsa sebhata ay we'etu 
zentu za-yekatte'anni elWaya usw. 

11. (126bb) Abun za-Sa'ata Si'ol (vgl. Gr. Ill, 142): fafara sedq \afara haymdnota manfas 
we'etu I. Kr. usw. 

12. (129ac) W. za-Mdteyds (8. Maggabit; lies: za-Tomds?): emdehra tanSe'a em-mutdn hora 
haba hallavm arddHhu ar'ayo la-Tomds regzata gabohu usw. 

13 (I30ab) W. za-'AVdzar (17. Maggabit: Budge, Book of the Saints 711, vgl. 721): la-A. 
sawwe'o em-maqaber anie'o kaSata lottu hebu'dta kullo usw. 

14. (131ac) W. za-Sandbel: ba-damu kebur ba-'eza masqalu taqaddasal beta hrestiydn usw. 
16. (135ab) ba-Mah. qeddus Oiyorgis: zentu-ssa be'esi sddeq wa-yawwah mafqare nagd usw. 

16. (137ab) ba-Mah. Mdrqos (30. Miyazya): arbd'tihomu hebur ar. hebur qdldtihomu Semur 
usw. 

17. (138ab) W. za-Ledatd la-Mdrydm (1. Genbot): qomeki re'yateki wa-keSddeki kama ar- 
mdsqosxiBw. (vgl. Cant. 1: 10). 

18. (138ba) ba-Mah. Ba'ata (?e<6?> (Gr. Ill, 44:64): yetbdrak Egzi. amldka 20 (sic) za- 
gabra ' abiya toa-mankera ... za-gabra ta'dmera ba-Qebz wa-mankero-hi ba-haqla Tanewos 
(Tanis) (Ps. 77/8: 12) usw. Budge, Book of the Saints 925: 24. Genbot. 

19. (139ba) Melfdn za-Pardq(litosy (vgl. unten 21): yebelomu lyasus la-arddHhu: a'arreg 
haba Ab toa-ese'eh ba'entfakemu la'emma i-'araggu ana i-yekel masCa habekemu wJetu 
Pardqlitos usw. (Joh. 16: 7). 

72 



20. (145ba) ba-Mah. Yohannes za-HavntCi): za-Muse se'na tayyeqoto wa-Yoharm^tdTn/aqq 
yetgafazewwo Ayhud usw. 

21. (146ao) Mesbak za-Pardqli\os ( =Pfingsten: 15. Genbot-19. Sane): za-i-ydwrada manfaaa 
sedq Pardqlitos-ha awrada kama yebezu kutto ( alam(fl). W.: yebelomu I. la-arddHhu: a*arreg 
samaya efennu lakemu P.-hd usw. 

22. (147ac) ba-Mah. qeddus Mika'el (am 12. jedes Monats): la-za- c arga ba-sebhat westa 
samaydt usw. 

23. (149ac) ba-Mah. Abba Garimd (17. Sane): wa-anta-ssa be'ese £Sgzi. qawimaka gahdda 
rvesta zentumakdn ?allihaba Egzi. usw. 

24. (160ab) Mesbak za-Ba'ata keramt (26. Sane): Pefros wa-Pdwhs ia-hagara Filepos 
fqQlMwggdlQmu 

25. (150bb) ba-Mah. 12 JHawarydt (gubu'an ama 5. la-JHamle): eUonta haraya 12 wa-yebelomu 
I .: fenotaahzab i-tejyuru (Matth. 10: 5) usw. \ 

26. (154bb) ba-Mah Qireqos (19. Hamle, vgl. oben B: 30): yebela hezdn la-emmu: i-tefrehi 
emmonabalbala zsat usw. 

27. (156bb) ba-Mah. Abba Saldmd (26. IJamle, v gL ODen B: 10): la-behera Ag'azi adydmihd 
admazka aqqabihu anta la-Wvl usw. 

28. (158ac) ba-Mah. Danagel (1. Nabase): we'eta amira temassel mangeSta samaydt c aSron[a] 
dandgela usw. (Matth. 25: 1) W.: dandgel afqaraka wa-talawa dehreka ba'enta ma*aza c efra- 
teka usw. 

29. (160ab) ba-Mah. SofeyS wa-daqiqa (3. Nabase): 8. negeSt nagadat Rome mesla daqiqd 
Sannayat ( — Pistis, Alapis, Agapis) usw. 

30. (161ab) W. za-Maryam Magdaldwi(ty (6. Nabase): M. qeddest Mag. re'yatto la-Iyasus 
madhen emdehra tans' J a em-mvtdn (mg) usw. 

31. (161ba) Mesbak za-Mdhbara ba(k£r) (vgl. oben B: 32): demmur mdhbaromu baba-naga- 
domu Krestos ydfaqqeromu westa mashafa heywat tasehfa asmatihomu usw. 

32. (163ba) ba-Mah. Mika'el (16. Nabase): 318 pdppdsat sabbdkeydn sallayu wa-yebelu 
usw. Gr. Ill, 156, 225: ..Translation". 

33. (ib.) Meltdn za-Dabra Tabor (13. Nabase) ge'z heyanta tvdzemd: wa-ama sadus naS'omu 
I. \a-Pe\ros toa-la-Yd ( qob wa-la- Yohannes wa-a c ragomu dabra natvwdha usw. Gr. Ill, 155, 
225: ..Transfiguration". 

34. (165ab) W. za-Egze'tena Mdrydm ( = Feisata, s. unten>: egze'teya ebelakki wa-emmu 
la-Egzi. ebelakki wa-tawalda emenneki qdla sedqu la-Ab usw. (165bb) Meltdn za-FeUatd 
(16. Nabase): yom feSSehd kona bd'enta felsatd la-Maryam usw. 

35. (167ac) W. zaza-watr: zoratto ba-karsd enza toe'etu yezawwera i-ydw c ayd esdta malakot 
usw. 

36. (168ab) W.: qomeki reOyateki wa-keSddeki kama armdsqos wa-sefro re'seki kama melat 
usw. Vgl. oben 17 (Ledatd). 

37. (170ba) W. za-sandbet: serh neseht ag^azit mdhdara malakot dabtard fessemt samdy 
ddgemit ye'eti Mdrydm usw. 

73 



38. (171ao) W. za-abuna Takla Haymanot (24. Nahase): anta asnd'komu la-adbar ba-hay. 
leka bal. 

39. (172aa) Mesbdk za-abuna Abreham (28. Nabase): was>a em-medra Kdrdn wa-Wa medra 
Kana ( an ta'amna A. ba-Egzi. usw. 

40. (172bb) W. za-Yd'qob: za-Sar'a la-Abrehdm tva-mahala la-Yeshaq wa-aqama sem<a 
la- Ya'qob usw. 

41. (175ao) ba-Mah. Endreyds (30. Nabase): awse'o I. la-E. wa-yebelo: hdhdhd menta gabra 
egzt'eka hayU za-ar'ayakka? wa-yebelo: aganenta awse'a eUa lam? anseha usw. 

42. (176aa) Mesbak za-Yohannes arm amiru la-PagHmen (1. Pag.: metrata re'su): Yofy. hallo 
. J;: ~»4 enza yesabbek \emqata usw. 

43. (176bc) ba-Mah. Rufd'el (3. Pagfimen): teguhdn eUa i-yenawwemu maWekt 6a&a-&<r><o- 
Jomu Surafel ba-germahomu usw. Vgl. oben A: 27. 

44. (177bb) W.za-Kerarnt za-sandbet: genayu la-Egzi. wa-savrwe'u semo (Hs. semu) wa-neg- 
rewwomu la-ahzdb megbdro usw. = Gr. Ill, 159: m (Zemmdre). 

45. (179ac) Mazmur za-sandbet: wa-tazakkara qdlo zaAa-'dlam za-Sar'a la-Abrehdm usw. 
(vgl. oben 40.) 

46. (183ao) W. zaza-watr: keramta wa-hagdya zaania fatarka ewwa egzVo i-yethessaw qdleka 
za-tdrehu keramta usw. 

47. (189aa) Letzter Abschnitt, ohne Rubrik: wa-haUo 1 be'esi za-semu Yohannes za-tafan- 
nawa emhaba Egzi. mamher matmeq sabbdke wangela qdla Ab ... saldmmvi be'esihu qeddusdt 
edawihu elia atmaqdhu la-madhane l dlam (m. 2 Reprisen). 

Die obenstehende Inhaltsiibersioht verzeiohnet nur einen Bruohteil des reiohen Mate- 
rials, kann aber dennoch hoffentlioh dem kiinftigen Studium des athiopisohen Hymnen- 
schatzes niitzlich sein. 

D. (189b-190a) Hallelujah-Tabelle (=oben 23: D, unten 25: A). 

E. (190ba) Spater hinzugefiigte Hymne (mit „Noten«): yessat(awo ioa-yesamme\o saloto 
la-kullu la-za-sa'alo usw. 

Aus dem oben mitgeteilten Prolog geht hervor, daB diese Sammlung der „Gesange des 
Jared", mit dem besonderen Namen (Mashafa) HaSet ,,Freude", aus vielen alteren Quellen 
(mazdgebt „Sohatze" benannt, ebenso Wright Nr 174 u. 175) zusammengestellt wurde, im 
Jahre 7160 der Sohopfung, 1665 A.D., 1225 nach der Bekehrung Athiopiens. Die Angabe 
des Jahres 1655, das nach der gewohnlichsten Rechnung nicht dem Jahre 7160, sondern 
vielmehr 7165 der Sohopfung entspricht und dem Jahre 1663 des gregorianischen Kalen- 
ders gleichkommt, wird naher bestimmt auf den 9. Monat der Regierung des Negus Jo- 
hannes Alaf Sagad (1667-1683), wo Abba Za-Krestos, d. h. Christodulos (1665-1672), 
Metropolit von Athiopien war. Also diirfte 1655 ein Irrtum sein und sollte in 1660 = 1667/8 
A.D. geandert werden, was die normale Relation zur Weltara (5500 = 1 A.D.) herstellt. 
Eigentumlicherweise wird die Christianisierung (emnat) Athiopiens ins Jahr 430 (437/8 
AD.) gesetzt, fast ein Jahrhundert spater als das gewohnliche Datum 333. DaB es sich 
nicht urn „l at ,sus calami" handelt, geht aus der Fortsetzung hervor, wo die Zeit des Jared 
mit eben denselben Relationen (6219-714-285) fixiert wird. Nach der gelaufigen Ansicht 

74 



ware Jared wahrend der Regierung von Gabra Masqal, in der spateren Halfte des 6. Jahr- 
hunderts, tatig gewesen. Die Differenz betragt hier sogar oa. 150 Jahre. Eine Erklarung 
dieser „spaten" Chronologic kann ioh nioht liefern. AIs Urheber der Sammlung wird Tasfa 
Oiyorgis erwahnt, „der alle Ordnungen des Gesanges, der aus dem Meere der Heiligprei- 
sungen der Engel gesohopft wurde, gelernt hatte". Wir hatten also hier einen erneuten 
Versuoh der Kodifizierung des athiopischen Hymnensohatzes, wovon eine fruhere Rezen- 
sion im vorhergehenden Jabxhundert auf Initiative des NeguB Barza Dengel (1563-97) von 
-^bbd Oerd und Habla BeUdae besorgt wurde und in der Leningrader Handschrift Orlov 33 
(Turaev III: 22) vorliegt. Diese Sammlung tragt den individuellen Namen Malbeq „Anker", 
dem Ha&et „Freude" dieser Handschrift und dem Sayqala lebb „Lauterungsmittel des 
Herzens" von Br. Mus. Or. 585 (Wright 175) entspreohend (zu aayqal=&T. saiqal b. Dillm. 
Lex. 1395; Guidi, Vocabolario 558). 

Dank seiner Vollstandigkeit, seiner sorgfaltigen Ausfuhrung und seines verhaltnismaBig 
hohen Alters verdient dieser gut erhaltene Kodex Aufmerksamkeit und konnte als Ersatz 
der von Dillmann fiir sein Lexikon und seine Chrestomathie benutzten guten Handschrift 
der Britischen Bibelgesellschaft dienen. Diese ist namlich leider, wie ich schon urn 1930 
feststellen konnte, spurlos verschollen. 

Pergament, 25 x 21 \ cm, III, 191 Blatt. Schrift in 3 Kolumnen (Einleitung la doch in 
durohgehenden Zeilen), 33-34 Zeilen. Sehr kleine und prazise Hand (Hohe der Buchstaben 
1-2 mm), bis Bl. 115 von derselben Hand (Bl. 2-4 ausgenommen), des 17. Jahrhunderts. 
t)ber dem Text stehen winzige Gesangnoten, links von den Kolumnen andere Zeichen fiir 
den liturgiBohen Vortrag {mekket bzw. serayu), iiber welche B. Velat, Me'eraf II, 99-111, 
ausfiihrlich handelt. Illuminierung: 118a durohgehende Anfangsverzierung, des weiteren 
(im letzten Drittel des Textes) kleinere Verzierungen zur Hervorhebung neuer Abschnitte 
(sonst nur Punktreihen und Rubra). Besitzer (nach la) Awsegneyos ( = Eusignius, Dillm. 
Lex. 1419; Budge, Book of the Saints 450: 5. Terr), der das Buch dem hi. Michael schenkte; 
naoh 191b gehorte es dem Kloster Dabra Yoftannes. Restaurierter Holzlederband, in dop- 
peltem ledernem Futteral. Vgl. Kat. Lofgi-en, Nachtrag 3. [0 Etiop. 36] 

25. SOMA DEGO u A: HYMNARIUM FCR DIE FASTENZEIT 

A. (lbc-2bb) Hallelujah-Tabelle (anqasa halleta) fiir das Kirohenjahr ( = oben Nr 23: D), 
von B. Velat, Soma Deggua 255-261, abgedruokt. 

B. (3-34aa) (Soma Degg u a}, Sammlung von Hymnen fiir die acht Woohen der Fasten- 
zeit, hier wie meist ohne besondere Cberschrift. Vgl. Dillm. Br. Mus. XXXII; Gr6baut, 
Catalogue III, 97-111, 186-190 (ausfiihrliche Analyse der jungen Handschrift Eth. 371, 
nur die 'ezZ-Gesiinge beriicksichtigend; =Gr.). Partielle Edition (Text und Ubersetzung 
der vier ersten Woohen) von B. Velat: Soma Deggua. Antiphonaire du Careme, Paris 
1966-69 (PO XXXII, 1-4 = Velat). Einheimische Drucke: a) Soma Degg u d za-qeddus 

v Ydred (Text in rot u. schwarz: 4 S. Typendruck, 216 S. Lithographie); b) Ammestu Sawd- 
tewa zemdwol, S. 1-101 (Lithographie); beide <Addis Ababa) im 38. Jahre des Hayle 

75 



Sellase gedruokt (-1966; der Kolophon von b) gibt aber das Jahr 1961 fiir das Kopieren 
an). Ioh gebe unten die Anfangahymnen der versohiedenen Woohen und Tage, unter Be- 
riioksiohtigung von Grebaut und Velat. 
I. (3-8ao) Erste Woohe, mit dem Montag anfangend: 

1. Mesbak (s. Nr 21: A.2) ba-mahatewa (Hs. ba-mdhtexm = Dillm. Lex. 1093) derdr<fl) som: 
ba-2 abun (Velat XVI); halli halle luya za-warada em-Wlu Ayhud saqalu usw. =Gr 97-8 
Velat 1; ". ' 

2. (3aa) W&ze<ma) za-sark: hunu enka leama be'esi fabib za-yesawwem usw.= Velat ib. (m. 
Ubersohrift: za-Qabbala); 

3. (3ao) 'Ezl za-nagh: alsaqa Sdwel fuigara Damdsqo gebta baraqa mabraq dibehu em-samdy 
wa-yebelo: Sawel efruya tajannoku habeka usw. = Velat 6 (mit demselben Sprung von Acta 
9: 3 zu 9: 17); von Velat 7/8 (Nr 36) geht unsere Hs. unmittelbar zu Nr 69 ya'tet zeng"dg«e 
em-sab* uber (Velat unriohtig: zeng u dg"a), es folgt Nr 66, 49, 61, 62, 55, 54, 50, 39, 47, 64, 40, 
tafaqaru wa'-a usw. (fehlt Velat), 67, 51, 52, 48, 56, 70-73, 75, 76, 69, 68, 78, 82, 83,' 81,' 
86, 87, mit stark abweichender Anordnung des Materiales von der „Vulgata" Velat's; 

4. (4ao) Meltdn za-Sark ba-2: neb§dh qedma gasu ba-amin wa-ba-mazmur neyabbeb lottu usw. 
- Velat 19 za-sanuy Wazema (Gr.*=4ba, Velat 21 sebhata nagh); 

5. (5bo) Waze<ma) za-(Sark) ba-6: mehrateka wa-sedqeka zalfa yerkabdni usw. (Ps. 39: 12) = 
Velat 40 za-Salus; 

6. (6ba) Wazema (unten: W) za-Sa<rk) 6o-<l>: raddaH U-eUa westa (s.l.) sarm wa-la-eUa 
yetmanaddabu usw. - Velat 50 za-rabu' . 

7. (7aa) W. ba-6: abiianna abitanna ba-madhaniteka usw. = Velat 59, Nr 256 za-hamus; 

8. (7bb) W. (mg) ba-1: za-tekel rad'o rede' anna usw. = Velat 70 za-'arb; 

9. (8ab) W.: nese'elakka egzi'o amldkena za-aw'alkanna kullo nuha 'elat usw. (fehlt bei 
Velat, wo S. 80 tasfaya em-ne'seya, hier an dritter Stelle, za-qaddmit sanbat). 

H. (8ac-llbo) Zweite Woche: 

1. W. za-Qeddest: zdtti 'elat qeddest ye'eti la-weluda sab' usw. =Gr. 99: 1, Velat 84 „Dimanohe 
du Saint <Jour>"; 

2. (9ac) W. (za-farky: nd'akkutakka egzi'o amldkena nolawi za-ma'aU usw. = Velat 98; 

3. (ib.) { Ezl za-sanuy: bahanebdlla kullena nessdlammd emmena usw. (fehlt Gr., Velat); 

4. (9bc) l Ezlza-Mm: myyS, Seyon qeddest usw. =Gr. 99: 2, Velat 99 za-sanuy; 

6. (lOac) c Ezl za-rabu: e(na)ggerakkemu ahaweya saga Egzi. usw. = Gr. 99:3, Velat 107 
za-Salus; 

6. (lObo) l Ezl (m-hamus): hawdza berhdna zaggewanna egzi'o usw. = Gr. 100: 4, Velat 114 
za-rabu c ; 

7. (llao) l Ezl za-'arb: tebarreh em-kokaba sebdh usw.=Gr. 100: 5, 6! Velat 121 za-hamus; 

8. (llbo) 'Ezl za-qa(ddmit sanbat): ba-afd-ni masqal wa-ba-wessate-ni masqal usw. = Gr. 
100: 7, Velat 136. 

III. (llbo-15bc) Dritte Woche: 
1. W. za-MeMrdb: ba-sanbat bo'a Iyasus mekumba Ayhud usw.=Gr. 100; I, Velat 139 
„Dimanohe du Temple"; beide haben: ba- l elata sanbat; 

76 



2. (12bc) 'Ezl za-sanuy: wa-anta-ssa gis haba Egzi. usw. Velat 164= 128; 

3. (13ac) l Ez<J,) za-saQus): Krestos bena zawanena uu-haylena usw. =Gr. 101: 2, Velat 154 
za-sanuy; 

4. (13bc) ( Ezl za-rabuO: take'wa baWleya te'zaza orit wa-nabiydt usw.=Gr. 101: 3, Velat 
163 za-Salus; 

5. (14ba) ( Ezl za-hamus: nagha gize goh gize sa'dta sebdh usw. (fehlt Gr. Velat); 

6. (15aa) ( Ezl za-'ar^b): wa-tazakkara $ahlo za-la-'dlam usw. = Gr. 101: 6, Velat 187; 

7. (15bb) ( Ezl za-qadd(mit sanbat): gaSSasa bdhra wa-nafdsdta usw. =Gr. 102: 7, Velat 196. 
IV. (16bc-19ac) Vierte Woche: 

1. W. za-Mazdgu ( : we'etu egzi'd la-sanbat usw.=Gr. 102; 1, Velat 199 ..Dimanohe du 
Paralytique"; 

2. (16ab) <Ezl za-sandbet: ba-sanbat tardkabo Iyasus la-mazagu' usw. = Velat 203: 920 
c ezl za-nagh; 

3. (16bb) ( Ezl za-sanuy: batra hayl yefennu laka Egzi. em-Seyon usw. =Gr. 102: 2, Velat 213; 

4. (17ab) <Ezl za-Salus: emmena Seyon nayyd qeddest beta krestiydn sergut ba-sebhat arafdtihd 
zamaragd usw. =Gr. 102: 3, Velat 222; 

5. (17bc) 'Ezl za-rabu': ba-sedq wa-ba-tafdqero esma rakabku usw. = Velat 229 (Gr. anders); 

6. (18ac) <Ezl za-lamus: emmena Seyon baha (ba-sebdh feSSehd mg = Velat) naSd'ndha 
tekunanna marha usw. = Gr. 103: 5, Velat 237; 

7. (18bc) 'Ezlza-'a^ryb za-nag<Ji>: warideya behera Some la-beta krestiyan re'ikewwd afqa(r). 
kewwa a'markewwa kama ehteya Sanndya haUayku (=&*-; Gr. Velat halafku) emdehra 
gunduy mawtfel wa-em-ze emdehra heddt ( amatdt kd ( eba re'ikewvd wa-tethannaz (wa-tethazzab 
Velat „se lavait"!) ba-fala(ga> Tegros = Gr. 103: 6, Velat 244; 

8. (19ac) CEzl za-qadamU sanbat:} (Hs. unklar) baha balewwa tasdUmewwd 'egetemwd la- 
Seyon usw. = Velat 261: 1136 nur Anfang (Gr. 103: 7, Velat ib. 1134 hayln masqalumw.); 
mit diesem Tage endet die Edition von Velat. 

V. (19ac-24ba) Fiinfte Woche: 

1. W. za-Dabra Zait: enza yenabber Egzi. bawesta D.Z. usw.=Gr. 104: 1 „Dimanche du 
Mont des Oliviers"; 

2. (20ac) l Ezl za-sanuy: wa-an-essa ba-bezha mehrateka usw. (Ps. 6: 8) =Gr. 104: 3. 

3. (21aa) <Ezl za-Salus: anqehanni em-newam (fehlt Gr.) ba-sebdh keSetanni usw. =Gr. 104: 2 
za-sanuy!; 

4. (21ba) <Ezl za-rabu 1 : Isdyeyds-ni yebe: yehdeg hatf fenoto usw. (Es. 55:7) Gr. 104:4 
anders; 

6. (22aa) c Ezl za-hamus: i-td c beyu Ubbakemu alhetu re'sakemu tdhta edehu la-Zgzi. le'elt 
usw. (vgl. I. Petr. 5: 5 f.) ahnlich Gr. 104: 6; 

6. (22ba) l Ezl m-V<&>: yesseffo sab' yerkab tasfdhu yesseffo sab' haba fc^drihu usw. Gr. 
anders; 

7. (23aa) ( Ezl za-qedddme (st. qaddmU, auch friiher als qe abgekiirzt): kdW kebru, la-zahdy 
kale' kebru la-warh usw. (I. Kor. 15: 41) Gr. 105: 7 abweichend. 

77 



VI. (24ba~27bb) Sechste Woche: 

1. W. za-Gabr her: gabr her wa-gabr me'man gabr za-aSmaro la-egzi'u usw. Gr. 105 ahnlich 
„Dimanche du bon Seryiteur"; kehrfc 24bc u. 26ab wieder u. zwar als 'ezl; 

2. (26bb) 'Ezl: som qeddesl temeheromu la-ioarazut usw., es folgen weitere 'ezZ-Absolmitte 
ohne deutliche Anordnung: a) bakama yebe Ddtvit ba-mazmur ..., b) anqehanni ba-sebdh 
keSetanni 'ezneya ba-za-dsamme' ..., c) ba-'enq"a sanper aSannaya la-aqlesyd em-falfala 
be' I Pdwlos arwayd; Gr. anders; 

3. (26ac) 'Ezl za-rabu': nagha naqihana em-newdm usw. =Gr. 106: 4; 

4. (26ba) c Ezl (za-hamtis?}: ne'% nesged wa-negnay loUu la-madhanina I, Kr. za-gabra 
berhdndta 'abbayta usw.; 

5. (27ab) CEzl za-'arb?:} ivdkd ye'eti wa-berhdn (madhanit, athetiert) beta krestiydn westa 
heywat (berhdn Gr.) temarreh waMbassehomu usw. =Gr. 106: 6; 

6. (27ba) 'Ezl za-qedddme (vgl. oben): ndkber sanbato ba-tafdqero usw. = Gr. 107: 7. 

VII. {27bb-31ba) Siebente Woche: 

1. W. za-Niqodimos: wa-JuiUo 1 be'esi em-farisatvydn usw. = Gr. 107: 1; 

2. (28ba) 'Ezl za-sanuy: ba-ayie enka nerakkebo usw. =Gr. 107: 2.; 

3. (29aa) ' Ezl (za-Salus),: ba-tawak(ke)fotu la-Abrehdm usw. =Gr. 107: 3; 

4. (30aa) 'Ezl (za-hatmisy: ahaweya qaddesu soma wa-sebeku mehelld (mg) esma (s.l.) som 
baqii'eta bdtti usw. =Gr. 108: 5; 

5. (30ba) 'Ezl (za-'arb}: nese'elakka egzVo amldkena ndstabaqqti,' akka mitanni (sic, Gr. 
anderfc in -anna) habeka . .. za-melko la-Pdwlos usw. =Gr. 108: 6; 

6. (31ac) za-qadd(miV) Maz(mur): ba-ba'dlomu la-Ayhud 'arga Jyasus Iyarusdlem usw.= 
Gr. 108: 7. 

VIII. (31ba-34aa) Achte Woche (Osterwoche): 

1. W. za-Hosa'nd: ba-emmert 'elat(a) ba'dlena nefehu qarna ba-Seyon usw.=Gr. 108/9 
„Dimanche des Rameaux"; 

2. (31bc) 'Ezl (za-nagh?}: nas"a Abrehdm a'zuqa baqaU sabbeha wa-zammara usw.; 

3. (32bb) Mazmur ba-1: Egzi. we'etu Amdnu'el semu za-yefennu zahdya westa me'rdbihu 
usw. =Gr. 109: 2, Wdzemd; 

4. (33aa) Mazmur za-salota (hamus?}: bawarydtihu kababa egra arddHhu hazaba usw.= 
Gr. 109/10: 6 za-hamus za-hezbat (vgl. JS T r 23: C.24); 

6. (ib.) Maz(mu>r za-'arb ba-9: na > ammen{3-meA)hemdmola.za4-yahammemregzatagabohu 

na'ammen usw. = Gr. 110: 6; 

6. (33ba) za-Qaddmit za-nag(h): nehva-ssa nesabbek Krestos-hd za-tanSe' a em-middn usw. - 

Gr. 110: 7, Z.8 'ezl (m. unnotiger Anderung in nesabbeh); 

7- (34aa) Zemmdre: wa-aqdamka zaggewo wa-manfasaka qeddusa la-seryata hatVat aklila 

za-Sok astaqassaluka za-ba-samdydt lana saggu aklila sedq usw.; 

8. (ib.) 'Etdna mu(gdr) (st. gewohnlichem mogar) ba-2: wa-Sarka-ssa arm re* so yessaqqal 

kale' a 'elatakona enza ydrii ar'ayd tenia* e gabra nesabbeho wa-nermddesso ba'enta ten&tfe. 

t)ber 'etdna mogar siehe Velat, Soma Deggua XV, XVII, und besonders Me'eraf II, 64 f.: 

78 



„,Jet de 1'encens' ce Qene devrait son nom au fait qu'il est chante a la Messe, apres la 
Communion, alors qu'on jette l'encens sur la Croix" (naoh Guidi, Vooabolario 509) 

C (laa/b) Spaterer Zusatz: Kurze Hymnen (mit Gesangnoten): a) an Maria: egzileya 
(sic) ebektkkt wa-emmu Ut-egzVeya qal qeddus manbaru za-Kirvbel usw (vgl Nr 24- C 34)- 
b) Z. 17: <ne><t regbeya ag'dzit kama Sannd(y}t tabota maqdas qeddesta qeddusan Spate's 
dabtara fepnot usw, c) Z. 25: esma tawalda lyasus ba-Bela LeJ^em za- Yehnda / sab>a Lai 
am?e u gada tawalda em-Ubu* westa keSut enza y bW arred westa metmaqat ba-amsala re'yata 
^ usw, d) am SchluB mit dunklerer Tinte: ez<l >: ba-masqaleka Krestos takafra DiyLs 
wa-oa-tenSa eka tatnehwa soka mot usw. 

■ Bl. lac und 8b zwei.lateinische Notizen vom friiheren Besitzer E. T. Sundelin En 
koping, die in meinem Katalog, S. 6f., abgedruckt sind. Die erste lautet: „Hodie hunc 

MD^LXXXV XXI A I C ° ntinentem ' d ° nUm aC0Cpi ^ amiC ° ^ P&hlman ' **• -o 
1 M, , X , m Ab u e88imam ad SchoaB re S em » Me *elek« missus, eum ibidem invenit et, 

reduxMkullo,hucmihimisit.En aB (Enk6ping),Id.Iun.MDCCCLXXXVII E T Sunde 
lm. Paginas numeris S ... Si Instruxi, indumentum ligneum glutinatum curavi, turn 
Carolo F„es hnguarum Semiticarum perito, librum legendum fisus credidi." Die zweite 
^ktandTg ^ V ° n SUnd6lin angCn0mmene LUcke zwischen Bl. 8 u. 9, der Text ist aber 

Handschriften von Soma Degfa sind, wie ^-Handschriften iiberhaupt, ziemlich 
selten_(Conti Rossini, Note 52/610, erwahnt 9 Handschriften, von denen nur drei Soma 
Degg a bieten und eine, A 189, nicht existiert). Velat benutzte fur seine Edition 8 Hss 
davon 6 ganz junge Exemplare (19. Jahrh.). Das alteste (Br. Mus. Or. 584) datierfc vom 
Jahre 1795. Unsere Handschrift durfte also die alteste bekannte sein und beanspruch" 
Interne ^ abWeiCh6nden Redaktion < siehe obe " B: I, 3) ein besonderes 

Pergament 27 x 24* cm, 34 Blatt. Kleine prazise Schrift in 3 Kolumnen, 26 Zeilen von 

2Z 12 T Hand t "' ^-^ D - P ^ment ist vergilbt und zeigtTn 
vielen SteUen Spuren von Eeuchtigkeit, doch ist der Text ganz intakt geblieben. Bl. 3a 
oben durchgehendes Plechtornament. Kat. Lofgren IV. [0 Etio 37] 

26. ZWEI MARIENHYMNEN 

Grt^TLv dbUta , 'T- " DaS Blum6nlied '' anon 3™ Hymne an Maria, von Adolf 
Groh^ann AthiopischeMarienhymnen, S. 47-321 , herausgegeben und ausf iihrlich kommen. 

67/1 * LV° n RC " V6rZeichneten Handschriften (vgl. Conti Rossini, Note 

tmisTm IIImTV 78 U - 581 zu lesen i8t) kommen ***»* v ^-h- 

176, 182, 191 194, 197), drei Pariser Hss. (364, 365, 392), die Miinchener Hs. Aeth 29 
(Hammerschmidt* Jager, Illuminierte athiopische Handschriften, Nr 45) und die unten 
beschriebene ebenfaUs junge Hs. Nr 27 hinzu. Der alteste bekannte Text ist wohl der 
Londoner Kodex O, 578 vom Jahre 1646. Die ,von Wright ins friihe 18. Jahrhunde 



79 



datierte Hs. Br. Mus. Or. 581 wird von Grohmann fur das 16. oder 17. Jahrhundert in 
Anspruch genommen, leider ohne Motivierung. Naoh Grohmann ware das Gedicht im 
16. Jahrhundert entstanden, vielleicht schon zur Zeit des Konigs Zar'a Ya'qob (1434- 
1468), wahrend Guidi, Storia 65, es spater ansetzen will „a giudicare dall'eta dei mss.", 
was aber kaum als Beweis genugt. Anzahl der Strophen — 156 — und ihre Reihenfolge 
stimmen genau mit der gedruckten Edition iiberein. 

Anfang (ohne tJberschrift) ■» Strophe 1: 

sege aet' \aya Sarizo em-aqmu 

la-za-amtnehakki §ege la-Oabre'el mesla sal&mu 

wa-ba'enta-ze M&ry&m soba haunvazanni ma'azd, (& l mu 

la-ta'amereki ahalli emmu 

M&hlita Sege za-yessammay semu usw. 

Letzte (156.) Strophe: 

(mannuy fabib za'enbala segeki za-y&'ammer feyuqa 
kawakebta sam&y h u allaq u a wa-hozd, b&hr dequqa 
la-wedddaeki (M&ry&my kama Labh&wi za-$ehqa 
esma i-nekel fassemo ta*&mereki tenquqa 
n&rmetn sebhataki nagirana (Gr. nagira) heqqa. 

B. (64b-85a) Saqoqawa Dengel „Die Klage der Jungfrau", richtiger „Elegie iiber die 
Jungfrau (gen. obj.)", anonyme Elegie iiber die Leiden der Maria in Agypten wahrend des 
dortigen Aufenthalts der heiligen Familie, welcher in der spaten apokryphischen Literatur 
vielfaoh ausgesohmiickt worden ist. AuBer den von Conti Rossini, Note 72/630, erwahnten 
sechs Handschriften und den beiden hier behandelten sind mir noch eine Pariser Hs. 
(Eth. 365, fehlt bei Strelcyn), eine Wiener Hs. (Rhqdokanakis XX) und fiinf Vatikan-Hss. 
(18, 166, 176, 182, 191) bekannt. Der unvollstandige Text Vat. 18 wird ins 16. Jahrhundert, 
der Wiener Kodex und Vat. 166 werden ins 17. Jahrhundert datiert. Der Umfang des 
eigentlichen Gediohts sohwankt zwischen 53 und 55 Strophen. Hier kommen 55, in Nr 27 
nur 54 Strophen vor, auBerdem gibt es sekundare Zusatze, wie unten naher ersiohtlich ist. 

Strophe 1 (aus Nr 27 suppliert dort, wo die Rubra fehlen): 

(basema Egzi'abehir iellus hezzata gess&we za-albo 
Sayqoq&wa Dengel egehef ba-qafama anbe < vxt-anlab(febo 
wayle wa-ldh la-yebal za-anbabo 
kamS.h& hayzan wa-tasaddo soba ba-kullahe rakabo 
re'eyo la-yebki c ayna lebb za-bo. 

„Im Namen des dreieinigen Gottes, dessen Wesen keine Verminderung erfahrt, schreibe 
ich mit Sohreibrohr der Tranen und des Weinens die Klage wegen der Jungfrau" usw. 
(Gr6baut, zu Vat. 18, ganz verfehlt: „Compendium expositions, quod non est (tota) 
lamentatio Virginis", ebenso zu Vat. 166: „Quae non habent defectum expositionis"!). 

Der SchluB des Gedichts ist hier im Vergleich mit Nr 27 erweitert und bietet zwisohen 
Strophe 53 (walatta Dzwit etc.) und der SchluB^trophe (soba frdttayku fdsfteya rehuqa 
behera etc.) noch drei Strophen, darunter zwei saJcm-Strophen, die wohl — ebenso wie eine 

80 



dritte, nach der SchluBstrophe tfngebrachte — einem anderen Gedioht vom malke" -Typus 
entlehnt sind. Ioh gebe hier den vollstandigen Text derselben unter Vergleichung der 
Vatikantexte, soweit sie im Katalog von Gr6baut & Tisserant mitgeteilt sind. 
Strophe 64 {mit Varianten der Hs. Vat. 176): 

eoba faqada qalila hezdndt H erodes kahddi 

tadehlal (Hs. tadehnat) emmu mesla fere kar&d Emnodi (Vat. EbnSdi) 

westa behera Oebe rehuq haba i-yessamma' qdla aunvOdi (Vat. anders) 

efo nabarat g u ayeyd kama ahadu (Hs. 1) nagg&di 

zamana wa-azmdna (so Vat.) wa-manfaqa 'adi. 

Die drei satem-Strophen lauten also: 

(1) aaldm la-cfg&reki ella zamaxod ba-fend 
la-Qebs eaka wasand 

Mdrydm pa(oa zawiraki esdta Sind 

ama was&^ki em-re'esta (lies: em-mar^dtat) abuki Hannd 

efo-nu gef ( ekiydnadded hellinnd. 

(2) aaldm la-zabdneki za-agmara resna malakotdwi hezdna 
hawweaenni dengel wa-ndzezenni (Vat. wa-iaidhalenni) fefuna 

ba'enta negdaleki dabra Q&sq u dm em-makdn makdna (Vat.: enza tesawweri 

hezdna) 

2o<w>gro(?) (Vat. hazana) za-fatana 

yd'ammer hazana. 

(3) aaldm la-a ( gdreki ktdlo 'dlama ella nagadd 
em-hagar la-hagar enza ya'awwedd 

za-falaaki dengel em-gaaa Her odea negu&a Yehudd 
gddd gddd la-zdmd negdateki gddd 
Mdrydm egzeHeya regbeya sa'ddd- 

Die abschliefiende .sebhat-Strophe lautet hier also: 

aebhal laki Mdrydm ( = Vat.; Ha. aebhal) ba-sebhata Ab fanndvri 

aebhal laid Mdrydm ba-aebhata Wald tafanndwi 

aebliat laki Mdrydm ba-aebhata Manfaa qeddus mdhyawi 

haba 8e'laleya kullo a'zdna manfaa aelewi 

wa-diba zdtli salot aaldma ka'aioi (Vat.: wa-diba zeniu mdhlel aaldmaki ka'atvi). 

Urn der Vollstandigkeit willen sei noch eine nur in Vat. 182 vorkommende Strophe mit- 
geteilt: 

zdmd g u ayeyoleki egzeHeya bekdya konanni halleyolu 
la-waldeki hezdn westa Dabra QHaq u dm gize redatu 
qedma yeamd K a'zdnu wa-yer'ayd a'yentu 
hazana walaltu enza ahatti lottu 
Sanndy-ke laabuki motu. 

6-732538 LBfgren 81 



Die haufige Erwahnung des Klosters (oder Berges) ^"om in Oberagypten (=arab. 
Qwqam), das mit dem beriihmten „niedergebrannten Kloster", ad-Dair al-Mufyarraq, eng 
verbunden ist, macht es wahrsoheinlich, daB das Gedicht in der dort befindlichen athio- 
pischen Klostergemeinde, die mit denjenigen in Jerusalem und Kairo (Harat ZuwaiJa) 
enge Verbindungen hatte, entstanden ist, wie vielleicht auch das Blumenlied. Das agyp- 
tische Qusqam war ja als Rastort der Maria mit dem Jesuskind beriihmt (siebe Abu Sakh, 
Churches and monasteries of Egypt, ed. Evetts, S. 224 f.). Dafl es sich urn das in Athiopien 
gelegene <2%»dm-Kloster jungeren Datums handeln wiirde, was wohl von Grohmann, 
op. cit. 46, angenommen wird, ist weniger wahrsoheinlich. 
0. (87a/b) Fragment von Saqoqawa Dengel, die Strophen 34-37 enthaltend. 

Pergament, 12x9 cm, 88 Blatt (1, 2, 86, 88 leer). Sohrift in 11 durchgehenden Zeilen 
von mittlerer Hand des 19. Jahrhunderts. Bl. 47-76 fehlen die Rubra fast iiberall (an 6 
SteUen nachtraglioh suppliert). Wenig benutzto Hanasohrift einfacher Qualitat, in Holz- 
deokelnmitStoffhuUe. [0 Etiop. 17] 

27. MARIENHYMNEN. ANAPHORA DER MARIA 

A. (l-34a) Weddase Maryam, das bekannte Woohenoffizium, mit der Montagslektion 
anfangend {weddasehd la-cgze'tena Maryam dengel luaUddita amldk za-ydnabbab ba-'elati 
sanuy), gewohnlich als Anhang zum Psalterium nebst dem hier fehlenden Sonntagsoffiziuni 
Weddase wa-gemy stehend (siehe oben Nr 4-9). In den Prosatext des Weddase Maryam 
sind hier durchgehend Strophen der gereimten Paraphrase des Offiziums eingesohaltet. 
In der Wiener Handschrift Ae<;h. 2 =Rhodokanakis XIV steht die Paraphrase nach der 
betreffenden Lektion. AuBer dieser aus dem 17. (Rhodokanakis) oder 18. (Grohmann) 
Jahrhundert stammenden Handschrift kenne ich bisher drei Pariser Hss. (d'Abbadie 244, 
144 =CR, Notice 106, 110 u. Zotenberg 147), die Stuttgarter Hs. 7 und das unten als Nr 
76 stehende Psalterium, insgesamt also 7 Exemplare. Wahrsoheinlich gibt es aber weitere 
Kopien, die noch nicht bemerkt wurden. Die Paraphrase des Weddase wa-genay ist von 
Grohmann, Athiopische Marienhymnen, 383-394, veroffentlicht worden. Ich druoke den 
Text der Paraphrase zur Montagslektion unten als Moment B vollstandig ab. 
B. Paraphrase des Weddase Maryam: 

Montag: (la) faqada Egzi' la-Adam yOg'ezzo 

Segalci ne^uha ama rassaya ar&zo 
Marydm delta la-mehrat wa-la-ndzezo 
yeqbe'anni 'tfrata sedq wa-yam'ezanni am'ezo 
yamana edeki edgya ehizo. ; ( 

la-HewSn emmena kaysi za-ashatA 
Egzi. rtflzaza kiyaki ba-walidota 
Maryam dengel Maryam regba Efratd 
la-nafsa zVaya aetadOlew heyivatd 
kama i-tahaUu nafseya bahtitd. 

82 



Iyaeus Krestoa ama Wleki hadara 
ieg&ki nesuha mesla malakotu dammara 
Ut-jelaateki dengel enza a'arreg mazmura 
adhe[nen]ni em-mandsew zdtta hagara 
wa-k&Wdta-ni ahgura. 

(2a) re'ya Isayeyds la-Am&nu'el meitiro 
manfol&'ta ieg&ki cnta Sawtoaro 
Mary dm dengel negeita salam wa-taf&gero 
mazmura dnct-SSe' la-kebreki tva-ehub kabaro 
gize Ut-semeki dqerreb zammero. 

tafdiSdh wa-taha&ay o-zamada eg u dla emmatieydw 
esma afqaro Egzi, la-'alam hellew 
Maryam dengel mud&ya a/aw 
kama esabbehki ba-qdla qeddase fetew 
leshata afuya qa$semi ba-sew, 

(3a) za-hallo wa-yehellu Egzi. mawwd'i 
ba-iegdki maa'a wa-lc&'eba masd'i 
se'lata nadddydn lldrydm enta teaamme'i 
la- ( aqiboteya haylaki anSe'i 
kama la'leya i-ydhsem falla'i. 

tajaSiehi enza ebel la- Beta Lehem eweddead 
esma tvaladkiyo batti la-Krestos za-yeqeddesd 
Mdrydm aegl za-teme ( ezi em-farkaliad(l) 
yem&'o eedqa zi'aki la-za-zi'aya aba-ad 
kama ardwtia yemawwe* anbasd. 

(4a) tetjeiMh wa-tethaSSay nafeata sddeq wa-Mfe' 
em-mdhzaneki iarakba ba-lcdata Krestoa qebu 1 
za-ba'enti'ahu yebelu mald'ekta aamdy arba < : 
sebhat ba-samdydt la- Egzi. Egzi' 
wa-satilm ba-medr iemratu la-sab*. 

berhdneki za-ba-amdn ydbaireh fes(a)uma 
la-kvllomu sab' ella yenabberu 'dlatna 
Mdrydm za-konki la-Egzi. emma 
eemeH medr kama tesaejfo zendma 
eaaejjo mehralaki qawimeya fesma. 



Ein Vergleioh mit Wedddse Maryam zeigt, daB die Strophen der Paraphrase mit denselben 
Worten beginnen wie die Abschnitte des Offiziums. Die letzte Strophe der Sonntags- 
paraphrase lautet (33bb): 



laki yedallu wedddse waaebbdhe 

ba-afa maWekt wa-sab' ella yenabberu weata kullahS 

Mdryd<rny dengel M. emma Elohe 

kama Labh&wi fequreki aqrabku emmdhe 

la-zekra aemeki za-yeme ( ez em-rehe.' 



83 



Es folgen noch zwei gereimte Strophen auBerhalb des eigentlichen Hymnus, (lessen voll- 
standiger Text vero'ffentlioht werden sollte. 

C. (34a-66a) Ohne besonderen Titel: das oben Nr 26 naher behandelte „Blumenlied" 
(Mahl&a $ege), in 166 gereimten Strophen. Der sorgfaltig geschriebene Text bietet einige 
neue Varianten und schlieBt sich oft der Handsohrift Bj von Grohmann an, so binsichtlich 
der letzten Strophe (sebfrat la-Ab usw.), welche in den Text Grohmanne nicht aufgenommen 
ist. Unmittelbar vor deraelben hat unsere Handsohrift zwei zusatzliche Strophen: 

sebhat laki Maryam ba-aege mala'ekt teguhan 

sebhat la'^ M&ry&m ba-sege nabiydl qeddus&n 

sebhat laki Maryam ba-segS haw&ry&t feneww&n 

sebhat laki M&ry&m ba-sege aam&'t wa-eadeq&n 

sebhat yedallu la-aegeki wayn 

esma ba-segeki wayn yetfeSSah <Ae>zwn. 

nm-kvllu yeheyyes ba-dengdleki tatvakkelo 
wa-ba-waldeki fequr ( eguia qenwOt wa-taaaqlo 
me'rSga aalot anti Maryam la- Daunt nabiya Silo 
a'regi saloteya wa-qala seraheya kvllo 
wa-fannetvi la-waldeki mehrato wa-Sahlo. 

D. (67-78) Saqoqdwa Dengel „Elegie fiber die Jungfrau", Marienhymnus in 54 gereimten 
Strophen (siehe oben Nr 26: B, wo der Anfang unter Benutzung eben dieser Handsohrift 
zitiert wird). Eine Edition mit Heranziehung dieser guten Handsohrift ist dringend zu 
empfehlen. 

E. (81-106) Anaphora (Abendmahlliturgie) der Maria, dem Cyriaous, Bisohof von 
Behnesa, zugeschrieben (siehe oben Nr 17: G.4, unten 62 74: 91: B). Titel: ak u ateta 
qtirbdn za-egze'lena Maryam vxiMddila amlak za-darasa ba-manfas qeddus Abba Heryaqos 
episqopos za-hagara Befrnesd. Anfang: g u ai c a Ubbeya qdla Sanndya (3-mal) im-ana dyadde 1 
qeddaseha la-Mdrydm usw. (vgl. Ps. 45: 2). 

F. (107-115a) Temlierta Hebu'dt „Dootrina aroanorum/Lehre der Geheimnisse" (oben 
Nr 4: G nahere Angaben). Das SohluBgebet lautet hier: o-egzi'o I. Kr. ba-ze qdla malakoteka 
l eqabanni vxi-adhenanni em-makard Sega wa-nafs la-gabreka Takla Hey wot (Name stets 
spater eingetragen). Es folgt unmittelbar ein Zaubergebet mit sinnlosen Wortern. 

G. (115b-126a) Kiddn za-nagh „Morgenoffizium" (=oben Nr 17: A, vgl. 21: B 1), also 
in Wirkliohkeit alle drei „Testamente", fur Morgen, Mittag und Abend; kritiaohe Edition 
und Ubersetzung von Velat, Me'eraf I, 1-6; II, 170-174, wo aber „minuit, matin, soir" 
angegeben wird. 

H. (79a) Spaterer Zusatz: Verzeichnis der Festtage der Apostel und Evangelisten: ama 1. 
la-Maskarram BartaUmewos usw. bis ama 22. la-Teqemt Luqas. Vgl. unten Nr 31: D. 

Pergament, 10$ x 7$ cm, (3) 127 Blatt (79b, 80, 121 leer). Schrift in 2 Kolumnen, von 
zwei Handen: A (1-78) sohon, gleichmaflig, 18. Jahrhundert, 15-16 Zeilen; B (81-126) 
kleiner, ebenfalls gut, etwa gleichzeitig, 14 Zeilen. Besitzer: Takla Heywat. Moderner Ein- 
band mit rotem Sohnitt. 66b eingeklebtes katholisohes Bild der Madonna mit dem Kind. 

[0 Etiop. 30] 

84 



28. ZWEI SALAM -HYMNEN: AN MICHAEL UND CHRISTUS 

A. (2-17) Saldm an den Erzengel Miohael, in 33 gereimten Strophen von je funf Zeilen 
(der ersten Strophe fehlt hier eine Zeile). Vgl. Br. Mus. Add. 16, 226 (Dillm. Cat. XXV: 2) 
u. Wien, Rhodokanakis XX: 30, wo 48 bzw. 49 Strophen vorkommen; Chaine, Repertoire 



119. 



Strophe 1 (nach Dillm. Br. Mus. XXV suppliert): 



saldm la-zekra semeka mesla sema Le'ul za-tasataja 

walda Y&red Henok bakatna sahafa 

(coba e§ewwe < akka kaHteya afa) 

rad'a (roddd'e Br. M.) mendubdn Mikd'el bakatna t&lammed zalja 

la-radi s oteya (ba-radfoteka Br. M.) na'd safihaka kenfa. 



Strophe 33: 



sal&m la-fyellinn&ka za-i-yehelli hagMa 

enbala d&'mu yese'el mehrala wa-iahla 

Mikd'el neid y waltaka zedula 

wa-meldh (Hs. wa-meld 1 ) diba Mastemd sayfaka sehula 

la-za-tazabe'akka qedma i-tersd' baqala. 

Die Seite schliefit rait verwischtem saldm, der Text scheint also unvollstandig zu sein 
(vgl. oben). 

B. (18-35) Saldm an Jesus Christus, in 55 gereimten, 6-zeiligen Strophen. Vgl. Dillm. 
Br. Mus. LXX, Rhodokanakis XX: 13 (beide mit 63 Strophen); Chaine, Repertoire 123. 

(1) saldm la-zekra semeka sema mahald za-i-yehessu 
za-anbara qedma Egzi'abefyer ba-atronesu 
Iyasus Krestos la-Ddwit bdhreya karSu 
aklila semeka enza yetqessal ba-re'su 
ahgura zar warasa {warisa Br. M.) Iydsu. 

(56) sal&m saldm la-kullu malke'eka 
wa-bakama malke'u la-dbuka 
Iyasus Krestos hem&mdta masqaleka za-zorka 
hebe'anni ( = hebe'anni) em-gasamot ba'enta Mary&m emmeka 
amldkiya amldkiya i-yezna'- lebbeka. 

Beide Hymnen kommen in Guba'e ilfaZAe'-Handschriften vor (vgl. Conti Rossini, Note 
64/622; Guidi, Storia 66) : und zwar mit sohwankendem SohluB. 

Pergament, 11 J x7 cm, 39 Blatt (1, 36-39 ohne Text). Schrift in einer Kolumne, 10-13 
Zeilen, von mittelgroCer grober Hand des 19. Jahrhunderts. Auf der Innenseite der Deckel 
u. Bl. la, 38b, 39a grobe Anilinzeichnungen. In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 

[0 Etiop. 18] 

85 



29. ZWEI SALlM-EYMKEN: AN MARIA UND FANUEL 

A. (3-13) Salam an Maria in <18> gereimten 6-zeiligen Strophen ( = Chaine, Rep. 221). 
Anfang stark besohadigt, kann aber mit Hilfe anderer Handsohriften (Dillm. Br. Mus. 
LVIII; Paris, Ethiopian 362) folgendermaBen rekonstruiert werden: 

(saldtn saldm la-zekra semeki (Var. la-malke'eki) ba-am(m)eha> 

Sarka wa-nagha 

(.Mdrydm) dabtard la-Edom <ba-katamdha> 

(hatVateya), la-gabreki em-kokaba (eamdy bazh&y 

eama emma qaaia anti habenni nesaehd. 

(saldm) salam la-zekra semeki manna 
za-yetfesaOh (bo) Mlinnd 
MOrySm dengel cae'elakki ba-feyeqennd 
kedenenni lebsa mogae za-yegalabbeb lebbunna 
kama yegalabbebo la-samdy raqiq damand. 

aalam eaidm la-zekra semeki halib 

za-yeiarreq (westaf) alb&b 

(Mdryam) dengel regba Salomon pabib (vgl. Cant. 2: 14, 6: 2) 

seseymni ekla fe'uma i-yeqtelanni (lies: -telnil) rahdb 

em-kvttu megbdra sedq yeheyyes wehib usw. 

Der Sohlufl iat fast ganzlioh verwisoht. 

B. (14-35) Salam an den Engel Fanuel, der in der magischen Literatur, vor allem in den 
Amulettrollen, als „Vertreiber der Damonen" (saddade aganent) angerufen wird. Siehe 
Worrell, Studien, passim, unten Nr 45, 47, 67. 

Der hier vorliegende Text ist, wenigstens am Anfang, mit denjenigen der Pariser Hss. 
HJth. 402, 576 (Cat. Streloyn 36 f., 167) identisch, vgl. Chester Beatty 935. Die einleitende 
Strophe lautet in Bekonstruktion: 

(ba-malakota Ab wa-Wald wa- Man fas qe)ddua wattanna 

mdhlela kebur (Fdnu'el) wa-za-(malkeyu de(rsdna) 

(emma)-asa lesaneya ld'ld('a) kona 

(nay a Fdnu'il te(ngeranni) wa-tdnabberanni (lies wa-tdnbebanni - ]5fch. 676) 

fefuna 

enza salamaka (-meka Hs.) ahaz(ku)(l) wa-eweften ana. 

Es folgt der eigentliche Hymnus, mit dem Anfang: salam la-tafatroteka mesla maWekt 
kebura usw. ( = unten Nr 57: C, Str. 12). 
SchluB (35a/b): 

(saldm) laka adhenanni zalfa wa-i-tehdegni yom 

(o-Fdnu'el) kebur mal'aka saldm 

eama ba-senu' yedehen be^esi dekum 

wa-ba-fawsu ye(feH) hemum. 

o-amldkiya ... adhenanni la-hdfe'il) em-he(mama Bdr)yd(l) wa-Legewon 

herlum. 

86 



Dieser lange Malke' oder Dersan an Fanuel, wovon wir friiher nur den Anfang kannten 
aus der Rolle £th. 676 (Strelcyn ,,26 versets" = 6 Strophen; Eth. 402 urnfaflt 6 Blatter 
scheint also ebenfalls kiirzer zu sein), weicht von dem gewohnliohsten Typus ganzlich at,- 
dieser beginnt: solum Uka saddMe agdnerd FdniSel U-Bgzi. em-serhu ( -Chains, Repertoire 
49; Strelcyn, Cat. passim, unten Nr 57). Aus der Sammlung Griaule und einer Londoner Hs 
smd mir nooh fiinf seltenere Typen bekannt: 1. saldm laku F. za-nabalbdl (Eth. 377)- 2 
s. toka ^aytdndia sededfsedd em-WUya egzi>o> F. teguh U-taradSo (Eth. 427); 3 s laka 
saddaM aganerU em-gasa fattari le'vl (1th. 496); 4. ,. laka arwe <am(m)azd za-teqaUel (Eth. 
666); 5. s. la-zekra semeka za-yedaUetvo tabaSo (Br. Mus. Or. 674). Weitere Literatur in 
meinem Katalog, MO XXIII, S. 18, unten Nr 67. 

C (37b-38a) Gebet wegen Geburtswehen (salol ba'etda fcmdma walid). Anfang: wa-soba 
tastabarrek bJesit frwalid (wa-)tebd: hvbanni Sahlaka wa-me^rataka wa-jannu Ru&el-M 
mat aka aktd re>so Ja-he^n wa-yeza> ba-semu lu-egzi'etui I. Kr. murfel menMer ba'el >ede>d 
U-amUeka egalit usw. Ein ahnliches Gebet steht in Eth. 630 (Strelcyn 272). Zu den magischen 
Wortern siehe oben Nr 8. 

Pergament, 8J x 5* cm, 38 Blatt. Schrift in einer Kolumne, 11 Zeilen. Regebnaflige Hand 
des 19 (?) Jahrhunderts. Text durch Feuchtigkeit stark besohadigt, manchmal unleserlich, 
besonders die Rubra. In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 

Funf Miniaturen (Federzeichnungen in guter Ausf iihrung): lb und 37a Engel mit Schwert 
(Michael?), nach rechts bzw. links gewendet; 2a Madonna mit dem Kind; 36a Frau in bur- 
gerhcher Kleidung, ein Buch in der Rechten; 36b liegender Damon mit Hornern und 
•Sohwanz. 

[O Etiop. 29] 

30. TA'AMERA MART AM: DIE WUNDER DER MARIA 

Durch seine monumentale Prachtedition zweier illustrierter athiopischer Handschriften 

The Miracles of the blessed Virgin Mary and the life of Hanna, London 1900 (Lady Meux 

Manuscripts 2-6) ( =Bud ge i), und seine "Obersetzung One hundred & ten Miracles of our 

Lady Mary, London 1923 ( =Budge'), richtete E. A. Wallis Budge zuerst die Aufmerksam. 

keitaufdiegroBeSammlungvonMarienwundern.Ta'dmemilfaryam.dieimlS.Jahrhundert • 
aus dem Arabischen ins Ge'ez iibertragen wurde und, mit einheimischem Material berei- 
chert, m Athiopien sehr behebt wurde und sogar in den Gottesdienst eingedrungen ist 
Aber erst Enrico Cerulli hat in seiner groBen Untersuchung, U libro etiopico dei Miracoli 
di Mana e le sue fonti nelle letterature del medio evo Latino, Roma 1943, unten als „Ce- 
ruui zitiert, die hterar- und kulturgeschichtliche Bedeutung dieser Literatur dargelegt 
und die damit verbundenen Probleme in bewundernswerter Weise behandelt und gelost 
lm Aufsatz Due codici di Upsala del hbro etiopico dei Miracoli di Maria hat Cerulli die 
beiden hier zu behandelnden, von Zettersteen ganz summarisch beschriebenen Mss. Etiop. 
Al und XII studiert. Trotz der sehr genauen Beschreibung von CeruUi kann ich nicht 
umhin, der Vollstandigkeit wegen hier eine genaue Inhaltsangabe zu bieten, mit Text- 

87 — 



proben und Parallelhinweisen. Dabei kann ich fiir die alte Leningrader Handsohrift den 
Aufaatz Cerullis in den Rendioonti der Linoei-Akademie, Ser. VIII, Vol. XX, 3-19: H 
codice di Leningrado del libro etiopico dei Miraooli di Maria, Roma 1965, benutzen. 

Inhalt: 

A. (1-3) Junger Zusatz: Prolog in der Form einer Hymne an Maria, mit wiederholtem 
tafaSSehi eingeleitet: tafaSSehi M&ryam za-nese'elakki dahna o-qeddest meh'ta kebr dengel 
kvJlo gize usw. 

Schlufl (3ab): kabberu ba-ebrltd 

la-dengel M. sema mantel 
tuaffineya eska efesfem ta'&mer&td 
te'qabanni ba-rad'etd 
salotQ wa-barakat& yekunanni waits. 

Segenswunsoh iiber „meinen Vater Walda Qiyorgis und seinen Sohn Oerma Seym". 

B. (4-10) Sinleitung, sog. „Ordnung/Kanon der (Kirche) Mu'allaqa (in Kairo)" 
(mashafa Ser K at za-yetnabbab emqedma y&nbebu Ta'&meriha li-egzeHena M&ryam za-wa? y a 
em-manbara Marqos haw&rya em-makana Ma'aUeqa za-Mesr), gedruckt in Budge 1 , S. 3, 
iibersetzt in Budge 8 , S. XLVE-LIV; vgl. Cerulli 16-22. 

SchluOhymne: sal&m laki hohta me&r&q za-walda Nore 
'azad za-aakedire 
enta waladki faffdre 
sedelta nessdrS 
sergut ba-war&iwyre 
batra Aran sawtv&rita fere 
sal&m laki za-mesla zemm&re. 

Vgl. Budge 2 LIV; Grohmann 34, 186. Der Ausdruck „Sohn des Nore"=Ezechiel erklart 
sich aus dem Arabischen (iSjy statt (SJji)- Budge: „who broughtest forth the Light" ganz 
verfehlt. In V. 2 bedeutet 'azad za-askedere nioht „Vine of Eskedere", sondern „Zellenhof" 
(askedere, besser esk., aus eksedere „Zelle" = gr. e£e8pa> hebr. USka Ez. 40 ff. passim). Maria 
wird mit dem Tempelhof verglichen. S. Dillm. Lex. 1405. 

C. (lla/b) Jiingere Hand: ungereimte Hymne an Maria von Johannes Chrysostomus: 
esagged laki wa-eweddesakki o-egze y teya M. bakama waddasakki Yohannes Afa Warq ba- 
ders&nu: tafaSSehi o-M. za-taSaggawa emenneki Egzi. qal wa-waz'a emenneki kama mar'&wi 
za-yewazze y em-§erhii (Ps. 19: 6); es folgen noch sieben to/a&feJi-Perioden und dreimaliges 
sal&m laki o-M. dengel usw. Vgl. Nr 32, Bl. 10: vollstandigere Fassung, die mit Budge 2 
LVI, Chame, Repertoire 338, Grohmann 30 ubereinstimmt. 

D. (12-14aa) Zweite Einleityng, mit Budge 8 XLIII-XLV identisch: seme'u enagge- 
rakkemu o-dhaw fequran weluda beta krestiy&n Usw. (= Budge 1 1-2). 

E. (14b) Spate Besitzernotiz, von Cerulli, Due* codioi 152, abgedruckt, am SchluB des 
Textes (116ab) wiederholt. Laut deraelben wurde das Buch von Qabra Iyasus, der es mit 

88 



eigenem Gelde gekauft hat, der Zionkirche in Aksum geschenltt, damit es (oder: sie= Maria, 
so Cerulli) ihm eine Stelle unter den Glaubigen am Tage des Gerichts schenke. Wenn Priester 
und Diakone es vergessen, ihn und seine Frau WalattaKiddn mit Namen zu nennen, seien 
sie verwiinscht. 

F. (15-110) Sammlung von 65 Wundern der Maria (teilweise falsch numeriert), angeb- 
lich besorgt von Seltana Krestos (za-astagdbe > a za-hamama ta'dmerdtihd wa-za-sehqa la- 
akbero ba'alatiha), teilweise mit angehangten kurzen Gedichten, die dem von Grohmann, 
Marienhymnen, S. 322-r382, herausgegebenen Hymnus Akl^'.u be' est entlehnt sind (vgl. 
unten 43). Die Wunder kommen in dieser Ordnung vor: 

1. Bischof Daqseyos von Teltelya (d. h. Ildefonsus von Toledo, so schon Zotenberg) schreibt 
die Wunder der Jungfrau nieder ( =Budge 2 Nr I CR 52: 7 Zot. 60: 1 62: 1, unten Nr 31: A.8, 
32: D. 7; Cerulli, passim, besonders 301-338); 

2. (17b) Der syrisohe Topfer (Labhawi= Simeon von GeSir, Baurastark 158 f.) (== Budge 2 
Nr XXXV CR 62: 8 53: 1 Zot. 60: 37, unten 31 : A.16; Cerulli 290 ff.); 

3. (21a) Der Arbeiter (gabbdrawi), der die Jungfrau Maria begriiQte ( = Budge 2 Nr II, CR 
62: 9 L(eningrad) 64 Zot. 60: 3 62: 48), unten 32: D. 9); 

4. (21b) Der Apostel Johannes schaut die Himmelfahrt der Maria (nach Proohorus; dem 
Mashaja Felsata (la-Mdrydm) entnommen, vgl. Zotenberg 63, 54, Wright, S. 49a) (=Zot. 
60: 96; vgl. Cerulli 51, 73, in id., Due codici 154 korrigiert). Anfang: zakama re y yd Yohannes 
tualda Nag u adg u dd ba-'elata felsata usw.; 

5. (23b) Ein Monch im Kloater Dabra fifrem auf der Insel Tegros, ein Verehrer der Jung- 
frau, erkrankt und stirbt nach einer Offenbarung der Maria (=L 56, Turaev S. 154: 175); 

6. (24b) Maria und Jesus lassen in Agypten am 8. Sane eine Quelle entstehen (= Budge 2 
XLI Zot. 60:85 62:25 L 19, Turaev 149:125). Anfang: ta'dmer za-gabrat egze'tena ... 
mesla fequr walda ... westa Beta Melyzab za- l eweqt bahaba may buruk usw. Mehzab „Bad" 
(ar. TOtMo6„(Farber-)Wanne") ist hier als Eigenname gemeint (so Zotenberg u. Cerulli 
29, 37; vgl. f. 25ab hagara M. „die Stadt M."; das Synaxarium, ed. Guidi, PO I, 508). 
Budge: „the bath which is nigh unto the Blessed Water" (sic); id., Book of the Saints 977 
„known as the 'Bath'" but ib. 925 „MErIDAB". Vgl. unten 49 Metmaq=al-Magtas (Cerulli, 
195, 531); 

7. (25b) Das Kloster Mahw und seine Quelle (=CR 52: 102 Zot. 60: 74 62: 6). Anfang: 
tva-halio ba-hagara Iyarusalem mangala Henon ba-qeruba Salem ba-mcfdota Yordanos enta 
heya yenabber (lies: dabr) za-semu Mahewu (sic) usw. Dabra Mahw „das Glaskloster, das weiBe 
Kloster" ist nach Budge, Book of the Saints 1033, mit Dabra Zegag (ar. Dair az.Zu§d§) 
identisch; nach derselben Quelle liegt Dabra Zegag aber in der Nahe von Alexandria (ib. 

-354,574); 

8. (26b) Maria erscheint einem Fieberkranken als weiBe Taube am 21. Maskarram (=CR 
52: 140? Zot. 60: 76; vgl. Cerulli 60, 76 „Atti di Barsoma", id., Due codici 156); 

9. (27b) Ein jiidischer Knabe von Tyrus (Tiros), der am Gottesdicnst der Kirche teilge- 
nommen hat, wird vom Vater in den brennenden Of en geworfen, uberlebt aber (= Budge 2 
XLIV CR 52: 83 63: 8 L 15, Turaev 150: 146 Zot. 62: 56; vgl. Cerulli 486, id., Due codici 



89 



156); gereimter SchluB: bakama adheno la-we'etu hezdn / emetona esat resun / kamahu 
tddkenanna em-baMa lesan / wa-em-hakaka sab' ekkuydn; 

10. (29a) Ein betrunkener Monch wird von Maria vor einem Lowen und einem Hunde er- 
rettet (= Budge 8 XXXVII =XLVIII CR 62: 46 63: 46? L 48, Turaev 162: 169 Zot 60: 67); 
gereimter SchluB: bakama sadadatio egze'tena M. em-we'etu manakos la-we'etu anbasa / 
adhenotu haMSa / kamahu tekdenanna ba-lebsa / Segana toa-nafsana qaddisa / terasseyanna 
l enq v akebr za-nahattu (sic «= enza n.) westa maqdasa; 

11. (30a) Der Bienenziichter, der die Hoatie herausnahm ( = Budge 2 OVII CR 63:98 L 
39, Tur. 151: 169; vgl. Cerulli 38: 70). Anfang: wa-haUo 1 be'esi za-boUu bezuha nehb^a} ... 
wu ;.«,.„ Wa ahatti be'esit maSarrit usw. L dagegen: wa-haUo ahadu be'esi hayyabe ma'dr 
(hayyabi zuheba „sch6pfen" fehlt Dillm. Lex. 126). Gereimter SchluB: la-agbertd tehzenanna 
ba-haliba feg ( j wa-tekuTuinna qeb'a ma'aza matlale sibata res' / zekra wedddsehd enza neg u aSSe ( 
I walda fequr dagema arm yemasse' / wa-tadhenanna em-Sayian zab ( j za-gahad wa-za-hebu'; 

12. (31b) Der Diakon <Anastasius von Rom> der fiinf Gaude (tafaSiehi) sprath (== Budge* 
XXVII CR 52: 34 L 10, Tur. 150: 141 Zot. 60: 28, vgl. Cerulli 336); 

13. (32b) Die Frau, die das Fasten unterbrach ( =Budge 2 XCIX L 46, Tur. 162: 166); 

14. (33b) Der Arbeiter (gabbdr), der reich und betrugerisch war, aber von Maria errettet 
wurde ( =L 73, Tur. 165: 192 Zot. 62: 63); 

15. (34b) Der Jude von Achmim (= Budge 2 III CR 52: 10 L 40, Tur. 151: 160 Zot. 60: 4 
62:45, unten 32: D.10; vgl. Cerulli 219 ff.). Statt Ahmim hat die arabisohe Rezension 
Alexandria oder England (al-Inklizlya laut Korrektur von Cerulli). Am SchluB eine dem 
Hymnus Akkonu be'esi entnommene Strophe (Qene): 'ebrawi bezu ( westa medra Akmim 
za-hhqa usw. ( =Giohmann 336: III); 

16. (36a) Der Monch Damianus (Demyanos) von Philippi (Filpesyus), der den Namen der 
Jungfrau in goldenen Lettern sohrieb (=Budge 2 IV CR 52: 11 L 41, Tur. 151: 161 Zot. 
60: 5), auch in 32: D.ll, vgl. unten 71. SohluBstrophe=Grohmann 338: IV; 

17. (37b) Der Bisohof Abbas von Rom (= Budge 2 V CR 52: 12 L 42, Tur. 151: 162 Zot. 
60: 6), auch in 32: D.12, vgl. Cerulli 436-449 ,,Racconto del Papa Leone" mit athiop. 
Text. SohluBstrophe = Grohmann 338: V. Kurzere Redaktion (Cerulli, Due codici 168); 

18. (38b) Der Abt Isak <von Me\maq\ der in die Wiiste von Skete ging ( = CR 53: 62, vgl, 
Cerulli 201 f.), auch in 32: D.13. SchluBstrophe = Grohmann 338: VI; 

19. (39b) Der fromme Mann von Defra und seine Tochter Maryam (= Budge 8 VII CR 
52: 14 53: 79, vgl. Cerulli 191 f.), auch unten 32: D.14. Quelle: die Dialogi von Gregorius 
Magnus (in einigen Hss. wird Johannes, „Bisohof von Skete" erwahnt). SchluBstrophe = 
Grohmann 338: VII; 

20. (40b) Der Maler im Lande der Franken, der beim Sturz von der Leiter von Maria errettet 
wurde ( =Budge 2 VIII CR 52: 15 Zot. 60: 9), auch in 32: D.16. SohluBstrophe = Grohmann 
338: VIII; 

21. (4?*) Der Kranke, der Jerusalem besuchen wollte ( =Budge 2 IX CR 52. 16? Zot. 60: 10), 
auch unten 32: D.16. Sehr kufze Rezension (Cerulli, Due codici 159). SchluBstrophe = 
Grohmann 340: IX; 



90 



22. (43a) Der romische Jungling Zacharias, von koniglichem Geschlecht, der dem Bild 
der Maria 50 Rosen weihte (=Budge* X CR 52: 17 L 32, T. 151: 152 Zot. 60-11 vgl 
Cerulli 70), auch unten 32: D.l. SchluBstrophe = Grohmann 340: X; 

23. (44a) Juliana und Barbara von Bethlehem und die Rauber ( = Budge' XI CR 62- 18 
L 33, Tur. 151: 153 Zot. 60: 12 62: 31; Cerulli 520-527 „Ciclo di Rocamadour", m. athiop 
lext in zwei Rezensionen), auqh unten 32: D.2. SchluBstrophe = Grohmann 340: XI- 

21 (45a) Drei Araber reisen nach dem Lande Rif (ar-Blf =Unteragypten) ( = Budge* Xll 
»U P per Egypt"! CR 62: 19 63: 69 Zot. 60: 13, vgl. Cerulli 176), auch 31: A.13 u. 32- D 3 
SchluBstrophe = Grohmann 340: XII; 

25 (Hs. 26) (46a) Die Kirche im Kloster <Eqom nahe Jericho (ba-senfa Iyariko) ( = Budge* 
XIII „ m the country of the Greeks" CR 62: 20 Zot. 60: 14 62: 18, vgl. Cerulli 27- 46 sulle 
"^"f terraneo< '• Due Codici 160 ,,Mare Illyricum^m Iyariko"), auch unten 
42: D.4 (ba-hagara Ser< = Budge). SchluBstrophe - Grohmann 342: XIII; 

26. (Hs. 27) (47a) Der blinde Priester Johannes <Bakansi> in Kairo ('= Budge* XIV CR 
62: 21 Zot. 60: 15 62: 37), auch unten 32: D.5. SchluBstrophe = Grohmann 342- XIV 

27. (48a) Der reiche Mann, der gegen die Turken zur See kriegen wollte (fc>m ye^omu 
la-Terku ba-fcrmr, vgl. Budge) (=Budge* XV CR 62:22 Zot. 60:16), auch in 32- D 6 
„von der Insel Q'alaseys (syas Budge)". SchluBstrophe = Grohmann 342- XV- 

28. (49a) Die blinde Tochter des Badrermn von Oberagypten (Ze'id) und seiner Frau 
Oeravnvd durch Milch von der Jungfrau geheilt ( =Budge' XVI CR 62: 23 Zot. 60: 17 vgl 
Cerum 27: 62 „U miraoolo di Abreham di Baderman"), auch in 32: D.34 „Abreham v 
Badremanu. Gera Anest". SchluBstrophe = Grohmann 342: XVI; 

29. (60a) Die arme Witwe und ihre drei Tochter ( = Budge* XVII CR 62: 24 Zot 60- 18) 
stark geku^te Redaktion ohne Eigennamen; 32: D.19 ausfiihrlicher: Maryam, Marta] 
Yawahtt. SchluBstrophe = Grohmann 344: XVII; 

30. (51a) Die beiden Briider, die Ta'amera Maryam kopierten ( = Budge* XVIII CR 52- 25 
Zot. 60:19 62:38), auch unten 32: D.20. SchluBstrophe = Grohmann 344- XVIII- 

31 (62a) Georg Junior {Giyorgis Haddis), der Martyrer werden soDte, 26. Genbot ( = BucW 
XIX CR 62: 26 Zot. 60: 20), auch unten 32: D.17, vgl. Cerulli 74. SchluBstrophe =Groh- 
mann 344: XIX; 

82. (58a) Der Priester Katir in der Stadt Slices (-«*-#*>,, Yaqut II, 449) (=Budge* 
XX .CR 52:27 Zot. 60: 21), auch in 32: D.21. Cerulli 206 ff. SchluBstrophe = Grohmann 

TT 3 IS; Z U 'JT W6iterhin) (64b) ZWCi Brilder < Tag Und Nazib > in »** ^a^a Yaqut 
11, 583) die Kleider mit Indigo farben {ye'eMu albasa ba-qalurm nil, guter Beleg fur 

^ " " amhar ' ^^ 8 - Gr <*<^ Supplement 285, Dillm. Lex. 960) (=Bud*e* 

XXI CR 62: 28 Zot. 60: 22), auch in 32: D. 22. SchluBstrophe = Grohmann 346: XXI- 

YYnnlj^T mIt d6m mumpfnB {za - lebn *"»> im Lande der'Franken (=Budge* 
5 ^ f 6 ° : 23 62: 69) ' aU ° h in 32: D - 23 ' Sc ^^rophe = Grohmann 346: XXII- 

t ♦ f l 18 ° h0f MerCUriuS ^rqorewos), der Aussatzige (=Budge* XXIII CR 62: 30 
Zot 60: 34), unten 32: D.24. SchluBstrophe = Grohmann 346: XXIII; 

91 



36. (68a) Das wundertatige Marienbild in der Kirche von Haltalrom (= Budge 2 XXIV 
„Harlom" CR 62: 31 „Hartarom" Zot. 60: 25 „Hartalom" 62: 23 = CR), auch in 32: D.26 
„Harlom". Die Vermutung von Budge fiber Harlom = Haarlem ist unhaltbar, ebenso 
die Ausfiihrungen von Cerulli, Due Codici 162; Harta(l)rom" ist wohl als Harat aljr-Rum 
„quarter of the Romans" in Kairo (Abu Salih, ed. Evetts, 9) zu deuten. SchluBstrophe = 
Grohmann 346: XXIV; 

37. (69a) Die Abtissin Sophia von Karmel (Qermelos) ( = Budge 2 XXV CR 62:32 L 37, 
Tur. 161: 157 Zot. 60:26), auch in 32: D.33. SchluBstrophe = Grohmann 348: XXV; 

38. (60b) Der bose Mann Barok von Phonizien (? Fingis, sonst Fenqe) (= Budge 2 XXVI 
CR 62: 33 L 8, Tur. om. Zot. 60: 27, 8. Cerulli 614-6: Text u. t)bers.), auch 32: D.26. 
SchluBstrophe = Grohmann 348: XXVI; 

39. (61b) <Der Diakon) Anastasius von Rom (Some) und die funf Gaude (=oben 12, 
unten 61, sowie Nr 32: D.27, 45). SchluBstrophe = Grohmann 348: XXVII; 

40. (62a) Der M6nch im Klosfcer Qalamon (Qalmon) ( = Budge 2 XXVIII CR 52:35 Zot. 
60: 29, vg:. Cerulli 166-8) in sehr kurzer Rezension, steht auch in 32: D.28. SchluBstrophe = 
Grohmann 348: XXVIII; 

41. (63a) Der Menschenfresser von Qemr ( = Budge 2 XXIX CR 52: 36 L 16, f. 14a Zot. 60: 30, 
vgl. Cerulli 70, 76), auch in 31: A.16, 32: D.29. SchluBstrophe = Grohmann 350: XXIX; 

42. (66b) Die Witwe, deren Sohn mit Raubern verkehrte und hingerichtet wurde ( = Budge 2 
XXX CR 62: 37 L 31, Nr 151 Zot. 60: 31; Cerulli, Due codici 164 „Fur Eppo"), unten 32: 
D.30. SchluBstrophe = Grohmann 350: XXX; 

43. (68a) Eine schwangere Frau wird vor dem Meer errettet ( = Budge 2 XXXII CR 62: 38 
L 27, Tur. 160: 147 Zot. 60: 32, vgl. Cerulli, Due codici 164 „al pe?Jegrinaggio a Mont 
Saint-Michel in Bretagna" = Budge), auch unten 32: D.31. SchluBstrophe = Grohmann 
350: XXXI. Mit dieser Strophe endete gewiB urspriinglich die Hymne Akkonu be'esi, 
die von Grohmann mitgeteilten Strophen XXXII-XXXIV kommen nur in vereinzelten, 
und zwar verschiedenen, Handschriften vor. DaB die hier stehenden Wunder 15-43 zu 
einer urspriinglichen Sammlung von Wundern gehorten, ist offenbar. Nach dem Text des 
Akkonu be'esi zu urteilen ware die Anzahl 30 (siehe Grohmann 333-4 zu Hs. M). In der 
Fortsetzung kommen keine SchluBgedichte im'Kodex vor; 

44. (69a) Der bose Diakon von Garisat, der schwer erkrankte aber von Maria, auf die 
Fiirbitte eines Jiinglings, durch Milch aus ihrer Brust geheilt wurde (sonst nicht belegt; 
ahnlich CR 53: 36 Zot. 62: 2 „un officier du roi a Tarsus en Cilicie"). DaB Garisat aus 
Chartres entstellt sein wurde (so Cerulli, Due codici 164), kommt mir wenig wahrscheinlich 
vor; Yaqut II, 68 hat al-Guraisat maudi 1 bi-Mi§r, das ebensogut al-Garisat lauten konnte. 
Anfang: wa-hallo 1 diyaqon westa hagara Garisat wa-i-yekdu saV nagira ekayu usw.; 

45. (70b) Der bose Reiche, der ein Brot an einen Armen warf und seinen Kopf verwundete 
( = Budge 2 LXXXVI CR 63: 32 Zot. 60: 65 62: 68), am 21. Terr; 

46. (72b) Ein morderischer Rauber wird gekreuzigt, bleibt aber dank der Maria am Leben 
( = CR 63: 36 Zot. 62: 3 „Qiras, brigand de Galatie"); unten 32: D.46; 

92 



47. (74a) Die Frau im Distrikt Qa,^(e)rd'(=aUQa.hira?), die neun Kinder verloren hatte 
aber andere erhielt, die Priester wurden ( =Zot. 62: 29 Cervdli 29: 133 „Qarab"; die Form 
Qafrra auoh Cerulli 28: 112 = CR 63: 33 „Tahr&"!, vgl. unten 31: A.3; 

48. (76a) Maria heilt das rechte Auge einer Frau in Bethlehem (=CR 63: 24Zot. 62: 10), 
sehr kurze Rezension; 

49. (75b) Das Wunder im Kloster Me{maq am 21. Genbot ( = CR 63: 63 Zot. 60:42, s. Cerulli 
204-6, vgl. Budge 2 , Introduction, XLIX), auoh in 31: A.ll; 

50. (78a) Maria erscheint dem <M6nch> Antonius (Enioncis) im Kloster Qusq u am mit einer 
Alabasterflasche voll Salbe ( =CR 52: 109 Zot. 62: 12, vgl. Cerulli 208 unten); 

61. (80b) Masfeyanos, Konig von Rom, seine Frau Safengeya und ihr Sohn Isalc (=CR 

62: 67, vgl. Cerulli, Due oodioi 165-6); 

52. (83b) Die Juden wollen das Haus der Maria in Bethlehem anziinden (=CR 62: 116? 

Zot. 60: 88, dem Ma§ljxifa Felsatd entlehnt, s. Cerulli 73); 

63. (86a) Der Apostel Johannes besucht den Kaiser Tiberius (Tibdryos) in Rom (=CR 

62: 61 Zot. 62: 35); 1 

54. (89a) Eine Dienerin wirft ihre Schleier in die Hohe und Maria faBt sie mit der Hand 

U8w. (SohluB der Homilie fiber das jahrliohe Wunder im Kloster Metmaq =CR 63: 60 Zot. 

60: 40; siehe Cerulli 195-9, bes. 198 unten); 

66. (91b) Die Jungfrau erscheint dem Priester Johannes im Kloster des Abba Maqares 

( =CR 62: 66 Zot. 60: 65 62: 22, vgl. Cerulli 189, FuBn. 1); 

66. (92b) Ein Schiff in Seenot wird gerettet durch Furbitten an Gott und die Jungfrau 
( =CR 62: 85 53: 14 L 79, Tur. 155: 198 Zot. 62: 58, vgl. unten 64); 

67. (94a) Der Konig von Rom befragt die Sibylle und erbaut einen Altar in seinem 
Palast (= Cerulli 38: 82 „H miracolo di Ara Coeli", andere Rezension ib. 29: 139, Text u. 
Ubers. 412-420; vgl. id., Due codioi 167 „I1 codice Up. XI ha la redazione piu antica, quella 
che e soltanto traduzione dell'arabo e non gia la versione piu recenteriadattatainEtiopia"); 

68. (96a) Ein unziichtiger Diakon in Dasel, der Maria ljebte, wird getotet und beerdigt, 
jedooh nach Offenbarung der Jungfrau von einemanderen Diakon exhumiert und ordentlich 
bestattet (= Budge 2 CIII Zot. 62:30 „Astiras", siehe CeruUi 501-519 Text u. Ubers., 
sowie ders., Due codioi 167 „Up. XI ha anche qui la versione antica"), vgl. oben 38 „la 
redazione ampia"; 

69. (98a) Ein gottloser Ritter bekehrt sioh, kann aber nur Ave Maria lernen (= Budge 2 
XXXVIII „Nicodemus, the Persian knight" CR 62: 53 Cerulli 29: 141); 

60. (99b) Der fromme Bischof, der ein neues Sackhemd anlegen wollte und die Hilfe der 
Maria bekam ( = Budge 2 XL „Philotheus" = CII CR 62: 6 63: 37, 38 L 9, Tur. 150: 140, vgl. 
Cerulli 401-7, Due codici 168,-unten 63); 

1 Ausgabe nach dieser und drei weiteren Hand- Roma 1964, S. 19-25, t)Uis, 27-29). Vgl. ders., 

schriften v. E. Cerulli, L'oriente cristiano nell'- Tiberius and Pontius Pilate in Ethiopian tradition 

unita delle sue tradizioni, <2: La leggenda di and poetry ^Proceedings of the B»itish Amdemy, 

Tiberio) (Atti del oonvegno intemazionale sul LIX, 1973). 
temo: L'oriente cristiano nella storia della oivilta, 

93 



61. (101b) Der Diakon, der das Gebet tafaiSehi in der Kirche „der fiinf Freuden" oft 
spfaoh (Duplette von 12 und 39 oben), auoh in 31: A.4 u. 32: D.46; 

62. (103b) Der Monch Qerddn siindigt mit seiner Frau, begegnet dem Teufel und verstiim- 
melt eich todlich (= Budge 2 CIV CR 62: 82 63: 6, siehe Cerulli 382-400, Due oodioi 168 
„Gerardo di Cluny"), bier die „forma pin antioa" (ib.); 

63. (106b) Der Priester, der nur eine Messe lernen konnte ( = Cerulli 29: 147 38: 78 „Andrea 
di Cesarea", vgl. 46: 13 u. oben 60); 

64. (107a) Ein Sohiff mit Pilgern und Priestern soheitert; wunderbare Rettung eines Mann js 
durch die Jungfrau ( =CR 63: 46, vgl. oben 66, L 28, Tur. 160: 148); 

66. (109a) Eine Sunderin, die einen Skorpion versohluckt hat, fleht das Bild der Maria an, 
ein Zauberer (mastaSrey) namens Qerddn spricht das seryat-Qebet uber sie und sie spuckt 
den Skorpion und das Gift aus ( =CR 63: 99 Cerulli 39: 107 L 44, Tur. 161: 164). Der Name 
Qerddn bezieht sich auf - „Giordano di Sassonia, secondo Generale dei Domenioani 1222- 
1237" (so Cerulli 533-4, Due codioi 169); 

66. (HOab-bb) Spaterer Zusatz: Gesprach zwischen Jesus und Maria iiber die ..fiinf Schmer- 
zen" (hazanat) der Jungfrau, dem Daqseyos (Udefonsus) zugesohrieben (=Budge x A: 1 
CR 62:62 Zot. 60:48 Cerulli 37:49 u. bes. 336-7 Vat. 73, 92, 117, Borg. 33, b. Index; 
Cerulli, Due codioi, unrichtig ,,11'Patto di Misericordia"). 

G. (11 1-1 16a) Seohs weitere, unnumerierte Wunder (hier fortlaufend numeriert): 

67. (Ilia) Ein Lehrer von Skete (mamher za-Asqetes) geht in die Wuste, sieht unzahlige 
bose Geister und nimmt Zufluoht zu einem Bild der Maria ( =CR 63: 82 Cerulli 189 f . Text 
u. Ubers., hier nur der erste Absohnitt; Cerulli, Due codioi 169, verweist irrtumlich auf 
G 3? usw. statt G 33); 

68. (111b) Andere Fassung von Nr 43 oben: die Kirche von S. Michael und die sohwangere 
Frau, die vor dem Meere errettet wurde (s. oben); 

69. (113a) Zwei Dienerinnen der Maria gehen ih die Kirche und werden von Raubern an- 
gegriffen ( -oben 23: Juliana imd Barbara); 

70. (113b) Variante von Nr 16 oben: der Jude von Aohmim (hier ganz unbestimmt: wa- 
hatto 1 be'esi westa hagar); 

71. (114b) Ein Monch verehrt die Jungfrau und'sohreibt ihre Wunder mit Gold und bunten 
Farben: Variante der Damianus-Erzahlung oben Nr 16; 

72. (116b) Eine reiche und vornehme Frau unterstiitzt die M6nche und darf dem nablis- 
Gebet beiwohnen, wobei sie eine Offenbarung der Jungfrau hat ( =CR 62: 81 63: 104 L 62, 
Tur. 164: 181 Zot. 60: 69 62: 46; Cerulli, Due codioi 170 „D Capitolo dei Domenicani a 
Manbalis", ohne nahere Erklarung). Anfang: tabehla aoba faqadutthau) kama yetgabe'u weita 
Manbalis tanSe'u em-Afria (Var.: Abresfis, 'Eberfes, alles unklar) hdba Manbalis tva-fiorat 
meslehomu afuitti be'esit < abbay wa-b&tU teqqa . . . vxt-em-bezjia afqerotd kiyahomu agbe'ewwd 
nwUhomu westa salota nablis (vgl. Dillmr-Lex. 660 „nablium, oitharae genus"; Dillm. 
Br. Mi»«. LXXX: 2 Mas$afa Nablis „liber oymbali"; ist manbalis als kopt. m-nablis ?.u 
verstehen?). 

94 



JZTl^T °V 2) m Bm - ScWft ****—. 16-n Zeita (BI , ,. 

ix-zz L.), vonmehreren Handen- A n2_nn \ i,,**** , „ ' "««» t-Bi. w. 

codioi: „^ **, « ,* *£££ ^^ Si* '"rf 1 ^ 
18J I J lr h„ n dert,C(4-10) B at ca 1800 nil «, '' , (1 " 116a ' " lmi «' 1 >»b6r kleiner, 



[OEtiop. 11] 



31. WJKIJU MABYAM: DIB WOTDEB DER MAMA 

zerstSren wollte, wird d» n v a., I. . 7 n lbn Hm ' ui ' «r-R»«d) 

Zo, 60: 34; C,„ v ^ T) ^ * ' ^^ XXXIV ° R 6 * 39 L 8 * 

Gedicht <22bb>: ^ ^ or fem < t ^.^^ ^^ 

"^^ 6a «** za-Atrib nakkSr Sena gebratd 
Maqedon&wi masfen aoba faqada yensettd 
bakama qefyeqqi ba-aatafdfeno rad'etd 
adhenenniM&ryam em-kuUuhatald. 

j» »*. **. ta p hiBppi ta Medonieii _ ^ Gran -■ r- s ^ : ^- ; 

Gedicht (27ab): 6a<ro ' e? o fe&^^o- Fa« ?0 6 

la-ella tagclbe'u hezb westa 'ozado bet rehib 
la-gabira ba'&l yom ba-behera Atrib 
zaadhankiyomu em-zab'a sayfdn mazheb 
adhenenni Maryam em-lakm rehub. 

8. (27b) Das Kloster al-'Adawiya (Adawya) (Abu Sal* 136- A J ButW tk ' • 
Coptic churches of Egypt, Oxford 1884 T U, ■ a '*t-L ' he an ° ient 

pMudert, aber vom £L« Z! ,-t <» \? derN&hevonKa ^rd von Arabernge- 
«nd errata 0r«^^7^J^^ "* ^ ** ^^ «**»*■ 



95 



Gedioht (32b): Rezqalla qasia eoba futbeki ydnqa'addu 

anqasa beteki M&ry&m enza yeg u adaggudu 
'arabaweyan metu albasa hezb za-hedu 
kct.henS.t-ni em-mal'elta tastes waradu 
ta'&mereki ankaru wa-ne^du. 

4. (33a) Der Diakon Anastaaius von Rom, der fiinf „Gaude" (tafaSSeW spraoh ( =oben Nr 

30: F.12, 39, 61). 

Gedioht (35ab): anti we'etu askarena 'enqu za-tahattu 

bakama waddaaakki diy&qon ba-tefSehtat hameatu (Ha.: "hyat 6) 
kama qala mashaf yebe eama tabaraka ( elata molu 
kamahu yebarekanni hayla ta'amereki zentu 
bahaba wa/arku haba-hi a'altu. 

5. (35b) Eine unfruohtbare Frau fleht in der Kirche von M enita Serd, nahe der QueUe, die 
Jesus <in Matariya) entstehen lieB, Maria an; sie verspricht, eine weiBe Hulle fur ihrBild 
zu machen und daran das Kreuz mit Safran zu malen. Sie bekommt ein Kind und erfahrt 
unterwegs wunderbare Hilfe ( -Budge 1 B: 48 Zot. 62: 19 Cerulli 27: 49). 

Gedicht ^Oa): ma'rara tasjahu Semerl la-za-yezarre 1 aedqa 

la-walda naddayit ahatti cm-mal'elta taMCta ama wadqa 
kama tarakba fe'uya enza i-yahammem heqqa 
kamahu egzeHeya tar&de'enni sejuqa 
eama tasjaya anti wa-kebreya feqqa. 

6 (40b) Ein Bischof sendet einen alten Monch, urn einen jungen Priester in der Stadt 
Nardin und eine junge Nonne, beide von schonem Aussehen, zu beobachten, da sie wegen 
ihrer Gemeinschaft verleumdet werden. Der Alto sieht eine Lichtsaule fiber den Priester 
herabkommen. Dieser legt Flachs Cage) und Feuerkohle in eine Kiste (ulbat^&T. 'ulba) 
aus Holz und schickt sie als Gabe fur den Bischof. Als sie geoffnet wird, sind Flachs und 
Feuer darin unverandert ( = CR 63: 71 Cerulli 26: 15). 

Gedicht (50a): anti we y etu za-gunda mangeSl sege 

em-ajh&ma esat we'uy za-adhankiyo lavage 
M&ryam dengel atronesa Salomon za-qarna nage 
waldeki ma$wa<ta hegg abaaa bezuhan haddage 
eama tamasaala za-bag* harge. 

7. (50b) Ein Mann aus Europa will am Fest der Maria in Bethlehem am 16. Nahase die 
schon verzierten Riegel an den Tiiren ihrer Kirche stehlen, wird verletzt aber wieder 
geheilt (=Zot. 60: 46 Cerulli 27: 23 u. bes. 141-7). 

Gedicht (67ab): egze'teya Mdry&m walladita Kreatoa jarroqi 
za-adhankiyo em-henqat la-ajrengawi Sarraqi 
ma'zo beteki (Hs. -taki) SannAya ama ba-gtihluwe yelaqqi{1) ^ 
adhenenni kama{\) kamahu em-maSgarta leaan sayyaqi 
wa-ba-lenbaleki kd'eba kiyaya asdeqi. 

96 



8. (57bb) Daqseyos (Ldefonsus) von Teltdya (Toledo) zeichnet die Wunder der Maria auf 
(=obenNr30:F.l). 

Gediqht (66ab): o-Mdryam wakUta DaivU neguS 

za-tel'assafi berh&na kama enta lebs 
bdkama wahabkiyo kebra la-episqopoa 
habenni egze'teya ba-qedma kullu mogas 
wa-arfeqenni ba-'dlam hadddo. 

9. (66bb) Ein Engel, der aus Mitleid nut einem kleinen Knaben dem Befehl Gottes, eine 
Stadt zu zerstdren, trotzt und daher unfahig ist, die tibngen Engel zuriick zu begleiten, 
nimmt seine Zuflucht in den groBen Backofen des Klosters von Qalamon (Qalmon) und wird 
auf die Fiirbitte des Abba Samuel von der Jungfrau restituiert ( =Zot. 60: 38; Textu. t)ber- 
setzung in Cerulli 169-163). Es folgt (72ab) die sog. Engelhomilie: seme'u-ke abawtyawa- 
dhaweyo, l^sba krestiyan 'ebaya la-egze'tena dengel Maryam waUadita amlak usw. Schlufi 
(84aa): sebhal la-Egzi. aba iahl wa-mehrat la-za-wahabanna Mdrydm-lid mehneydta heyivat 
wa-madhanit emenna hagul wa-mansvi. CR 63: 26 hat nur die Homilie (Cerulli, Duecodici 
174). 

Gedicht (84b; Ceixuli 166 abgedruckt nebst ttbersetzung): 

wa-ama mehko la-hez&n em-maqiajla ma' at dvruk 
la'adiwo te'zdza ahadu (Ha. 1) mal'ak 
wa-soba se'na 'ariga mangala lu'ale falak 
ba'enti'aki Mdrydm dabra Qalmon salik 1 
mekneyata (Hs. ma-) dehin kono Sdmu'el buruk. 

10. (85a) Der Diakon Johannes wird vom Bischof Abba Michael ins Kloster Mc(mdq ge- 
sohiokt, urn den Monchen zu helfen, er zogert und hat eine Offenbarung der Jurtgfrau 
( = Cerulli 27: 29 37: 40, vgl. 200, 202). 

Gedicht (89b): Yohannes diyaqon dehra mashafa hegg tamehra 

( amda berhdn re y ya haba tale'ka wahora 
ie'la Mdrydm dengel esma westetu nebura 
bezu* be'esi enta kiyahA afqara 
yeSenni daharitu wa-ycrakkeb kebra. 

11. (90ab) Das Wasserwunder in Dabra Metmdq ( =oben Nr 30: F.49). 

Gedicht (94b): mele'i westa hellinndya nafdsa feSSeha wa-ladld 
ba- ( elala ba'dleki qedma zakama mal'o la- ( eld 
Mdrydm sebhat ba-aja Tomases wa-Ebela* 
manker ta'ameriki westa medr ktdld 
esma qalay wahabat qala. 

l SohwierigeStelle:«aKA;(o)ist„Ka8sia",ar.aaZtJa » Tomasea u. Ebcld stehen Henooh 78: 1-2 ala 

(aber Grohmann, Marienhymnen 148, hat aaliko Bezeichnungen fur „Sonne" u. „Mond", vgl. oben 
„Zeiland', vgl. synon. aalihol). Cerulli ubersetzt Nr 4: I Oryares - „Sonne" (t'6.). 
„aroma del santuario di Qalamon", was aber za- 
dabra Q, vorauasotzt. . ' 

7- 732538 Ldfgren 97 



12. (05a) Der Abt Salomon vom Kloster Qalamon und der Araber von Oberagypten (Se'id = 
ar. as-ga'id) (=Cerulli 26: 11 u. bes. 176-7). 

Gedicht (100a): ahadu be'eai la-za-zi'aki 'ayqund 

eoba ( abaya aagida eama tadddaqo musennd 
ye'ezB-ni gabreki ba-abrdka lebb wa-hellinnd 
tsagged laki Maryam walatta IyOqem wa-Hannd 
ta'dmera heywat aerehi hoba horku fend. 

13. (100b) Die drei Araber in Unteragypten (Rif) ( =oben Nr 30: F.24). 
Gedicht (104a/b): eema zVaki Mdrydm gize sawwe'u wa-ta'amnu 

'arabdweydn 'edawama em-hayla may dehnu 
ecbehd tahogiOa enta taSOlaqa ba-lesdnu 
kam&hu egzeHeya aalWteki alckonu 
aiadya hargaa la-zeldfu yekunu. 

14. (104b) Der Monoh leak im Kloster <Qalamon> hat eine Offenbarung der Maria( = Budge* 
VI CR 52: 13 53: 72 Zot. 60: 7 Cerulli 26: 16). 

Gedicht (109a): aalaSta me'ta enza yesagged qedma ie'leki 
ama 'aqaba feaauma beta kreatiydneki 
Maryam dengel ta'&mera lieywat beki 
ar'eyenni gasa zi'aki wa-aame'enni qdleki(i) 
bakama ar'aykiyo qedma la- Yeshaq gabreki. 

15. (109b) Der Menschenfreaser von Qemr ( -oben Nr 30: F.41). 

Gedicht (116bb): qeddeata qeddusdn Mdrydm za-beta mangeSt wa-takehno 
gize saivwe'aeemaki enta meala megbar wa-ta'amno 
maVdka selmat zawwdg la-hdfe' i-yek u enneno x 

^ . nahu baltifi aofc' kama i-yehur 'erqdno 

hefna mdy madhanita kono. v 

16. (116ab) Der syrische Topfer (lab^dwi) ( -~oben Nr 30: F.2). 
Gedicht (123ab): 'abiy we'etu kebra zi'aki bakama yebe Labhdwi 

eama del(ew)wa konki la-tawakfo qdla ab malakotdwi 

Maryam dengel walatta Yehuda wa-Lewi 

'eqabenni ba'enta zentu em-maSgarta aayfdn na l &wi ' 

wa-haba halloku mesleya haUexvi. 

B. (124-125a) Mit kleinerer, wenig jiingerer Hand: Salam-Kymnua (Malke') an Maria, 
in 12 Strophen mit abschlieBender ae&^-Strophe (=Chalne, Repertoire 177; Grohmann,' 
Athiop. Marienhymnen 34): 

Strophe 1: saldm la-zekra aemeki <amsOla aete wayn> maflali 

wa-la-Se l erteki Sann&ydta em-ae'data melat gebra faUdli 
Mar<ydmy dengel maraikuta Pefroa bisa POwli 
arhewi m&'zo lebbeya ba-rad'eteki kah&li 
kama Aaaf wa-JSmdn mdhletaki ehli. 



Zu fi'cfaf -pfrfaf s. Dillm. Lex. 1266 u. 1306. Zettersteen und Cerulli haben diesen Hymnus 
nur kurz notiert. 

C. (12Sba) Illiterate Notiz, von Zettersteen als „allerlei Geachreibsel" bezeichnet von 
Cerulli, Due codioi 176-8, abgedruckt, iibersetzt und ausfuhrlich kommentiert. Nach 
Cerulh wurde sie in Jerusalem in der fruheren Halite des 17. Jahrhunderts gesohrieben und 
bezieht sioh wahrsoheinlich auf das Fest des „heiligen Feuers" am Osterabend (vgl. Cerulli 
Miracoh, 133 f. u. unten), hier neruz benannt. 

D (la; das untere Viertel des Blattes feWt) Spater Zusatz: Verzeichnis der Gedenktage 
der Apostel (in sohlechter Orthographic). 

Diese Handschrift und die darin enthaltene Sammlung von Marienwundern bean- 
spruohen ein besonderes Interesse, vor allem wegen der wichtigen, von Zettersteen nioht 
beachteten Naohschrift (123a), die von Cerulli, Due codioi, 171-2, nebst den beiden 
folgenden ^"-Strophen an Maria abgedruckt, iibersetzt und verwertet worden ist 
Unter den von Cerulli fur sein groBes Werk uber die TJamera Maryam benutzten Hand- 
sohn.ten befindet sich ein Florentiner Manuskript, mit F bezeichnet. Es ist eine von 
Wansleben im Jahre 1664 in Kairo gemachte Abschrift zweier athiopischer Sammlungen 
von Wundern der Maria. Die exste (F I bei Cerulli) enthalt 16 Wunder und wurde ..durante 
il regno del negus Malak Sagad (1563-1597)" kopiert (Cerulli 24 u. 637). Da Malak Saoad 
nut dem im Kolophon (s. unten) erwahnten <$ar ? a Dengel identisoh ist, und der Kopist 
nut dem seltenen Namen Mazgaba Dawit „Der Schatz Davids", derselbe ist, haben wir" 
hier offenbar das von Wansleben kopierte Original, das etwa 60 Jahre spater von Henrik 
Bemsebus in Kairo angekauft und nach Uppsala gebracht wurde'. Es vertritt eine alte und 
deuthch agyptische Redaktion, dienahezu voDstandig in die fast hundert Jahre altere, 160 
Wunder umfassende Sammlung der Biblioteca Ciovardiana in Veroli (Cerulli: G) aufee- 
nommen wurde (es fehlt dort tatsachlich nur das erste Wunder). Da es wenig wahrschein- 
hch soheint, dafl unsere Handschrift einen Auszug aus G darstellt, ware die Vorlage der- 

» Als dieser Abschnitt abgefaflt wurde, war nur wurde, soheint von Cerulli nicht beachtet worden 

Ts ^2^0 ^ a7 n8 •^•^ ? l 80hreibt d ° rt ^^^^d-inAotaliterariaSveoiaell^ 
ibb Ir'^o L P Zo D : ^ 8teMO WanSl6ben erWahnteD> V ° n Ben20l ' US •*«*» Constant^ 
Uo^r ^ 7 ° n BUaC ° Piaanche P0li ' P artim Cai »" angekauften athiopisohen 

anohe darsi invece. dati i t^STj^Jt B^L^^TL^ 'i ^ 
von Henrik Benzelius im Orient erworben" 



99 



selben als eine Quelle von G zu betrachten und ihre Entstehung ins 15. Jahrhundert oder 
nooh friiher anzusetzen. Die kurzen Gediohte am SchluB der Wundererzahlungen wurden 
bier vollst&ndig mitgeteilt, da hier der alteste (falls nioht der einzige) Vertreter dieser 
Uberheferung vorliegt, welohe keinen Zusammenhang mit der anderen Serie von 33 Ge- 
diobten aufweisfc, die mit dem von Grobmann (Athiop. Marieohymnen 322-382) veroffent- 
lichten Hymnus Akkonu be'esi ubereinsthnmt (vgl. Cerulli, S. 537). 

Pergament, 14 x 11 J cm, 125 Blatt. Schrift in zwei Kolumnen: A (2-123) elegante mittel- 
groBe Hand, 10-11 ZeUen; B (124-125a) kleinere, etwas jungere, 23 Zeilen; C (126ba) 
ungeubte Hand. Kopiart unter Konig Sarsa Dengel (1563-1597) von Mazgaba Daunt auf 
Befebl seines Lebrers Ba-Qarna Ambaza. Besitzer: Somson ( =Simson). In Holzdeokeln mit 
gepunzter Lederbekleidung und zwei defekten Krampen. Kat. Zettersteen XII. 

[0 Etiop. 12] 



32. TA'AMERA MARYAM WA-IYASUS: 
DIE WUNDER VON MARIA UND JESUS 

Spate Kompilation, durch Zusammenstellung von Material aus zwei Werken (Ta'amera 
Maryam und Ta'dmera Iyasus) entstanden. Diese beiden Quellen werden unten gesobieden, 
als I und II, behandelt. 

I: Material aus Ta'amera Maryam: 

A. (3-7b) Vorrede zu Ta'amera Maryam, sog. „Kanon der Mu'allaqa^-Kirohe in Kairo>" 
=oben Nr 30: B (SohluB= Budge* LIII, Z. 8). 

B. (7bb-9) Zweite Vorrede: ba-sema . . . seme'u zanta abawina wa-ahawina fequrdn usw. = 
oben Nr 30: D (Inhalt ganz verschieden von Budge 2 LIV-LV). 

C. (10, 11 mg Bup) Spaterer Zusatz: Hymnus an Maria: esagged lahi tva-eweddesakki 
o-egze'teya Maryam la-zahaya sedq saragaldhu / esagged ... M. la-mar* awe samdy serjyu / 
la-daqiqa Adam tasfahu / la-baUa ( e sab' bezahu / ndzezenni lala-gizehu / a'zaba ( =dfyzaba) 
medr la-sema zi'aki yesebbetyu / esagged ... M . bahama waddasakki Yojiannes Afa Warq 
usw. =Nr 30: C (Chame, Repertoire 338; Grohmann 30). 

D. (ll-112ab) 48 unnumerierte Wunder der Maria, in Abschnitte von je drei Wundern 
eingeteilt, von Absohnitten aus den Ta'amera Iyasus getrennt: 

1. Der Jungling Zaeharias, der dem Bilde der Maria 60 Rosen weihte ( =oben Nr 30: F.22), 
mit abschlieOendem Gedioht; 

2. (13ab) Juliana und Barbara von Bethlebem (=30: F.23), mit Gedioht; 

3. (14ba) Die drei Araber von Rif ( =30: F.24 u'. 31: A.13), mit Gedicht; 

4. (19a) Das Kloster ^Eqond nahe Jericho (hier ba-hagara Ser 1 „im Lande der Griechen"!) 
( =30: F.25), mit Gedicht; 

5. (20a) Der blinde Priester Johannes <Bakansi> von Kairo ( =30: F.26), mit Gedicht; 

6. (22a) Der reiche Mann von der Insel Q u alaseys ( =30: F,27), mit Gedioht; 

7. (25a) Der Bisohof Daqseyos (Ildefonsus) von 'Peltelya ( =30: F.l u. 31: A.E), mit Gedioht; 

100 



8. (27ab) Ein armer Monch bekommt ein Kleid von Maria ( = Budge 2 XC CR 62: 91 Zot. 
60: 2), mit Gedicht (=Aniangsstrophe der Hymne Akkonu be'esi, Grohmann 336: 1 (Var. 
esma st. soba in Z. 4 = L 4 ); 

9. (28a) Der Arbeiter der Maria griiBte (=30: F.3), mit Gedicht ( = Grohmann 336: II, m. 
Var. masliafawi st. masftafa Hatvil); 

10. (30ba) Der Jude von Achmim (=30: F.15), mit Gedicht (=Grohmann 336: III); 

11. (31bb) Der Monch Damianus von Filippi (Felpesyus) ( = 30: F.16), mit Gedicht 
( = Grohmann 338: IV); 

12. (33a) Der Bischof Abbas von Rom (=30: F.17), mit Gedicht ( = Grohmann 338: V); 

13. (35bb) Der Monch Isak im Kloster (Metmaq) zur Zeit des Abba Mika'el von Alexandria 
(vgl. oben 30: F.18 u. 31: A.14; der Patriarch heiQt sonst Gabriel), mit Gedicht (Akkonu 
be'esi VI); 

14. (37b) Der Mann von Defrd und seine Tochter ( =30: F.19), mit Gedicht (Akkonu be'esi 
VII); 

15. (38bb) Der Maler, der das Bildnis der Maria in einer Kirche von Afranes (Frankreich) 
malte ( =30: F.20), mit Gedicht (Akkonu be'esi VIlI); 

16. (42a) Das Bild der Jungfrau im KJoster der Pilger (Dabra Naggadyan) ( =oben 30: F.21) 
mit Gedicht (Akkonu be'esi IX); 

17. (43a) Georg Junior (Q. Haddis) (=30:F.31), mit Gedicht (Akkonu be'esi XIX, Var. 
ama st. soba u. za-aslar' aykiyo qedma= B); 

18. (44a) Maria heilt in Bethlehem das rechte Auge einer Frau ( =30: F.48, vgl. ib. 28), mit 
Gedicht (Akkonu be'esi XVI); 

19. (46a) Die arme Frau mit drei Tochtern: Maryam, Marta, Yawahit (=30: F.29, aber 
ausfiihrlicher), mit Gedicht (Akkonu be'esi XVII, Var. la-'eberawit st. -rayl „Witwe"; 
Grohmann unrichtig „Hebraerin"); 

20. (48a) Die beiden schreibkundigen Bruder (=30:F.30), mit Gedicht (Akkonu be'esi 
XVIII); 

21 . (49ab) Der alte Priester Katir von Elkesus ( = 30: F.32), mit Gedicht (Akkonu be'esi XX, 
Z. 2 za-azbaski=5 Hss.); 

22. (58ab) Die Bruder Tag und Nazib von Dalga (=30: F.33), mit Gedicht (Akkonube'esi 
XXI, Var. Delga); ' 

23. (60b) Der Mann mit dem steinernen FuB (=30:F.34), mit Gedicht (Akkonu be'esi 
XXII); 

24. (62a) Der aussatzige Bisohof Merkurius (=30:F.35), mit Gedicht (Akkonu be'esi 
XXIII, Z. 3 meleH=5 Hss); 

25. (65b) Das Bild der Maria in der Kirche von Harlom ( =30: F.36), mit Gedioht (Akkonu 
be'esi XXIV, Z. 3 waldeki st. abuki der Hss.! Z. 5 Mmd=5 Hss.); 

26. (67a) Der Bose Mann Barok ( = 30:F.38), mit Gedicht (Akkonu be'esi XXVI, Z. 4 
i-yegbar = l Hss., Z. 6 zeya „hier" st. beya „bei mir" der Hss.); 

27. (68ab) Antonius (Entonyos, sonst Anastasius) von Rom (Rome) (=30: F.39), mit Ge- 
dioht (Akkonu be'esi XXVII, Var. Z. 5 abserenni st. asme'enni der Hss.); 

101 



28. (70b) Der Monch im Kloster ^mo» ( = 30: F.40), mit Gedioht (Akkonu be'eaiXXVUI, 
Z. 3 la-za-a$marakki=5 Hss.); 

29. (71bb) Der Menschenfresser von Qemr (=30:F.41 u. 31:A.15), mit Gedicht (Akkonu 
be'esi XXIX, Z. 2 enbaki=B 2 , Z. 3 bata$ia=5 Hss.); 

30. (74a) Der Sohn der Witwe (=30: F42), mit Gedicht {Akkonu be'esi XXX, Z. 6 «*- 
baWlehu); 

31. (76b) Die sohwangere Frau und das Meer (=30:F43), mit Gedioht (Akkonu be'esi 
XXXI, Z. 1 sa'dta, Z. 3 i-yd'zebanni^ AB); 

32. (78a) Maria, die Frauen und der durstige Hund ( = Budge* XXXIII Zot. 60: 33 Cerulli 
38: 71), mit Gedioht (Akkonu be'esi XXXII); 

33. (79a) Die Abtissin Sophia von Karmel ( =30: F.37), mit Gedicht (Akkonu be'esi XXV); 

34. (84a) Die blinde Tochter des Abrehdm von Badremdn und der Oera Anest ( = 30: F.28),' 
mit Gedicht ( =oben 18, also zwei versohiedene Rezensionen); 

35. (86a) Ein Jude zerstort das Bild der Jungfrau und ihres Kindes mit einem Messer und 
wird vor den Riohter gebracht ( = Budge* LXVIII CR 62: 86 Zot. 62: 59), ohre Gedicht; 

36. (87a) Ein Monoh liebt eine Frau, ertrinkt unterwegs im Fiufl, wird aber vor den Damo- 
nen crrettet ( -Budge* LXIX CR 52: 64 Zot. 60: 36), ohne Gedicht; 

37. (90b) Besucher der Kirche von Paulus in Rom begegnen einem Hirten, der von einem 
Damon besessen war (=Budge* XCVI Cerulli 38: 76 u. bes. 461-1: Text u. Ubers ) ohn- 
Gedicht; 

38. (92a/b) Ein Monoh, der Maria liebt, erkrankt und stirbt in der Kirche; ein anderer 
Monch hat eine Offenbarung der Jungfrau (sonst nicht belegt?). Anfang: tabehla kama 
haUo westa 1 dabr 1 manakos za-manWasa (Hs. -kosa) em-ne l su wa-we'etube'esi Sanndy 
wa-reiu l haymdnotu usw.; 

39. (93b) Ein Ritter liebt eine Frau, kann sie aber nicht erreichen; nachdem er den Rat 
eines Abtes befolgt hat, erscheint ihm die Jungfrau und iiberlaflt ihm die Wahl zwisohen 
ihr und der Geliebten ( = Budge* LVI Cerulli 38: 92 Sponsus marianus?). Anfang: tabehla 
kama haUo 1 be'esi em-saVa afrds esma we'etu kona senu'a wa-werzetua wa-farasdwe wa- 
yezzehar ba-bezha teritu usw.; 

40. (99ab) Ein Mann, der die Kirche betriigt, wird gefangengenommen aber von der Jung- 
frau befreit (sonst nicht belegt?). Anfang: wa-haUo 1 qassdtebeta krestiydn tva-kullo amira 
nabara enza yeqasset ekkuya lemad usw.; 

41. (100a) Saula (Sawld), die Frau von Georg Junior (=Zot. 62: 5). Anfang: wa-haUawat 
ahatli be'esita Oiyorgis Haddis mawwdH samdH za-teasammay S. za-konat tetlewo eska fas- 
sama sem'o enza tesseffo kama tenia' a'zemtihu wa-teqberro westa hagard usw.; 

42. (lOlab) Die Monche von Abba Pachomius gleichen den Engeln; der Engel Michael 
und die Jungfrau erscheinen dem Abba Timotheus im Traume (=CR 62: 106 Zot 62- 11 
vgl. Cerulli 73); • ' ' 

43. (103b) Der Patriarch Dionysius von Rom und der Konig Marcus (=Zot. 60: 62 62- 17 
Cerulli ,1?: 67); 

102 



44. (104b) Ein betrunkener Monch wird von Maria vor einem Lowen beschiitzt ( =30: F.10, 
aber ohne gereimten SchluB); 

45. (105ab) Der Diakon, der fiinf „Gaude" sprach (=30: F.12, 39, 61 u. 31: A.4); 

46. (109b) Ein StraBenrauber wird festgenommen und gekreuzigt, bleibt aber am Leben 
dank der Maria (ahnlich 30: F.46); 

47. (110b) Der Kranke im Kloster der Pilger (vgl. 30: F.21, oben 16; hierandereRezension) 
ohne Gedicht; ' 

48. (111b) Wunder der Maria am 16. Nabase: sie heilt einen Lahmen, maoht ihn aber 
spater wegen Ungehorsams stumm (keine sichere Parallele, vgl. 31: A.3). Anfang- seme'u 
za-gabrat egze'lena M.ama 16. to-Nafase. wa-nabara 1 mazdg* westa a^atti hagar wa- 
astar'ayaUo ba-helm u&w. 

E. (51-56) Einsohub von anderer, spaterer Hand: Primitive Texte, als Wunder (ta'dmcr) 
der Maria rubriziert, irgendwie mit dem Masjfafa FeUatd verwandt, aber abweichend von 
dt-r von Chalne (CSCO Ser. I: VII) edierten Rezension (vgl. Cerulli 73, 75-78): 
1. Christus als Priester am Tage der ttbergang seiner Mutter (vgl. CR 52: 122 Zot. 60- 97)- 
bakavui takehna egztena ba-'ekUa feisatd la-waMdUu wa-zakama aqrabomu la-ardeH wa-la- 
kullu gubd>e. wa-emdehra-ze kona egzVena I. Kr.kdhenaba-SegdwaUddituqeddestwa-qeddus 
Estifanos we'elu za-yebe mas^f wa-abuna Yofrmnes za-yebe: qumu ba-Sanndy wa-kulhmu 
odu meSwd'a usw. SchluB (Vermachtnis Jesu an seine Mutter): wa-hullu za-ydlabbes <eruqa 
baenta semeki ana dlabbeso asfa berhdmwe (Hs. -wi) wa-za-ydbawwe< qurbdna aw 'eldna 
ba enia semeki ana ehvbbo rehvta gannaio. seme'u o-fequrdneya rmfqarydna egzeHem M. 
zakama tawehba lakkemu asrdt wa-kiddn rad'et wa-hayl; 

2. (52a) Maria gibt den Leuten von Athiopien betreffs der Anbetung ihres Bildes in Jerusa- 
lem die Anweisung, daB man die Schuhe au^ziehen soil (mir sonst unbekannt): seme'u 
ahaweya za-gabrat egzeHena M. hayh wa-mankera wa-tidmera ba-Iyarmdlem qeddest 
hngaru la-neguS <abiy. wa-halh Se'la zCahd la-egzeHena M. bawesta mesgadomu la-sab'a 
Bom wa-kullomu sab>a Gebz wa-Afrengi wa-Eskendreyd wa-Soryd wa-Galdtyd yebawwe'u 
habayeeh h'l enza i-yefattefa aid'nu em-egarihomu wa-enza i-yeqalk'u gelbdbee(myre>somu 
wa-elhnta ^huranare^yyomu^reHyom^sab^altyopydgabrukmddaekkuya... wa-ba'enta 
zentu nagar hazana lebbd U-egzeHena M. wa-landgarattomu em-wtelu Se>ld U-naggddydna 
Ityopyd usw; 

3. (53ab) Ratschlag der Juden nach dem Tode der Maria (vgl. Zot. 60: 95 62: 15*)- wa-soba 
(ematnwta egzeHena M. arm 21. la-Terr tamdkaru Ayhud enza yebelu: mi-negbar afrzanna 
term wa-mot wa-warada (sio) WUnabrtenta Krestos esmandhu yetgabbar westa maqdbenhu 
ta amer eska yom usw. Die Erde versohlingt einen Lasterer; die Juden fallen auf ihr Gesioht; 
5 000 von ihnen nehmen die Taufe, darunter der Sohn des Kaiphas (Qaydfd); 

4. (55ab) Das Wunder der Verkiindigung: primitive Erweiterung der Erzahlung in Luk. 
1: 26-38: wa-yebeb Egzi. la-Gabriel liqa maWekt: wa-baM la-wdlatta Seyon (sio): waUa 
(no) Egzi. yermsse' Wieki wa-hayh le<ul yeseUelakH usw. SchluB: wa-ba-ySeti sa'M tawallata 
re yata gasd wa-anzabraqat kama zahdy. ' 



103 



II. (16-113, mit Intervallen) 16 Abschnitte aus den Wundern Jesu (Ta' dmera Iyasus): 

1. (16ab-18) Die Geburt Jesu: wa-soba basha gize ledatu la- 1. Kr. was'' a te'zdz emhaba 
QeSar neguS usw. =Ed. GrSbaut II, 1-4 (PO XII, 683-8); 

2. (23b-24) Darstellung Jesu im Tempel: wa-soba tafassarm 40 l elat usw.=ib. V: 1-3 (PO 
XII, 605-8); 

3. (29a-30a) Die gestohlenen Ochsen: wa-hallo 1 be'esi ba-heya za-bottu bezuh alhemt usw. = 
ib. IX: 1-3 (PO XII, 643-5); 

4. (34b-35) Die gestohlenen Fisohe von Tiberias: wa-amehd horu hagara Teberyddosza-kona 
la-Yosef wa-la-egz* lena Mdrydm mafqeda ba-heya usw. =ib. X: 1-3 (PO XII, 646-9); 

5. (40b-41) Joseph und der Lowe: wa-enza yahawwer egzVena I. Kr. mesla ardd'ihu em- 
hagara T. wa-yefaqqed ye ( reg Iyarusalem usw. =ib. XII: 1-5 (PO XIV; 780-3); 

6. (45a-b) Rede Jesu tiber den Sabbat (Sonntag): wa-em-ze wafara egzi'ena I. Kr. mesla 
ardaHhu ma'kala 2-e westa sefuh garaht wa-talawewwo hezb bezuhdn wa-qeddusdn haymdno- 
tdwydn wa-kona gubd l e zentu garaht wa-hanazu qudsa haymdnot wa-aw&e'a egzi* Iyasus: 
anitemu sab y akberu sanbateya usw. SchluB: wa-tanSi'o egzV I. bo 1 a hagara Iydriko wa- 
rafaqa ti^sla ardd'ihu enza yebelu maWekta samay: amen. Dieser Absohnitt war fruher 
nicht bekannt; 

7. (57-58a) Lobgesang der Salome: wa-soba sam l at S. mawaUedit nagaro la-hezdn sabbehatto 
enza tebel usw. = Ed. Grebaut III (PO XII, 589-591); 

8. (63b-65a) Der uberschwemmte Acker: wa-enza yahawwer egzVena I. Kr. ba-fenota 
Ndzret wa-meslehu Yosef usw. =ib. XIII: 1-5 (PO XIV, 785-9); 

9. (69ab-70a) Die Ehebrecherin: wa-enza hallo egzCena I. Kr. (=Hs. E) Iyarusalem ba- 
ahatti ( elat tagdbe l u habehu liqdna kahenat (=Hs. D) wa-sahaftomu usw.=ib. XV: 1-5 (PO 
XIV, 804-7); 

10. (75b-76ba) Heilung eines blindgeborenen und stummen Mannes: wa-enza yahaUef egzi' 
Iyasus Iyarusalem hagara Egzi. wa-re y ya be'ese za-'ewuru tawalda usw. =ib. XVIII: 1-5 
(PO XIV, 823-6); 

11. (82b-83) Das Melonenfeld von Caesarea: wa-enza yahaUef egzC Iyasus ba-hagara ( = Hss. 
BCD) QiMrya za-FeUsfem usw. =ib. XXIII: 1-6 (PO XVII, 798-801); 

12. (88b-90a) Dio Erau mit dem BlutfluB: wa-enza yahaUef egzPena I. Kr. (egzi 3 1. Ed.) 
ba-medra Qalila ... za-sema Yosqend (aus Yusufiya; Ed. unrichtig) usw. =ib. XXIV: 1-8 
(PO XVII, 802-6); 

13. (96b-99aa) Jesus am Grabe Rachels: wa-ahatta ( elata hora egzC I. em- Iyarusalem haba 
Beta Lehem faqido (=H88. CD) yahawwez maqaberihomu la-hezdndt usw. =ib. XXII: 1-8 
(PO XVII, 792-7); 

14. (102b-103ba) Die Lowen von Asqalon: wa-hallawu bezuhdn andbtst ba-medra Asqdldn 
eska i-kehlu saVa ye'eti hagar yeza'u em-betomu (Ed. em-anqasa betomu) usw. =ib. XXVII: 
1-5 (PO XVII, 821-3); 

15. (106bb-109a) Jesus und die Samariterin: wa-enza yahaUef egzVena I. Kr. (Ed. egzi* 
Iyasus) medra Samdryd kama yahawwez maqaberihomu la-abaw usw. =ib. XVI: 1-9 (PO 
XIV, 809-815); 809, Z. 4 lies m. samtl. Hss. asteyenni (Ed. falsch asteyaymi); 

104 



16. (112b-113) Das Kipdheitsevangelium: wa-enza hezan we'etu egzVena lyasus (=Hss. 
BE, Ed. 1. Krestos) wa-ba-we'etu mawa'el walda 5 'amat yd'akkel usw. =ib. VIII: 1-5 (PO 
XII, 626-9; der Text brioht mit 113bb=P0 629, Z. 4 malaneka ab, der Rest des Kapitels 
Btand urspriinglioh 114aa, wurde aber spater fast ganzlich verwischt). Die Vorlage dieser 
AuBwahl aus dem Ta'amera lyasus enthielt also das mit dem Thomasevangelium identische 
Kapitel iiber die Kindheitswunder, das in der Edition von GrSbaut vorkommt, aber in den 
besten Handsohriften C und D sowie im arabischen Original (Johannis Evangelium apo- 
cryphum, ed. G. Galbiati, Mailand 1957) fehlt (Hs. B bietec den Text an anderer Stelle). 

Die hier vorliegende Zusammenstellung von Wundern aus zwei Werken wurde sicherlioh 
fur liturgischen Zweck hergestellt und 1st ohne Zweifel jungen Datums. Ich kenne nur eine 
Parallele: das v&n Grohmann fur seine Auagabe deB Hymnus Akkonu be'esi benutzte Manu- 
skript der Mechitaristen-Congregation in Wien (mit M bezeiohnet), das vom Herausgeber 
ins 18.-19. Jahrhundert datiert wird. Dort to hier werden je drei Marienwunder von einem 
Jesuswunder unterbrochen, es kommen aber nur neun Jesuswunder vor (urspriinglioh 
waren deren zehn, da der Anfang der Handschritt fehlt), unseren Nummern 2, 3, 4, 11, 5, 
9, 10 entsprechend und dazu noch „JesuB als Knabe im Tempel und Jesus auf dem Sonnen- 
strahl" und „Jesus und der Kalberdieb" = Ta'amera lyasus VIII: 16, 17 und XI. Es be- 
steht also kein direkter Zusammenhang zwisohen den beiden Sammlungen, nur dieselbe 
Tendenz, ein bequemes Mittel fur die Wunderrezitation im Gottesdienst zu schaffen. 

Die von Conti Rossini, Note 23/219 u. 74/632, aufgefiihrte Arbeit „Ta'amra Maryam 
wa lyasus" in Br. Mus., Add. 16, 195 hat mit dem vorliegenden Text nichts zu tun; jener 
Text ist mit dem sonst als Nagara Maryam bekannten eng verwandt (vgl. OS X, 137-8). 

Pergament, 20 x 13J cm (51-56: 19 x 13 cm), 114 Blatt (1, 2, 114 sind leer). Schrift in 2 
Kolumnen, 22-23 Zeilen. Einheitliche Hand (aufler 61-56, s. oben) von mittelmaBiger 
Qualitat. Die wiederholten Segnungen iiber Konig Menilek und Konigin Walatta Miktfel 
(*=Taitu?) beweisen, dafi unser Text vor 1913 kopiert wurde. Einheimischer Holzleder- 
band. Besitzer (Kopist?): Qerma lyasus. Bl. 51-56 wurden von Walda Maryam fiir „unse- 
ren Lehrer" Walda Oabre'el kopiert. [0 Etiop. 16] 

33. FRAGEN DES PHILOXENOS {FILEKSETUS) 

„Fragen iiber die Geschichte (unserer) Vater, der agyptischen Monche" (Tase'lotata 
zenahomu la-abaw manakosat Qebsaweyan) von Filekseyus/Filkesyus, d. h. Philoxenos, 
„dem Syrer, Erzbischof von Maribag (Manbig)" oder Mabbog (485-519), ba'enta zakama 
yeheyyes Ser'ata behitewenna em-$er l ata mdhbar, in vier Teilen (kefl). Guidi, Storia 30; Cerulli, 
Storia 190; vgl. Baumstark 141 ff. 

I. (l-13aa) Fragen 1-16 mit Antworten. Anfang: kefl 1 yebelu ahaw newatfen em-tentu 
la-gebr hallawu keVelu ahaw walda be'esi naggaii usw. Laut Kolophon fehlen am Anfang 
(em-qadamihu) 40 Fragen, der Text ist also abgekiirzt, vgl. unten. 

II. (13aa-18ba) Fragen 17-34. Kolophon: tafassama za-ahzero{!) Iciy8.hu za-westa kefl 
ka'eb „Ende der Kurzung von Teil 2". 

105 



III. (18ba-22aa) Fragen 35-43. Nachsphrift (-Berlin, Or. qu. 344, Kat. Dillmann 46)- 
„voll ist Tail in in der Abkiirzung von Yerunamea (Hieronymus), der die 'Fragen' und 2 
Kapitel dem Palladius zugeteilt (Dillm.: „aufgesetzt") hat, denn er sohrieb in der Zeit von 
Theodosius dem Grofien, Palladius aber unter seinem Sohn Arkadius". 

IV. (22aa-91) Fragen 44-244. „Der letzte,Teil von der Gesohichte der Einsiedler ge 
8 <^eben im 'Buche des Parodied ^^ " 
Die letzte (244.) Frage bricht mit Bl. 91 ab, es fehlt aber nur wenig. 

Conti Rossini, Note 57/616, verzeiohnet 8 Handsohriften der Arbeit, lafit aber die beiden 
Berbner Manuskripte (Dillm. 46 u. 48) aus, von welchen das erstemitdem hiervorliegenden 
- e .^instimmt und wohl damit etwa gleichaltrig ist. Laut Naohsohrift wurde der Text 
im Jahre 1021 der Martyrer (1305 A.D.) auf Initiative des Metropoliten Abba Saldmu ins 
Ge ez ubersetzt; da der betreffende Abuna erst in den Jahren 1348-88 amtierte, fragt man 
8ioh, ob nicht im Berliner Kodex 1081 statt 1021 (* statt «) steht, was A.D. 1365 ereeben 



wurde. 



Pergament, .18* x 17 cm, (1|) 91 (1« Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 22 Zeilen, von einer 
regelmafligen Hand des 17.-18. Jahrhunderts. Anfang und Schlufl von Feuohtigkeit be- 
schadigt, ohne Textverlust, dagegen fehlt der SchluD (s. oben). In Holzdeokeln und frag- 
mentarischem Lederfutteral. Kat. Zettersteen VII. [0 Etiop 71 

34. QERELLOS: SCHRIFTEN VON CYRILLUS UND ANDEREN 
.« Diese in der ersten, aksumitischen Periode aus dem Griechisohen ubersetzte Sammlung 
altkirchhcher theologischer Abhandlungen, Briefe und HomUien ist uns nur in verhaltnis- 
maBig jungen Abschriften bekannt. Die Pariser Hs. d'Abbadie 48 wird von Conti Rossini 
Notice Nr 115, zogernd, mit dem Zusatz „epoque incertaine", ins 16. Jahrhundert datiert' 
die Lemngrader Hs. Orlov 4 wird von Turaev, Katalog III, 14, ebenso zogernd dem 1?' 
Jahrhundert zugeteilt. Zu den 15 von Conti Rossini, Note 70/628, angefuhrten Kodizes 
kommen zwei junge d'Abbadie-Texte (18, 246 = CR 116, 117) und die hier zu behandelnde, 
etwa 300 Jahre alte Kopie hinzu. Vgl. HT 1, 171, 182 (Kebran 37, 42). 

Literatur: Guidi, Storia 17 f.; Cerulli, Storia 30; wichtige Quellennachweise in Dillm. 
Br. Mus. Xni, in J. Simon, Notes sur les textes de la „Chrestomathia Aethiopica" de A 
Dillmann (Orientalia, N.S., X, 285-311), S. 303-6, und bei E. Hammerschmidt, Athiopistik 
an deutsohen Universitaten, Wiesbaden 1968, S. 63. 

A. (3-68a) Sohriften des CyriUus von Alexandria: a) „Prosphonetious ad imperatorem 
Theodosium de recta fide", und b) „Prosphoneticus ad Reginas" (nur Anfang =Kap. 1) 
Einteilung in unnumerierte hefl. Anfang: nagar za-sa^fa Qerellos liqapdppdsdt za-Eaken- 
dreya U-Teuxdosyos (Hs. Ti-) r*gu$ ba'entarete't Myrmnot za-ba'enta I. Kr. za-mangala 
sab usw. Schlufl: wa-zatti ye'eti huymdnot enta yahaSSeid baWlena ba-we'elu miwa'el. 
Kolophon (68ab): tafassama nagar za-tasebfa em-Qerellos I. p. za-Ella Eakendreyd la-mamla. 
kyami (Sanndy) neguS Tewodosyos za-asfcfo ba-newdyu. Besitzernotiz: ze-mas^f za-Abba 

106 



f*"»*V* zajaraqo wa.za.fa^o wa-za-ta'aggalo b+Uftoa Pe}ros wa-Pavhs weguza 
Ja-yekun. tlber Weischer's Dissertation siehe Hammerschmidt a a 

B (69-103aa) Dialog des Cyrillus und Palladius uber das Thema „Quod Christus unus 

«t (Oessawedersanza-Q. ... kama afrdu Kr.) in unnumerierten Abschnitten (nur die bei- 

-den letzten sind am Rande als 136 und 136 bezeichnet; Dillxn. Br. Mus. XIII zahlt 271 

quaestxones") Anfang: Q. yebe: la-temherta geddusat masa^eft gemura albo za-yesaggebo 

z iTr^: 7 Wze yesmed hm Mhi ** •■*"> «~ w-Sw 

T I.,' r ^ ^ ab ' am * t - DaZU die Di8serteti °» ^n Weisoher, s. Hammer-' 
schmidt tb. u. Literaturverzeichnis. 

JL^^ S r mIU u g V ° n HOmiIien ^ BriGfen *» ^^ Und and — «WA- 

r zJh tv r fc (i03aa; es foigen 2o ieere zeiien > : ««» co) *« 

1 ^) HomiLe des Theodotus (Te <W o >d o M von Ancyra (Engora) in Galatien, gehalten 
aufGnechisch in Ephesus am Fest des Evangelisten Johannes: balcama yefturuj < m m 
Seray Mega kamahu kdhen4t-hi la-nafs mafawwesdn usw. (s. Simon, op. cit S 306)- 

v iTt^ "T CyriUUS " dem86lben ***** " an ^ ichts der g— n Versammlung 
rTi^t 1 : m -* e6r ° ntt k-***«*» «•**« yeu*^ fafe „a, ar U8W , 
3 (105a/b) Homilie des Severus (Samros) von Synnada in Vhry&n { Sinoddza-Firgeyd)»m 
11. Hamle: yafcmmem Segdya wa-i-tamehro lesan yaqawwermnni la-tandgero usw. = ( = Dillm 
Unrest. 99 f .); . ' 

4. (106aa) Homilie des Acacius (Aqdgyos) von Melitene in Armenien an demselben Ta fi e- 
nas^reya feguraneya zanta beruha wa-manfasawe za-geddest sinodos guba>e tewlceU waJdd 
yemasse'anni usw.; ««*/««» 

5. (107bb) Homilie des Juvenalis (YobeUnyos st. -nalisl) von Jerusalem an demselben 
rage, na akkutoUt^gdve <abiycUEgzi. (u*, s. 1.) za-matana-ze <abiyata Sannayata sagga- 
wanna usw. ( = Dillm. Chrest. 100 ff ., Ubers. v. Grebaut in ROC 1910 440 f )• 

6. (108ab) Homilie des Cyrillus an demselben Tage: maftew-essa ta>akildna ba-eL gadamu { na 
s. 1.) mamheran te.mlie.rta usw.; 

7. (109bb) Homilie des Rheginus von Constant auf Cypern (za-Reginos pdppds za-Quslen- 
MaZ^T " demSelbeD ^ lUa ' Sm afUiWanni armem ° Wa - ba - a ™™° ^omu 

eVLTlf ° mil -l T CyrillUS " demSelben Tag6: *«* *" «""•»•* ** ^rna 
em-geaausat masafreft usw.; 

!Ji 11 ! )b) , f 0milie / eS EuScbius Von Heracle * » Pontus, an demselben Ta ge: dtabbe' 

Chrest. 102 f .; t)bers. v. Grebaut in ROC 191 1 424 f )• 

1 ^m^Tl 6 d " The ° d0tUS V ° n AnC ^ a (= ° ben ^ an de - elben Tage: Wo 
wa-/^«*a (Hs. -ife-) ere'eyo la.?e.guba> e usw. ( = Dillm. Chrest. 103-6)- 

11. (H3bb) Homilie des Firmus (Firman) von Carnrea in Kappadozien an demselben Tage- 
el a yemauweu ba-gadlomu em-htya yatarreyu tefSe^Uomu usw. (- Dillm. Chrest 106 f • 
Ubers. v. Grdbaut in ROC 1910, 324 f.); ' 

12. (114aa) Schreiben samtlicher Bisciiofe der Synode-<v. Ephesus) {ma9 kafa sinodos 



107 



ba'e) an Johannes von Antioohia: qeddest enla (s. 1.) em-kullu l alam sinodos gubd'e ... 
liburdn wa-zehundn (so st. zehurdnl) nagaStena azzazu ba-te'z&zomu kebur Icama za-i-basha 
ba-edme za-addamu usw.; 

13. (114ba) Homilie des Cyrillus, gehalten in Alexandria, in der Kirche von JohanneB 
Baptista, am 28. Miyazya, am Tage der Einigung (tadammard) der dBtliohen Kirchen mit 
(derjenigen von) Alexandria (wa-mesla kullahe la-ella ba-amleko Sanndy ydfyayyewu wa-za- 
qeddusat masdheft bomu tenqdqe a? me.ro): medra fettvat yesammeyomu nabiy enza yebd: wa- 
tekawwenu aniirritu medra fetwat (mg: Mik(yasy m. 3?) usw. (diese kurze Homilie fehlt 
Dillm. Br. Mus. XIII); 

14. (114bb) Brief (mashaf) des Johannes von Antiochia a,nCyr\]\us:la-egzi > eyala-mafqare 
Egzi. usw. ( - Dillm. Chrest. 70 ff .; s. Simon, op. tit., S. 303); 

16. (115bb) Brief von Cyrillus an Johannes: la-egzVeya fequreya wa-ekuya usw. (= Dillm. 
Chrest. 72-76; s. Simon, op. cit., S. 303 f.); 

16. (117bb) .ilomilie des Epiphanius von Cypern uber den rechten Glauben: za-neseht regb 
wa-qeidest dengel za-ye'eii beta hrestiyan UCammen ba-Egzi. usw.; 

17. (120ba) Homilie desselben uber die Dreieinigke't (bd'enta Mldse fekkdre): na'ammen 
ba-ahadu Egzi. ab ahaze kvJlu usw.; 

18. (121aa) Homilie des Proclus (Preqlos) von Cyzicus (Qizqos), gehalten in Konstantinopel 
am Weihnachtsfest (gennd) iiber die Inkarnation (enza hallo Ndstores t elew ama ye&e'erewwo 
enta dengel ba l dl): yom lesdnena (Hs. -nana) ahawiya wesla wedddse tesewwe* usw.; 

19. (124aa)'Homilie des Severianus (Sawiryanos) von Gabala (Gabdlon) iiber den Glauben 
an die Dreieinigkeit: l aqqdbe Serdy yemassel za-beta hrestiyan mamher usw. ( = Dillm. Chrest. 
77-88); XJbers. v. S. Euringer in J. Zellinger, Studien zu Severian v. Gabala (Minister. 
Beitrage zur Theologie, VIII, 1926), S. 102-114; vgl. M. Rodinson, L'hom61ie Bur la foi en 
la trinit6 de SeVerien de Gabala, Roma 1960 (Atti del convegno intern, di studi etiopici, 
387-396), u. Simon, op. cit. 

20. (127bb) Glaubensbekenntnis des Gregorius von Neocaesarea (Gorgoryos za-Newoqe(sa}- 
ryd): ahadu Egzi. qaddmdy wa-wald heydw qdl wa-za-itbab wa-za-hayl wa-za-ar 'aya usw.; 

21. (128ab) Homilie des Cyrillus iiber Melkisedeq: yebe Pdwlos: ze-Malka Sedeq neguSa 
Salem k&Jien za-Egzi. usw. ( = Dillm. Chrest. 88-93); 

22. (130ab) Zwcite Homilie desselben iiber Melkisedeq: eUayelammeduba-3erah(a) tadld-ze 
( alam wa-ba-(beyzha be l lomu yesarrehu usw. ( = Dillm. Chrest. 93-98); 

23. (132ba) t)ber Melkisedeq, von einem Anonymus (be'esi lehiq wa-tabib ba-hegga Egzi.): 
tayyeqo yenagger esma be'esi we'etu em-hezbu la-Kdm M.S. wa-bdhtitu larakba westa hezbu 
walda qeddusa ioa-aSmaro la-Egzi. usw. (in Dillm. Br. Mus. XIII nicht besonders notiert; 
= Wright, S. 207b: w). 

D. (133a-134) Verschiedene Zusatze: 

1. XJber die Anzalil der 318 Rechtglaubigen Bischofe von Nicaea; 

2. (133ab) Chronologische Angaben iiber Geburt, Taufe, Wirken, Leiden, Tod und Auf- 
erstehung Jean nach Zeitrechnungen der Griechen, Romer und Athiopen; 

3. (133ba) Glaubensbekenntnis des Enze\- a'ammen enha hellewa ana Enze* qasis qaddmdy 

108 



] 



ba-Egzi. ab za-haUo tva-albo arm i-hallo gabbare kvJlu wa-fattdre kulluusw. Mit 143aa endet 
die positive Halfte des Bekenntnisses, es folgen Anathemata iiber Irrlehrer und -lehren: 
wa-kama-ze a'ammen enza awaggez kullo l elwatata wa-asmdtihomu la-'elwan wa-qadami 
Aryos-ha usw. Es werden ferner verflucht: die Synode von Chalcedon, Nestorius, Severus 
von Antiochia, Tado8(1) von Alexandria, Eutyches {Awidki), Maqedo(nyo}s, endJich Paulus 
von Samosata (Samlew) und die Katharer (Kataryon). SchluB: l adi awaggez l elwaia za- 
Katdryon ella yebelu re'somu nesuhdna tva-yebelu (s. 1.) albottu nessehd wa-i-seryat la-hate' 
emma (2-mal) abbasa. Dies Bekenntnis und dessen "Trheber, Enze* „der erste Priester" 
(Oberpriester ? ), sind mir unbekannt. Kolophon (bezieht sioh wohl auf die ganze Sammlung) : 
tafassama sehfata dersdn za-Qerelloa ba-hmrota Egzi. amen. 
E. Spatere Zusatze: 

l.'(laa) Hymnus (mawaddes) von Abba Lebna Dengel, dem Besitzer der Handschrift (s. 
oben A): 

zentu 'alam 'dlama ebad la-be'esi tabib kama akko 'alamu 

EgzVabeher mahtot za-gabra sexuw&re taqw&mu 

wa-we§u* em-hellinnd kullu matanu wa- ( aemu 

esma a'mara em-qadimu 

ba-mola gadeq Abreh&m la-megbarat fenlomu. 

enza yarammem soba nassara 'aynomu 

i-yetrade'anni i-yebalu §ege terufat ella qaSamu 

ba-zenlu nagar dah&ri (de- Hs.) afrehomu 

kama la-megb&r yetqahawu ba-Henok anqehomu 

emdaqiqa abbay beteka Dabra Libanos la-qala masdhejt lebbomu. 

2. Es folgt unmittelbar: Hymne an Takla Haymanot (2 vierzeilige Strophen): 

esma zalja yesesseyo walahegga wangel jalag yasatteyo (Hs. ye-) 

Takla Haymanot za-ta*aqa]ka kama walda Lewi la-berhan logeyo (Lev. 8: 8) 

lebbeka haba wadayo 

enza i-yahaSSeS ba'edo la-nagara masqal za-QarSnyo. 

mesla zamr batedmert kama yeddemmar Sereyo ( = Dillm. Lex. 263; Hs. Sa-) 
malakot malakota la-Bega dehra rassayo 
wa-hell&we Sega la-qal ba-sege nedetu andayo 
haba ge'za aml&k la-gebra Sega albo za-yehelleyo. 

3. (2aa) Anzahl der an den neun Konzilien teilnehmenden Bischofe: Ancyra 12, Karthago 
60, Gangra 15, Nicaea 318, Antiochia 300, Laodicaea 29, Sardica (Serdaqe) 140, Konetan- 
tinopel 150, Ephesus 200. 

4. (ib.) Verzeichnis der Schriften des Alten und Neuen Testaments (beluy wa-ha*4 : S,. Orit 
8 Biicher (beher): za-Fetrat, za-Za l at, za-Lewdweydn, za-Hulqu, za-Dagem hegg, za-Iyasu, 
za-Masdfent, za-Rut < = Oktateuch), Kufale 1, NagaSt 4, Hezuzdn 2, ' Ezra 2, Iyob 1, Ddwit 
1, Salomon 5, Isayeyas 1, Eremyds 1, Hezqe'el 1, Dan'el 1, Hose' 1, Amoz 1, Mikeyds 1, 
Iyu'el 1, Abdeyu 1, Yonds 1, Nahoml, 'Enbaqom 1, Safonyds 1, Hagge 1, Zakaryds 1, 
Milkeyas 1, Yodit 1, Tobit 1, Aster 1, Maqqabeyan 2, Sirak 1, Watigel4,JFdwlo8M,MaVek- 

109 



tata ftawarydt 7, Abvqalamsia 1, Gebra jiawdryat 1, Sinodos 8 (die Zahl 8 konnte als Gegen- 
stuck zu den acht Biichern im Oktateuch gewahlt sein; siehe aber Ludolf , Historia III: 4 
„IUos Habessini in octo partes dividunt" und besonders unten Nr 35: B). Ludolf, I.e., 
zahlt 46 Biicher des AT und 27 des NT; unser Verzeichnis hat, wenn man die aoht 
Biicher des Sinodos wegnimmt, dieselbe Gesamtzahl von 73, die tJbereinstimmung 
ist aber nur scheinbar im AT. Bei Ludolf fehlt Masfrafa Kufdle „Liber Jubilaeorum", und 
Sirach ist zu den salomonischen Schrif ten gezahlt, was natiirlich f alsch ist; es wurde iiber- 
sehen, dafi die Athiopier die funf letzten Kapitel der Spriiche als ein besonderes Bv.-.'h, 
TagSdsa Salomon, betrachten (= Asmara- Edition III, 261-268). Die foimells t)berein- 
stimmung beruht darauf, daB Ludolf drsi Schriften des Jeremias zahlt (Prophetie, Klage- 
lieder, Baruk). 

Pergament, 25 x 22 J cm, 136 Blatt. Schrif t in 2 Kolumnen, 26 Zeilen. Sohone regelmaBige 
Hand aus dem 17. Jahrhundert. Zahlreiche sorgfaltige Korrekturen im Text. Besitzer: 
Lebna Dengtl, spater Oabra Madhen (nach la iabib wa-mefmer bd(e)h daqqa mazmur loesu' 
em-fyegga Tegre). Holzlederband mit renoviertem Riicken, in Schutztasche. Eine Blei- 
stiftnotiz auf der Innenseite des Vorderdeckels: ,,Fran 1500-talet" diirfte die Identitat des 
Besitzers Lebna Dengel mit dem gleichnamigen Negus (1508-40) voraussetzen, die Anahme 
ist aber ganz unwahrscheinlich. Kat. Lofgren, Nachtr. 6. [0 Etiop. 38] 



35. SINODOS: SAMMLUNG KIRCHLICHER CANONES 

Die mit dem kollektiven Namen Sinodos oder SeTiodos (gr. <nSvo8o<;) benannte Sammlung 
altkirchlicher Vorschriften (Canones), welche spiitestens im 14. Jahrhundert aus dem Ara- 
bischen ins Athiopische (Ge'ez) iibersetzt wurde, genieBt in der athiopischen Iiirche so 
hohes Ansehen, daB sie zu den biblischen Schriften gerechnet wird (siehe unten). Unter den 
von Conti Rossini, Note 73/631, verzeichneten 14 (in Wirklichkeit 13, da Hs. d'Abbadie 
141 nur ein kurzes Zitat bietet) Handschriften des Sinodos befinden sich vier Stiicke aus 
dem 15. Jahrhundert, darunter die alteste bekannte Florentiner Hs. Or. 148 (friiher 58). 
Es fehlt aber die beriihmteste von alien: Cod. Vaticanus Borgianus 2, der vom Konig 
Zar'a Ya'qob im Jahre 1442 dem athiopischen Kloster in Jerusalem geschenkt wurde und 
auf seine Bestellung, also friihestens 1435, geschrieben worden war. Er wurde von Ludolf 
in seiner Historia Aethiopica und besonders im Commentarius, 301-340, ausgiebig ver- 
wertet und im Katalog von GrSbaut & Tisserant I, 767-782 ausfuhrlich beschrieben. Nach 
der Untersuchung von Mauro da Leonessa in RSE II, 32 (siehe unten Q) ist der Text aber 
keineswegs korrekt, wahrend Florentinus 148 als „assai piu correttjO del Borgiano 2" 
bezeichnet wird. Unsere Handschrift ware also als die funfzehnte der Liste von Mauro da 
Leonessa (RSE II, 31, FuBn.) hinzuzufiigen. Dazu noch HT I, 146-152 (Kebran 29). Vgl. 
Guid-, Storia 37-38 u. W. Riedel, Die Kirchenrechtsquellen des Patriarchats Alexandvien, 
Leipzig 1900 (Neudruck 1968). 

110 



Inhalt: 

A. (2-6) 30 Canones (le'zazdt) der Apostel durch Clemens: ba-sema ... zentu Sinodos 
mashafa zemhomu U-hawdryal emdehra<arga egzVenaL Kr. za-azzazu. Sinodos za-sahafa 
QaUmentos ba'entafrwaryat usw. SohluB: wa-wahabewwomu hawdrydt sobehd zanta qanona 
za-yessammay ba-nagara Ser< n Batdsdt" (auoh Abtdisdi, vgl. unten, aus arab. tiflusdt = 
gr. t(tXoi) ba-za-habru wa-amnu bottu hawdrydtihu U-Krestos herdn ... xva-yedalletoo la-za- 
ta'adawd kunnane wa-nehna-ni netlu oJara zi'ahomu. Vat. Borg. 2: 4, Riedel 18-20 165 f 
169^164. ' ' 

B. (7-16aa) 81 Canones (qanona) der Apostel durch Clemens (Vat. Borg 2- 7 Ludolf 
Commentary 330-333, vgl. Riedel 25-28, 44 f., 158). Anfang: zentu Sinodos za-'hawdryat 
qeddusan za-nagara QaUmentos wa-ye'eti Ba\elsdt za-habru batti arddHhu U-egzVena I. Kr 
h*lq»a81 qanona usw. (Die beiden letzten Abschnitte verzeichnen 81 biblische Schriften 
darunter 6 „geheime Canones" (meStir qanona), die nur fur Eingeweihte bestimmt sind' 
sie bilden nebst zwei dem NT zugereohneten Klemensschriften einen „klementinischen 
Oktateuch", welcher der ersten Halfte der vorliegenden Sinodossammlung (1-74) ent- 
spricht. Vgl. Riedel 155-7. 

C. (15ab-23aa) Andere Sammlung von 81 Canones der Apostel durch Clemens, hier als 
Abtelis(dt) bezeiohnet ( = Vat. Borg. 2: 6, Wright 359: 7, vgl. Riedel 165, Ludolf, Commenta- 
nus 329): zath ye'eti Sinodos za-hawdryat qeddusan wa-ye'eti za-zenawa QaUmentos ba'enta 
Petros rmmheru wa-ye\ti tessammay Elbefasdt (=al-litlusdt) za-tagdbe'u WUha hawdryd- 
hhu la-egzSena I. Kr. wa-Mlqomu 81 abtelis usw. Andere Rezension von B. Auch hier 
werden 81 biblische Biicher gezahlt mesh, mashafa Sinodos, die Angaben iiber die Clemen- 
tinen varneren folgendermaflen: (nach Abuqalamsis ...) 56 meqwdm (hier etwa , Kapitel") 
m-QaUmentos em-hawdrydt wa-8 masdh^ft ... za-i-yedallu ydr'eyu la-kullu mahaymendn 
ba enia zath hegg wa-ter'at baza-i-yedaUu harm ya>azzez batti za'enbala liqdwent em-kdhendt 
Seyuman. Hier wird also die Anzahl der geheimen Klemensschriften von 6 auf 8 erhoht 
Es folgt (22bb) als Epilog: Tafsdmeta a'mero masdheft wa-asmatihomu, in Form einer Br- 
mahnung (o-mahbara mahaymendn seme'u qdlana wa-te'zdzana usw.). 

D. (23aa-48bb) Sammlung von 71 Canones (te'zdzdt) der Apostel, mit Inhaltsubersioht 
(23aa-ba), die bei Ludolf, Commentarius 305-310, abgedruckt ist (=Vat. Borg. 22 
Wright 359: 1, 2 „72 in number"!). Anfang (23bb): zentu Sinodos za-abaw hawdrydt m- 
Sar u la-arte<o beta krestiydn, tafaSSehu weludena wa-awdledetm ba-semu U-egzVena I Kr 
usw. Die ersten 23 Statuta wurden von Ludolf, Commentarius 314-328, „pro specimine 
Apocryphi huius libelli" nach der schlechten Abschrift von Wansleben abgedruckt Voll- 
standige Ausgabe: The Statutes of the Apostles or Canones Ecclesiastic! edited by G Horner 
London 1904, S. 1-78. Translation S. 127-222. Vgl. J. u. A. Perier, Les ,,127 Canons des 
Ap&tres" (PO VIII, 651-663). 

E. (48bb-60ba) Zehn Gebete, als Anhang von D zu betrachten. Ausgabe: Horner, op oit 
79-87, 222-332. V ' ' 

P. (50ba-65ba) Sammlung von 56 Canones (te'zdzdt) der Apostel durch Clemens (=Vat 
Borg. 2: 3, Wright 359: 3, vgl. Riedel 25-28, 168). Anfang: wa-emennehd Sinodos za-beta 

111 



krestiyan za-wahabewwd hawdrydt kti'eba ba-eda Qalementos zd-la'aku qadimu wa-ye'eti 56 
andqesa hiUqii (andqes hier = ar. abwdb). Der eigentliohe Text beginnt Slac und sohlieBt 
mit Te'zdz 56: ba'enta te'zdza hawdrydi. Ausgabe von W. Fell, Canones Apostolorum 
Aethiopice, Diss. Lipsiae 1871. Arabisoh Pener, op. cit. 664-695. 

G. (65ba-61bb) Sammlung von 25 apostolischen Canones (te'zdzat) (=Vat. Borg. 2:6 
„Canones apostolorum XV" (sic), Wright 359: 4, 5, Berl. Dillm. 23: 5? „an Zahl 10, von 
denen der lOte wieder in 15 getheilt ist", vgl. Riedel 155). Inhalt: 1. zentu Sinodos za-abaw 
hawdrydt. qaddniijjer'ata kehnat . . '. za-Sem'on Qanandwi . . .; 2. za-azzazu hawdrydt qeddusan 
Malewos wa-Sem i on ba'enta ( aSrdt wa-bakiir; 3. te'zdz za-Pdwlos (Ja-ykuUu mahaymen wa- 
mahaym-ent ba'enta salot; 4. te'zdz za-Petros wa-Pdwlos liqdna hawdrydt ba' enta 'eraft za- 
yedallu ba-'elata ba < dldt; 6. (57bb) te'zdz za-hawdrydt ba'enta 'aqiba gizeyat; 6. te'zdz za- 
Pdwlos wa-Yd'qob hawarya ba'enta ella nomu tazkdra mutdn; 7. te'zdz ba'enta eUa tasaw- 
we ( u westa mesdh; 8. /. ba'enta ella yessaddadu ba'enta haymdnotomu; 9. nagara hawdrydt 
qeddusan ba'enta 'aqiba Ser'ata ma ( drega kehnat; 10. (60ba) t. za-Pdwlos ba'enta ella ye- 
masse' u haba meStirena; 11. te'zdz kullu za-afqara yeddamar meslena wa-yessdtaf ba-najsu 
westa meStirena usw.; 12. t. wa-la'emma kona be'esi za-bottu be'esit usw.; 13. t. la'emma-bo 
be'esi za-bo ganen usw.; 14. t. emma-bo be'esi za-yenabber ba-zemut usv/.; 16. (61 aa) t. wa- 
kamdhu be'esit zammdwit usw.; 16. t. emma-bo be'esi za-yegabbertd'ot(a)>wa-gelfo(~H.8.wa- 
gebfo) usw.; 17. t. emma-bo be'esi aw be'esit em-nakir wa-yefaqqedu yeba'u westa heggena 
usw.; 18. t. emma-bo be'esi em-harrd wa-bo'a westa heggena usw.; 19. t. emma-bo be'esi za- 
awsaba be'esita mahaymenta wa-yegabber ekkuya usw.; 20. t. emma-bo l eqebt la-be'esi za-i- 
yafammen uaw.; 21. t. emma-bo be'esi za-kona kamdna wa-bo'a westa heggena wa-bo 'eqebt 
usw.; 22. (61ba) t. emma-bo be'ese emennena wa-yegabber ekkuya usw.; 23. t. za-yefaqqed 
em-mahaymendn ba-Krestos yekun westa Mlq u a ella yegabberu Sannaya usw.; 24. t. emma-bo 
be'esi za-yemayyeto fetwatu westa nassero mahlet usw.; 25. t. emma-bo hezbdwi za-yemeher 
sab'a la-lanndy usw. Nach Riedel 155 „wohl das zweite Buch der Clementien", vgl. Dillm. 
Berl. a. a. O. Andere Rezension v.B (1-79) u. Epilog (80). 

H. (61bb-65aa) Sammlung von 80 Canones der Apostel nebst Clemens ( =Vat. Borg. 2: 9 
, .Canones apostolorum LXXI (sic) per Clementem" (lies LXXXI), Wright 359: 9 „81 in 
number", vgl. Riedel 158): zentu Sinodos Ser'ata (Vat. Ser'atata) hawdrydt mesla Qalementos 
za-tafannawa la-ahzdb hegga beta krestiyan usw. Der SchluB stimmt nicht mit derm Vati- 
canus uberein. 

I. (65aa-71aa) Wiederholung von Abschnitt G: 1-25, in anderer Rezension: 11 unnume- 
rierte Abschnitte. 

J. (71ab-74ab) Canones von Clemens, ohne Numerierung (=Vat. Borg. 2: 10, Wright 
359: 10, Riedel 166-175). Anfang: zentu Sinodos za-Qalementos za-sahafa Petros rod' re'sa 
hawdrydt za-nagara ba'enta egzi'ena I. Kr. yebe Q. za-em-Petros usw. Unterabteilungen: 
72aa waldeya akberromu la-a ( rug wa-a ( beyyomu wa-seme l omu usw.; 72bb ba'enta akbero 
ba ( dldi. gebaru ba l dla ba-mawd ( ela hemdmdtihu la-Krestos usw.; 73ab ba'enta qeddase lubot. 
wa-qaddes (Hp t -dasa) kullo tdbota hegg r MBW.; 73ac ba'enta Sefatamehixf. wa-yeqeddesu 
qUrbana diba meStva 1 za-hetum ba-meron usw.; 73bo ba'enta albdsa kdhendt (aus kehnat). 

112 



uxi-yelbas kdhen (Hs. yekunl) albdsa kdhendt kale' em-albdsa hezbdwiydn uaw. SchluB = Vat. 
Borg. 

K. (74ab-bc) Einleitende t)bersicht der folgenden Sammlungen von Canones der Kon- 
zilien: zenlu sinodosdt wa-qanona za-ba-terg"dmehu Ser'ala Egzi. za-yedallu la-beta krestiydn 
(=Vat. Borg. 2: 11, Wright 359: 11, a). 1. MaVekta hawdrydt emdehra 'arga egzi'ena I. Kr. 
westa samdy wa-zakama kona te'zdzomu wa-za-gabru qanona wa-fetha (dieser Text fehlt im 
Folgenden, kann aber mit A oben identisch sein), 2. qanona za- ( Enq u ara ( = unten L), 3. 
ba-Awkasdriya za-Afrdqeyd ( = unten M), 4. in&hbara X-qeya za-we'etu mdjibara 318 episqo- 
posdt ( = unten P u. Q), b.guba 'eGengerd ( = unten N), 6. gubd 'eAnsokiyd ( — untenR), 7. gubd'e 
Lowodoqiya (sic) { ==unten S), ohne Nummer; gvbd'e Serdeqe (=unten 0), 8. gubd'e Qusten- 
tenyd za-ba'enta Maqedoniyos saUd'e nianjas qeddus ... 4 qanona (fehlt unten, vgl. Riedel 
180 n. 94), 9. gubd'e Efeson za-ba'enta Nestur (fehlt unten; Riedel 183), 10. gubd'e kd ( eb 
(Hs, lci l ba auf Rasur) wa-emdehrehu Sar'u zanta Ser'ata 29 qanona (fehlt unten; Identitat 
ungewifi), 11. gubd'e harries za-ba'enta mdhbara < elivaniva-zqkama8ar'uqano7id fe 
nach GGAL I, 598 das „5. Oecumenicum in Konstantinopel (553)", 12. sddes gubd'e ba'enta 
masliaf zako7iaza-Sargi wa-Qcn-es za^ye^ siehe GOAL ib. 

„das 6. Konzil, das 3. zu Konstantinopel (680/1) ... iiber die inonotheletische Irrlehre der 
Patr. Sergius v. Konstantinopel u. Cyrus v. Alexandrien"). 

L. (74bc-78ac) Die Canones von Ancyra (wa-gabru te'zdza zanla 25 qanona), im Text aber 
nur 24 wie gewohnlich (Vat. Borg. 2: 12, Riedel 177); der Unterschied beruht darauf, dafi 
im Inhaltsverzeichnis der 3. Canon (ba'enta za-hayyaleivwo wa-k u annanewwo ba'enta heggu 
wa-g u ayya . . .) durch 2 Rubriken ersetzt wird (3. ba'enta za-gaf l eunvo u. 4. ba'enta za-g*ayya 
em-bel,ieru). 

M. (78ac-80ac) Die 14 Canones von Neocaesarea (za-Kdsariya, vgl. oben K: 3) (Vat. Borg. 
2: 13, Riedel 177, b). 

N. (80ac-82aa) Die 20 Canones (te'zazdt) von Gangra (Vat. Borg. 2: 16, Riedel 177, c). 
Ausgabe: Guerrier & Gr^baut, Les canons du Concile de Gangres (ROC XXIII, 303-313). 

O. (82aa-84ba) Die 21 Canones von Sardica (Vat. Borg. 2: 19 „Canones Sardicenses XX"! 
Riedel 178, f „21 Canones"). 

P. (84ba-88ac) Die 20 Canones (qanona) von Nicaea (vgl. oben K: 4) (Vat. Borg. 2: 14, 
Riedel 179, f, g). 

Q. (88ac-100) Die 84 Canones (te'zdz) von Nicaea (Vat. Borg. 2: 15, Riedel 180, i). Aus- 
gabe v. Mauro da Leonessa: La versione etiopica dei Canoni apocrifi del concilio di Nicea 
sec. i codici Vaticani ed il Eiorentino (RSE II, 29-89). 

R. (101-105aa) Die 25 Canones von Antiochia (Vat. Borg. 2: 17, Riedel 177, d). 

S. (105aa-llla) Die 59 Canones von Laodicea (Lodoqeyd, vgl. oben K: 7) (Vat. Borg. 
2: 18, Riedel 178, e). 

T. (lllb-118ab) Auslegung der 10 Gebote von Johannes Chrysostomus (Terg u dme 'aSartu 
qdldt za-targ u ama Yohannes Afa Warq), bis 116ba ofene Einteilung (nur 112ac- ; ,3. te'zdz"), 
dann te'zaz 1-10 und langer Epilog. SchluB = Vat. Borg. 2: 20, vgl. Wright 359: 13, Dillm. 

8- 732538 Ldfgren 113 



■ / ■,•■■■■■■ ' ■■-■■ ; ■•■■ 

Berl. 23: 19; ein arabisches Original dieser wohl untergeschobenen Schrift ist mir nicht 
bekan^nt. 

U. i(118ac-121aa) Bckenntnis der 318 Rechtglaubigen von Nicaea (nagar za-qeddusan 
aiawpl8za-yekawwenhenzdla-manakosdtba , enlaqedde3tSelldse)( = Va,t. Borg. 2: 21, Wright 
359: 12, nach Riedel 165 „in 32 Abschnitten; im allgemeinen identisch mit der pseudo- 
athanasianischen doctrina 318 patrum"). 

V. (121a-122ac) Schreiben der 318 Rechtglaubigen von Nicaea (nogar za-318 qeddus&n) 
(=Vat. Borg. 2: 22 „Epistula ... de apostate reconciliandis", fehlt Wright 359). Anfang: 
ba-mekra kullena haUitmna wa-fequran ahaw anbibana mashafa za-tafannawa emhabck^u 
usw. (vgl. Zotenberg 121: 1, 1). Schlu6= Vat. Borg. 

W. (122ac-123ba) Ohne Uberschrift: <14 Fr'agen an den Bischof Petrus und seine Ant- 
worten) (=Vat. Borg. 2:23 zakama tase'lu pdppdsdt wa-qasdwest la-episqopos samdH 
Pelros; der Schlufi stimmt mit unserera Text fiberein; der Bischof ist sonst als Timothous 
bekannt, aiehe die genauen Literaturangaben daselbst)! Anfang: 1. wa-tase'Uvnvo la-Petros 
pappds wa-yebekwwo ba'enta nessehd. emma tyzan ne'us krestiyan za-saVatu ( umat usw. 

X. (123bb-126ba) Abhandlung fiber die JDreieinigkeit (gessdwe temheti hegg waSer'at 
wa-Utgsas ina-taSar'a ba'enta heUunnd ab im-wald tva-manfas qeddus) (=Vat. Borg. 2: 26: 1, 
Wright 369: 14). • 

Y. (125ba-126ao) Abhandlung iiber den Unterschied zwischen Gutem und Bosem 
(gessew wa-hr'at abisiUis (so st. abseltis Vat. Borg. 2 =abt,elis[) qanond za-egzi'ena named ellu 
gessdwe lemhert kama yefletu Sanndya wa-ekkuya. ze-lemhert wa-tagtas za-ta&ar'awa-tasehja 
la-elUi ya'ammenu ba-hellunnd Bgzi.) ( = Vat. Borg. 2:26:2 mit falscher Uberschrift, in 
unserer Hs. durch Rasur berichtigt, Wright 359: 16). 

Z. (I26ac-b) Abhandlung iiber die Gottesfurcht, mit den 10 Geboten (gessew wa-temhert 
abislitis(!) qanond ba' enta ferhata Egzi. nawwa ellu) ( = Vat. Borg. 2: 26: 3, Wright 359: 16). 
AA. (127-130bb) Belehrung fur den jungen Christen (lemhert la-ne'usa krestiyan nawwa 
ellu), Ermahnungen im Anschlufi an die Psalmen Davids, mit wiederholtem o-fequraneya 
(wohl als Fortsetzung von Z zu betrachten, vgl. unten 36: A. 30). Anfang: wa-Ddwit-ni nabiy \ 
mazammer bezuh(a} tandgara ba'enta amin wa-ferhata Egzi. wa-yebe: Bern' be'esi usw. 
SchluB: o-fcqurdneya afqerewwo la- Egzi. wa-tamassalu kiydhu wa-huru ba-kullu fendwihu 
wa-tafaqaru babaindtikemu ba-ammehd tafuqero um-taSana^ a>wu kuUekemu ella ba-hellunnd 
manfas qeddtus hallewu wa-nebaru batti ba-ze temhert wa-tewarresu heywata za-la-'dlam kama 
yahabkemu za-'ayn i-re'ya wa-ezn i-sam'a za-astaddlawa la-ella yafaqqerewwo (1. Kor/v 
2: 9) httu sebhat la-mafqa<re> sab' la-hellunnd Egzi. za-yemayyetomu la-hate* an wa-la-ma- 
'abbesdn ba-bezha bahlu loa-mehratu la- ( dlama ( dlam amen. 

BB. (130bb-138ac) Canon der Apostel iiber „das erste Volk" (d. h. die Juden) (abislitis 
qanond za-em-hawdryat taSar ( a nawwa ellu) ( = Vat. Borg. 2: 26: 4 Wright 359: 17). Anfang: 
temhert wa-tag&ds wa-zatafd ba'enta qaddmi hezb... wa-zelfala Esrd'el kama ya'meru mahay- 
mendn hezba krestiyan la-ella ya'ammenu ... seme ( u wa-labbewu o-fequraneya ekayomu urn- 
'amazahomu la-qaddmi hezb usw. Im Folgenden wird das Volk Israel angeredet; 134bc-137 
ausiuhrlicher Bericht fiber Johannes den Taufer und die Taufe Jesu mit der Tradition fiber 



\ 



114 



das Zuriickweichen des Jordan (wie im apokryphen Johannesevangelium, ed. Galbiati, 
Kap. XXXIII). 

CC. (138ac-142bc) Fiinfter Abschnitt: Abhandlung des Gregorius von Armenien gegen die 
Juden (gessew wa-tagSds abtalis qanona ba'enta za-zalafomu wa-gaSSasomu qeddus Gorgoryos 
liqa pdppdsdt za-Armdnyd) ( = Vat. Borg. 2: 26: 5 ,,oratio s. Gregorii <Inluminatpris> 
adversus Iudaeos", \Vright 359: 18). Anfang: ga&Sasomu wa-zalqfomu la-Ayhvd ekkuydn 
ella hallawu heya meslehu qeddus Gorgoryos ba'enta ella yebelu: (za-ytawalda em-Mdrydm 
i-kona walda Egzi. sab' we'etu walda sab' usw. SchluB: ak u atet la-tvald baza-mas' ata'azzizo 
wa-basha eslca la-maurit ba'enta hati'atena wa-sagid wa-hellunnd (lies la^hj) Egzi. la-za- 
gabra saldma md'kala samdydwydn wa-maretdwydn wa-rassayomu 1 wa-'araqomu la-kd'e- 
homu bahaba abuhu ba-manfas qeddus. Es folgt eine kurze Angabe fiber die Tatigkeit des 
Gregorius von Armenien, des Wundertaters (gabbdre ta'dmer wa-manker) und (142bc) dcr 
Kolophon mit dem Namen des Filepos und seines Sohnes Saga Kresios (vgl. unten). 

DD. (142bc-162a) Weifcere Belehrungen und Ermahnungen nach Art der Sektionen AA 
und BB, in mehreren Abteilungen: 1. iiber die Weisheit (gre^eu; wa-lagMs wa-8er ( at temhert^a} 
\ebab (wa-tagSds) abtelis qanona. za-laSar'a nawwd ellu) ( = Vat. Borg. 2: 26: 6 Wright 359: 19), 
2. (143ab) iiber den Glauben (temhert ba'enta amin nawivd ellu), 3. (144ba) iiber Liebe und 
Barmherzigkeit (temherl ba'enta feqr wa-meswdt n.e.), 4. (145bc) iiber Gerechtigkeit, Milde 
und Reinheit (1. (temhert) ba'enta ret ( wa-yawhal wa-nesh n.e.) s 5. (147ac) iiber die Martyrer 
((temhert) ba'enta samd ( tdt), 6. (148ac) iiber die Vater (temhert ba'enta abaiv nawwd ellu): 
o-fequrdneya zentu kullu megbdrdta sedq ba-lebab yetrakkab wa-kamahu abaw-ni qeddusdn 
ba-tebab rakabewwa la-fenota heywat usw., 7. (148bc) temhert ba'enta ne'usdn(wa-y ( abiydn: 
o-fequrdneya halieyu ba-tebab iva-seme'u za-nagarkukemu usw., 8. (150bc) temhert wa-tagSds 
ba'enta bd^el wa-nadddy nawwd ellu: amdn ebelakkemu o-fequrdneya halieyu ba4ebab ne'use- 
kemu wa- 1 abiyekemu ab ( elt-ni wa-nadddy(dri> -ni i-tenbaruseru^a aid tegehu usw. 

Die Ahnliohkeit der tlberschriften (gessdwe/gessew ... nawwd ellu) und des Stils machen 
es ziemlich klar, daB die Abschnitte X, Y, Z, AA und DD von demselben Verfasser stammen 
und urspriinglich eine zusammenhangende Mahnrede bildefcen, in welche wohl spater die 
beiden Abschnitte iiber die Juden (BB und CC) eingeschoben worden sind. Solange kein 
arabisches Original aufgefunden worden ist, kann man annehmen, daB es sich urn eine 
innerathiopische spate Arbeit (etwa des 14. Jahrhunderts) handelt. Von Gregorius Illumi- 
nator, dem Apostel Armeniens, ist keine Schrift erhalten, seine ,,oratio adversus Iudaeos" 
ist also gewiB, ebenBo wie die ihm zugescliriebene Anaphora (Ausgabe von Lofgren & Eu- 
ringer, Orientalia Christiana XXX: 2), pseudepigraph. 

EE. (162b-166) Acht Canones iiber die BuBe, von Jesus Christus dem Petrus mitgeteilt 
(8 abtalis qanona ba'enta nessehd temhert za-taSar K a emhaba egzi'ena I. Kr. nawwd ellu) ( = Vat. 
Borg. 2: 27 mit Literaturhinweis: L. Guerrier, Canons p6nitentiels, ROC XXI, 5-24, Wright 
359: 20). Anfang: wa-tase'lo Petros la-egzi'ena I. Kr. emdehra tanSe'a em-mewtdn ba-Dabra 
Zayt usw. SohluB: o-episqoposdt kama-ze Sere'u wa-haggegu(!) Ser'ata nessehd habewwomu 
kama i-yemawwetuJuite'dn ba-hali'atomu la-ella yefaqqedu nessehd. 

Kolophon (156bc): la-za ashafo la-zentu mashafa Sinodos tasaffiwo Ser'ata qanona za- 

115 



hawaryat qeddusan wa-ne§uhdn kawakebt beruhdn yeshaf semo la-abuna (Filepos) (ver- 
wischt) haba 'amda warq qaye\ za-Wlu mesla sakafihu hate' wa-abbasi wa-hezun(Saga{?) 
Krestos) (verwischt) la- l dlama ( dlam amen iva-amen la-yekun la-yekun ba'enta Segahu wa- 
damu la-Kresto(s) edehen hebura ba- ( ebretu tajas§ama zentu mashafa Sinodos ba-saldma 
Egzi. amen. 

Pergament, 30x26 cm, 157 Blatt (I u. 157 sind leer). SchriftinS Kolumnen, 28 Zeilen. 
Kraftige gleichmaBige Hand (Hohe 4 mm) aus dem 18.-19. Jahrhundert. In Holzdeckeln 
ohne Lederbekleidu^g.Besitzer: Philippus (Filepos). Kopist: Saga^.) Krestos. Kat. Lofgren, 
Nachtr, 2. :".v'- '■/^Vi^;.'^"^^^;:-^-^^ 3ffl. 

36. HAYMANOTA ABAW: „FIDES PATRUM" 

Dieses groBe Sammelwerk der monophysitischen Kirche Agyptens wiirde nach Graf 
(GCAL II, 322) um 1078 von einem Unbekannten aus koptischen Vorlagen zusammenge- 
stellt, und zwar in arabischer Sprache, mit dem Titel Vtira] ' alaba 3 '. Die Zuweisung an 
Ibn Raga' (Bulus al-Wadib) (so noch Guidi, Storia 72) als Verfasser wurde von Graf im 
Aufsatz Unechte Zeugnisse romischer Papste fur den Monophysitismus im arabischen 
..Bekenntnis der Vater" (Romische Quartalschrift XXXVI/1928: 197-233) als irrtiimlich 
erwiesen (vgl. GCAL II, 318). Seine sorgfaltige Analyse der arabischen Rezension des 
Werkes: Zwei dogmatische Florilegien der Kopten, B: Das Bekenntnis der Vater (Orien- 
talia Christiana Periodica IH/1937: 345-402) wird unten als „BV" zitiert. Auf die genauen 
Beschreibungen der athiopischen Rezension von Dillman (Br. Mus. XIV), Zotenberg (Cat. 
Ill, mit Heranziehung des arabischen Originals) und GrSbaut (Cat. Griaule I, 71-105) 
wird mit Dm., Zot. und Gr. hingewiesen. 

Die Ubertragung ins Ge'ez soil erst in der Regierung des Negus Claudius (Galdwdewos), 
1540-1559, gemacht worden sein, und zwar von Maba' Seyon, Sohn von Ras 'Amdu (CR, 
Note 41/279; Guidi, Storia 72). AuBer den zwolf von Conti Rossini, Note 63/622, verzeich- 
neten Handschriften (von welchen Br. Mus. Or. 661 nur ein Fragment bietet) sind mir 
fiinf weitere Exemplare bekannt: Paris, l§th. 322, Cambridge, Or. 1888 (Ullendorff XXX), 
Oxford, Aeth. c. 4 (Ullendorff 80), Athen, Bibl. Nat. 1818 (Cerulli in RSE II, 181-8 m. 
wichtigen Bemerkungen) und die hier zu behandelnde Kopie, zusammen 16 vollstandige 
Exemplare. Hammerschmidt, H? I, 110, 196 ff., beschreibt zwei Hss. des 18. (?) Jahrhun- 
derts (Kebran 11 u. 50) und hat in Gondar eine kostbare illuminierte Kopie des Werkes 
photograph ieren konnen (ib. 74 f.). 

Inhalt: 

A. (2-192aa) Das Hauptwerk Haymanota Abaw „Das Bekenntnis der Vater", laut 
der Einleitung vom Koptischen ins Arabische und daraus ins Ge'ez iibersetzt. Anfang: 
ba-sema . . . amlak newatten ba-rad'eta egzVena za-bottu madhanitena ba-sefrifa Haymanota 
Abaw U8w. = Zot. 
1. (2ab) <Die Mystagogie:) yebelu 12 jiawarydt wa-Pawlos neway heruy wa-Ya'qob za- 

116 



tasamya ehuhu la-egzi'ena episqopos za-Iyarusdlem wa-7 diydqonM iva-72 arde't em-mashafa 
Kiddn ... Elmasto'agyd (Mwwyoylz) wa-ye'eti haymanot enta maharomu ...I. Kr. la- 
ardaihu za-ydnbebeiowo me'mandn emqedma qedddse nesuh. Anfang: za-qedma hallo 
wa-yehellu eska la-'dlam wa-za-yemasse' za-hamma toa-mola wa-taqabra wa-tanSe'a usw. 
SchluB (3bc): bakama yebe Muse wa-ba' eddn-hi qeddusdn kama ye'eti egzi' abeherdwit za-lottu 
kebr wa-sebhat eska la- ( dlama ( dlam amen. 

Dieser von D. Lifchitz, Textes ^thiopiens magico-religieux 71-86, herausgegebene Text 
erselzt hier die in anderen Handschriften stehende gev, Lmlichere „Doctrina aroanorum" 
(Temherta hebu'dt) (siehe oben Nr 4: G u. passim). Vgl. Zot. Ill: 1 (nur arab. Text), Wright 
344, i 2a; DiUm.Br. Mus. XlVhat „e libro Testamenti" ohne nahere Prazisierung, ebenso 
Dillm. Berl. 28. Dagegen hat Paris, Jth. 322 beide Texte, die als Rezensipnen desselben, 
dem 28, Itapite] des ersten Ruches von „Testamentura Domini" entnommenen, Materiales 
zu ^^hten sind : (s, Hammersohmidt, Ithiopische liturgische Texte 42-44; weitere 
Literaturbei Graf, BV 364, vgl. Cerulli, RSE II, 185-6). 

2. (4a-ba) Zwei Zitate aus der Didascalia Aposiolorum (ygl. Zot. 2). 

3. (4ba) Von Herenewos, Bischof von Edom (st. Hierotheos v. Athen) rad'omula-hawarydt 
wa-taldwihonvu: orit wa-nabiydt wa-wangel sabaku ba-Krestos usw.; (5a) von demselben: 
bakama yenaggerdna masdheft qeddusdt kama Krestos sab' usw. < = Dm 2 Zot 3 Gr 4- 
Graf.BVNrl). ' ' ".' ' 

4. (5ba) Von Jwtifos (Var, Atifos), „Schuler der Apostel, Metropolis von Konstantinopel 
(Qustenlenyd) zur Zeit wo sie Berentyd ( =Byzantion) hieB": yom tatvakkafa egzi' Krestos 
ledata sab' enza we'etu beluya mawd'el usw. (Dm. 3, Zot. 4, Gr. 6; Graf, BV Nr 6 vermutet „At- 
ticus", 406^25, s. HT, Fussn. 219). 

5. (5bb) Von Arkaioos (Var. Arkewos =Archaios), Bischof von Leptis in Afrika (Laft za- 
Me'rdb), im Brief an Alexander: yedallu yekun ba'dla tenia's ba-'elata ehud usw. (Dm. 4 
vermutet Archelaos, Graf. BV Nr 6, „Irenaus v. Lugdunurn"). 

6. (5bc) Von Dionysios Areopagita (Diyondsyos Areyos Fagos), Bischof von Athen (Atrns), 
im Brief an Timotheos, den Paulusschiiler: nahab kebra za-i-yetnaggar ba-hed'al usw. (Dm. 
5, Zot. 6, Gr. 7, vgl. Graf. BV Nr 7). 

7. (6ba) Von Ignatius (Agnatyos), dem Martyrer, dem dritten Bischof von Antiochia nach 
Petrus: a) in seinem Brief: Egzi. gabbdre kullu fetral we'etu usw.; b) im 13. Brief: amdn 
tawalda egzVena I. Kr. emuna lehqa usw. (Dm. 6, Zot. 7, Gr. 8, vgl. Graf, BV Nr 8-9). 

8. (7ba) Von Gregorius Thaumaturgus, Bischof von Caesarea in Kappadokien: a) in seiner 
Homilie iiber die Dreieinigkeit: d'mer kullo gebra em-3 gebrdt usw.; b) (8bb) im Buche 
Kefl za-haymdnot (Kara |x£po<; nldviq): Egzi. za-ba-amdn za-hallo enbala Sega Ostar'ayaye'eze 
ba-hga usw. (Dm. 7, Zot. 8, Gr. 9, vgl. Graf, BV Nr 10-11). 

9. (8bc) Von Gregorius <Illuminator>, Bischof von Armenien, „Martyrer ohne Blut", drei 
Zitate aus „seinem Gebet": a) za-jannawa waldo wdheda wesla ( dlam berhdn za-em-berhan 
usw.; b) (9ab) wa-ba' enta zenlu kona waldeka wdhed ba-Segd usw.; c) (ib.) laka la-bahtiteka 
yedallu sebbdhe Mahal ba-'ebayeka wa-hiruteka l&'la zalii hagara Armdnyd usw. (Dm. 8, 
Zot. 9, Gr. 10, vgl. Graf, BV Nr 12-14). 



117 



\ 



10. (9ac) Von Alexandros, Patriarchen von Alexandria, Vorsitzendem (liq) im Konzil von 
Nlcaea: a) in seiner Homilie (dersan): ment-nu ashaqo yerad Egzi. qal westa medr usw.; 
b) (ib.) in seiner Homilie uber die Leiden des Herrn: o-la-zentu meStir haddis za-i-yetnaggar 
bottu la-mak v annen k u annanewwo usw. (Dm. 9, Zot. 10, Gr. 11; vgl. Graf, BV Nr 15-16). 

11. (9bb-16ac) Von den 318 Orthodoxen in Nioaea: a) Glaubensbekenntnis (salola haymdnot) 
nebst Kommentar: wa-em-ze Sar'u abaw 318 haymdnota rete'ta usw.; b) (lOab) wa-sahafu 
lana zanta Ser'ata haymdnot wa-qanond ama tasu < u la-warha Heddr ba-636 em-'dmaia 
Eskender usw.; c) (12ab) la-zdtti haymdnot emma faqadka kania tekunldtti delwa o-fequreya 
tadallaw usw.; d) (16aa) zdtti ye'eti te'zdzd la-haymdnot enta aqdamndhd wa-sahaf.'dha usw. 
(Dm. 10, Zot. 11, Gr. 12, vgl. Graf, BV Nr 17-18). 

12. (16ac-29bb) 15 Testiiuonien des Athanasius, Patriarchen von Alexandria: a) Homilie 
uber die Inkarnation: na'ammen ba-walda Egzi. za-tawaUa em-ab ba-malakot usw.; b) (17ao) 
Homilie iiber den Glauben: ellu-hi kdle'dn bo'u westa hezzata haymdnot ba'enta (westa Zot.) 
tahdSeSotomu usw.; c) (17ba) aus derselben: wa-kd c eba yebe ...: soba-ssa anta haSaSka kd'eba 
ba-retu 1 usw.; d) (18ac) Homilie iiber die Trinitat und die Inkarnation: nehna-ssa ahawlna 
nd'ammen kama-ze usw.; e) (20ab) in „Epistula de fido sancta" (Tomdm haymdnot qeddest): 
■nd'ammen ba-folldsehu ( eruy ba-malakot usw.; f) drei kurze Ausziige: 1. (20ac) yedallewanna 
■nebal wa-nel'aman kamal helldioeiva-1 akdlwe'etu Egzi.usw.',2.(ib.)yedallewannaba-kullu 
gebr nelabbu za-nababu mafdheft qeddus&n usw.; 3. (20ba) tva-ka*eba yebe: albottu la-tvald 
wahed kel'e helldwe usw.; g) (ib.) ba'enta najsu wa-hgdhu wa-redalu la-egzi'ena westa Si'ol 
im-a c raga (so st. wa-a l regotu Zot. Gr.) §ddeqana: g u ayya zahdy wa-§alma warh usw.; h) (21 aa) 
Homilie iiber die Inkarnation: ndammen ba-walda Egzi. ab za-tawalda emqedma kuUufetrat 
usw.; i) (21ab) Homilie ba'enta hemdmdtihu mdhyawit: tasaqla tva-imhabanna madhanita 
usw.; j) (2 lac) 3. Homilie iiber die Trinitat gegen die Arianer {Aryosavoeyan): i-yekawwen 
gebra Sega ba-za i-Seggew wa-dd'mu naS'a Sega mawdti (1. -te) usw.; k) (21ba) Homilie iiber die 
Inkarnation: nehna ndammen bottu kama we'etu walda Egzi. amldk ba-manfas usw.; 1) (ib.) 
in den 12 Vorschriften (te'zdz) an Konstantius, Sohn des Konstantin (Hs. beidemal: Q u astan- 
tinos), als er ihn aus der Verbannung zuriickrief : IcaSata afuhu wa-yebeh la-neguS: semd 1 . 
emenniya o-neguS esma tawak(k)afka Wleya nebdbo la-Awsdbeyos (Eusebius) usw.; m) 
(23bc) Brief an Epiktetos (Aknitos), Bischof von Korinth (Qorontos): ane-ssa ehelli kama 
kullu nagara 'aldweyan batala usw. (Dm. .11: a-i, Zot. 12: a-k, Gr. 13: a-m, vgl. Graf, 
BV.Nr 19-35). 

13. (29bb-34aa) 5 Testimonien des Basilius, Bisohofs von Caesarea in Kappadokien, aus: 
a) Schrift (dersan) an Eunomios (Awndmeyos): ane-ssa ebel esma za-tabehla ba'enta egzi' ena 
I. Kr. usw.; b) (29bc) Brief an Anqelosis (Amphilochius?): yedallewanna nd'mer hebrata 
iawdhedota malakol usw.; c) (30ab) Auslegung des Wortes von Salomo: ,,Gott scbuf mich 
als sein Erstlingswerk" (Prov. 8: 22): zentu we'etu 1 egzi' gala Egzi. ab za-yebel: ana we'etu 
fenota sedq wa-heywal (Joh. 14: 6); d) (30bc) Bekenntnis iiber die Trinitat: Sanndy lana 
wa-yedallewanna za-ba-sedq zakkeroto la-Egzi. usw.; e) (33ab) iiber den Glauben „im Anfang 
Beiner 106 Homilien (dersdndt; Zot. ,, canons")": maqdema kullu ne' man ba-1 amldk za-bottu 
3 akdldt usw. (Dm. 12: a-e, Zot. 13: a-e, Gr. 14, vgl. Graf, BV Nr 36-40). 

118 



14. (34aa) 4 Testimonien des Gregorius von Nyssa (Nvsis), Binders des groBen Basilius: 
a) 16. Homilie uber das Hohelied: esmu Krestoa i-four usw.; b) (34ao) Homilie uber die 
Taufe des Herrn: wa-mkarm kona lottu sem'a qdla ab usw.; c) (36aa) iiber das Pauluswort 
WeyuzarUa ba-albdbikemu usw. (Phil. 2: 5-6): merit we'etu nedet usw.; d) (35ac) Homilie 
iiber die BuBe (vgl. Zot.): buruk Egzi. ba-kullu gebru usw. (Dm. 13, Zot. 14 Gr 15 vel 
BV 41-44). , • , 6 . 

15. (38aa) 3 Testimonien von Felix (Fileks), Martyrer und Papst: a) Homilie uber Inkarna- 
tion und Glauben: nefrna-ssa ndwaggez ella yehelhyu bemdma aw mota la-mulakot usw.;b) 
(ib.) netayyeq keflata keVetu heUdwe usw.; c) (38ab) rrfamrmn yteze ba-Krestos IycLs 
amldkena usw. (Dm. 14, Zot. 16, Gr. 16, vgl. BV 45-47). 

16. (38ac-43bo) 9 Testimonien des Abutides (Hippolytus), aber im Index richtig: Julius 
(Yolyoa), Papst in Rom: a) Brief an Dionysius: ane-ssa dnakker soba samd'ku ba'enta sab' 
ellai-yet'ammanu usw.; b) (40aa) 2. Brief an Prosdocius (Baresdogis): ba-egzV net/aSd* enka 
teqqa usw.; c) (41aa) Brief an Dionysius: nefamrmn ba-fetur ba-tawdhedoia fattdri meslehu 
usw. (in Zot. fehlt meslehu u. noch 5 Worte); d) (41ab) Brief an alle Bischofe: o-omw 
fequran ba-egzV netfaSdh enka usw.; e) (41ba) iiber die Einheit (tawdhedot) Christi: sobayebe 
sabbefanni lorn qal em-Sega usw.; f) (41bc) wa-Wemrm qal Sega korm bakama se^uf usw.; 
g) (42aa) ne^na-ssa na>ammen ba-astar 'eyota Egzi. qal teyuqa usw.; h) (42ba) ba'enta teSguta 
Egzx^ qal: o-ahaweya esma wangel asladdlawa lana madhanita usw.; i) (43ba) yebe Matoligon 
(sio=Ar. fur gr. ^ 6X(yov): konu heguldna i-md'merdm reteH haymanot usw. (Dm. 15, 16, 
unrichtig Caelestinus zugeteilt, Zot. 16: a-i, Gr. 17: a-i, vgl. BV 48-56, Cerulli 186). 

17. (43bc) Von Innocentius (Ayokendyos), Papst in Rom, im Brief an Severianus von Ga- 
bala (Eld): arm gize warada Egzi\ qal em-samdyat usw. (Dm. 17, Zot 17 Gr 18 vel BV 
67, Cerulli 187). » • , g. 

18. (44abj Von Silvester (Salabastiryos), Papst in Rom, in seiner Auseinandersetzung 
(tawdteot) mit den Juden iiber die Leiden des Herrn: yebe S.: Wemmabo om wa-yefaqqedu 
matiroto ba-mdfyze usw. (Dm. 18, Zot. 18, Gr. 19, vgl. BV 58). 

19. (44ba) Von Vitalianus (Ndlalis), „der leuchtenden Lampe", Papst in Rom: a>ammen 
ka'eba ba'erUa hr'ata madhanina baJegd usw. (Dm. 19, Zot. 19, Gr. 20, vgl. BV 69). 

20. (44bb-46ab) 5 Testimonien des Mart Efrem <Syrus>: a) aus einer Homilie iiber die 
Jungfrau Maria: ba-kullu gize em" arm ledata eska 'eraftd wa-felsatd usw.; b) (45aa) am Ende 
dersejben Homilie: em-dabra Sina wahaba Egzi. ? elata usw.; c) (ib.) in Auslegung des Gloich- 
nisses von der kostbaren Perle (messdle zu-<enq«a ba&ey): na§>a tesbSta kama yekun ba- 
za-i-kom bottu usw.; d) (45ba) wa-Weba yebe: esma hlihomu yetqawwamu kama yd'meru 
bertem astafeyotu usw.; e) (45bc) in derselben Homilie: Mihu egzfena I. Kr. tawalda em-ab 
usw. (Dm. 20, Zot. 20: a-o, Gr. 21: a-e, vgl. BV 60-64). 

21. (46ab-49bb) 9 Testimonien des Proclus (Eraqlis), Bischofs von Cyzicus {Kiskis), spater 
von Konstantinopel nach Absetzung des Nestorius: a) Homilie iiber die Geburt Christi: • 
enza we>etu westa hezna abuhu tasawra westa karSa dengel usw.; b) (46ba) Homilie iiber 
Thomas: arm amVxkiya <wa-)egzi> eya aula emqedma l dlam usw.; c) (46bb) iiber die Inkar- 
nation: o-karS ^-ta^fa ivesteta rmshafa g^zan em-gebrenndt usw.; d) (46bc) im Briefe an 



119 



Armenien: kona qala Egzi. sab'a za-ba-amdn usw.; e) (47aa) ohne Absatz: wa-bakama i-ye- 
dallu yetfalat 1 haba kawina kel'e usw.; f ) (ib.) Homilie uber die Verkundigung des Gabriel: 
nd'mer enka ba-za-yehelli (za-neheUi Gr.) ba'enta bezu'dwi Yosef usw.; g) (47ac) Homilie liber 
den Glauben: za-alboliu Sega kona Sega za'enbala welldte usw.; h) (47ba) Homilie uber das 
Glaubensbekenntnis der 318 in Nicaea (enza yetqdwwam mesla Nesteros 'dew): Egzi, qal za- 
fcona sab'a wa-i-tawaUata em-heUdwehu usw.; i) (47bb) Homilie uber die Inkarnation: 
be'l wa-rabdh we'etu sagdhu la- Egzi. za-i-yeth u ellaqu la-gubd'emanfasdwi\iBw. (Dm. 21: a-i, 
Zot. 21: a-j, Gr. 22: a-k, vgl. BV 65-75). 

22. (49bb) Von Severianus, Bischof von Eld (Gabala) d. h. Asqalona: na'ammen ba-qal 
kama tawalda em-ab ba-za-i-yelnaggar usw. (Dm. 22, Zot. 22, Gr. 23, vgl. BV 76, Cerulli 187). 

23. (49bo) 2 Testimonien von Eupraxius (Aforosyos), Erzbisohof von Armenien: a) emma-ssa 
i-ya'ammenu ba-zentu ye'manu enka ba-qdla hawaryd usw.; b) (50aa) yebhamu enka-ssa wa- 
yetgaSasu nabbdbeyana kantu usw. (Dm. 23, Zot. 23, Gr. 24, vgl. BV 77-78). Nach Hammer- 
schmidt (Hf I, Fufin. 221) ware hier der armenische Katholikos Aspurak(es) (381-6) 
gemeint. 

24. (50ab) Von Johannes, Bisohof von Jerusalem, in „Ordo institutionis fidei" (Ser'ata 
nubbdre (Zot. gabbarel) haymdnot): nd'ammen ba-1 malakot wa-1 helldwe usw. (Dm. 24, Zot. 
24, Gr. 25,, vgl. BV 79). 

26. (61bc) 4 Testimonien des Theodotus, Bischofs von Ancyra, in der Homilie uber die Ge- 
burt Christi am 29, TahSaS: a) nebel ba'enta helldwe malakot esma Egzi. i-yetrakkab ba-hellinnd 
usw.; b) (52bc) ba'enta ment rassaya hemdma eg u dla-emmaheydwe kama za-lottu usw.; c) 
(53aa) Egzi. qal 1 we'elu bdhtiiu usw.; d) (53ab) mannu we'etu za-yefaUeto la-Krestos usw. 
(Dm. 25, Zot. 25 nur Uberschrift, Gr. 26: a-d, vgl. BV 80-87). 

26. (53ac) 13 Testimonien des Epiphanius, Bischofs von Cypern, seinem ,,Anoyrotos" 
(Malheq) entnommen, mit Ausnahme von Nr 12 (uhten: 1), die aus seiner Homilie „De 
duodecim gemmis" stammt: a) wa-Ddwit nabiy yebe: yebelo egzi' la-egzCeya usw.; b) (53bb) 
sehuf esma hezdn lehqa wa-san'a usw.; c) (54ab) yebe: ba'enta zentu abtala kullo ldk u dhomu la- 
c aldweyan usw.; d) (56ac) soba-ssa i-lehqa ba-ba heqq ba-akdl wa-ba-tebab usw.; e) (56bc) 
yebe: mal'omu Egzi. tebaba la-Bdsel'el wa-la-Elyab usw.; f) (57ab) esma soba tasamya fetura 
ba'enta tesbe'tu usw.; g) (57ac) lalihu madhanina qeddus warada em-samdydt usw.; h) (57bb) 
yebe hawdryd: esma we'etu tawalda em-be'esit usw.; i) (58ab) yebelu abddn wa-i-tamaytu em- 
sehlatomu usw.; j)(59aa) we'etu tebab we'etu amldk we'etu egzi' Amdnu' el za-i-yahammem usw.; 
k) (59ab) ba-tafsdmeta . . . Malheq: na'ammen ba-1 amldk ab ahdze kvttu ^alam usw. (vgl. 
Zot.); 1) (69ba) yebe: kama-ze hallo ba-zeya westa beta Yd ( qob saqoqaw ba'enta Yosef usw.; 
m) (59bb) yebe ba'enta tenia' e Segal: samd'na kama tanSe'u heddtdn usw. (Dm. 26, Zot. 
26: a-k, Gr. 27: a-m, vgl. BV 88-102). 

27. (65ab) 5 Testimonien von Gregorius Theologus (nabbabe malakot), Bischof von Nazianz 
(Enzindzti) u. Konstantinopel, nach Vertreibung des Ketzers Macedonius: a) Homilie liber 
die Gleichheit in der Trinitat: maqdema kullu nesabbek Selluse ''eruya usw.; b) (66ac) uber den 
Sohn: ella-ssa yebelu kama qala Egzi. hadara ba-be'esi usw.; c) (06ba) Homilie liber den 
geliebten Sohn: esma kullomu nabiyat i-kehlu basiha a'merotu la-za-i-yetrakkab usw.; d) 

120 



(67aa) Brief an Cledonius (Aqldndeyos): abddn-essa sab' ella albomu haymdnota ydsehelu 
sab' a usw.; e) (67ba) Homilie iiber die Geburt: qaddmdwi za-hallo em-qedm maqdema kullu 
mawd'el usw; (Dm. 27, Zot. 27, Gr. 28, vgl. BV 103-7). 

28. (67bc) 22 Stiicke von Johannes Chrysostomus: a) Homilie iiber den Glauben an die 
Trinitat (Selldse l erit): ane-ssa a'ammen kama-ze bakama haymdnota kuUomu hawdrydt 
uaw.; b) (68ba) 7. Homilie iiber den Hebraerbrief (vgl. unten Nr 38): i-naS'a za-naS'a em- 
mald'ekt usw.^ c) (74aa) Homilie iiber die Geburt: yom tawalda qaddmdwi wa-kona ba-za 
i-zi'ahu usw.; d) (74ac) Auslegung des Johannesv&qgeliums (Homilie 77): manker gebr 
we'etu esma Segahu za-kona za-enbala welldte usw.; e) (74ba) Homilie iiber die Geburt: kama 
gabbari iabib soba yerakkeb gebro za-yetgebbar usw.; f) (76bb) daselbst: Sanndya yebe nabiy 
kama we'etu yewazze' emenneki usw.; g) (76aa) 76. Homilie des Johanneskommentares: 
wa-emdehra-ze astar'ayomu I. Kr. la-ardd'ihu ba-tbe^hera Teberyddos usw.; h) (76ab) im 
Mashafa tahas's'es'o, in der Auslegung von Ps. 46: yebe: ( arga Egzi. ba-qdla qarna mawi' 
(qarn m. Zot., qarn mawwdH Gr.) usw.; i) (76ac) Auslegung des 2. Korintherbriefs: mota 
egzi' wa-taqabra wa-tanSe'a ama idlest l elat .usw.; j) (76ba) Auslegung des Hebraerbriefs: 
wa-za-ssa heqqa hazza emznna mald'ekt usw.; k) (ib.) Auslegung des Epheserbriefs: yebe 
Pdwlos: zaleama < ezaza gebra haylu za-gabro ba-Krestos za-anSe'o em-mutdn usw. (Eph. 1: 20 f. 
bakama ( ebaya haylu Piatt; 'ezozafehltZot.); 1) (77ba) daselbst: i-tere' eyu-nu kama-bo westa 
Segdna abdla za-yetarref usw.; m) (77bb) 3. Homilie iiber den Epheserbrief : lalihu yebawwe' 
zeya kullo amira usw.; n) (ib.) daselbst: wa-ba'enta zentu ana-hi sami ( eya haymdnotakemu 
usw.; o) (78ac) 4. Homilie dariiber: soba tesamme ( u kama Egzi. anSe'a la-Kreslos usw.; p) 
(78ba) 6. Homilie dariiber: yebe hawdryd ba'enta Krestos kama we'etu absehanna usw.; q) 
(ib. bb) Homilie iiber die Himmelfahrt: tame 1 a Egzi. Id'lena soba abbasna lottu usw.; r) (ib.) 
daselbst: esma Krestos a ( raga Segahu esma re'sa helldwena we'etu usw.; s) (79ab) da- 
selbst: esma helldwe za-kabda wa-gazfa kama-ze usw.; t) (79ac) daselbst: ba'enta kama 
maWekt yetfeSSehu meslena usw.; u) (79ba) Homilie iiber die Verkiindigung: tafaSSehi o- 
Mdrydm za-taSaggawa emenneki Egzi. qdl usw.; v) (80aa) Homilie iiber die Geburt: ba'enta 
zentu akko mannu-hi za-ye'ebbes usw. (Dm. 28: a-1, Zot. 28: a-p, Gr. 29, alle drei mit 28 
Ausziigen; vgl. BV 108-137). 

29. (80aa) 2 Testimonien des Theophilus, Patriarchen von Alexandria: a) iiber den rechten 
Glauben: kona guba'e ba-Niqiyd 318 episqoposat ba'enta haymdnot wa-ta'amanu usw.; b) 
(80ac) westa ahbero haymdnot za-21 (Zot. ,,lettre pascale"): tawalda kama sab' em-dengel 
usw. (Dm. 29, Zot. 29, Gr. 30, vgl. BV 138-9). 

30. (80ac-l 1 1 ba) 52 Kapitel (anqas, so im Kolophon) von Cyrillus, Patriarchen von Alexandria: 
a) Glaubensbekenntnis (haymdnot): nelina-ssa netallu emnata abawina qeddusdn enbala 
tawaldweh usw. (Graf: „epistola 66"); b) (80bc) „Glaubenslehre im Buche Armas' 1 (Hermes, 
s. Graf, BV 383, FuBn. 4): temhert la-ne'usa krestiydn (vgl. Nr 35: AA) emqedma ydlme- 
qewwomu usw.; c) (82ab) Homilie iiber die Dreieinigkeit: maharuna abawina qeddusdn kama 
ne'man ba-1 amlak usw.; d) (84aa) Brief an Johannes <von Antiochia), tagaddli ba-nesh: 
abawina nesufidn sahafu ba'enta egzi'ena J. Kr. us.w.; e) (84ac) <daselbst?> iJa'atata qdl 
em-za hallo boltu soba kona sab' a usw.; f) (84bb) iiber den rechten Glauben: menta yebelu 

121 



'alaweyan akko-nu we'etu 1 egzi' usw.; g) (85ab) Brief an die M6nche=Homilie iiber die 
Gottesmutter: qal za-tawalda em-Egzi. tawalda em-egze'tena usw.; h) (85ba) 2. Buch des „The- 
saurus" (so Graf, vgl. unten aa; „to Calosyrius" Wright; Hs. Sesores, Dm. Kiaores] Zot. 
Sorserea, Gr. Bosorea): Krestoa we'etu bakura mewutan usw.; i) (85bb) an Theodosius fiber den 
rechten Glauben: aatar'aya za-i-yastareH wa-tawakfa ar'aya gabr usw.; j) (86aa) an Johannes 
<Antiochenus>: na'ammenkamaqala Egzi. we' etui-fammami usw. (na'ammenB. 1., fehltZot.); 
k) (86ab) Brief an Nestorius: yebelu guba'e l abiy wa-qeddua: esma qal walda Egzi. usw.; 1) 
(86bb) <HomiIie: „Einer ist Christus":) nefrna-ssa netallu faUinnd rete'ta usw.^m) (87aa) 
5. Buch (tomdr) gegen Nestorius: i-yedallewanna nabsefy md'kala guba'em marira neb&ba 
UpTO " n) ( 87ac ) Brief an Johannes von Antiochia: na'ammen ye'eze ba-egzi'ena I. Kr. 
usw.; o) (87ba) Brief an Afomeyos ( =Gr. Awfemeyos Zot.), Bischof von Amorewon (Afrewos 
Zot.) (Graf: ..Acacius v. Beroea", Ar. B: Afamis ... Amuriya): o-aaV i-temilu nagara kanto 
mangalena usw.; p) (87bc) Brief an Acacius (Afasis; Afalia Zot. Gr.) von Melitene (Mile{an): 
qal taSaggawa bakama sefruf usw.; q) (88aa) Brief an Nestorius von der Synode <in Alexan- 
diia> (eUa tagabe'u em-adyama Geba): nefrna-asa nebel ba'enta egzi'ena I. Kr. kama we'etu - 
wahed usw.; r) (88ac) ibid.: nefrna-ssa i-nesammeyo la-qal za-tawalda em-Egzi. ab usw.; s) 
(ib.) ibid.: na'ammen kama tawalda we'etu em-Egzi. ab usw.; t) (88bb) ibid.: za-yedallu 
awgezotomu ba-maVekteka amldkawi usw.; u) (89ba) ibid.: wa-yebe: bo (Hs. 6o'a = Gr.) eUa 
yalammeyu hezzateya bahaba feqreka (fekreka Zot.) usw.; v) (90bo) an Nestorius iiber den 
Glauben: mannu we'etu zentu za-yekaffel qalata za-westa masajieft usw.; w) (92aa) Brief an 
Nestorius: i-kona zentu 1 1. Kr. 2 wa-la'emma-ni yet'awwaq em-2 usw.; x) (92ab) an die Orien- 
talen (haba saVa meMq): 1 helldwewe'etu mesla ab ba-malakot usw.; y) (ib.) aus „Mysterium 
fidei" (Mestira haymanot) „im 2. Jahre des Zyklus (me'wad)": bakama ebe qedma heM- 
%oehu la-sab' kona la-mot tva-U-musenna usw .; z) (92ac) Brief an Nestorius: na'ammen kvlh 
za-tabehla usw.; aa) (92ba) aus ..Thesaurus" (Mazgab), vgl. oben h): yebelomu madhanina 
la-arddHhu: AVazar l arkena noma (Joh. 11: 11) usw.; bb) (92bb-c) 4 kurze Ausziige: 1. 
emma-ssa Pawhs ya'ammen enza yebel usw. (BV 167); 2. an den Priester Eulogius (Awla- 
geyos): ala emmuntu yefammanu (BV 168); 3. wa-'adiyebeba'entaKresioskamal we'etuusw.; 
4. na'ammen ba-kullu makan kama we'etuwald ivafred usw.; co) (93aa) em-za yebe Timotewos 
<Aelurus, Graf) ba' enti'ahu: mannu za-tahubala gemura em-abawina qadamt wa-yebe (qadamt 
wa-yebe fehlt Zot. Gr.) emqedmayesScigo Egzi. qal usw.; dd) (93ba) 5. Homilie iiber 1. KOr.: 
i-maftew yetbahal ba'enti'ahu zeya kama i-mota usw.; ee) (93bb) iiber die Inkarnation des 
Logos: yebekama-ze esma mestira hirvt 'emuqww.yii) (95ac) aus ..Thesaurus" zwei Aus- 
ziige: Buch I esma madhen za-taw<Ma em-dengel wahedu U-ab we" etu; Buch II, kefl 7 iiber 
Kol. I: 15 ..{esma zentu amsalihu, h-Egzi.): nasseru matana zentu c ebay usw.; gg) daselbst, 
Kap. 8, fiber Proy, <8; 22> ^4a3elfa westa Messqliyal 

ranni): im-zanta nebe zakama hallayna usw.; hh) (96bb) daselbst, Kap. 8: na'ammeromu 
la-abwa-waU wa-rnanjas qeddus kama albomu tenia usw.; ii) (96bc) ibid.: soba-ssa i-tafatra 
ba-hbsaia^ega}wa-i-w<irc^a (ib,) Traktat III, Kan. 49 der Schrift 

„Qupd Christus unus sit" {dersanza-yebe kama Krestos 1): Egzi. qtilaUhutcrfaggawa usw. \ 
kit) (97aa) 3 kurze Zitate aus ders. Quelle =Fragen 71, 75, 83 (siehe Gr.); 11) (97ab) Frage 



122 



87: masseru enka Icama we'etu kona kamdna usw.; mm) (97ba) Fragen 117, 207 > 217 (Zot. 
anders): emrm-ssa yebelu ba'enta waited kama tawehbo lottu zentu leebr ba-saga usw.; nn) 
(97bc) <1.> Brief an Succensus (Sokises =Zot. Sokesis Gr.), Bischof von Diocaesarea (Danaq 
Qisareya^Gv., Dana Q. Dm. Zot. etwas beBser, vgl. BV 187, Fufln. 2) in Isaurien (Enso- 
reya): anbabku masafrefta za-fannawomu habeya qeddesatika usw.; oo) (lOObb) 2. Brief an 
dens, (hier Sokisas u. Q. za-Nuserya): haUawo yastar'i sedq la-fequranihu usw. (vgl. GOAL I, 
361); pp) (103a) aus „Prosphoneticus ad reginas" (hier habanagaSlheran „iegeB"; vgl. oben Nr 
34: A): wa-bakama Egzi. ab 1 za-bottu kona kullu usw.; qq) (llOab) Kap. 7 von seiner Aus- 
tegung des Mysteriums Christi (Terg u ame mesfiru la-egzVena Kr.) gegen Nestorius: emma- 
ssa yenabbebu eUa yefammanu ba-2 helldweyat ubw.; rr) (llOac) 13. Frage '(tahdSeSo) <aus 
„De incarnatione Unigeniti", so Graf, BV>: nefma-ssa nesammeyo la-Egzi. qal za-kona 
sab'a usw. Kolophon (lllba): tafassama za-Qerellos 52 anqas (Dm. 30: a-bb, Zot. 30: a-rr, 
Gr. 31: a-av: 48 Test., vgl. BV 140-191). 

31. (lllba) Von Theodosius, Patriarohen von Alexandria: a) Brief (tomara maV ektu) &n Se- 
veruB von Antiochia anlaBlich seiner Weihe: a'ammen ba-Egzi. qal kama we'elu 'eruy usw.; 
b) (112ab) Homilie iiber die Trinitat, geschrieben aus der Verbannung: yebeqeddus Isayeyas 
nabiy le'ula qal soba nassara sebbata Egzi.usw.; c) (116bb) Brief aus der Verbannung „an 
die Gottliebenden in Alexandria": arm d'ammer ahawiya kama krestosawiyan anttemu usw. 
(Dm. 31, Zot. 31, Gr. 32, vgl. BV 194, 192, 193). 

32. (118ab) 9 Stiicke von Severus (Sawiros), Patriarohen von Antiocbia: a) Glaubensbekennt- 
nis, an Kaiser Anastasius und das Volk: na'ammen wa-ntC amman zakama Ser'ata abawina 
qeddusan usw.; b) (120bc) Brief an Julianus <v. Halioarnassus) (Yolyanos Farasdwi) iiber 
die Inkarnation: nesme'o ye'eze la-bern' Gorgoryos usw.; c) (122ba) Homilie iiber das Schrift- 
wort „mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?": Egzi. qal soba atliata, re' so 
usw.; d) (123aa) Homilie vor dem Konig: astar'aya Egzi. la-nabiyat wa-la-liqanata abaw 
usw.; e) (123ba) Brief an den Konig: ane-ssa eCamman zalfa wa-i-yeke^ed gemurcl za-safyaf- 
kewwo usw.; f) (123bb) daselbsUmawU-nikonaloltuba-zentuamsalusw.ig) Brief an Johannes 
von Alexandria: nefyna-ssa i-ndmasse' haymdnota liaddisa usw.; h) daselbst: 1 we'etu 
egzi'ena I. Kr. amlak qal za-tuSaggawa usw.; i) (124a/b) Brief an Theodosius, als Antwort 
seines Schreibens: batru-ssa la-Aron afynalmalat wa-sagayat tva-farayat karka'-a usw. (Dm. 

32, Zot. 32: a-i, Gr. 33, 36 und als 34, 35 Einschub mit zwei Testimonien: a) v. Proclus 
(Abreqlis) von Cyzikus (oben 21) im Brief an die Leute von Semranes: esma qal (kona) 
sab'a za-ba-amdn usw.; b) v. Ireneus (Herenewos), Bischof von Lyon (Laften), friiher von 
Semrenes, in seiner dritten Schrift gegen die Irrlehrer: esma zakama bdhlekemu i-framma 
qala Egzi. ba-Sega usw. (vgl. oben 3), vgl. BV 196-303). 

33. (126bb) 4 kurze Kapitel von Jakob, Bischof von Serug: a) Homilie iiber die Geburt 
(inc. manker we'etu ledateka): jattare lezdndi ne'usan yaleheq baba-heqq ba-karlusw. (Graf: 
„der Schopfer, das kleine Kind"!); b) daselbst: wa-za-yeSe' el Jtezdndta ne'usana sa'ala 
lalihu emenneki Sega yelbasso usw.; c) (126bc) Homilie iiber sein lebenspendendes Leiden: 
o-walda Egzi. lieyaw qal za-kona maSmd'ta usw.; d) (127aa) daselbst: ba-manker teblenna 
warada Egzi. qal usw. (Dm. 33, Zot. 33, Gr. 37, vgl. BV 204-7). 

123 



34. (127ab-146a) Briefe: a) des Abba Benjamin von Alexandria gegen die Arianer und 
Apollinaristen, Nr 16 (Hs. lTi):nekundel(ew)wdnaye y ezeahaweyafequrdneya la-som usw.; b) 
(12ybb) des Johannes von Alexandria an Cyriacus (Kirdkos) v. Antiochia: na'ammen ba-ab 
wa-wald wa-manfas qeddus Mlus 'eruy ba-malakot usw.; c) (133aa) des Cyriacus an Marcus 
von Alexandria: nehna-ssa senu'dn wa-nesabbek usw.; d) (136ac) des Theodosius von An- 
tioohia an Michael von Alexandria: na'ammen ye'eze ba-nebdb wa-ba-hellinnd usw.; e) 
(137ba) des Dionysius von Antiochia an denselben Michael: na'ammen ba-1 ab ahaze kuUu 
usw.; f) (138ba) des Gabriel von Alexandria an Johannes v. Antiochia: na'ammen wa- 
net' amman seduqa emnata ba-lebb wa-ba-nebdb usw.; g) (139bc) des Cosmas (Qozmos) von 
Alexandria an Johannes: nehna-ssa ba-1 nebdb za-i-yanqalaqqel wa-za-i-yetwellat usw.; h) 
(141aa) des Basilius von Antiochia an Cosmas: a'ammen ba-hbb wa-et'amman ba-af hebura 
tenquqa za'enbala nufdqe usw.; i) (145ao) Antwort des Cosmas an Basilius: na'ammen ba-1 
amldk ahaze kullu wa-ba-ioaldu wdhed za-iawalda (em-Mdrydm Zot.> usw. (Dm. 34-41, 
Zot. 34-42, Gr. 38-41, 47-51a; vgl. BV 208-216). Zu 34,a siehe C. D. G. Muller, Die 
Homilie iiber die Hochzeit zu Kana u. weitere Schriften des Patriarchen Benjamin I. v. 
Aiexandrien (Abhardl. d. Heidelberger Akad. d. Wiss., Philosi-hist. Klasse, 1968, I, 
301-51). 

35. (146ba-177a) Synodalschreiben: a) des Macarius v. Alexandria an Johannes v. An- 
tiochia: na'ammen ba-1 amldk ab qhdze kuUu usw.; b) (147bb) des Dionysius v. Antiochia 
an den Patriarchen Abba M inds (Menas) v. Alexandria: na'ammen wa-neC amman ba-1 
amUk Mlus qeddus za-boitu 1 helldwe usw.; c) (150ao) des Menas an Johannes v. Antiochia: 
nehna-ssa enza senu'an za-ba-ret ( na'ammen ba-ab usw.; d) (161ba) des Dionysius zweites 
Schreiben an Menas: na'ammen iva-net' amman ba-1 amldk kama we'elu 1 amldk helldwe 
manfasdun za-i-tafatra usw.; e) (153ab) des Johannes v. Anhiochia an Menas (datiert 23. 
Nahase 1280 Alex. <=969 A.D.»: wa-soba fannaiw neguSa JRome wa-moqeho la-abuna Abba 
Yohannes usw.; f) (167ab) zweites Schreiben desselben an denselben: na'ammen ba-ab 
wa-wald wa-manfas qeddus Sellus 'eruydn ba-heUdwe usw.; g) (159aa) des Philotheus v. Alex- 
andria an Dionysius v. Antiochia: labbawku za-sahaflca lita o-ehw fequr usw.; h) (160bb) 
desselben an Athanasius v. Antiochia, Antwort des folgenden Schreibens: na'ammen ba-ab . . . 
( eruydn ba-malakot wa-1 helldwe wa-1 mangeSt usw.; i) (162ab) des Athanasius an Philotheus 
(Filensds): a'ammen wa-et'amman ba-ab ... Mldseba-tawdhedo 'eruydn usw.; j) (164aa)des 
Johannes v. Antiochia „u. d. Orient" an Zacharias v. Alexandria (wu-Gebs wa-ella meslehd): 
newalten ba-rad'eta Egzi. enza neressi tasfdna la'la qeddest Selldse usw.; k) (166ab) zweites 
Schreiben desselben an denselben •(Antwort der folgenden Nr): na'ammen kama qal amldk 
Egzi. qeddus 1 za-em-qeddest hlldsewarada em-samdy usw.; 1 ) ( 166ac) des Zacharias v. Alexan- 
dria an Johannes (Antwort v. j) oben): na'ammen ba-ab ... 3 akdldt wa-3 gasdt wa-1 helldwe 
usw., Fortsetzung (167bc): nehna-ssa ye'eze na'ammen ba-1 af enbala taleleyo usw.; m) (168bb) 
zwei Schreiben des Sanutius v. Alexandria an Dionysius v. Antiochia: 1. vom Jahre 752/ 
1036-6 (Hs. 652): nehna-ssa na'ammen ba-ab ... Selldse ba-tawahedo usw.; 2. vom J. 761: 
na'ammen wa-net'amman ba-ub . . . selldse ella 'eruydn ba-1 malaVot usw.; n) (177ba) des Dio- 
nysius an Sanutius: na'ammen ba-Mlase 1 we'elu qeddusdn wa-' eruydn usw. (Dm. 42-51, 



124 



I 



Zot. 43-63, Gr. 42-62 m. Abweichungen, vgl. BV 217-232, Cerulli 188; die Hs. v. Athen 
ist von Mom. 1) an unvollstandig). 

36. (178ba) 5 Testimonien des Christodulos v. Alexandria: a) aus <Synodal->Schreiben an 
Johannes v. Antiochia: na'ammen wa-net'amman ba-ab ... ba-1 helldwe wa-ba-1 malakot 
usw.; b) (180aa) aus dem Brief „an alle Stuhle v. Alexandria iiber die Inkarnation", kefl 
16; ba'enta teSgulu la-1 za-em-qeddest Selldse Egzi. qal usw.; c-e) (180ac-181aa) drei Ausziige 
aus den „Osterfestbriefen" 17, 20, 21 (hier atraska -gr. feopraorucVj benannt): c) wa- 
ye'eze-ni nelnaggar wa-nebel ba'enta tesgutu la-EgzCjdl usw.; d) lalihu we' etui za-em-qeddest 
Sellase za-nesagged httu usw.; e) na'ammen ' ddiwa-net'amman ba-1 za-em-qeddest hUase wold 
fequr usw. (Dm. 62, Zot. 64, Gr. 63, vgl. BV 235-240). Dillmann hat den Ausdruck maVekta 
atreskd seiner Hs. als „Epistola Enthronistica" miBverstanden. Cerulli 188 unrichtig, dort 
nur noch 42, 43. 

37. (181ac) 12 Kapitel von Gregorius Thaumaturgus iiber die Inkarnation ( = 12 Anathema- 
tismen mit Erklarungen, Graf, BV 247); Einteilung in menbab u. fekkare: yedallewanna 
na'mer ba'enta taSaggewotu wa-tesbe'tu la walda Egzi. usw. (Dm. 55: 1, Zot 68 Gr 67 vgl 
GOAL I, 308-9). ' ' 

38. (183ba) Anathemata (qanvndjgezat) des Julius (Hs. ^6u«des=Hippolytus, vgl. oben 16) 
von Rom, za-kona sem ( a Timoteivos bawesta masJiufu: emmabo za-yebe esma be'esi tanaS'a 
em-Egzi. usw. Von den sechs „canones" sind nur 2., 3„ 4. u. 6. kenntlich gemacht |Dm. 
56:2, Zot. 59, Gr. 68, vgl. BV 248 ,,zwolf Anathematismen"). 

39. (184aa) Homilie des Vitalianus(Vitalis=^o<aK5, vgl. oben 19) von Rom: Glaubens- 
bekenntnis des Cyrillus an die Konige nebst 5 unnumerierten Anathemata: nehna-ssa 
na'ammen kama Egzi. qal hellew za'enbala welldte wa-i-mitat usw. (Dm. 65: 3, Zot. 60 Gr 
69, vgl. BV 249 „Vitalis"). v V: * ? " 

40. (184ac) Homilie des Gregorius von Nazianz an Cledonius (oben 27: d), von ihm aus dem 
Koptischen ins Arabische iibersetzt: i-ydsefretu sab' a wa-i-ydsefctu nafsatihomu ba-behilo- 
tomuba'enta tesbe'tu U-egzVem usw.; setzt mit <13> Anathematismen fort (Dm. 55 4 
Zot. 61, Gr. 70, vgl. BV 250). 

41. (185aa) 12 Kapitel des Cyrillus von Alexandria, geschrieben von der Synode in Ephesus 
aus, ohne Einteilung: emmabo za-i-yet' amman kama Amdrm'el andakena zaJ,a-aman 
■we'etu ... weguza la-yekun usw. (Dm. 55: 5, Zot. 62, Gr. 71, vgl. BV 251). 

42. (188bc) 3 Texte von T^(Habeb= fequr) <ibn Hidrna) Abu Ra'ita (Mida), Bischof von 
Takrit: a) dm Brief an die Christen im Borden (dabub, Ar. al-Bafyrain) und Westen: esma. 
Egztlwe'etu heMwehu usw.; b) (189aa) daselbst: esma Krestos mmitoWta malakot usw.; 
c) (ib.)^im dritten seiner Briefe fiber die Trinitat und Inkarnation: nelfma-ssatanagarna 
ba-UW makan em-zentu masfaf esma Krestos amUkena lottu sebfrat tasab'a u^»v. ( Dm. oi, 
Zot. 56, Gr. 65, vgl. BV 243, Cerulli 188 u. iiber den Autor GCAL II, 222-226). 

43. (189aa/b) Brief des Abu Zakarlya' Yahya ibn <Adi ibn Hamld (Yehyd walda l Aday w. 
Weddvs) ibn Zakariya' an Abu 1-Hayr [Her) <al-Qasim> ibn Habib (Fequr), zur Widerle- 
gung der Nestorianer: wa-haymanotena-ssa lamt h-Ya'qobawiyan ba>ehta teste' tz Egzi. qal 
usw. (Dm. 55?, Zot. 57, Gr. 66, vgl. BV 246 u. GOAL II, 233 ff.) 



125 



44. (189ba) Wiederholung von 37, Kap. 12, des Gregorius: emmabo za-yebel ba'enta Sega 
Krestos i-fetur we'etu . . . weguza la-yekun. 

45. (189bb) HomUie des Julius von Rom: andere Rezension der obenstehenden sechs Ana- 
thematismen ( = 38), mit dein richtigen Nainen des Urhebers. 

46. (190ab) 5 Anathemata {quia gezat) des Vitalianus von Rom: andere Rezension von Stuck 
39 oben, mit numerierten Abschnitten (kefl). 

47. (190ba) Brief des Theodosius von Alexandria an die Alexandriner, aus der Verbannung: 
<6 Anathemata) gegen die Ketzer (stehen schon oben 31: o, in etwas abweichender Form): 
kefl 1: emmabo za-yebe ba 'enla qdla Egzi. za-kona Sega kamabottukel'elahelldweydta... weguza 
la-yekun usw. (Dm. 55: 6, Zot. 63, Gr. 72, vgl. BV 252 „12(!) Anathematismen"). 

48. (190bc) 13 Anathemata {gezat) des Johannes von Burullus (Burettes) „im kleinen 
Schrciben (dersdn) iiber die Ordnung der Kirche und den rechten Glauben": Kefl 1: emmabo 
za-yebe aw amna kama walda Egzi. warada za'enbalafaqddu... weguza la-yekun ubw. (Dm. 
55: 7, Zot. 64, Gr. 73; vgl. BV 253 und GCAL I, 466-8, II, 323). Damitendetdaseigentliohe 
Werk; Kolophon (192aa): lafassamazenluinasMfaHaymdnotaAbawburukem-bdhldtaabaw 
qeddusdn liqdva pdppasat. 

B. (192aa-198ba) Sammlung von Testimonien „aus den Buchern der hi. Vater, die 
Zeugen sind iiber die Inkamation Gottes, des Worts" (Dm. Appendix, Zot. 65, Gr. 74; vgl. 
BV 254). Inhalt: 

1. Testimonien des Cyrillus von Alexandria, ohne Ursprungsangabe: taSaggawa Krestos 
badahdri maiva ( el ba'enta madhanitena usw. (Graf zahlt 32 plus 2 Zeugnisse); 

2. (193ac) Bruchstuck <der Statuta Apostolorum): yet'aqabu mt'manan em-kullu reseat 
usw. SchlnB: yebe Petros: o-ahaw masafreft yemeherdkemu ba'enta za-larfu te'zdzdt ( = G. 
Horner, Statutes of the Apostles: 1/ (latter half) until 13, vgl. oben Nr 35: D). 

3. (194bb) Sechs unnuinerierte Kapitel mit ausgewahlten Stiicken aus der Bibel: a) Paulus, 
Eph. 4: 17-6: 18; b) Jakob, Brief, Kap. 4-5; c) Acta 10: l-48a; d) der Dekalog: Exodus 
20: 1-18; e) Ps. 32: l-2a, 84: 5, 6, ?, 119: 2: 6-maliges „selig"; f) Matth. 25: 31-46. Epilog 
zdtti ye'eti te"zdz luhaymdnot enta aqdamna wa-sahafndhd usw. 

C. (198ba-199a) Inhaltsverzeichnis von Haymanota Abaw (A: 1-48), mit stellenweise 
anderem Wortlaut (s. oben A: 16). 

Pergament, 32 x 29 cm, 201 Blatt. Schrift in drei Kolumnen, 30 Zeilen. GroBe (4-5 mm 
hohe), schone und gleichmaBige Hand aus dem 17.-18. Jahrhundert. In 13 mm dicken 
Holzdeckeln, mit stark abgenutzter, teilweise defekter Lederbekleidung und ledernem 
Futteral. Besitzer (nach 188bc): Labbdse Krestos. Lofgren, Die abessinischen Handschriften, 
Nachtr - 1- [0 Etiop. 40] 

J7. KOMMENTAR ZU MATTHAUS UND JOHANNES: 
t ,TERG u AME WANOEL" 

A. (6-164aa) Auslegung (Catena) des Matthausevangeliums ohne besonderen Titel, meist 
als Terg"dme Wangel bekannt (so nur am SchluB, 218 bb, mit Bleistift nachgetragen); 

126 



im Kolophon (nach berichtigtem Text) Johannes Chrysostomus zugeteilt (siehe 
unten). 

Anfang: ba-sema Egzi. heydw qadamawi za-Mlo [wa-yeheUu] emqedma <shm wa-yehellu 
eska la- alarm alamnewaiten (wa aus ^korrigiert) enka ba-sehi/a masha^ za-we>etu Besrata 
Matewos l^warya wangeldwi tahlu wa-mefratu ,»a-rad>eta amldku yahallu mesla fequru <&>.' 

fa K<re >S< to >s MaOafa ledatu la-L Kr. Yebe matargum: esma yetKa^u mafakkeran 
baenta zentu kefl tahaSehta bezuha usw., and so durchweg: yebe Matewos (hawdryd) u 
yebe matargum . . . Der letzte Abschnitt der Erklarung (163ac-bc) betrifft Matth. 2* l^o' 
Epdog: wa-ba-zeya nehdeg qdlana wa-nemter nebdbam Icebur wa-le%l mafreh wa-gerum Icama 
yekun sen a la-za-ydnabbebd la-mashafena zatti kama yekbet wwrana enbayna sehlatena ba- 
fakkero qdlaUna za-westa zatti ma^af ane-ssa nadday nababku ba>enta feqr manfasawil wa- 
hrestosawU wa-Ser'ata tagUi beta-krestiydndwit. 

Kolophon (164aa) tafassama besrata Matewos Jiawdryd heruy za-sahafa ba-hsana Yond* 
rmwtya^n) ba-hagara FelesCem wa-za-habru bottu 4 wangekuveydn wa-ye'eti 12 me'rdf ba 
Surest wa-ba-Bomaye^Uni 68 me'rdf wa-qdldtiM-ssa 4.459 galat surestdwiydl. wa-ze-ke 
weetu terg-dme Cragdtoi feruf gabra Egzi. ab (Yohannes Afa Warq<> (Hs. irrtumlich- yebe 
matarguml me&raqdwi . . . wa-tafassamat zatti mashaf ba-1328em-' dmala Eskender YmMm 
za-senew fa. amata TanbalM ba-400 <dmat usw. (vgl. unten u. Wright, S. 201a«2Q2a mit 
eoen denselben Angaben). 

B. (166-218bb) Auslegung des Johannesevangeliums, mit Zitaten aus drei Kirchen- 
lehrern; Mar Yohannes (Afa Warq), Mar Efrem <Syrus> und Isodad (AySddad) 

Anfang: ba-sema Egzi. faltdri^eydw qadamawi za-hallo roa-yehelln eskala.<dlamnewatten 
enka Besrata 1 Cannes hawdryd fessdme besrdt kebur nabbdbe malakot. Yebe' Uwdryd- em- 
qadamtkom qdl hellewa. yebe matargum: esma yethaSsatu m'atargumdn usw. Letzte Erkla- 
rung (218ao): yebe matargum; Tewodros yebe:. wa-zenln kefl i-tana la-YoJ,annes wa-bahtn 
la-sab terufdn rassayewwo Wla fendwa astalazeqo wa-safrfewwo ba-tafsdmeta mashaf wa- 
Icona Icama emennehu we'etu usw. 

Der Kolophon (218bb) ist ait Wright Nr 309 identiseh: als Sammler wird Johannes 
Chrysostomus angegeben, der den Kommentar aus dem Syrischen ins Hebraisehe (so st 
Arabische!) ubertrug (was natiirlich unmoglich ist). Isodad von Merw wirkte um 850 bei- 
nahe 5 Jahrhunderte spater als Chrysostomus und Afrem. Geschrieben wurde das Bnch 
von Gabra B gz t . waUa Eli walda Abu>esd, d. h. 'Abdallah ibn <AlI ibn Abu <lsa, im Jahre 
AT) Z» f XaQder> entSprechend dera erste » M«na* «*« Jahres 409 der Higra oder 

It! wnlT" VerfaS8er 1St ^ d6m berahmten AbQ J - Fttr ^ 'Abdaliah ibn 
at-Tayy* GCAL II, 160-177, vollstandiger Name S. 160, FuBn. 1) identiseh, der seinen 

Evangehenkommentar im September 1018 vol.endete (ibid. S. 167). Damit ist die These 
von Quid, uber Jakob Bar Sallbl (gest. 1171) als unmoglich erwiesen, was Guidi selbst 
(Stona 68, n. 4) geahnt hat. Die Ubertragung ins Athiopische bzw. die kurzende Bear- ~ 
be^ung des arabischen Originals hat im 15. Jahre der Regierung Lebna Dengels (1608- " 
1640) stattgefunden (vgl. CR, Note 34/272). 
Handschriften von Terg»dme Wangel sind ziemlieh selten: Conti Rossini (ib. 75) kennt 

127 



nur sieben Exemplare, man vermiBt aber drei Londoner Handschriften (Orient, 734-736 =^= 
Wright Nr 310-312), von welchen die mittlere allein das unten C zu behandehide Fragment 
enthalt. Falls unsere Handschrift schon 1605 (s. unten) geschrieben wurde, konntesieals 
Vorlage der zuletzt erwahnten Londoner Handschrift gedient haben. 

C. (lb-5, 218bc-219ab) Spaterer Zusatz: Bruchstiicke einer anonymen, sehr abstrakten 
Arbeit iiber Wesen und Eigenschaften des Schdpfers (hallewota}teyyaqe~lbeyyane~ fattari), 
Kapitel III usw., mit Wright CCCXI: 1 identisch (s. oben). 

Anfang: A'-qas Sales ba'enta haUewota fattari U?ul wa-nagaru emqedma tawahedo vxt- 
we'etu ba-zeya 3 kefldta (sic = Wright; die Worte anqas . . . tawa^hedo} fehlen im Text, stehen 
aber als Vorlage des Rubrums am oberen Rande). Die Angabe iiber drei Kapitel (kefl) ist 
seltsam, in Wirklichkeit f olgen sieben Unterabteilungen (von Wright unrichtig als anqas = 
bob bezeichnet), die letzte als kefl sabe ( wa-we'etu tafsametu bezeichnet. Es folgt aber 
unmittelbar eine fur Eintragung der 2bo am Rande stehenden Rubrik anqas Sales (sic st. 
a. rabe ( ?) bestimmte Lucke. Ob hier etwa Kap. IV vollstandig vorliegt, bleibt unsicher, da 
ein Kolophon fehlt. Es ist aber unwahrscheinlioh, dass Kefl 7 die folgenden 22 Kolumnen 
des Textes umfassen sollte. Der "Obergang von 6bc zu 218bc ist gesichert. 

Textanfang: (kefl} qadamam. esma teyyaqehu la-Egzi. i-yeVammar la-eg u ala emmaheydw 
em-za yetbeyyan-essa wa-za-yeC amman we'etu azq tagaSSaSi wa-za-i-yetgaSSaS teyyaqehu 
i-yelkahalanni (1. -na) kama nelabbu kama ye'eli tarakkabit aw i-tarakkabit. nehna-ssa i-yet- 
kahalanna kama na'mer teyydqe za'enbala za-nerkabba em-nafsatina rekbata gebrawita usw. 

SchluB (219ab): wa-soba rakaba be'esi a'mero rekubat esma we'etu ya'ammer faltdrehd 
(Hs. -riha) wa-za-westetd em-tebabdt wa-kunnaneyat ba-tamehro botton wa-a'merotu batti ella 
zenlu-ni taqanyotu wa-tawdhedotu wa-akberotu iva- K ebadu helu'dwi la-zeku kantu wa-hezazu 
wa- ( ebadu za-ydwaddeq westa taqdreno za-westetu kehdatu wa-sehtat lottu sebhat ld ( la marihotu 
wa-bottu rad'et la* la d'merolu wa-Wlehu tewkelt westa tasana'ewotu wa-hubbarehu. 

Es ist wahrscheinlich, daB der Text aus dem Arabischen iibersetzt worden ist, und das 
Original ist vielleicht in der christlichen arabischen Literatur erhalten. Mit der Risdla 
'aqliya , .iiber die Existenz des Schopfera, seine Vollkommenheiten und Personen" dea 
Paulus ar-Rahib al-Antaki (13. Jahrh.?), GOAL II, 74, ist er nicht identisch. Das Zitat 
(2bc) aus Yehyd waUa Aday d. h. Yahya b. 'Adi (893-974, s. GOAL II, 233-249) und die 
Erwahnung von Ali walda Sind (statt Abu 'All Ibn Sina=Avicenna, 980-1037) auf Bl. 4bb 
deuten auf spate Abfassung. Bl. 2bo kommt ein Galenuszitat aus Mashafa Rabdha abdldt 
{^Manafi 1 al-a ( dd\ Sezgin GAS III, 106-7) vor. Wegen vieler darin vorkommender 
abstrakter Ausdriicke, die in den Ge'ezworterbiichern fehlen, ist der Text lexikalisch in- 
teressant. 

SchluBnotiz (218bb): em-ledata Krestos eska ye'eze 1705 <ba-yhasabomu la-Afrentj wa-ba- 
basaba Qebtdweyan-essa 1597. Die Anderung von 1706 in 1605 ist sehr leicht (2 statt S), 
was von der Anderung 1597 in 1697 (% statt 5) nicht gilt. 

Pergament, 24J x23 cm, 219 Blatt. Schrift in 3 Kolumnen, 31-34 Zeilen, von schoner 
und gleichmaBiger Hand. Kopie voni Jahre 1606 (Hs.: 1705) „der Europaer", 1697 der 
Kopten. Besitzer: &e ( la Krestos. Einband europaischer Art: Halbleder. 

128 



Auf den leeren Seiten wurden rauhe. Konturzeichnungen nachtraglich angebracht: la 
unbewaffneter Mann zu Pf erde (Text: Babdryanos bzw., mit anderer Hand, B. farasana; 
Name sonst nicht bekannt, vielleioht ist barbdrydnos^barbdri ,, spoliator, praedator" 
Dillm. Lex. 503 gemeint), und zwei Manner mit Haube (Priester), der eine nur teilweise 
sichtbar; 165a links Priester mit Kreuz in der Rechten, reohts Diakon mit WeihrauohfaB 
in der Reohten, Kreuz in der Linken; 165b links oben: Reiter mit Insohrift^ p Xrf.X(?), reohts: 
Madonna mit Kind auf einem Sofa (zefdn—zufdn „Thron", s. Guidi, Vooabolario s. v.) 
sitzend; 219b pben: galoppierendes Pferd ohne Reiter, unten kleineres Pferd mit leerem 
Sattel, links unten rittlings sitzender Mann (ohne Pferd!), ein Buch in den Handen. Lpfgren, 
Die abessinisohen Handschriften, Nachtr. 7. [0 Etiop. 41] 



38. JOHANNES CHRYSOSTOMUS: AUSLEGUNG DES 
HEBRlERBRIEFS 

A. (l-3ba) Biographie des Chrysostomus (zendhu la-abuna qeddus Ycfrannes Afa Warq 
liqa pdppasdt za-Q&stentenyd). Quellen: Giyorgis Walda Amid, das Synaxarium, Abu 
Sakir, Johannes Madabber (vgl. Dillm. Berl. Nr 25, Wright Nr 313: 1). Bl. 4, 5 leer. 

B. (6-141) Auslegung des Hebraerbriefs, oft Terg u dmefFekkdre MaX'ekt benannt, nebst 
Einleitung, in 34 dersdn- und 34 tagSas-Abschnitten eingeteilt; siehe CR, Note 34/272 u. 
75/633 (10 Handschriften, es fehlt Abb.166), Guidi, Storia 68. Vgl. HT 1, 168 i. (Kebran 37). 

Einleitung: ezaz wa-Welennd wa-hayl wa-'ebay yedallu la-Egzi. za-yetwahad ba-malakot 
wa-yeSSellas ba-akdlat ab wa-wald wa-manfas qeddus. neqaddem ba-rad'eta egzi'ena I. Kr. 
heydw qaddmdwi ba-sefyifa Terg u dme za-targoma(!) abuna kebur bawesta qeddusdn Yofyannes 
Afa Warq ...; weiter unten: Fekkdre za-yebe . . . Yofyannes Afa Warq zakama fakkara maqhafa 
maVektu la-Pawlos TjMwdryd amldkdwi enta safiafd wa-fannawd haba.Ayhud. wa-a'lawd 
em-lesdna Ser* haba lesdna Arabi liq kebur wa-diydqon heruy Abi Elfdtefr Gabra Egzi. wdld(fl) 
Fddel waMa Pabdalld (sic) wald(a} Me'man (d. h. Abu 1-Fath 'Abdallah b. al-Fadl b. 
'Abdallah b. Mu > min(?), der bekannte t)bersetzer: GCAL II, 52-64, bes. 55 „34 Homilien 
des Joh. Chrysostomus zum Hebraerbrief, abgeteilt in Abhandlungen und Mahnreden") 
pdppds za-ba-terg u amehu Ba l ala Fell), walda Gabra Egzi. 

(8ba) Dersdn qaddmdwi ba'enta za-yebe: ba-bezuh nagar wa-ba-bezuh makfalt ayde'a Egzi. 
usw. (lOba) Tags'ds qaddmdwi ba'enla kUnnane wa-ba'enta menddbe za-yemasse' emhaba 
hatVat usw. bis (137ba) (Dersdn} 34 und (140aa) TagSds 34. 

Der Kolophon (141ba) .erwahnt Walda Kiros als Besteller (aslji&fi) und Gadla Giyorgis als 
Schreiber (sattdfi) des Buches. Es wurde aus dem Arabisohen ins Ge'ez iibersetzt von 
Habakuk und dem Agypter Michael (ba-afa Enbdqom wa-Mikd'el Gebsawi) im Jahre 7015 
misericordiae ('dmata mefyrat)*= 1500 Domini = 1239 der Martyrer, wo 1500 in 1523 abge- 
andert werden mufi, was dem Jahre 1515 der Athiopier/Kopten entspricht. (vgl. GCAL II, 
56 u. FuBn. 1). Zuletzt mit roter Tinte: ze-masliaf za- Walda Kiros wa-abuhu Hezqeyds wa- 

9-732538 Ldfgren 129 



emmu Ebrdwit wa-ahawihu Awkdtewos (Rasur) wa-sahujiJm Gadla Giyorgis yekunnomu la- 
madhanita icga wa-najs. la-zentu massif za-Saraqo wa-za-ta' aggalo wa-za-fahaqo weguza 
yelcun ba-Mtdna ab wa-wald wa-manfas geddus; (schwarz:) akko gala sahdfi aid gala qasis 

Pergament, 22 x 18 cm, 141 (2) Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 30-32 Zeilen. MittelgroBe 
gleichmaBige Hand. 18. Jahrhundert. In Holzdeckeln mit Lederrucken und ledernem 
Futteral. Besitzer: Walda Kiros. Kopist: Gadla Giyorgis. Geschenkt am 15. September 
1948 von Axel B. Svensson an den Erzbischof Erling Eidem, wie aus einem beiliegenden 
Blatt in Maschmenschrift ersichtlich ist. [O Etiop 211 



39. GLAUBENSLEHRE: QALA HAYMANOT 

Bl. la: Amharische Notiz iiber den Wert der Arbeit; 2a Federprobe. 
A. (3-79aa) Qdte, Haymanot ..Wort des Glaubens", anonyme amharische Glaubenslehre 
(Katechismus) in Fragen und Antworten. 

Inhalt: Einleitung und 5 Kapitel (kefl) iiber das Mystevium a) der Trinitat (Selldse) 6ab, 
b) der Inkarnation (Seggdwe) 19b, c) der Taufe {temqat) 41a, d) der Eucharistie (qilrbdn) 
54b, e) der Auferstehung (ten$d>e) 66b. Anfang: ba-sema ... neqaddem ba-rad'eta Egzi. 
sehija Quia haymanot za-astagdbe'u liqdwenl em-masdheft qeddusdt ba-saldma- Egzi. amen, 
la-krestiydn ka-tagbdra Sega ka-tagbdra nafs asqadmo haymanot mamdr yegabal tagbdra Sega-s 
men men naw bilu mawzdt magbdt mawrad mangad mdras maqoffar managgad sehfat deg&sat 
sefet naw. tagbdra nafs-es men men naw bilu som salot sagid tehtennd neshennd fegr te'geSt 
fWfwat hirut naw. Ein Vergleich mit der in Nr 75 enthaltenen ahnlichen Komposition 
Armada mestir ergibt viele Ahnlichkeiten (vgl. die unten zitierte Einleitung, die abkiirzende 
Bearbeitung verrat), macht aber zugleich klar, daB es sich um zwei selbstandige Kompila- 
tionen handelt. AuBer Zitaten von etwa 20 Kirchenlehrern kommen solche aus dem 
Aragdwi manfasawi (vgl. oben Nr 14-16), Mashafa Bahrey (1442 verfaBt), Mashafa Kiddn 
(vgl. oben Nr 36) und Terg u dme W angel (oben Nr 37) vor. 

Zu der friiher einzigen bekannten Handschrift Dillm. Berlin Nr 30 gesellen sich nunmehr 
sieben Exemplare: auBer dem hier vorbegcnden Cambridge, Add. 1861," Or. 1880, 1884 
(Ullradorff XXXIII-XXXV), Oxford, Aeth. f. 9 (Ullendorff 82) und Paris, Eth. 218, 219 
(Mondon-Vidailhet 32, 33). 

B. (79ab-88a) (Anqasa Nessehd}, anonyme, titellose Schrift iiber Strafen (Ponitenzen: 
qanona) fur verschiedene Siinden, in Ge'ez verfaBt, in der Einleitung Netmayat haba 
nessehd „LaBt uns zur BuBe zuriickkehren" benannt. Sie wird auf die Ordnungder 
318 Rechtglaubigen,(von Nicaea) und der Apostel zuruckgefiihrt und scheint von Mashafa 
Nesseh&IQeder bzw. M . Qanond (CR, Note 69/627; Guidi, Storia 72) verschieden zu sein. 
Anfang: ba-sema ... newetten Netmayat haba nessehd za-taqadha em-81 masdheft bakama 
hatialu za-(ye}hub qasis la-be'esi soma (mg) wa-salota wa-sagida usw. Den Titel Anqqsa N. 

130 



habe ich dem einzigen mir bekannten Paralleltext, Vat. 166, entlehnt; dieser geht aber nur 
bis 83ab, umfaflt also kaum die Halfto des hier Btehenden Textes. Die sicherlich spate 
Schrift beginnt und endet mit Mahnungen an die Priester, das Buch zu lernen. Beispiele 
von Strafen: fur Abgotterei (za-amUika ba-la'ot wa-ba-kokab wa-ba-'ez tva-ba-kahen) 22 
Wochen ba-qanona („in operibus satisfactory" Grebaut), 3 Jahre ba-nesselfa („in paeni- 
tentia"); (82bb) kahen wa-diyaqon Wemma gabra {euphemiBtisch=ar. fa'ala u. Gen. 19: 5) 
q«arribo albottu serpat yesSa'ar <,em-)ma l aregihu ... Wemma gabra yesum eska 'data motu 
enza yahazzen wa-yetekkez. 

C. (88aa) Zusatz ahnlicher Art, aber meistens ohne fixierte Strafen. Anfang: be'esi za- 
rakabo rukdbe Sega ba-lelit za-yedallewo qurban emma konat be'esitu ba-3 'elat wa-la'emma 
i-konat ba-7 ( eht yedallewo usw. (90ab) regenUa emma konat. be'eaitu ba-17 l elat yeda(lleu>a) 
bawi'a beta maqdas wa-9 ( elat qene mdhlet ... za-l)arras emma kona labaH (Hs. te-) ba-20 
( ekU qenemuhlet wa-ba-40 ( efot beta maq(das> ma-anest-ni ba-40 qan qene md(hlet) ba-80 
qan beta maq^das) ye-dalle(won) Wemma. dafara wa-haUija 100(?) su(ba ( e> ba-qa^nonu} 3 
'a(maty ba-ne<ssefta) • 

D. (90bb-93) Varia von mehreren Handen: a) Gebete auf Ge'ez (schlechte Hand); b) 
(92a) Verzeichnis der biblischen Biicher (vgl. oben 34: E.4), man unterscheidet 4 „Samm- 
lungen" (guba'i): A.T, N.T., Mafiafa Liqawent, Mashufa Manakosat; c) (92b) amharisch: 
Tage, wo der Himmel offen ist: 3. Pagfimen, 20. Teqemt, 12. (?) Tahsafi, 4. Yakkatit, 22. 
Maggabit, 18. Genbot, 10. Hamle; d) (93a) Zaubertext: wa-zanta nagara nagaranni maVaka 
Egzi. wa-yebelanni: kama i-tersa' (Hs. -yer-) qala Egzi. wa-kama telabbu ... degem zanta 
asmaia wa-bal: Addrnza-Rudd'elwa-za-Nadaqd'el natnaw new.; e) (ib.) kurzer Festkalender 
(vgl. oben 4: D); f) (93b) Verzeichnis der Marienfeste: 7. Nahase zenSata usw. bis (94a) 
21. Sane qeddase beta. •; 

E. (94, 96) Hymne an Maria, 20 Strophen von schwankender Lange (3-5 Zeilen) ( = Chaine, 
Repertoire 345; CR, Note 56/614; Grohmann 31; Rhodokanakis XX: 49). Anfang: esebbeh 
sagaki o-usefta ( = -'«-) lebsa warq egzeHeya walatta Dawit neguS / enta taha?anki ba-beta 
maqdas / wa-ta'angadki (Hs. -daki) ha-MUstf)/ em,hagar U-hngar enza ttfawwedi ba-ta?nas. 
95b unten wurde eine Strophe nachgetragen. SchluBstrophe (96b): ba y enta negdatu lu-ba- 
kureki J wa-ba'enta motu la-wahedeki / emkatna taMtafna ha^uiki / aMattlejenna feUehd 
zVaki. 

P. (95a) Tabelle unklarer Bedeutung: 12 x 7 Felder rait den Ziffern (albo) bis 70; oben 
und unten die Namen der 12 Monate, rechts Zeitangaben (nagh, ne ( us, saUst, 'ne'us, 
ma'kalawi, qatr usw.). 

G. (93/94) Eingeheftetes Doppelblatt, 8*x7£ cm, ohne Numerierung: Amulett mit 
Zaubergebeten: anliwe'etu <ez ( eza zanahon{?) kuni kanmnzguhiva Tewodros (1855-68) negesi 
wa-kama pappasena Salamd (st. 1867) pappesi (fehlt Dillm. Lex.) Santaw Qantaw ba-hayh, 
zentu asmatika angeSSa la-zatti 'ez usw. 

Pergament, 14 x 10J era, 96 Blatt Schrift in 2 Koluranen, 16 Zeilen. Bl. 3-90b von der- 
selben fliichtigen Hand, in der Fortsetzung raehrere Hande verschiedener Giite (92-96 

131 



durohgehende Zeilen). 19. Jahrhundert. Besitzer: Abuna Oabra Iyasns. In Holzdeokeln 
ohne Lederbekleidung. Lofgren, Die abessin. Handsohriften, Nr IX. [0 Etiop. 42] 

40. FETgA NAOAST: ..GESETZBUCH DER KONIGE" 

Dieses nooh heute in Athiopien giiltige kirohlioh-zivile Reohtsbuch ist eine tfberseteung 
bzw. Bearbeitung des arabischen Nomokanons (Mag'mu 1 al-qawanin, al-Magm-u 1 a?-Safaw) 
von as-Safi (Safladdin) Abu 1-Fada'iI Ibn al-'Assal (ca 1250; GCAL II, 388-403, vgl. I, 207, 
Fussn. 8). Es Mirfallt in zwei Half ten (kefl), eine kirohliche und eine weltliche, mit zusam- 
men 51 Kapiteln (an^of =ar. bob): 

A. (l-4ab) Einleitung: ba-serm ... newetten ba-rad'eta Egzi. wa-sena sarrebotu ba-§ehifa 
nutqdema gyba'e {sM-a^^dbe[ewwq liqawent ... Die Fqrtsetzung handelt uber Konstantin 
und die 318 ,,B^chtglaubigen'' (von Nicaea); auf ihre Bitte befiehlt Christus die Heraus- 
gabe eines Gesetzbuphs aus dem Alten und Neuen Testament. Ibn al-'Assal verfaBt ein 
solches und sie prasentieren es dem Kaiser Konstantin, Sohn der Helena (Eleni) — eine 
wahilich sonderbare Chronologie! Es folgen Quellenangaben (siehe Dillm. Ox. XVI fiber 
Einzelheiten) und ein Inhaltsverzeichnis. 

B. (4b-46) Erste Halfte: ba-sema Egzi. ivahed ba-.malakotu za-yeSSellas ba-ak&ldt wa- 
k&natdt: Anqa§ qadarmwi ba*enta beta krestiydn wa-za-yedallu b&tti usw. bis (46ab) Kap. 22 
ba'enta mutdn. 46bo kurzer Kolophon: tafa$?ama kefl qaddmdm. 

C. (47-97) Zweite Halfte: ba'enta megbdrdt enta yemeggebu batti xoa-enta yefalletevnud 
wa-enta yekalk'u kiydha tua-bcfenta mahdar . . . Kap. 23 ba'enta mable 1 wa-albds usw. bis 
(96ab) Kap. 51 ba'enta Se ( ert wa-gezrat ma-ta'amno usw. 

D. (98-99) Unnumeriertes Kapitel uber Erbrecht {anqa§a tawareso) in 8 Abteilungen 
(me'rdf), angenommen von Abba Qerdloa (Cyrillus), Patriaroh von Alexandrien, und seinen 
Bischofen und Richtern, groBtenteils verfaOt (iva-mabzehtu-ni em-za safrafo) von Abba 
Qozmos, einem der Patriarchen von Alexandria. Es wurde abgeschlossen am 16. Maskarram 
des Jahres 958 der Martyrer, entsprechend 1234 der Athiopen bzw. 1241 naoh unserer 
Rechnung. Der erwahnte Patriarch Cyrillus ware also Cyrillus III (1235-1243), bekannt als 
Ibn Laqlaq (vgl. oben 17:'G.ll), von den koptischen Patriarchen mit dem Namen Kosmas 
ist der dritte wohl hier gemeint (gest. 933). Naheres dariiber bei Graf, GCAL II, 362-3. 

Der SchluBkplophon (99bb/p) fangt wie gewdhnlich an: maVa ?ehifa zenlu ma§haf(a)> 
qawmaza-FetfaliMrmaM die sonst oft vorkommende Datierung 

aus und setzt mit der wichtigen Angabe uber die "Ubertragung aus dem Arabischen ins 
Ge'ez fort. Demnach wurde sie von dem Diakon Petrus, Sohn des 'Abd as-Sayyid (Petros 
walda Abda Sayed) — nicht ( Abd as-Sa'ld, wie Zotenberg und nach ihm Conti Rossini 
(Note 38) meinen . -- ausgefuhrt, unter Mithilfe des Priesters 46>"eAow, Sohn des Yond 
Na{end (sic! statt der gewohnlichen Form Hanna Nateyan (C. Rossini ibid. Watyan!), 
deren letzter Teil dunkel ist). Keine von den bekannten 21 Handschriften ist alter als die 
Mitte des 17. Jahrhunder.ts, was auf einen verhaltnismaBig spaten Zeitpunkt der Uber- 
setzung deuten kann, aber nicht notwendig mufi. Die Behauptung von Conti Rossini (Note 

132 



38) „comunemente la si attribuisca al tempo di Iyasu I (1682-1706)" ist ein Irrtum. 
Viele Handsohriften riihren allerdings von dieser Zeit her, die junge He. Abbadie 220 ist 
aber laut demselben Verfasser (Notice 153) „copi6 sur un original transorit en l'an 7159 
du monde, 1659 de l'incarnation", was dem Jahre 1666/7 A.D., dem Antrittsjahr des Vor- 
gangers von Iyasu, Johannes, entspricht. Die ebendort stehende Zeitangabe ,,1020 de 
l'hegire" stimmt nioht, es sollte vielmehr 1087 heiBen. Isenbergs Annahme, die t)bersetzung 
hatte in der Regierungszeit des Zar'a Ya'qob (1434-1468) stattgefunden (so Zotenberg, 
S. 146b), kommt mir als die wahrscheinlichste vor. 

Fur weitere Literatur und eonstige Fragen verweise ich auf die Monumentalausgabe von 
I. Guidi, D „Fetha Nagast" o ..Legislazione dei Re", I-II, Roma 1897-99 (Vol. I im Neu- 
druck Napoli 1936) und Graf, GCAL II, 402-3 sowie Guidi, Storia 78-79. Enghsohe t)ber- 
setzung: The Fetha Nagast. The Law of the Kings, transl. by Abba Paulos Tsadua, ed. by 
P. L. Strauss. Addis Ababa 1968. 

Pergament, 32 x28 cm, 99 Blatt (vorn u. hinten einleeres Schutzdoppelblatt) . Schrift 
in 3 Kolumnen, 33-35 Zeilen. Zwei Haude: A (1-10, 67b-99) groBer, monumentaler, B 
(11- 67a) mittelgroB, beide sehr deutlich. Alter: zweite Halfte des 19. Jahrhunderts. Gut 
erhaltener einheimischer Holzlederband. Lofgren, Die abessinischen Handsohriften, 
NrVIIL [OEtiop.43] 

41 . MASHAFA SA WASEW: ATHIOPISCH-AMHARISCHES GLOSSAR 

Unter Sawasew „Leiter" verstehen die Athiopier — nach dem VorbUde der koptischen 

„Scalae" — Verzeichnisse von Ge'ezwortern und -Ausdriicken nebst amharisoher t>ber- 

setzung, also eine Grammatik primitiver Art. Von den bekannten Handsohriften — zu 

den 13 von Conti Rossini, Note 72/630, verzeichneten kommen wenigstens acht hinzu: 

Paris 301, 386, 395, 632, 652 und Vat. 109, 192, Borg. 13 — ist keine alter als das 17. Jahr- 

hundert, was ziemlich natiirlich ist, da erst das Aussterben des Ge'ez etwa im 16. Jahr- 

hundert den AnlaB zu dieser Literaturart gab. Die grundlegende gedruckte Arbeit ist die 

von Alaqa Tayye besorgte Edition der schwedischen Mission (Monkullo 1889) (=Tayye). 

Mit „B.-P." bezeichne ich die Studie von Hermine Brauner-Plazikowski, Ein athiopisch- 

amharisches Glossar, Berlin 1914. Weitere Literatur bei Guidi, Storia 94, dazu noch: Abba 

Ya'qob Gabra Iyasus, Ma?fafa Sawasew za-Ge'ez (Asmara 1920) und M. Moreno, Struttura 

e terminologia del Sawasew (RSE VII, 12-62). Unsere nicht sehr korrekte Handschrift 

bietet, im Vergleich mit Tayye, eine stark gekurzte Rezension. Der Text ist fortlaufend 

geschrieben, kann aber mit Hilfe der kurzen Rubra (bzw. dafiir bestimmter Luoken) fol- 

gendermassen eingeteilt werden. 

A. (1-7) Worterverzeichnis ohne deutliche Ordnung, mit buntem Inhalt. Anfang: ba- 
ser™ ... esefref (.nagara} Sawasew. Erstes Wort: tajar (Erklarung unlesbar wie auch die 
Fortsetzung der Seite). Beispiele des Inhalts: (2a) qnub be(hil} balam u al, maVpka hayl:bit- 
waddad. masfen;da# azmdt ... Sarwe, Urra:lawa. jiabbayt.-teqaqen bluttengeta, fit'awrarim 

133 



yekonal ... (2ab) farmryd:lalmid. raaXy:daqqa maz<,muyr. apdrepu.-diydqon (Tayye 189 
apdrupe.qesa gabaz). pdpe:marzebetel(l) (Tayye ib. ivaddg* pappus), qasis:qes. apdrpe: 
abun (Tayye: arpdpe, vgl. oben). Letztes Lemma (7bb): \msepu „Yso^ 1 :azzo qesal (vgl. 
Tayye 182b; Dillm. Lex. 8 jutzzo m. alterer Orthographic). 

B. (7bb-20) Kurze Ge'ez-Satze, nach den Endkonsonanten alphabetisoh gruppiert = 
Tayye 77-82: fenota sefya:mariga<,deyn zarraga. 'ewura marhd:'ewuren marrd usw. Letzter 
Buchstabe (20ab): ka&ata afa:afen galiasa. qatqata <awyqdfa:gesinwada(da)l sabbara (so 
unklar, Tayye: ambdrem) usw. bis malfya say fo : say fun mazzaza. 

C. (21aa) Sawdsew:mai&agdggaryd, masalal. sawdseweya:maiiagdggaryaya masaldlt 
usw. (vgl. B.-P. 29). (21b) Tankalam:deldey masalal usw. mit Suffixen (Tayye 106b; B.-P. 
29, 38; Dillm. Lex. 852). Es folgen Beispiele der Verben term, qatqata, wahaba, fannawa 
u. a., grofltenteils Bibelzitate. 

D. (26-28a) Serie von langeren Ge'ez-Satzen, ebenfalls nach Endkonsonanten geordnet 
( =Tayye 82-88), aber ohne amharische Deutung. Anfang: ba-sanasda nedet tamoqefra. 
mdQytama^ iebab ba-eda qalu fatjia. say fa salot em-qaqaba qalu maljfa usw. SchluC: ekla (akdla 
Tayye) sab'enndhu meldta nedet ta'asfa. egra sab'enndhu ba-'ebna makkara ta'aqfa ( = Tayye 
88, Z. 8-11). Takla Haymanot wird in diesen Sentenzen wenigstens zweimal erwahnt. 

E. (28a-) Beispiele verschiedener Vokalreihen: tabehla gabra rassaya ... ansosawa ellu 
kullomu ydmas$e'u ge'za fidala usw. 

P. (32b-40a) Paradigmen der Verben a'mara „wissen": ya y ammer:ydwqdl etc. und 
behkt „sagen": yebe:ala. yebel.-yeldl usw. (vgl. Tayye 65-69, 72-77; B.-P. 14-18). 

G. (40ab-SchluB) Buntes Material, ohne klare Einteilung, und zwar: a) sawdsewika 
Juinaska.-masaldleken sarrdh usw.; b) 40bb Prapositionen (diba, Wla, mal'eUa) mit Suf- 
fixen; c) 41a bihil (sic) bahl behilot mdlat usw. (vgl. Tayye 239); d) Nebensatze mit enza/se 
und esmalamtanalmatanalbaynalenbay?ia/heyanta=sela oder -Icon (esma haUawa:allakon. 
esma yeheUu.-yenordlkon usw. bis esma nahattu : ennenurkon; diese Konstruktion mit -kon = 
sihon, endahona ist mir sonst nicht bekannt; Archaismus?); e) 44a Pronomina relativa und 
possessiva; f) 46a Temporalsatze {dehra, ama, gize, soba); g) 46bb Konditionalsatze (emma, 
soba, z. Beispiel: emma i-matara balaaa Adam em-i-toas'a em-gannatu: A. balas balq tt arrasa 
<Jca-ygannai bdl-was ? dm nabbara); h) 48ab Prapositionen: westa, haba, mangala, 49b kama, 
beyga, amsala, heyanta. Der Text bricht Bl. 50a in den Beispielen mit kama „dafl" ab,' 
50b ist — von drei Buchstaben abgesehen — vollig unleserlich. 

Pergament, 16| x 14 cm, 50 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 21-24 Zeilen. Mittelgrofie, 
ziemlich korrekte Hand des 18.-19. Jahrhunderts. Stark benutzte Handschrift ohne Ein- 
band. Die Blatter 49 u. 50 sind unten (Bl. 50 auch am inneren Rande) beschadigt, mit 
unbedeutendem Textverlust. Vgl. Lofgren, Die abessinischen Handschriften, Nachtrag 8. 

[O Etiop. 19] 
42. KREUZOFFIZIUM: HAZURA MASQAL 

A. (1-40) Hazura Masqat, „Schutz des Kreuzes", „Rempart de la croix": Lobsagungen an 
das Kreuz, in etwa 18 Abteilungen von wechselndem Umfang. 



134 



Anfang: ba-serm .... « atteb gaseya wa-etrutSW 3 asmata naSi>eya etrmragg-az. emrm-ni 
wadaqqu ehuOW wa-emrm-ni Jforku westa selmatEgzi. ydbarreh lita usw. (vgl. Micha 7- 8) 
Fortsetzung bei Lofgren, Die abessin. Handschriften, Nr VII. 

SchluB (39b): musqal ba-afa hMomu qeddusan sabbefrwwo la-masqal ba-sen'a haylu sab- 

be^vnoo (8-mal wiederholt) ... (40a) hMu wfs yesebbefr la-rmsqal bakama yebe Davit 

ntzemmer la-kebra zerUu rmsqal halMuya enza ntbel: i-rxthatfal em-kabkdba tadlahu la- 

masqal. ba-ze qahha adhemnni em-^emdma zar wa-em-saV maSarreydn la-gabreka lllllll la- 

a<Jama> a<fam> a<me»>. eama albo nagar za -yessa'arw la -Egzi 

llST^f T ^ V ° n D6b ° rah Lif0hitZ ' TeXt6S 6thi ° pien8 ^— ligieux, Paris 
7 J- u \~r ' ^ nahe V6rWandt - deF ^ aQ g i8fc der8elbe - ab <* d^chaus nioht 

identisch. Von den beiden dort benutzten Handschriften Bteht G (Eth. 314) unserem Text 
etwas naher. Eine andere Pariser Handschrift (Abbadie 176 =CR, Notice 93) hat den ab- 
weichenden Titel Weddase wa-genay la-rmsqal, scheint aber dieselbe Arbeit zu enthalten 
Unser Text diirfte eine spatere, gekurzte Rezension vertreten, wo die Materia magica ab- 
sichthch begrenzt wurde und einige neue Momente hinzugefiigt worden sind. Siehe auch 
uuidi, btona 64, und meinen Katalog, S. 12-14. 
B. (40b-56) Litanei an Jesus Christus nach dem Schema: o-egzi'eya I. Kr. 'eqabanni la- 

™ t , V '^ T, • " • = CR ' ^ 56/6U (8 H88 ° ; dMU n ° ch Pari8 > fith - 313 - ^badie 70 
(OR 111). Nach der in meinem Katalog, S. 14, mitgeteilten Notiz stammt das Buch (wohl 

nur dl e Litanei) aus dem Lande der Franken, wo ein Richter (maWannen) in eine Zelle 
gjng, umGotUu gefallen. Auf sein Gebet hin braohten ihm die Engel dieses Buch vom 
Himmel. Vgl. Dillm. Br. Mus. IX, XXV, LXIII. 

C (57-61a) Weitere Gebete: a) an Maria: o-egze>teya Maryam rneWta saga negetta ne- 
geSlat za-sagayh segeba-dengelenm usw, b) 68b abschlieBendes Gebet an Christus ^egzCeya 

fun"'" "***** ba ' karSa mry&m 9 ""*' l"*W™* «*» mashafa bakama 
B^3° ( S: Wahah ° ) EgZL U - Ztrd% ma ™ k0S -) und Ausfuhrungen iiber den Wert des 

Pergament 10* x 7 cm, (2) 61 (2) Blatt. Schrift in_12 durchgehenden Zeilen, schon und 
ebenmafiig. Alter: spatere Halfte des 19. Jahrhunderts. Name des Besitzers griindlich aus- 
radiert. An jerstenSchutzblattmitBleistift: ..Abessinska boner till Maria". Wenig benutzter 
Kodex in Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. Lofgren, Die abessinischen Handschriften, 

[0 Etiop. 44J 
43. ZAUBERGEBETEDES CYPRIANUS 

C !"!? t^^ ^ CyPrianUS V ° n Anti ° Chia (ni0ht ZU ™*hseln ** dem beriihmteren 
ei„ Z T H " g fr " ^ ^ ** M&rt ^ M bitten haben soli, nachdem er friiher 
Lende Zr M T^T™ ^^ *' ^ ^™ d ^ Gestalt, die mit der Faust- 
^gnde Ahnhchkeiten aufweist, spielt in der geheimen Zauberliteratur des Orients eine 

XLVTT tTt g ^ ^ entierUng Gber die Proble ™ *bt S. Strelcyn, Prieres magiques, S. 
Tel^^^^' 8Chr 8ChleCht ^^ "* -hMssig geschriebene 

136 



A. (3-13a, Z. 2) Das eigentliohe Cyprianus-Gebet, von A. Grohmann im Aufsatz Studien 
zu den Cyprianusgebeten (WZKM XXX, 121-150) behandelt, ediert und iibersetzt. Anfang: 
ba-sema ... salot [Bgzi.] za-qeddus (Qoypreyanos sen' (Hs. san'a) la-nagaSt toa-seddat la- 
Saytan (im-afMrn ekkuydn) (meine Konjektur, Hs. verderbt: aMemyan; der Kuriositat 
halber sei erwahnt, dafi GrSbaut in Vat. 203 statt atydm „Traume" eslam „Islam" lesen 
will) wa-rd'ya ekkuy toa-fattafye seray (zu streiohen) 'esuran usw. SchluB (12b): fatdfyku too- 
efattejf, em Wla gabreka Oabra Masqat za-yesaunver la-zenlu masfiaf buUu(\) maf&sera 
(„Knotung" Grohmann, der Singular maqusart Dillm. Lex. 475 in spez. Bedeutung) wa- 
kuUu ma '<(Sa}ra wa-kuttu Seraya wa-kullu megbdra Saytan ba-sema ... Bgzi. em-ye'ezSwa- 
eska la-'dlam amen. 

B. (13a-17a) Zweites Gebet desselben, ohne Ubersohrift, mit dem von Basset, Apo- 
crypha ^thiopiens, VI: Prieres de S. Cyprien et de Theophile, S. 16 ff., iibersetzten 
Text verwandt, allerdings nicht identisch. Anfang: anta manfas rebus rahaq emenneya 
ahtem (= astern zu aitama Dillm. Lex. 602 unten) ld ( leki(\) ba-sema heyaw ha(yyd}l za- 
mangeStu la-'atam usw. (Basset: „D6tourne de lui l'esprit ...") Kolophon (17a): tafasewma 
latti masfraf za-qeddus Qopreydnos salotd wa-barakatd yahallu mesla gabrd Oabra Masqat 
(die letzten 8 Worte mit roter Tinte wiederholt). 

Trotz ihrer sohleohten Qualitat ist also diese, gewifl als Amulett benutzte Handsohrift 
nicht ohne Interesse. Ob der Abschnitt B mit dem von Grohmann S. 123 zitierten zweiten 
Gebet (Ms. Br. Mus. Add. 16, 245) verwandt ist, bleibt unklar (vgl. Streloyn, op. cit.). Zu 
den von Grohmann erwahnten vier Handsohriften des gewohnliohen Gebets kommt, auBer 
der hier behandelten, noch Vat. 203 (19. Jahrh., abweiohender Schlufl) hinzu. Die jungen 
Amulettrollen Paris, HJth. 569 u. 561 enthalten ..Talisman" "bzw. „Priere de Cyprien" 
(Cat. Streloyn, S. 158 f.). 

Pergament, ll£x7£ cm, 18 Blatt. Sohrift in einer Kolumne, 20-21 Zeilen. Unsohone 
und nachlaBige Hand. 18.-19. Jahrhundert. Ohne Einband. Besitzer: Oabra Masqat. 
Bl. lb, 2a Bleistiftskizzen (Frau, Reiter). 18b Siegeltext des Negus Menilek: mo'aanbasa 
em-nagada Yehvda ddgemdwi M. neguSa nagaSt za-Ityopyd. [O Etiop. 27] 



44. WANDAMULETT 

Zaubergebete gegen verschiedene Damonen und die von ihnen verursaohten Krankheiten: 
Kolumne A: ba-sema . . . amldk (wird im Folgenden nicht besonders zitiert). Johannes- 
evangehum 1: 1-5 (Prolog). Es folgen drei Gebete mit magischen „Namen" (z. B. to'os 
azyos mast masyos aqdefer usw.) und zuletzt der auch Kol. B unten vorkommende Passus: 
wa-gasu za-fessum ba-selmat farha wa-dangaza diyablos re'eyo ( =re > iyo) beftirta ledat ba-Segd 
amldk (a. Worrell II, 68, Fussn. 1 u. passim). 

Kol. B: Legende von Susenyos (Sisinnios) und der Damonin Werzelya, zuerst mitgeteilt 
von K. Fries, The Ethiopic Legend of Sooinius and Ursula (Actes du 8eme Congres intern, 
des orientalistes, Leyde 1893), von Worrell (Studien passim) eingehend studiert, in der 

136 



von ihm mit II. bezeichneten Gestaltung. Anfang: ba-aema Egzi. fyeydw fatfdri nabbdbi 
wa-tandgari Salot za-qeddus Susenyos ba'enta asasselo dawe em-Jpzanat ella yetabbeum teba 
emmomu l ddi yebaqqu'd la-be'esit tesfiaf wa-t&sqdlo ffllehd usw. Unten die in diesen Texten 
haufigen Sentenzen: dlbo za-yessa'ano la-Egzi. (Luk. 1: 37) und qdla Egzi. yematter na(bal- 
b&lay (Ps. 29: 7), und zwar in grofierer Schrift. 

Kol. C: Salota alldhummd wa-ydnurd haiamrd la-haqrag" lag magnun ... za-rababomu la- 
agdnent lofftam eserronm ba-zentu asmdt usw. (Naheres zum „Netz"-Thema unten Nr 46 
u. passim.) Letzte Halfte der Kolumne bietet &>\en zusammenhangenden Text, wo hebra- 
ische Zauberworter der Jungfrau Maria in den Mund gelegt werden: vxt-mctf'u ellu agdnent 
wa-egzeHena Mdrydm a'marat mekromu vxt-tebe: yosdmer armosddek'el adond'el rosd kird- 
kesk? el rede'anni ba-zdtti sa'dt wa-ba-gizeha was'o Jiabeya(!) Qabre'el usw. 

Pergament, 94x24 cm, in einem Streifen. Schrift in drei Kolumnen ca. 100 Zeilen, 
von einer habilen Hand des 19, Jahrhunderts. Lofgren, Die abessin. Handschriften, NrX. 

Dekqr: oben 42 cm hohes Eeld mit dem Brustbild eineB Mannes in dunklen Farben 
(schwarz, blau, rotbraun), mit kreisnmden Augen und erhobenen, nach vorne gekehrten, 
abwehrenden Handflachen. Vom Scheitel ausgehend biegen zwei Schlangen die Kopfe 
seitwarts. Siehe Lofgren, Athiopische Wandamulette (OS XI, 95-120), Tafel I. 

[O Etiop. 45] 

45. WANDAMULETT 

Kol. A. Zaubergebete mit lauter sinnlosen magischen Wortern und ..Brillenbuchstaben", 
mit Anwendungen auf die Besitzerin. Abrupter Anfang: saldk u a mdydledmaki wahird usw. 

Kol. B: ba-sema ... soba yemasse'u gabbdrydna ekay wa-hayl habeya emmahi ba-Jfdmeya 
wa-emmahi ba-fenoteya wa-emmahi ba-newdyeya wa-kuUo enza eballe* wa-esatti ba-sayfa 
maUtkoteka yetgazamu wa-yetmataru ba-hazza malakoteka yetnadafu ba-kHndta malakoteka 
yetragazu usw. Setzt mit Anrufung von Engeln, Propheten, Aposteln, 72 Jungern, 500 
pdppdsat, 318 Rechtglaubigen von Nicaea, 200 von Ephesus fort. GegenEnde der Kolumne 
5-zeilige Hymne an den Engel Fdnu'el (vgl. oben Nr 29: B, unten Nr 47, 57): 

no'S habeya Fanu'el la-<,e)sal naddadi 
m&hbara sayf&ndt ba-sam&y esma anta saddadi 
albesanni $edqa la-'dlama 'Slam iva-'ddi 
wa-ba-tenbaleka edahafawe'eya fedi 
tnan&Segta beteya a$ne\ i-yeba' rawwddi. 

Kol. C. wa-tebe egze'tena Mdrydm ba-nagara '■ebrdyest usw. (vgl. oben Nr 44: C), In der 
Fortsetzung Psalmenzitate, Kreuzmotiv {Sudor etc. vgl. unten Nr 60: B 57: H) und schlieB- 
lich Anrufung der „Namen" (asmdta helldwehu) des Salomo (lofham mdhafhn (3-mal) 
yoftahe (Z-m&Y) usw., vgl. unten Nr 46). 

Pergament, 83 x 24 cm, in einem Streifen. Sahrift in drei Kolumnen, §3-96 Zeilen, von 
derselben Hand wie Nr 44. Lofgren, Die abessin. Handschriften, Nr XI. 

137 



Pekoi-: a) obeii ca 24 cm hqhe Darstellung des Kampfes zwischen dem Reiterheiligen 
<S:t Georg) und dem Drachen oder zwischen Susenyos u. Werzelya (siehe Verf , Athiop. 
Wandamulette, Tafel JI); b) unten, in 9 cm hphem J^ld, gorgonenahnlicher Damon, der 
einen Mann und ein Kind festhalt, wahrend em links stehender Engelihm mit dem Schwert 
die Nase abschlagt und rechts ein woiBgekleideter Heiliger ihm mit dem Kreuze droht 
(siehe Athiop. Wandamulette, Tafel III). Siehe Tafel 4. [0 Etiop. 46] 

46. WANDAMULETT 

Hngleich den beiden yorhergehenden Stucken bietet dieses Manuskript einen verhaltnis- 
maBig zusammenhangenden Text: die Erzahlung vom Intermezzo des Salomo mit dem 
„verborgcnen Konige der Schmiede", also das sogenannte „Netz Salomons". Ich habe 
diesen Text in Athiop. Wandamulette, S. 109-118, naher behandelt und verweise auf jenen 
Aufsatz. 

Pergament, 42 x 24 cm, in einem Streifen. Schrift in drei Kolumnen, 42-44 Zeilen, von 
derselben Hand. Lofgren, Die abessin. Handschriften, Nr XII. 

Dekor: oben 20 cm hohes Feld mit zwei schwerttragenden Figuren (Engel und Mensch); 
siehe Athiop. Wandamulette, Tafel IV. [0 Etiop .47] 

Die drei hier behandelten Wandamulette (Nr 44-46) wurden alle fiir dieselbe Person, 
eine Frau mit dem Namen Walatta {Dengel?}, die sicherlich wohlhabend war, angefertigt 
und spater von einer gewissen Walatta Maryam iibernommen. Sie wurden von einem kunst- 
lerisch begabten Dabtara gemalt, der im 19. Jahrhundert tatig gewesen sein diirfte, was 
mit dem Schrifttypus gut stimmt. 

47. AMULETT 

A. (Z. 1-130) Legende von Susenyos und Werzelya in der gewohnlichsten Fassung, mit 
!( Anwendung" auf die Besitzerin Mahleta(?) Pengel, spater mit Leya (Leah) bzw. Walatta 
Maryam ersetzt. Unbedeutende Abweichungen yon Nr 44. 

B. (Z. 131-150) SahtbtfentaBaryawa-Legewon ekkuy. asmata Salomon za-rababomu la- 
aganent kama marbabta <m enza yebel usw. Also -Nets des Salomon in kurzer Rezension 
(vgl. oben Nr 46 u. passim). 

C. (Z. 161-191) SaZdw-Hymne an den Engel Pa^'er,,Vertreiber der Damonen", in 7 
Strophen, urn ihrer Korrektheit willen hier vollstandig mitgeteilt (vgl. oben Nr 28- B und 
Worrell I, 176 f., Ill, 90, 113 f.). 

(1) salam laka saddade aganent Fdnu'el la-EgzVabeher em-serhu 
kama i-yeskeyu sab'a ella yenessehu 

ba-gegay zaza-zi'ahu. 

(2) salam laka saddade saytan&t Fanu'el em-gasa fatt&ri le'ul 
kama i-ySstawadeyu sab'a ba-nagar za-hag&l 

esma anta maVaka Sahl. 

138 



(3) salam laka saylanat(a)> seded emla'leya cgzi'o 
Fanu'el teguh la-tardde'o 

esma beya gebra tasab'o. 

(4) salam laka Fanu'el gebar ta'amerala iannay l&'leya 
ba-k u inai sali(m') i-yergez gaboya 

za-anhaba ba'enti'aya. , 

(5) salam (laka laseme)ka nahab lala-sebdhu sebhata 
Fanu'el (gebar - ) kidlo 'data 

tarade'o wa-adhenola. 

(6) (saldm laka') sayfaka melah egzi'o diba zareya Mastema 
badiba te'zaz za-yef alter z&mO, 

esma anta maVaka Rama (Jer. 31: 15). 

(7) (salam laka) Fanu'el Pefros kahena wessate wa-af'a 
ama/emma (ba)ba- K elat abbasku baba-sab' sab'a 
felefianni kama ta$ar l a. 

Anwendung: o-amldka Fanu'el adhennu em-aganent elckuyan wa-em-saV maSarreyan 
la-amateka ... Einige Textverbesserungen stammen aus der in Nr 57 vorliegenden nooh 
ausfiihrlicheren Rezension der Hymne. Worrell hat Str. 7 nicht verstanden, wir haben hier 
em Beispiel der in der Qene-Foesie gelaufigen Figur „Wachs und Gold" (sam-enna warg), 
also statt „Fanu>el, Priester des Petros, innen u. aufien" usw. ist der Sinn: „F, der du Pet- 
rus gleichst, als Priester innen u. aufien, wenn ich jeden Tag 77-mal siindige, erlose mich 
wie es bestimmt ist" (Matth. 18: 22). Die yon Worrell angenommene Variante in Str 6 
maVaka Fenm „Engel von Fema (s. Dillm. Lex. 1348; Strelcyn, Prieres 478b)" st. „Engel 
v. Rama" hat keine Stiitze im aktuellen Text. 

Pergamentrolle, 178 x7£ cm, in drei Streifen, mit ledernem Futteral versehen. GroBe 
deuthche Schrift. 19. Jahrhundert. Am Anfang, in der Mitte nnd am Ende Ornamente 
^schwarz-rot-gelb), dazwischen Text in zwei Abteilungen. Lofgren, Die abessinischen 
Handschriften, Nr XIII. [Q ^ ^ 

48. LEFAFA SEDQ 

„Binde der Rechtfertigung" (ev. „Urteil/Spruch der Gerechtigkeit", vgl. amhar. laffafa 
,,pubha un edit" Baeteman 40), die athiopische Entsprechung des agyptischen Totenbuchs 
die uns dank den Bemiihungen von B. Turaev, S. Euringer und E. A. Wallis Budge bekannt 
wurde (b. Budge, The Bandlet of Righteousness, London 1929, u. Euringer, Die Binde der 
Rechtfertigung (Lefafa sedek) = Orientalia, N.S., IX, 76-99, 244-259). 

Ziemlich korrekte, dem Text von Euringer nahe verwandte Rezension, mit Anfang- 
ba-sema ... Salota dehiat wa-vmshafa heywat Lefafa sedq za-wa(hayba Ab la-egze'lena 
Maryam emqedma yetwalad emennehd Krestos ent* [i.]tdbawwe< westa zdbbub anqas wa- 
tetvassed wesla mangeSta samdyai wa-zanta nagara Krestos ama 29. la-warha Maggdbit 
( = Euriuger: „16. Yakkatit" Budge A ) usw. 

Z. 80: Salot ba'enta zd'ra mot ( = Euringer III). 

139 



Z. 181-SchluB: sieben „Gebete fur die ^imme]BKi^e"{§aht}xt-rnan{fadasamdy) ( = Eu- 
ringer VII: A-G). Im letzten Gebet Aufzahlung der fiinf qenwata masqal (s. unten 67; H), 
zuletzt: AWara Batron Abib ar'eyanni gasaka ioa-asme e anni qalaka andfrsi abasaya wa- 
hati'ateya lita la-amateka (Hs. Mamateka) und leerer Raum fur den Namen (so stets). 

Pergamentrolle, ca 175 x 9 cm, drei Streifen, in ledernem Futteral. Kraftige, gleichmaOige 
Schrift, 280 Zeilen. 19. Jahrhundert. Kopist (satafikd): Ydyeh (sic). Einfache Anfangs- 
verzierung, sonst kein Dekor. [0 Etiop. 491 

49. AMULETT 

A. (Kol. I, Z. 1-70) Gebete um Schutz gegen Damonen und Krankheiten: a) Salot ba'enta 

maStemd aganent wa-saytdndt: Baryd ma-Legewon Genn (ar. §inn) im-Dabbds (Guidi u. 

Baeteman s. v. „espece de genie", vgl. Worrell III, 139) Dask (Strelcyn 334, W, III, 138) 

wa-Q&dddU 'Str. 361, W. Ill, 136) wa-Tegridd (W. Ill, 139) Fera (Str. 336 u. Lexx.) wa- 

Ganajar (Str. 332) Maggand (Str. 329) wa-Sotaldy (W. Ill, 136; Rodinson, Magie 38 f. 

„sterilite") Ferqejat loa-Seqseqat (W. Ill, 135 f.) Sal(1) wa-Ourguho (W. Ill, 136) Nedad 

(W. Ill, 136, Str. 332) um-ManAo (W. Ill, 134) Fegen (W. Ill, 140, Str. 349) u>a-8eray 

(W. Ill, 130, Str. 329) Bvda (W. Ill, 128, Str. 331 f.) tua-Qumana (W. Ill, 127, Lexx. 

„espece de sorcier") Bda sab' (meist amhar. etfa sab' W. Ill, 130, Str. 41, 333) wa-Nahabi 

(W. Ill, 127, Str. 340) 'Aynat (W. Ill, 138, Str. 334, Rodinson 36, 39; vgl. unten D) wa- 

Na<ga)rgar (W. Ill, 134, Str. 333) Felzai wa-QHrzat (W. Ill, 135 f., Str. 331, 336, Rodinson 

35) Weg'at (W. Ill, 135, Str. 334, Rodinson 35) wa-Q&rtemdt (W. Ill, 136, Str. 331) <Ayna 

tela wa-'Ayna warq (W. Ill, 131; Strelcyn, Cat. „ceil d'ombre", „jaunisse", aber Guidi, 

Vocabolario, Suppl. 142 „sfortunato, colpito dal malocohio altrui") QuraM (W. Ill, 134, 

Str. 330) wa-TankolaM (W. Ill, 127, Str. 339) Tayaydi (W. Ill, 140, Str. 339) wa-Tamzdi 

(zu tamazzaza „torcere" Guidi); b) (Z. 34) Salot ba'enta magassesa aganent wa-saytdnat dam 

wa-wer# (s. unten E) usw.; c) (Z. 52) Anfang ohnlich, mit kurzem Dialog zwischen Gott und 

Adam nach der Schopfung (wa-yebelo Adam la-amldku: ba-ayte yekel maretdvn za-yehub 

la-samdydwi? wa-yebeh Krestos(!) la-Adam: emuneya ebelakka ama (1. kama) yesarri lomu 

hati'aiomu usw.). 

B. (Z. 71-) wa-kd'eba: Salot za-Salomon: asmata helldwehu Adyanos Aydyos Adyd tieydy 
Saqalam usw. 

C. (Z. 99-) Das Netz des Salomo: Salot ba'enta marbabta S. zakama rababomu kama 
marbabta 'aid la-agdnent enza yebel: Saduqd'el usw. 

D. (Kol. II, 23-) ( ^2/na/-Legende: Jesus begegnet der Damonin ( Aynat am See Tiberias: 
Salota Nadara (Var. Nadra, s. Worrell II, 87, III, 102, 111) wa-enza yahawwer egzi'ena 
I. Kr. westa babra Teberyddos mesla 12 ardd'ihu re'yu malke'a be'esit aragit nabird ba-fenot 
usw. (Vgl. Winkler, Salomo und die Karma 95; Vat. 100: 2; unten 67: B.). 

E. (II, 70-) Salot ba'enta hemdma toerd (etwa ..Fehlgeburt", Guidi, Voc. 568 aswarradal 
„ha abortito"= Baeteman 754 :; avorta", aber 803 „wourdj fleau, calamity") wa-wehzata 
dam wa-zens Ardimdnos Animdnos usw. 

140 



F. (II, 121-) Ahnliche Beschworungen gegen MaggdM wa-Sotaldy (s. oben A) Werzelya 
(vgl. oben Nr 44) Qurzat (s. oben A) Qidar (W. Ill, 140 Str. 123, 339) Qurava (s. oben A) 
und den ..Genossen" (abro addag) Barya (W. Ill, 134, Str. 331, 346). 

G. (II, 168-) AbschlieBender Fluch: dwaggezakka ba-77 qessennd (Dillm. Lex. 433) 
dwaggezakka ba-77 negknna (=negS, fehlt Dillm.) ba-77 liqdna pdppdsat dwaggezomu ba- 
sahtomu la-Abba Absadi wa-Abba Agdton aw. ba-s. la-Abba Mallei wa-A. Pantalewon wa-A. 
Apelyon (la-}ganawta Barya wa-tiotaldy kama tezd'u em-sab' wa-tebd'u em-bdbrhagarekemv, 
sasselu im-rafaqu baba-Sardwitekemu i-tegrab* haba nafsd wa-Segdha wa-i-telkefu 1 em- 
zagura re'sd eska sefra egarihd la-amaJLeka Walatta Xidan. wa-gasu ... . . diydblos ( =oben Nr 
44: A). Zuletzt zwei Zeilen mit „Brmenbuchstaben , ' (litterae ansatae). 

Porgamentrolle, 172x11 cm, in sorgfaltiger Ausfuhrung mit dem Text naoh auBen. 
Scbrift in zwei Kqluninen yon guter Hand des 19. Jahrhunderts. Besitzerin; Walatta Kidan. 
JDekor: am Anfang und am Ende der Rolle fast identische Darstellungen eines Engels 
(Michael?) in vollem Ornat, das Schwert in der Rechten, die Scheide in der Linken haltend 
(Hphe: ca 25 cm). In der Mitte ein Rilderfeld (18 cm hoch), bestehend aus 42 (6 x 7) Vier- 
ecken (ca 20 x 16 mm), welche abwechselnd ein Menschengesicht und eine geometrische 
Verzierung enthalten. [0 Etiop. 24] 

50. AMULETT 

A. (Z. 1-40) Masfafa MafteJie Serdy „0ffner des Zaubers": fetdfr krdya Asldm wa- 
Krestiydn, f. S.OdUd wa,SartqeUa(Sti. 356), /. S. Qemdwent ( ^Qermrd Str. 353) wa-Seldwdgi 
(gew. -wagi, amh. fcZ. „sorcier" Str. 3, 343, eigentl. „celui qui pique l'ombre", W. Ill, 136, 
Guidi, Vpc. Suppl. 233 ..fattucchiere"), /. 8. Algom wa-Qafat (Str. 346, 350) usw. Erschop' 
fende Studie dieses Textes von S. Strelcyn, Prieres magiques etc., auf welche schon otters 
hingewiesen wurde (vgl. unten Nr 62). 

B. (Z. 41-) Kreuzthema: masqal magrare zar masqal mawwd'e zar, m. naSSate zar, m. 
fawwdseduydn usw. (vgl. Worrell III, 109, oben Nr 42.). 

C. (Z. 66-) Johannesevangelium 1:1-5 (=oben Nr 44), am SchluB: farha wa-dangaza 
diydblos usw. ■(ibid.).'- 

D. (Z. 85-SchluB) Susenyos-Legende (Worrell, Typus II. =oben Nr 44). 

Pergamentrolle, 166x9 cm, in zwei Streifen. Ungeubte Hand : des '^. Jahrhunderts. 
Fiir eine Frau namens Saqdwe 1 „Honig" bestimmt (spater mit Walatta Berhdn ersetzt). 

Dekor: zu Anfang und zwischen den Textabsohnitten 4 farbige Felder mit apotropaischen 
Figuren (1. und 3. „Spinne" = Worrell, Tafel I: 2). [O Etiop 26] 

61. LEFAFA §EDQ „BINDE DER RECHTFERTIGUNG" 
Anfang: ba-sema . . . zdtti sdlot madl&nitanafs masfafa Iieywat Lefdfa Scdq za-safyafd Ab 
ba-^mwa-ioahabaU-egze'tenaMdryam marh la-sadeqwn,wa-zanta nagard Krestos emdehra 
tawalda emenneka arm 21. la-warfci Maggabit (sonst meist 29. M., siehe EurJngers Koinmen- 
tar). Der Text endet mit den sieben Gebeten fiir die Himmelsreise. Siehe oben Nr 48 

141 



Pergamentrolle, 217x8 cm, in 5 Streifeu; einfaohe AuBfuhrung. Am Anfang und am 
SchluC koptischeg Kreuz (Patriarchenkreuz) in identisoher Gestaltung. Dazwischen fort- 
laufender Text in rauher, gut lesbarer Hand des 19. Jahrhunderts. Fiir Habta Sellasebe- 
Btimmt. [0 Etiop. 26] 

52. AMULETT 

A. (Z. 1-96) Legende von Susenyos und Werzclya, in der gewohnlichsten Fassung (siehe ' 
oben Nr 44). 

B. (Z. 96-) Zaubergebot fiir das Binden der Damonen: salot ba'enla md ( sa(roymu la-aga- 
nent wa-Tegertyd (W. Ill, 128) Maggaiia (oben Nr 49: A) U8W - 

C. (Z. 113—) Zaubergebet gegen den Legewon (L. rekus za-yesalleb lebba sab' iua-yu?allem 
a'yenia usw.), vgl. oben Nr 49. 

Pergamentrolle, ca. 150 x 8£ cm, in zwei Streifen. GroBe regelmaBige Schrift aus dem 18.- 
19. Jahrhundert. Der Name der urspriinglicken Tragerin ist ausgemerzt und mit Walatta 
Kidan ersetzt worden. Beiliegend: Gutachten von H. S. Nyberg. 

Dehor: vier mit rot und gelb illuminierte Felder: a) 18 cm hoch, am Anfang: stilisierte 

Engel; b) 10 cm hoch; 3x3 kleine Felder, in der Mitte stilisiertes Gesicht, in den Ecken 

grosse Augen; c) 16 cm hoch; stilisierter Engel; d) „Spinne" 9 cm hoch. 

[0 Etiop. 28] 

53. AMULETT , 

Zaubergebete vom Typus „germu mogas", eigentlich „Hoheit der Gnade" („pri&re pour 
avoir rautorit6 et la grace auxyeux des hommes" Strelcyn, Cat. 139 undpassim). 

A. Salot ba'enla germa mogas wa-aqqabe re's loa-mastafaqer wa-maftehe habt: germa gedd 
g. ezub g. Seyon (gewohnl. Mannername) g. rnafreh g. madangez usw. (vgl. Strelcyn, Cat. 
Nr 490: 1, 533: 2; unten 65 A ). 

B. (Z, 48-) Anfang wie oben, setzt mit Loffyam (5-mal) Papapun (4-mal) td^jdhen (7 -mal) 
usw. fort. Zu Lofham siehe Verf., Athiop. Wandamulette 117 f. 

C. (Z. 126-) Anfang wie in A oben, setzt mit einer bunten Menge sinnloser Wtirter fort; 
auf das unten erwahnte Viereck folgen noch 17 Textzeilen; SchluB: albo nagar za-yessa'ano 
la-Egzi. (Luk. 1:37). 

Pergamentrolle, ca. 160 x4£ cm, in zwei nicht mehr zusammenhangenden Streifen. 
Nachlassige Schrift mit grunblauer Tinte. 19. Jahrhundert. 

Am Anfang rote Verzierung: Flechtwerk in vier Schichten; gegen das Ende magisohes 
Viereck (9 x 5 Felder). Fiir einen Mann namens EMi angefertigt. [0 Etiop. 63] 

54. AMULETT 

Salomo-Legende: eine verworrene, aber nicht unwichtige Rezension der Erzahlung vom 
„Nete des Salomo" (marbabta Salomon, auch asmdta S, „die (geheimen) Namen des S.", 
so hier)i Anfang: . . . ba-ze asmat dehna 8alo(mo)>n em- 'edehomu la-nahabt rekuwn wa-seyu'an 
usw. Siehe oben Nr 46. 

142 



Pergamentrolle, ca. 130 x 4 J cm, in zwei Streifen (der erste Streifen fehlt). Ahnliche Aue- 
fuhrung wie in Nr 63, aber dunklere Tinte und rauhere Hand. Fur denselben Mann, hier 
EayUx Selldse EM benannt, angefertigt. r Q Eti 

56. AMULETT 

A. Gebet, urn die Damonen zu fesseln (salot ba'enta md'Saromu la-aganent) und zwar 
Legewon (s. oben), Zar (W. Ill, 128 f. Rodinson passim) Wellaj (eigentl. ..Mulatte" Baete- 
man 746, Guidi 669) Qen{n) (ar. $inn, Rodinson 60) Dabbds (..Hausgeist", vgl. o'ben Nr 
49: A) TalawdSi (W. Ill, 141 Strelcyn, Cat. 419: 2 talawcti, offenbar Pfcz. von taUwwam 
„muover 8 i, agitarsi qua e la" Guidi 38) <Ayn* telu, 1 Aynawarq (s. oben Nr 49: A) uaw. 

B. (Z. 40-) Salot ba'enta adnata Salomon m-rabahomula-agdwrd: Aufzahlung sinnloser 
Worter (vgl. oben Nr 54). 

C. (Z. 105-) Gebet des Alexander: Saht ba'entamd'Saromu la-aganent wa-saytdndt za- 
tanagara Eskender neguS ba-'elata ( arb enza yebel baqedma Gog wa-Mdgog usw. (W. I 181 
II, 78 Strelcyn, Cat., S. 276 Mitte: 12 Belege). / 

Pergamentrolle, 148 x 6 cm, in einem kurzen und zwei langeren Streifen. Schrift von ei- 
ner Hand, durch einfache Linien ,abgegrenzt. Fur eine Frau mit dem Namen Wahtta 
Dawit angefertigt. 

Dehor: am- Anfang und am Ende analoge Felder, ca. 14 cm hoch, mit koloriertem Flecht- 
werk, in der Mitte Viereck in grellen Farben, mit Gesioht im Zentrum, sog. Spinne. 

[OEtiop. 55] 
56. AMULETT 

Zaubergebete, mit dem Anfang: ba-serm ... esma anta Egzi. berhdn anta ah anta ma<$aromu 
la-saytan. asmdta ab berMn za-semu Sapird (Str. 434) wa-G u aldSanbi usw. Es folgen ver- 
schiedene Gebete, z. B. salota dengaze mansvt yemassel fetratomu la-nahabt rekusan (aus dem 
„Nete", vgl. oben Nr 54); salot ba'enta Qurzat toa-Felzntwa-QMemat wa-Barya (s oben 
Nr 49: A) wa-za-ydbahannen (fehlt Dillm, Lex. 486) ba-fielma UUt usw, salot teenta (amOfy 
za-rababomu U-agdnent ba-te'zdza Egzi. kama marbabta <a$d usw. (vgl. oben pa***); salot 
ba enta fetfrat wa-fyetq(?) arkomo'el jerqend (3-mal) usw. 

Pergamentrolle, ca. 140 x 9 cm, aus drei Streifen bestehend, wovon der letzte ohne Text 
ist. Gute Hand von variierender GroCe. 19.-20. Jahrhundert. Fur einen Mann namens 
Keflu Kefla Yohannes bestiinmt, aber offenbar nicht vollendet; 

Dekor in drei Feldern (14, 21, 11 cm hoch), in den beiden letzten in origineller Weise 
mit dem Text vermischt. Farben: rot, griin, schwarz. [0 Etiop. 56] 

57. AMULETT 
Sammlung von Zaubertexten, wegen ihrer Vielseitigkeit von Interesse: 
A (Z. 1-140) 5 Zaubergebete mit ahnlichem Anfang: Salot ba'enta <Ayna tela (s. oben 
49: A) wa-rm^aromu la-aganent wa-la-mandfest rekusan usw. 

143 



B, (Z. 141-) 'Aynat-Legende (^oben 49: D): Salot ba?^-A)m,_W:^4W.$W 
wa-NaMra.wa-enzayafywweregzi'mal.Kr.w 

C. (Z. 221-) ..Homilie" des Engels Fanuel (ders&n za-qeddve Fanu'el Uqa mtM'ekt; vgl. 
oben 29: B 47): qorotyal dertyal tetyal awsifaal ellonta q&lala wahaio Egzi.la-qeddua F.liqa 
maWekt. kama (Hs. arm) sada4ormla-say{&mt ba-falaga Yordarws wa-ba-fahga Qison 
kamahu wa-yom-ni sededdomu emltfla gabrekaKatamd Takla gadeq. Es folgen 12 Strophen 
einer Sa^%Hymne, von denen 3-9 sohon oben 47: Cmitgeteilt wurden. Die ubrigenlauten 
folgendermassen: 

(1) sal&m laka F&nu'U 
ba'ala akn&j za-nabalbal 
iw-ba'dla kHndt za-maaqal 
zaww&rS 'abiy ' aklU 

wa-qadddae aml&k ba-za-i-y&rammem q&l. 

(2) ealam laka Fdnu'el arm 'amazd ba-mot za-teqattel 
ab'elota nadd&y za-tekel 

wa-'ezaba makar& za-t&qallel 

em- c eda mot deruk wa-em-maVaka mot hayyal 

ba^akndfika 2 aab'enn&ya aallel. 

(10) salam laka adfj&nanni zalfa wa-i-tehdegni yom 
Fanu'el teguhmal'aka sal&m 

(esma ba-senu' yedehen be'eai dekum) 

wa-ba-fawa yefe'i liernum. 

(11) aolSm laki maqdaaa orit za-bo'ki Marydm emmena 
wa-emmu [la-emmu la-emmu] la-6gzi'ena 
ba-hezna Hannd tam&hza^neynna (aus -Ina) 
fannewiyola-Fanu'Uye'qabkiyana 
ba-ramhamasqalragizoaaytana. 

(12) saldm la-tafa}roteka meala mal&'ekt hebura 
enza i-tekawwen qedma wa-enza i-teddehar dehra 
aaddOdS eayfan&t Fanu'ei emWla sab* watra 
sededdomu la-aganent wa-ar'eyyomu hai&ra 
kama kiyahu i-yegbarumdhdara. 

Str. 2=Paris, £th. 556 (s. oben 29: B). Str. 10 = oben 29; B. Str, 11 isfc offenbar eine 
Interpolation aus einer Marienhymne ( -Worrell HI, 90, wo V. 3 fehlt). Str. 12 kommt 
sohon in 29: B als Anfang des Dersanvor. 

D. (Z. 281-) Markuseyangelium 5: 1-13: wangel za-Marqos. wa-bafifro b&bra (8io st. 
bebera; Piatt vxi-basifyomu ma'dota bahr haba be^ra) za-semu Gerges(fin)on warido em- 
barmr [wa-]taqabbalo usw. Der Text weist einige Abweichungen vom TextuB receptus der 

Druoke auf. 

E. (?,. 313-) Johannesevangelium: Prolog 1: 1-5 (-oben 44: A 50: C). 

F. (Z. 327-) Andreas-Legende (vgl. Budge, Bandlet of Righteousness 811; Paris, £th. 
320, 384, 643: 16; Vat. 24: 30, 92: 1.12): Mm 1 semu la-egzfena I. Kr. za-wahabo la-Endreyas 

144 



rad'u. o-egzVeya I. Kr. eselli habeka ba-zatti salot za-wahabkko(!) la-E. kawaryalca Tcama 
azzazkko yehur hagara bulla 1 ta sati uew. 

G. (Z. 380-) Zaubergebet: Ab esat (vgl. Turaev, S. 237) ba-akalu wald esat ba-akalu manfas 
qeddus esat ba-akalu ba-ellu asmat za-asra'kagebro la-diyablos kamdhu a§re ( hemama Barya 
ubw. Schlieflt mit Anrufung einer Menge von Autoritaten und Beschworungen der Damonen 
Barya, Legewon, Sotalay und Qwafia (vgl. oben Nr 49 u. passim). 

H. (Z. 424-) Salot ba'enta Maftehe Seray za-Oebz wa-za-Turk ubw. (vgl. oben 60: A). 
Weiter unten steht nooh ein Maftelie Seray-Gebet, zunachst aber eine Salam-TLymne an die 
funf Wunden (genwat) des Gekreuzigten: £*.-ior, Alddor, Danat, Adera, Rodas (aus dem 
bekannten Palindrom SATOR AREPO TENET OPERA ROTAS entstellt; siehe Verf., 
Athiopische Wandamulette, S. 106), im Text als Malice' za-Fidal bezeichnet. Die Strophe 
scheint also einem Malice' -Hywuaa an Christus mit jenem Titel entnommen zu sein, und 
das Verhaltnis zwischen diesem Text und den Namen der Wunden ist unklar. Ich habe sie 
am Ende der Verse angebracht ( =- unten 65°: B), was fplgenden Text ergibt: 

aal&m la-se'erta re'seka za-Sevwt abq u alu — Sadar 
vxi-sejuq teqqa la-arza Lib&nos amsala q v azlu — Alddor 
Iyasua Krestos liqa kdheTidt za-ld'la kullu — Ddn&t 
yessahaf ba-lesdneya la-weddaseka jidahi — Aderd 
i-yetgada) diba medr nebdbu wa-qdlu — Rodds. 



Anwendung: ze-Malke' za-fidal wa-ze-asmdt za-qervwdt magrare (He. -ra) Stray we'etu kama 
i-yegrab haba najsu wa-Segahu la-gabra Egzi. usw. 

I. (Z. 460-) Weitere Zaubergebete. Zum Schlufi zwei sonst nioht nachgewiesene Saldm- 
Strophen: 

1. an Immanuel {Amanu'el); 

saldm la-asfdra 'edeka mal'elta c azdbe l neburdt 
wa-la-gaboka 'ddi reguz(ay balih kHndt 
Amdnu'el her za-lebsateka es&t 
ba-hayleka la'emma hayuni dewuy&na Sega maret 
westa lebba Ayhud ameha hadara qen'at. 

2. an Michael: 

saldm la-k&ly&tika Egzi'abeher za-takalo 

weSidti gabawdt ba-amd'kilo (zu amd'kala Dillm. Lex. 785) 

Mikd'el hayleka hayla sab' za-i-yttmdssalo 

zerewomu la-azrdreya ella yebeluni: neqtello 

janniwaka la'lehomu qobdra wa- l awlo. 

Beide fiymnen enden mit Anwendung auf den Besitzer der Rolle. 

Pergamentrolle, ca. 230 x 7 cm, in vier Streifen. Deutliche Hand aus dem 19. Jahrhundert. 
Besitzer: Katama Takla Sddeqbzw. T. S. Katama. 

10-732538 Ldfgren 145 



Dekor in 6 Feldern: 1. qben, leeres Viereok (6x5 cm) und doppeltes Fleohtmuster; 2. 
schwarz-rote Figur: magisohea Quadrat (5x6 Felder mit Buohstaben) von vier Gesichtern 
mit Fliigeln umgeben; 3. „Spinne"; 4. Gesicht mit Fliigeln; 6. 8-zaokiger Stern, mit Text im 
quadratisohen Mittelfeld und ringsum in zwei Zeilen (Besohworung), alles rot. 

68. AMULETT ; 

Vprderseite: in der Mitte geometrisohe Figur, rings darum Bpiralformig angeordneter, 
immer grofier werdender Text: sog. LonginuB-Hymne (Worrell III, 96, HO, 119; vgl. 
GnSbaut, La priere de Langinos, ROC XV, 42-62), yon Bieben sohwer zu beBohreibenden 
Figuren umgeben: 

saldm la-gaboka kSndta Langinos za-wag'o 
toa-azaqta mdy karielM la-dama ier'at enla anqe'o 
haw&rya Ab Krestos za-ja^§amka gebra tasa^o 
'eqabanni ba-masqaleka la-mal'aka 'alam za-mo'o 
kama noldxvi ya'aqqeb em-taMld bag'o. 

Es folgen sinnlose Zauberworter. 

Ruckseite: 16 Textzeilen, aus lauter magisoh,en Wortern bestehend, mit spater hinzuge- 
ftigter Anwendung auf Amda Maryam Dasta. Darunter drei Kreuze ungleioher GroBe und 
mystische Figur. Ganz unten magisohes Viereok (7x7 Felder mit Buchstaben), reohte davon 
mit spaterer Hand: la-aganent saf. 

Pergamentblatt, 21 J x 16 cm, mit Text aui beiden Seiten. GroBe bis mittelgroBe sehr 
deutliche Sohrift. [0 Etiop. 68] 



146 



; UNHANG! 
Athiopische Handschriften in anderen schwedischen Biblioiheken 

A. Lund, UniversitiUsbibliothek 
69. HYMNUS AN MARIA. GEBETE AN CHRISTUS UND MARIA 

A. (2-4b) Hymnus an Maria, ohne Uberschrift, aus 14 funfzeiligen gereimten Strophen 
bestehend ( = Chaine, Repertoire 248; Grohmann, S. 29; OR, Notice 104: VII): 

(1) ba-samay wa-<ba-ymedr albeya ba'eda 
aba wa-emma ehta wa-weluda 
Marydm dengel etfammanakki gah&da 
kiy&ki iasfa kiy&ki tnafqeda 

kiy&ki awqa ( = ( au>qa) kiy&ki zamada, 

(2) ba-aam&y wa-(ba-^medr enzahallokenni faue -kini) rad'eta 
ment-tiu y&farrehanni Hla 

M&ry&m dengd etSammanqkki keSuta 
kiy&ki le'elennd kiyaki Hmaia 
kiy&ki resta kiy&ki abyata. 

Die letzte Strophe (sebfytf Uki Maryam ba-scb}]iataAb fannuwi) wurde achon Oben, Nr 26: B, 
zitiert. ., 

B. (4b-9a) Gebefc (Litanei) an Jesus Christus, aus 47 mifc o-egzVeya lyasus Krestos be- 
ginnenden und auf -anni reimenden Versen bestehend, dazu noch (8-9a) Abschnitt mit 
demselben AiJang, in 23 auf -eya/iya reimenden Versen. Anfang: o-egzfeya I. Kr. walda 
Egzi. freyaw ba'enta Maryam walladiteka adhenanni usw. ( = Dillm. Br. Mus. LX: 3; Wright, 
S. 108a, 120b; CR, Notice 111: I). 

C. (9a-16b) Gebet (Litanei) an Maria, in reimenden Perioden ( = Dillm. Br. Mus. LXI, 
mit 20 Strophen; vgl. Grohmann 33). Anfang (nach Dillmarin berichtigt): o-egze'ieya 
Maryam e»ma kebert (anti) em-kvllu fetral ba-samay wa-ba-medralbo m-yefoMeremenngki 
(Hs. em-JEgzi.) o-egze'teya M. 'eqabenni (Dillm. <eqabanni\) la-gabreki SdMagellase. o-egz. 
M.mmuh-fcUtdri / Iwha Iwrkulyun / xoa-haba hadarku Kederi / tua-habatanagarku tana, 
gari / wa-haba wafarku weferi (D. fari) / (toa-haba nabarku nebari (D. neberil)} / wa-baJculhi 
fenoteya Semari / la-za-yes$arraranni be'esi mekra hellinnahu mrzeri / wa-lesavo eseri usw. 

D. (16b~18a) Litanei, deren Perioden mit den Worten ba-sema ab wa-wald wa-manfas 
qeddus abadu amlak (in der Fortsetzung in 60s abgekiirzt) anfangen : ba-sema ... amlak la- 
yethafaru wa-yehsaru kuUomu salWteya usw. (ahnlich OR, Notice 94: V). 

E. (18a^l9) Gebet an Jesus Christus: o-egzVeya I.Kr. keSet afuya wa-abreh a'yenta lebbeya 
wa-arhu ezm mfseya kama e$m< nagaraka wa-efassem gebra hmrateka esma fallasi ana ba- 
zatti medr usw. ( ^Chester Beatty 945, f . 1; unten 68: B). 

147 



Notiz auf der InnenBeite des Umsohlags; ,,Der Universitats-Bibliothek zu Lund. Athio- 
pisohes Manuscript fiber ff 7CjP^ D : Jtl7A Marjam Dengel Maria die Jungfrau mitgebraoht 
von Dr J. R. Roth aus Mfirichen von seiner Reise nach Sfid-Habesch 1840-43." Siehe 
Tornberg, Codices orientales Bibl, regiae universitatis Lundensis, Supplementa, Lund 
1853, Nr LXX (S. 12). 

Pergament, ca. 10 x 9 cm, 18 Blatt in gefaltetem Sohutzblatt, als 1-20 numeriert. Sohrift 
in 15 durohgehenden Zeilen, von einer einzigen deutlichen Hand des 19. Jahxhunderts. 
Besitzer: Sahla Selldse (s. oben). i 

60. KIRCHLICHE HYMNEN 

A. (l-30a) Liturgisohe Hymnen (Antiphonen) in vier Abschnitten (siehe oben Nr 21: D 
23: G, unten 97: B; von Velat, Me'eraf, als „Chants d'ecole, Antiennes, Modeles melodi- 
ques" bezeichnet): 

1. Mastagdbe': l ezl mastagdbe' za-sanuy. wa-labbu#erdheya usw. SchluB: adhana T)Azbo ba- 
hayla masqalu esma berhan Saraqa. Velat, Me'eraf I, 34-46. 

2. (7a) ArbdH: arb&H za-efrud. qdleya asrne' egzVp halle luyd usw. SchluB: la-beta krestiydn 
WvX fyamzd / ba-sedqu Itawwazd / emenna zahay yebarreh gasd. Velat, M. I, 47-51 . 

3. (12b) Salast: seme'anni egzVo saloteya usw. SchluB: nayyd dabtard / enta re*yd 'Ezra / 
yefyewwezewwd za-samdy fatrrd. Velat, M. I, 60-67. 

4. (24a) Arydm: JiaUe luyd la-ab . . . qadami zemd: gebaru aqrentihu la-meStod' zdtti fdsikd 
qaddmU Jiegg usw. SchluB: tazakkarlcu ba-lelit se7inaka yanqefyanni qdleka za-ba-te'zdzeka 
tator'a goh VM-sebafy kona berhdna tm-sabha. Velat, M. I, 52-59. 

B. (30a-46) Ohne Absatz oder Ubersohrift: (Wedddse Mdrydm}, dasbekannte Wochen- 
offizium (siehe oben Nr 4: E u. passim), mit der Montagslektion anfangend. Weitere Lek- 
tionen: 31b Dienstag, 34a Mittwooh, 37a Donnerstag, 40b Freitag, 43a Sonnabend, 44b 
Sonntag. Kein Kolpphon. 

Pergament, 11 J x 8 cm, II, 46 Blatt. Sohrift in 16 durchgehenden Zeilen, von kleiner sehr 
schoner Hand des 17.-18. Jahrhunderts. Der Text ist uberall von supralinearen Musiknoten 
{meleket) begleitet. Ohne Einband. Beiliegend: sehwedische Beschreibung von Axel Moberg. 

Miniaturen: la stark verblaflte Darstellung des hi. Georgs zu Pferde, den Draohen to- 
tend; lb in dunkelroter Farbe ausgefuhrte grobe Zeiohnung der heiligen Familie uhd Gab- 
riels; lib spate Konturzeiohnung des Engels Michael. Bl. la einfaohe Initialverzierung 
(Flechtmuster). 

61. weddasE samayaweyan. salam anendreyanos 

A. (5-193aa) Wedddse samdydtoeydn (wa-medrdwydri) ^ ,,En<»miuni caelestium <et 
terrestrium)", poetischer Heiligenkalender fur das Kirchenjahr, auch Wedddse mdhbara 
sam.wa-medr. benannt oder, wieinunserem Exemplar, nur Wedddse samayaweyan. Piese 
Sammlung von kurzen 5-zeUigen Satdmhymnen wurde von Ludoif fiir seinen Commentarius 

148 



benutzt (S. 299: ,, Encomium & Laus. omnium sanctorum metrice ..., quod ipse possideo") 
und diente als Unterlage f iir seine Darstellung der athiopischen kirchlichen j,Fasti" (ib. 
389-427, bes. 427: „Aethiopica desumpsimus ex Encomio metrico Anonymi cuiusdam"). 
In der Pariser Handschrift d'Abbadie 133 (CR, Notice 94) wird als Verfasser der Arbeit 
ein gewisser l Arka Sellus angegeben und sogar abgebildet. Sein daselbst erwahnter Sohn 
La'eka Maryam konnte nach Cpnti Rossini mit der gleichnamigen, um 1600 politisch wirk- 
samen Person identisch sein (vgl, Budge, History of Ethiopia 378 f ., 392). Dann ware die 
Wirksamkeit von 'Arka Selius in der zweiten Halfte des 16. Jahrhunderts anzusetzen, 
aber die Voraussetzung ist ja ganz hypothetisch; (Guidi, Storia 66 „Arke Sellus, personaggio 
noto nella storia di Abissinia" beruht wohl auf einem Missverstandnis.) Die Annahme wird 
aber von einem anderen Umstand gestutzt. Die vereinzelten Sa&Jmstrophen der aktuellen 
Arbeit wurden in den Text des athiopischen Synaxariums aufgenommen. Die altesten 
Handschriften dieser Rezension (siehe oben Nr 20) stammen aus dem 17. Jahrhundert, 
wahrend die Ubertragung aus dem arabischen Synaxar schon im 16. Jahrhundert stattf and. 
Wir kennenzwei Vertreter der urspriinglichen Redaktion, beide aus dem 16. Jahrhundert, 
wo die poetischen Zusatze fehlen. Fur die Erweiterung bleibt also nur das 16. Jahrhundert 
oder der Anf ang des 17. ubrig, was die Wirksamkeit des ■Arka Sellus im 16. Jahrhundert 
bestatigt. 

Qpnti Rossini, Note 76/634, kennt nur drei Handschriften unseres Textes, obwohl schon 
Dillm. Ox., S. 36a, zwei weitere Exemplare, in Tubingen und Halle, erwahnt. Die Tubinger 
Handschrift entha.lt aber in Wirklichkeit das ahnliohe altere Werk Egz? abetter nagSa 
,,Dominiisregnavit" (so richtig Ewald im Katalog, ZDMG I, 37, und DiUm. Berl. Nr 60), 
wo der Text mit dem 12. Heddr anfangt (vgl. Zotenberg Nr 130 j.Cet ouvrage a 6te souvent 
confondu avec l'Encomium ..."). Egzi'abefrer nag&a, das vom Konig Zar'a Yd 'gob im 16. 
Jahrhundert inspiriert wurde, kommt in zahlreichen Handschriften (Conti Rossini ver- 
zeichnet deren 12) und zwei verschiedenen Rezensionen vor (beide stehen in der Hs. 
d'Abbadie 211). Unsere Handschrift ware also das vierte sicher belegte Exemplar des 
Wedddse in Europa. Vgl. HT 1. 134 (Kebran 22: V Egzi.nagSa), 179 (K. 40 Wedddse). 

Anfang: ba-sema ... . Mazmura feSufyanwa-salota tekuzdn / za-astagdbe'a be'esi [wa-]meskin 
j za-tve'elu sayydf wa-ld c la'a lesan J tefryt bawesta Jiezb wa-haba satf menun j ze-we'etv Wed- 
ddse samdydweydn usw. Fprtsetzung in Dillm. Ox. und ...OR, Notice, S. 128, mitgeteilt. Es 
folgen zwei saJdm-Strpphen mit vier bzw. fiinf Versen: mdhbara maid 'ekt wa-sab' ta l dyena 
Krestos wa-emmu j saldm lakemu soba ekaSSet {yek. CR) afuyala-wedddsekemu usw. Zweite 
Strophe: 

saldm la-abwa-la-waldqdlu 

wa-la-manfas qeddus saldm {waked CR) za-akalomu akalu 

la-Mdrydm saldm enta tasdtafai sebhata ellu 

saldm la-mala'ekt -wq-la-mdhhara kullu 

sehufdna malke c wa-sem ba-samdy zq-ld'lu. 

Der eigentliche Kalender beginnt Bl. 6ba mit dem Monat Maskarram (Saraqa M. Melyos 
pdppds za-la-Eskendreyd hyum j em-'ergata Krestos ba-45 akrdm / e'emmeh kiydka ba-qdla 

149 



salam usw.). Es folgen: 22b Teqemt, 38a Hedar, 53b TahSaS, 70b Terr, 90a Yakk&tit/ 
103a Maggabit, 115a Miyazya, 126b Genbot, 142b Sane, 156b Hamle, 175b Nahase, 
190ab Pagumen (letzter Heiliger: Abba Magdar). 

(192ba) Naohsohrift in drei Strophen, in Dillm. Ox., S. 36b abgedruokt. Varianten: I, 
4-5 esma rassayka egzi'o sariqa (so richtig nt.sardyeqa D.) maballat wekufa j em-eUaabe'u 
be'ulanza-tarfa (tarafa D.); II, 4 bdrekq bdreku besser; III, 1 la-za-?afafo. 

B. (193a/b) Kommumonsgebet; sa'alnaka mahari sa'alnaka fa^Uiri sa'alnaka za-i4ekaUe > : 
wa-za-i-telelli yamdneka naq'a heywai yamaneka falfala fd&ejfu wa-fa&et. •;.". fannu edekd 
sene ( t(!) iva-mazrdHeka U\eU(!)yeble*uagbertika rehubdn wa-yesteyu agberitta semu'dnuaw. 
Abgedruckt v. S. Grebaut in ROC XVIII, 215-7: Melanges V Le Benddicite* Sthiopien. 

C. (193b-200) Absohnifcte aus Tcfamera Mdryam, und zwar: 

1. (193b-195b) Aus der Einleitung: nenaggerakkemu dhawina fequrdn krestosaweyan usw. 
(vgl. oben Nr 30: D 32: 1. B); 

2. (196b-196) Hymne an Maria: esagged laki esagged laki wa-eweddesakki o-egze'ieya M. 
bakama waddasakki Yofyannes Afa Warq usw. ( =oben 30: C); 

3. (197-200) Drei Wunder der Maria: 

a. Der Monch l Os (sonst nur in Zot. 60: 73 Ambr. X 102 sup. belegt): wa-haUo aTyadu 
manakos Romawi za-semu l Os ba-dabra Kurdzd (Kuzara Zot.) za-yd/aqqerd la-egze'tena . . . 
Marydm...wa-aliatta i eUtta azzazo (Subjekt fehlt) la-Wre'el maVak kama ydr'eyyo mdhdara 
hdte'an tawdydn wa-sam'a bawesteta demza bezuhdn sab 'usw V 

b. (198bb) Die fioberkranke Frau in Bethlehem (=Zot. 62:9 Vat. 29, f. 45 64, ff. 89, 
233 Ambr, 20 sup.). Anfang: vxtmas\ata}vaUi be'esit za-tefassen 'abiya fasanta wa-enza 
hallawat egze'lem . .. ba-Beta Lefyem sagadat qedtnehd ba-haymdnot wa-sobehd tafaiwvasat 
em-dawi^.nassem-ke'ebayaMnUavsw. 

o. (199ba) Die iunfSchmerzen der Maria (siehe oben Nr 30: P.66). Anfang: wa-aludla 
''data yebeld egzfena I. Kr. la-emmu: ay-nu hazan ya l abbi em-kullu hazandt za-rakabdki 
(Hs. -bakki) ba'enM'aya usw. 

D. (2-3a,4,200ba-204ab) Spaterer Zusatz: Salam/ Malke'-Kymnua an Endreydnos 
(Andrianus), aus Einleitung, 41 f ttnfzeiligen tfatom-Strophen und Schlufistrophe bestehend. 

Einleitung: ba-sema qdddmawi amlakwa-dehra [dlamdl hallam 

enbala iaJiaivko heddfa em-manbaramangeStnialakotAwi 
weddfoe malke'eka nenger ba-madbala kdhendt daqiqa Lewi 
yerkabannala-weludekabarakaleka&ahl&wi 
Endreydnos abuna (Pd")wlos(1) 'ebrdm. 

(1) salam la-zen(,sa)leka westa kar^a~> herit Mdryam 
<la-be)>3rdta mdVa<.k ba-yledaleka saldm 
<EnydreydnosSino<,daba-beyjitawekajessu< k my 
<.a>stabariyaka (Hs. -ri'aka) da<Jbra Liybanos emm 
wa-(fali)>8aka AsqefesXgdydam. 

(2) salam la-ze(.kray semeka enta ta<.sehfa} westetit 

fidaldta <mo>gas wa-sagd za-h u illd<q u e"> <azmd)n sab'atu (Hs,: 7) 
Endreydnos (Pe^ros la-Qorneli^yo^s ama'ebretu 



150 



■■■■■:;■ ^<w->vwt^:W-™?>My& <w>.&fara'y louu 

w'lvemesawa-aratwiiyza-tase'labottu. 

(41) saldm la-genzala Segdka genzata Arsini za-laaata/a 
wa-la-maqqberika bauientaraaaaykame'r&ja . 
ISndreyanos Jalaskaenza IQiallu a'la/a 
gannathaba tarehiva wa-zarbeta 'eraft tanas/a 
mesla na/aa s&deqanahaw kama tenbar zal/a. 
Schlufl: la-za-ba-semrat aqrabku am(m)eha mahaley engeda 

la-aemeka 'abiy atnsala sema Kiroa wa-Sinoda 
Endreyanoa habanni 'asba m&hleteya kd'ebta fedd 
aab'-eaaa ta'awqa akko-nu ba-Aaqorotdwi Yehuda 
kamahaymdnotoyeSayyefba-berurza'ada. 

Das athippisohe Synaxarium feiert am 26. Nafease (1. Sept.) das Gedachtnis des hi. 
Endreyams und seiner 24 Genossen, die unter Maximianus den Tod litten, und widmetihm 
emo dem Wedddse sarMyaweyan (s. oben) entnommene Saldrmtrophe. Eine Doppeler- 
zahlung von ihm und seiner.Frau Entolya (Natalia-Anatolia) findet sioh am 3. Pagumen 
(9. Sept.) aber nur in der Handsohrift d'Abbadie 163 (CR 160) ana dem 19. Jahrhundert 
Siehe PO IX, 388/592 ff., 446/650, 450/654 f.; Oadla samtfW in Ms. d'Abbadie 179 (CR 
Notice 163: XLI) und GOAL I, 619 ..Hadrian u. seine Gemahlin Natalia". Ob jener Heilige' 
hier w,rkhoh besungen wird, ist mir dooh nioht klar. Urn die Frage zu losen, muB der 
Hymnus und die darin vorkommenden Anspielungen zuerst genau analysiert werden. Die 
letzte Strophe nennt als seinen Genossen in der Beerdigung „Armni", der mit Arsenius von 
Skete (vgl. Str. 1), der urn 445 atarb, identisoh sein konnte (GOAL I, 401-2, vgl ib S 516) 
Auf jeden Fall ist naturlioh Mobergs Vermutung, der Apostel Andreas sei gemeint, ver- 
fehlt. Der interessante Hymnus soheint ein Unikum zu sein und sollte herausgegeben 
werden. ■ B 

Pe ^ a ^nt, 14^x13 cm, 204 Blatt. Sohrift in 2 Kolumnen, 17 Zeilen (Bl. 2-4 haben 

o^nT ^ ^ MaUpm 7Qn W zt > ich neterHanddesl7.Jahrhundertsgeschrieben; 
^200b-204a von spaterer, ebenf alls guter , Hand (18. Jahrhundert). Besitzer: Oabra 
Madhen. In Hokdeckeln ohne Lederbekleidung und solider Schutztasohe. Bl. lb u. 204a/b 
sehr summarisohe Konturzeiohnungen (7 Menken, 2 Tiere). Beiliegend: sohwedische Be- 
schreibung von Axel Moberg. Im Jahre 1948 von den Erben Prof. Fr. Wulffs der Univer- 
sitatsbibliothek gesohenkt. 

62. ANAPHORA DES CYRIACUS 

(3-38) Abendmahlliturgie (Anaphora) der Jungfrau Maria von Cyriacus (Heryaqos) 

7 ^ Behnesa/Oxyrynohos) [AWateta qm™m.egze>twMdrydmwaimt^^ 

^m^mmi -oben Nr 17: G.4 27: E). Anfang: gWa Jebbeya gala Jav^a ,,mein 

Herz ^mllt erne sohone Rede" (3-mal wiederholt^Ps, 45: 2) usw. SchlieBt mit Dankgebet 

161 



(anbero ed „Handauflegung"): na^akkUlo la-Egzi. ba'enta kuUu saga za-asalfand la-emmu 
usw. Literatur: E. Hammerschmidt, Studies in the Ethiopic Anaphoras 16-18; G. Graf, 
GCAL I, 476-6. 

Pergament, 10 x 7 cm, 42 Blatt (1, 2, 39r-42 urspriinglich ohne Text). Schrift in einer 
Kolumne, 13-14 Zeilen. Gleichmafiige Hand. 18.-19. Jahrhundert. Ziemlich schlecht er- 
halten, aber Text intakt. Bl. lb Bleistiftnotiz mit dem Titel; 39-42 Kritzeleien mit Bleistift 
ohne Sinn. In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 



B. Stockholm, Konigliche Bibliothek 
63. GEBET DER MARIA AUP GOLGATHA. DOCTRINA ARCANORUM 

A. (3-38) Gebet der Jungfrau Maria auf dem Berge Golgota am 21. im Monat Sane, mit der 
t)berschrift: ba-sema ... zdtti salot (s. 1.) za-egze'tena qeddest dengel ba-2 Maryam imUddita 
amldk za-sallayal batti ama 21. la-warha Sane ba-dabra Golgota ze-wJetu maqdbera egzi'ena 
I. Kr. Textanfang: (p-egzVeya lyasus Krestos} za-tawaladka emenniya ba-faqadeka usw. 
Der Text besteht aus drei Abteilungen: a) Gebet der Maria, mit wiederholtem amelielakka 
,,ich besohwore dioh" (-14a); b) wunderbare Ereignisse und erste Antwort Jesu (-31); 
c) zweite Antwort (kidan „ Testament") Jesu, mit wiederholtem rnafjalkuki „ich schwore 
dir" (-38a). Nachsohrift (38b): o-egze'teya Maryam 'eqabenni em-makara Sega vxt-nafs la- 
abuna Walda (spater getilgt, dann leerer Raum; sonst immer Gabra Giyorgis) la- ( alarm 
'dlam amen wa-amen la-yekun la-yekun. 

Dieser als gnostisch bezeichnete Text wurde von R. Basset, Apocryphes ^thiopiens, V: 
Les prieres de la Vierge a Bartos et au Golgotha, Paris 1895, behandelt und iibersetet. 
Aufler den drei von Riedel erwahnten Handschriften gibt es eine grosse Anzahl Exemplare 
in verschiedenen Bibliotheken Europas: Conti Rossini, Note 64/622, verzeichnet 17 Num- 
mern; die Vatikanbibliothek allein besitzt 10 Kopien, die Pariser Nationalbibliothek noch 
7 (Eth. 313-319; s. Gr6baut, Cat. I, 239, mit Literaturangaben). Ausgabe: Addis Ababa 
1949/56-7 s. HT I, 32. 

B. (39-50) Temherta Hebu'dt „Dootrina arcanorum", in sehr zahlreichen Handschriften 
vorkommende alter tumliche Liturgie (siehe oben Nr 4: G, mit identischen t)bersohrift und 
Anfang). SchluB: (50b) bakama yebe Muse ba'eddn-hi nabiyat usw. wie in den Editionen. 
AbschlieBendes Gebet: ba-ze qala kiddneka 'eqabanni em-makara Sega wa-nafs la-abuna 
Gabra Giyorgis usw. (wie oben); die Bezeichnung der Liturgie als kidan ..Testament" ist 
von Interesse, da die „Lehre der Geheimnisse" tatsachlich die athiopische Version des 28. 
Kapitels des ersten Buohes des „Testamentum Domini nostri Jesu Christi" darstellt. Der 
hier vorliegende Text ist sehr korrekt. 

C. (1, 2, 51, 52) Spater hinzugefugter, ganz illiterater Text ohne Anfang und SchluB, die 
Eueharistie betreffend, von Riedel nicht erwahnt. Textpr-be: (la): . . . wa-nesseffo tenSd'ehu 

152 



la-egzi* Kreatos za-i-yefattat §agahu malayaleya 1 yerasseyanna mesleku ba-a$nafa [dla(my 
yeftabbah (lb) 1 Segdhu o-Krestos bag'a ma$wd ( t 1 kahena wangel usw, 

Pergament, 7£ x 6 cm, 62 Blatt, Durchgehende Schrift, 1Q-11 Zeilen, von einer gleich- 
mafligen Hand des 18.-19. Jahrhunderta (Bl. 1, 2, 61, 62 in ganz illiterater Hand). Besitzer: 
Gabra Qiyorgis. In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 

Sohwedische Beschreibung von W. Riedel, Katalog over Kungl. Bibliotekets orientaliska 
handskrifter, Stockholm 1923 (Kataloger ow K.B:s i Stockholm handskrifter, I=Kungl. 
Bibhot^etaHandhngar/Bilagor,Nyfoljd, 3), S.20. [CJod. orient. 29] 



64. DAS JOHANNBSEVANGELIUM 

(3-66a) Evangelium nach Johannes (Besrdta ab qeddus teruf rod'' tandgdri ba-malakot 
Yohannes walda Zabdewos). Bl. 41a, 47a 62a neue Absatze. 

Nachschrift (56aa): maVa be&tdta Yohannes 1 em-12tu hatodrydt za-§ahafo ba-Usdna 
Yonanaweyan ba-hagarq Bffison emdehrq ergatu la-egzVena I. Kr. w samay ba-Segd 
ba-30 l dmat ba-13 ' [dmaia mangeStu to-i^erpn. ncgfu^fo i?pm usw, (vgl.Dillm. Ox. XI: 2; 
Zotenberg 33: II, h)- Kolophqn (66ab); tafassama wangela Yohannes ba-radi'eta Egzi, bo- 
zamana mangeStu la-negu&ena Sahla Mdrydm (Name durchstrichen). Sdhla Mdrydm ist 
wohl der wenig benutzte Thronname des Kaisers Menilek II. (1889-1913), die Handschrift 
kann also um 1890 gesohrieben sein. 

(lb) Mit anderer, verblaBter Hand: chronologischer Text auf Amharisch. 

Pergament, 16 x 10J cm, 66 Blatt. Schrift in 2 Kolumnen, 23 Zeilen, von einer gleich- 
mafligen Hand des 18.-19. Jahrhunderts. Viel benutzte und gegen Ende beschadigte Hand- 
schrift in Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. Besitzer: Walda Mdrydm. 

Illuminierung: Bl. 2a/b zwei farbige Miniaturen: a) Brustbild eines Engels (Michael?), 
das Schwert in der Rechten; b) reitender Heiliger tStet eine zu Erde liegende Gestalt, also 
wohl der hi. Georg (weniger wahrscheinlich Susenyos und die Werzelya, s. oben 44: B), 
dagegen sicherlich nicht der hi. Takla Haymdnot (so mit Bleistift von spaterer Hand). Bl. 
3a, 40bb, 41a, 47a, 52aa einfache Verzierungen in Flechtmuster zur Bezeichnung neuer 
Abschnitte bzw. (40bb) SchluB eines Abschnitts. [Cod. orient. 29a] 



66. TEXTFRAGMENT (AMULETT) 

(1-4) Fragment eines unbekannten Textes (oder verschiedener Texte) in primitiver Aus'- 
fiihrung und Orthographie, von Riedel, op. tit., S. 20, 61 kurz erwahnt als ..Fragment av en 
etiopisk liturgisk skrift". Hat wohl als Zaubertext gedient. 

Textprobe; (la) . . ., wa-ka?eba essawwa\ haba gannat .. . haba hallo mdya heb {vgl. Dillm. 
Lex. 126 hebal) we'etu mahrds(a) (Dillm. Lex. 687 „nutrire") Adam wa-dehra essavxwat 
mangala dabub haba hallo nafds za-yamasse' ma'aza gannat za-yesennu amamat(?) wa- 
dehra ettekat um-ewarredwesta medra (haba s. 1.) yeddlem (sic) lebsula-Adam abalbaso la-wald 

153 



ab tasabbefa wald tasabbem wa-manjas qeddus sallalo ba-reOyata regb ... (lb) wa-semeya 
mart* Paraqltios manfasu sedq kamafm eseUel la-etta '^^''ii^^eao' 1 ^^'®^ 
seme, Xuirm waserm qarm la-alamalam (sic). Es folgt ein ratselvoller ..Zauberkalender", 
der Aufmerksamkeit verdienen konnte: ama i. (4.1) la-Maskarram Wma. ama4{?)Uh 
Teqemt falim (so mit sohwankender Vpkalisatiqn), (2a) aim 5. fc-tfc<^r ..,, ^ 7. fe. 
Tahsas 4ema m m, aim 6. la- Terr maqsafa (w), aim tam>ula-YakkMt seprd keres, aim 
8,la-MaggdhttMsdefa, arm 4. Ja-Miydzyd segyd patra t ama 4,la-QerA^s^e^eb,amal^ 
SaneJa-wgidmsCl), ama 11. la-flamlepdtra kar^iLucke) ..^men qeprosm-ralcaboU-Miu 
hollaqHhu 5.000 wa-90 wa-9 be'esi tabib za-a'rmra hullaqHhomu la-ye&tay wa-za-ssai-ya? am- 
m»* <yve>tk u anan. qeddusdt la-qeddusan wa-qeddesdteya i-tebu (=tahabu) la-kalabdt be'esi 
abd za-i-ya'ammer hoUdqHhomu : . v. (3a) esma imsljBa \eywat setesemu'dn mable 1 la-rehubdn 
usw. Der eigentiimliche Ausdruok masheta fcywat ..Spiegel des Lebens" kommt auch Bl. 
4a vor. 

Pergament, 11^x91 cm, 4 Blatt. GroBe bis mittelgroBe rohe Sohrift in durchgehenden 
Zeilen. Alter: etwa 17 Jahrhundert. Samtliche Blatter sind oben und unten besohadigt, 
mit Verlust einiger Worte. In Konvolut mit Aufsohrift: ..Etiopisk handskrift. Inkopt till 
Kongl. Bibl. jemte Leg. Sekr. Akerblads anteokningar 11 nov. 1888." [Cod. orient. 96a 1] 

66 A . EVANGELIENFRAGMENT. HYMNEN. ZAUBERTEXTE 
&■• (3-14) Ge c ez-Texte von mehreren Handen: 

1. (3-4a) Johannesevangelium 20: 6-18: re'ya mawa\em hebura (nebura Piatt) wa-seyuma 
(-Piatt) mt-iWa ia^ im-rruis'a Sem'on usw. Sohlufl: iva-borat Mdrydm Magdaldunt 
wa4eb^omula.ardd > mi^.dbsaraUomu la-ar. wa-t. Piatt): reHkeunoo la-egzfena wa-zemwat 
zanta (wa-nagarattomu Piatt) zakama yebela nagarat, (-Piatt); die Verse 16-17 sind lb 
unten wiederholt. 

2. (4-10) Saldm-Ilymnen: a) <an den Sonntag {sanbcUa krestiyan)}: saldm laki 'data berhdn 
wa-sadal[a\ / sanbala mestir re' sa maiod'el / bakama sem'a kona Yojtannes dengel / sabbdke 
wangel / tazkdra teriid'eW tasarnayki la-Amdnu'el (vgl. Chaine, Repertoire 170); b) (4b) 
an die Dreieinigkeit: o-egzi'o maljiaranna (dreimal) / o-Sellus qeddus amlakena watasfana / 
mamr lehkutaka wa-adhen mifsalana ... ( e$eyuna la-burdke / Sellus qeddus saldmakemu 
maJidkella-Mlaseza-albo wessdkej mhallu ba-amin tamnetena ze-ke usw. (6 Str., unbekannt); 
o) (5b) an Maria: saldm laki mogasena wa-kebrena usw. ( = Grohmann, Marienhymnen 400, 
fehlt Chaine; Z. 5 fehlt radd, statt Z. 10 „unser Gebet u. unsere Bitte, Mariam, segne" 
steht hier: „segne das Konigreich des Takla Haymanot u. das Bisohofsamt (peppesennd) 
des AbunaSalama" (T. H. II. regiertel769-77)); d) (6a) an Michaels, laka M. maVaka adheno/ 
s. la-nadddyza-tet'eyyano/s. la-raddd'e (lies la-radi' a, vgl. Dillm.Lex. 3U)mendubza-tetfenno 
usw. ( = Chaine 46?); e) (6b) an Gabriel: s. laka Jiaba dengel tafanndwi usw. (unbekannt); f ) (ib.) 
an die Propheten u. Apostel: s. lakemu nabiydt wa-muwryat usw. ( = Chaine 107); g) (7a) an 
Georg v. Lydda: s. laka Qiyorgis za-Leddd j mastas'ena farasza'add usw. ( = Chaine 83); h) (8a) 

164 



an Johannes d. Taufer: <«. laha) waida kahen [kahm] / waida Ehabet malckan fwattdne krestenna 
YofanneskaSSateberhan / ba-Saiem tua-ba-ffenqn usw. ( = Chaine 70?); i) (8b) an Takja Hay- 
manpt: s.lakaT.^.abunamelu'a mogas wa-sagd usw. ( = Chaine 53); j) (9b) <an das Kreuz:> 
s. laka garmaya tna'azd wq-sege neguSa 'ezawat %oa-\ez usw. ( = Chaine 232 seb^at laka . ..), 
letzte Strophe: sebjiat qasta masqaHa-No^ / westa gasa medr dagema em-damana lah / ». 
yanQaybteb (Hs. -batteb) zemrmayh;^.) zuletzt zwei Strophen an Maria: salam <laki)gomor 
walladita Krestos mqnim I enbala mkabe war" (sic, lies mar' -^ mar' Dilhn. Lex, 168) ba- 
dengelenna / bq-gadam bq-Jiaqla Sina (Maria wird mit dem Mafi vom Manna: TM 'ameer, 
LXX Y 6|xop in Exodus 16 verglichen). .». (Jakiy la-Hqa MhmatArpn lebswlsanaselatawarq 
beki zarSekuCa>W) (Dillni. Lex. 383) ba-na'su ( = ba-nqbw) / kama tedmesi gizg ansossu, 
3. (11-14) Zaubertexte: a) Gebet gegen Hagel u. Blitz (salota barad): mal'aka barad i- 
taw<re)d barad za'enbala seruy may usw. ( = unten 74: H); b) (lib) Salot ba'enta germa 
mogas (vgl. oben Nr 53): hUu May qosutay bakama kctbda gasu la-Muse kamahu akbed 
gaseya . . . (1 2a) za-wahabkkomu feqra wa-salama la-Henok wa-la-Myas kamuhomu sawweranni 
em-daqiqa Adam wa-Hewan yafqeruni nagoJt wa-mak u anenl yahabuni kebra wa-mogasa 
feqra wa-salama Aqaryos 7 gize usw.; c) (13d) Zauberquadrat (10 x 10 Telder, alle mit der 
Ziffer 3); d) (14a/b) Hasab-Text (vgl. oben Nr 3: B) ohne Anfang, in 11 Abschnitten: 1. 
basaha zar; 2. ft. tarakebota sab'; 3. &. gabr soba lafa: semeka wa-sema 'elat ba-3 gedef (1) 
ba-meMq yafciwiver fetuna yelrakkab, (2) ba-samen yahawwer i-lezamu, (3) ba-dabub yajiaw- 
wer fetuna yelrakkab; 4. £. mugget (..dispute"); 5. ft., kefl; 6. \i. simat; 7. *. ba-za ta'mer[o] 
liazan(\)Je$Sefa; 8. £. dewuy; (14b) 9. £. fenot (vgl. unten B: 2 amharische Fassung) semeka 
wa-sema <eUitwarhhagarba-10(?) gedef: (I) Sanmy lerakkeb, (2) habq nagaSt wa-mak"anent 
te&wv (3) Sarmay dorho tebalk' mesatesatti mesla be^esiteMtetummay usw.; 10. &. neway; 
lh^zamaca (..razzia") sema elat ba-3 gedef usw. DaB gedef (gedfi) hier etwa ..Alternative'* 
bedeutet scheint mir klar, die Worterbucher geben aber keine Auskunft. Siehe M. Griaule, 
Notes sur l'arithinomancie ethiopienne (Journal de la SociSte des Africanisfces, IV/1934' 
S. 25-31). 

B. (15^-23) Zaubertexte, grofltenteils amharisch: 

1. (15^18a) Deutliche, vvenig geubte Hand; Zaubertext schlimmster Art in ca 10 Ab- 
schnitten, darunter (15ab) Asmata Gebs za-ytinadded esata asmata O. za-yataffe ( esata 
asmata G. za-yawzwwet eskita menet usw. (..Namen aus Agypten, die Feucr anzunden und 
losdien und die Testikel toten"), sonst nicht bekannt, (16aa) ' Salota mawdad (M.mawadda, 
mavdidu „Liebe", also „Liebeszaube r ';'?) Lexx. nur mawdad (Gr. Suppl. 281), PI. mawaded 
( Dillm. Lex. 936) , .fibula". Anfang: ma' da mawdad arfodyos saliabba wa-aqrebba re >sa lebba ubw. 

2. (19-23) Konventionelle Hand; ^csafca /eno< ..Berechnung des Weges" (vgl. oben A: 3d) 
amharisch, in 15 numerierten Abschnitten (Alternativon), z. B. 2. me'rub meder-3.wayna 
daga (zur Bedeutung s. Guidi 587 f ., Baetcman 778, 926) =6, 11; 4. goUa meder = 12 (q v alia. 
Guidi 234, Baeteman 385); 5. ya-naggUe, agar; 7, ya-Ummal agar; 10. daga meder usw. (vgl. 
Strelcyn, Catalogue, Nr 390, 391, 405). 

C. Spatere Zusatze: a) (3a, 4^7 unten) Salota madanges za-wahabo^Egziy la-Muse gabru 
loa-nabiyu ba-dabra Sina qeddest (so 4a) ... (3a) kama namr suiuiu madangez kaviahobay 



165 



MuSu madangez kama takiUaiu mad. kama nehb iu mad. yemsa* mefyrateka usw. (vgl. salota 
dengcze oben 56, unten93: A); b) (13ab) Zaubergebet: ba-semaAb bal. maVaka Egzi. maron 
maron(?) ba-zentu asmStika [ioa-]fyetemmo wa-legummo kama i^yeza' ' Jerti („Harn") fwba noma 
za-Ulitba-Mabre'el Nola'el xlbw.", c) (23b) Salota hegga tabq wa-mastafdqer ':-... anta we'etu 
maiarratula-feqr za-warada em-samdy usw. Bl. 25 (Umschlag) Segnung des Schreibrohrea: 
„Segne mein Schreibrohr (ber'eya) wie das S. des Henoch!" 

pergament, oa 17 xl3$ cm bzw. (3-12) 16-17 x9-10 cm. 25 Blatt (die beiden letzten 
diecten einst als Umschlag), Sohrift teils (3-12) in einer, teils (13-23) in zwei Kolumnen, 
22-30 Zeilen. Mehrere Hande verschiedener Qualitat. Alter: 18-19. Jahrhundert. Sammel- 
band in ziemlich schlechtem Zustand. In Holzdeckeln ohne Lederhiille. [Cod. orient. 29b] 

G. Qoteborg, UniversitdtsbibKothek 
65 B . DAS JOHANNESEVANGELIUM 

(1-75) Evangelium nach Johannes. Der urspriingliohe Titel Besrata Yofyannes Wan- 
gelauri wurde spater erweitert in Besrata ab qeddus teruj rod* tandgari ba-malakol Yoify. 
walda Zabdewos fegura I.Kr. Tjawdrya. Kolophon (75aa): la-za-sajiafo wa-la-za-asjfafo toa- 
la-za-anbabo wa-la-za-targ u amo tva-la-za-sam'o l&bura yemfyaranna Egzi. Nachschrift von 
anderer Hand (die drei ersten Zeilen sind ausgemerzt); mal < a §ehjata besratu la- YoJtannes 
usw. Vgl. oben Nr 64. Bl. 76 ist leer. 

Pergament, 14x10 cm, (2) 76 Blatt. Schrift in zwei Kolumnen, 16-21 Zeilen. Unschone 
aberdeutliche Hand, Alter: etwa 1800. Bl. la u. 75ab Anfangsornamente einfacher Art. 
Kppie von mittelmaBiger Qualitat, in Holzdeckeln ohne Lederbekleidung und doppelter 
Schutztasche. [Cod. etipp. 1] 

65°. ZAUBERGEBETE. HYMNEN 

A. (lb-4a) Spaterer Zusatz: 1. Absolutionsgebet {Fetfyat za-Wald) wie oben Nr 19: D. 
SchluB: wa-em-ze yetmayat mangala meSwa 1 wa-yebal. Es folgt unmittelbar (3a) 2. Zauber- 
gebete, sog. Maftefye Serdy: ba-sema ... Salot ba'enta maflefye Serdy wa-Sela toagi wa-Ega 
saV iva-taqadhat em-81 mascfyeft usw. Vgl. oben Nr 60: A 57: H u. weiter unten. 

B. (6-41a) Maftefie Seray^-Gebete (salot ba'enta [fyemdma] M. S. ruh alquds ildna nehebd) 
in 18 Abteilungen: sehr ausfuhrliche und sorgfaltig geschriebene Rezension dieser „Zauber- 
litanei", eingeleitet mit dem schon oben (67: H) mitgeteilten Saldm-'JIymnuB an die fiinf 
Wunden des Gekreuzigten, sog. Malke'a fidalu za-qenwdt, mit eben derselben Anordnung 
der Namen Sddor usw. am Ende der Zeilen. Anfang: saldm la-se*erta re'seka za Semur 
abq v alu. Sudor usw. „Anwendung" auf den Besitzer des Buches Gabra Heywat bder O.H. 
Kebrat etwa wie in 67: H, dann: taratos akos malayas tarezen gamdter loz lotoz agramater 
armes barlen artdn feifelna'el agewos melewos say fa sewa 1 za-tasefyfa ba-semu la-egzVena. 
I.Kt. ba-gize tarehwa gannat Icamahu yetrahaw (!) lita la-'gabreka 6?.//. usw. mit fast un- 
glaublicher Fulle und Variation der Zauberworter; ziemlich selbstandige Fassung im Ver- 

156 



I 



haltnis zu der von Strelcyn, Prieres magiques etc, herausgegebenen jungen Vatikanhand- 
sohrift Aeth. 128. Weitere Abteilungen: 9a, 9b, 11a, 14b, 18a, 19b, 20b. 21b, 28a (/#ata 
hray w-yd m alaqqelo lasamdy f.lzq.ydfalkho la.[sa]rmy..) i 28b, 29a, 30a, 33b, 35b 36b 
38b. SchluB (40b): baserm Ma^dtf'tfelyetfatdb ba-semaQ u afatin yetmaldh baseml Tod 
1/eSSa^aretmnaMSerayaMhemteJ. gasdpest e.S. diydqondte.l nianakosdt e.S. ed wa-anest 
e.S. nahabi wa-nahabt za-tagabra bald'la gabreka G.H. Qetroli Iyalvitd za-rassaya 'amata 
Lofd (ganz unklar) kaimhu rasseyo yet/atd}, wa-yezzarzar kvUo Serdydta wa-huUo asmdta 
enUd'la gabreka G.H. Kebrai. , 

C. (42, 43) Ohne Titel: Prosahymnus an Maria mit Anfang: esebbefr sagdki o-mele<ta saga 
wa-etgannay laki o-meWta wedddse tazakkarku ba-lelit nesJui dengehnndki za-i-rndsa-m ba- 
walid usw.=Chaine, Rep. 344, vgl. Grohmann 31. 

D. (45-82a) Sammlung von Saldm- oder J/otte'-Hymnen: 1. an Maria (59saldm.Vv. plus 
2 SchluB-Vv.): saldm saldm la-zekra semeki hawdz usw. =Chaine 220, Grohmann 35- 2- 
(58b) an Jesus Omstus (51 ji. 4 Vv.): saldm h-zekra semeka serm rmfald za-i-yehSssu 
usw.-Chaine 123, oben Nr 28: B; 3. J72-76b) an Maria: (16 Vy.) crehre^ta hellinM 
afqerota sab' lemddd usw.^Chaine 368, Grohmann 33; 4. (78-81 b) an Gabra Manfas 
Qeddus (13 u. 4 Vv.): saldm lasensateJca maSarrata nagar wa-wUaw usw. -Chame '196; 
SchluB (81b): saldm la-fmgaru was. la-dabru was. la.rmqdberu'jG.M.Q. dbuyala-Egzi 
fequru,/ drnnandtankWarul u'wdfasamdy ankaruj ia-gize motekamaWekt zmrmaru 

(6 e? « ( 6e'm 2 a- S em^^^A : eft W ).82-871eer ) von2amharischenBleistiftnotizenabgesehen 

E. (71b) Amharisches Gebet. 

F. (76b-77) Aus Ta'dmeraMdrydm: die fiinf Schmerzen Marias ( =oben 30: F.66 61: C). 
Pergament, 14x10 cm, 87 Blatt. Schrift in zwei Kolumnen, 16 (1^: 18-20) Zeilen 

MittelgroBe, gute Hand des 19. Jahrhunderta (1-t andere, ebenfalls gute Hand). Besitzer 
Gabra Heywat(Kebrat). In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. [Cod etiop 2J 



157 



ANHANG II 

Athiopische Handschriftenin schwedischem Privatbesilz 

A. Handschrift im Besitze von P fairer Tage Bentzer, Astorjt 
66. HYMNEN. DAS BLUMENLIED 

A. (3-14) /Sa&zm-Hymne an den hi. Georg {Giyorgis): 

sal&m la-zekra semeka za-aaledd mogas mashafu 
za-y&menni kvllo way&3tasejju usw. 

(Chaine, Repertoire 147; Conti Rossini, Note 71/629: 16 Hbs.) 

B. (15-24) /Sa&zm-Hymne an Christus, Erloser der Welt {madhane l alam Krestos): 

sal&m la-zekra semeka za-i-rakabu tajs&meta 

maWekla samay wa-medr ella lamadu sebhaia usw. \ , 

(=Chaine, Repertoire 164.) 

C. (24b-62a) Mahlela Sege „Blumenked" der Maria ( = oben 26,27),mitdreieinleitenden 
Strophen, von denen die erste in Grohmann, Athiop. Marienhymnen 65, die dritte daselbBt 
158 stehen. Die zweite Strophe lautet: 

saldtn la-zekra semeki hamalm&la eege za-gannat 
ba-afa Muse nabiy wa-ba-aja negui D&urit 
sa'alita mehrat Marydm la-weluda kvllu fefrat 
IsayeyQs za-nassarakki ba- ( ayna lebbunnd, lenbit 
tawakkaji saloteya ba-kullu sa'al. 

(= Chaine, Repertoire 171.) 

Das Gedioht echlieBt mit der von Grohmann, ib. S. 156, mitgeteilten, den Handschrif ten 
JB X entnommenen Strophe: sebfala-abwa-la-walda'MtqxiBvf., die8ichauchobenNr27: C 
findet, und hat wie diese noch die Strophe: sebhat laki Maryam ba-$ege maWekt teguhdn 
usw. 

Pergament, 12 x 6 cm, 62 Blatt. 18. Jahrhundert. In Holzdeckeln. 

B. Handschrift im Besitze von Missions-Direktor -Nils Dahlberg, Stockholm 

67. DIE VIER EVANGELIEN 

A. (l-36ba)'Matthau8. . 

B. (36bb-59a) Markus. 

C. (59b-98a) Lukas. 

D. (98b-l 29a) Johannes. 

158 



?2^ » x *> -•« m (3) Blatt. Mods™ Kop ie, voa ^ r<)W 

C. Handeckri/tm im BmtzevmDr Pride Hylander, Nykoping 
68, ASalHONA WEDDA8E 
H 4 ' (1_ P^W W«*> ,.0rgaaon Mariaa, Marianharfe'', das groBe Woaban 
™» erbalten; Anfang: <.*>* i*B«M -faW*, „» „,„. (Ed . ^^ g ' !""" ' 

»*, *-'*„ <4ta «* (abnlich Ha. B, -Uppa 10, b.i Leander, JJS™ 

w^ n t° ng ; ****"■ *•*«« ***■ »*-*• ~*-i ««-»-mI 

B. (140a/b) Gebet(e), nur teilweise iesbar. Anfang- o-unSum I K r /l.s., x, 

^; b ™,^ 17( "' 8 ' ) *■*"-'-*• V °™ — 1— defett,,, an den Bant™ 
tarbbeaohad.gte Kopie, dcoh nur geringer Te,rtverto sl BL 1 n. 116-140 Bestaer mL W 

(Sotn^TnTL^T ** 2?ab ' ° iba ' 128ba ' ?2b (mg S "P» ***' -• <*■«- 
todbcba. kopfacbea Kreuz) nut Text: «■*.** w ITaHa «** (0 . Temisc ,^ ° 

69. AMULETT 
Zaubergebete (Beschworungen), hauptsachlich aus sinnlosen magischen Wortern be 
tebend vgl. oben 45: A). Anfang: ba .s<ma E gz i. berten MerUa rntiru uJ^Z^a 
<bayyl { ?) ta.semu ^ ird {Strelcyil( pri ^ g Anspielungen auf dHL^T 

mons und die funf *« ^a* (0Mb, etc., vgl. oben 57: H). 

Pergamentrolle, ca. 196 x 6} on, in drei Streifen. Nachlassige Hand aus dem 19 Jahr 
hundert Oben einfache Verzienmg {Flechtmu8ter)( jm ^ ' ^^ 

^guren (4 bs W . H cm hoc*), alios schwars (rote Tinte nur fur ttberBohrateT^T^ 
Namen der Maria und der Besitzer- W„U« ai • / Uberscnnften und die 

<»nde„«. «. getUgt) ££, 1^ ^ * "" e '" mal *-""• *-* 

159 



70. DOPPELAMULETT 

Zaubergebete konventioneller Art. 

Pergamentblatt, 19Jxl2 cm, einseitig besohrieben, zwei Spiralamulette enthalt«nd 
(GroBe ca. 12 x 10 cm). In der Mitte geometrisohe Figur versohiedener Gestaltung, rings 
darum Text in Spirale, anf angs mit roter, dann mit blauer, dann wieder mit roter Tinte 
gesohrieben. Besitzer: Arum Waldo, Oabre'el. 20. Jahrhundert. 

D. Handschriften im Besitze von Professor H. 8. Nyberg, Uppsala 

71. PSALTERIUM 
A (6-126a) Die Psalmen Davids 1-160 nebst dem apokryphen Davidpsalm (tandgara 
Dawit soba mo'o hi-Golyad), mit einleitendem, fiinizeiligem Gedicht, dem „Jungfraupsalter" 
Mazmura Dengel entnommen (vgl. Wright, S. 73b; Rhodokanakis VII, 1; CR, Notice, Nr 
105; unten Nr 76 u. 96): 

no's habeya D&wU neguSa Eard'el 
ba'&la mazmur iannay xoa-te'uma qOl 
tdlabbetvanni nagara wa-fekkare kvllu armdl 
kama ewaddessi la-Mdrydm dengd 
enza esarreh wa-ebel: (TagiOs la-kullu usw.). 

B. (126a-139a) Die 15 „Prophetenlieder" (Cantica), ohne besondere ttberschrift. 

C (139b-147a) Das Hohelied (mit zweimaliger ttberschrift: Mahdleya maW*.y ze-we'etu 
za-SaUmon), in funf „Gesange" eingeteilt (SchluB: westa adbara dehuhdn, siehe oben Nr 
4- C) Gereimtes SohluBgebet: sebfrit la-ab wa-waU wa-manfas qeddus la- l alam wa-U- aUma 
<dlam I sa'ali Una qeddest dengd Maryam / m&lrata Krestos waldeki ya^wwesanna cm- 

arydm. 

D. (147b-169aa) Wedddse Maryam, mit der Montagslektion anfangend. 

E* (159aa-l64aa) Das Sonntagsoffizium der Maria: Wedddse wa-gendy (emmu la-Adondy). 

Pergament, 11 x8* cm, 166 Blatt (1-4, 164b-166 sindleer). Sohrift teils (6-147a) durch- 
gehend, teils (147b-164a) in zwei Kolumnen, 22-23 Zeilen. Mittelgrofle regelmaBige Hand 
des 19. Jahrhunderte. In Holzdeckeln ohne Lederbekleidung und lederner Sohutztasohe. 

Dekor: 5a Flechtornament, zur Einrahmung des oben zitierten Gedichts; 18b, 36b, 44a, 
50a, 70b, 84b, 113a, 119b, 126a einfache Anfangsornamente, meist nur mit Bleistift ange- 
deutet (36b ausnahmsweise in blauer Farbe: Kopf und zwei Kreuze). 

72. DAS JOHANNESEVANGELIUM 
ttberschrift (3a): Besrdta ab qeddus teruf tandgari ba-maUkot Yojiarmes waUa Zabdewos); 
ISachschrift (164ba/b): mala sebkaUi Yolyinnes usw. ( = Dillm. Ox. XI: 2, Zotenberg 33: 
Il.h, mit unbedeutenden Abweichungen, vgl. oben Nr 64). 

160 



Pergament, 14 x 10 cm, 66 Blatt. Schrift in zwei Kolumnen, 20 Zeilen (nur 3a hat 19 Z.) 
19. Jahrhundert. Besitzer: Walda Mdrydm. In Holzdeckeln ohne tJberzug. 

Miniaturen: Bl. 1, 2, 166 haben primitive Zeichnungen, und zwar la Bleistiftskizze eines 
Mannes (undeutlich); lb-3 drei grell kolorierte Bilder: lb Engel auf gefesselten Damon 
tretend, 2a betender Monch, 2b der Gekreuzigte; 165a/b Bleistiftskizzen: a) Jesus auf sein 
Herz deutend; b) Apostel/Lehrer, ein Buch in der Linken, mit der Reohten auf Emblem 
an der Brust deutend. 



My Handschriften im Besitze von Pro) f e$sor Hugo Odeberg,Lund x 

73. PSALTERIUM ,.."""'7: 

A. (3-113a) Die Psalmenl-160und(112b)derapokrypheDavidpsalm{ye6eDatt>t<).tyber- 
schrift von Ps. 1: tagids la-hdlu (stammt aus Mazmura Dengel) fekkdre za-sddeqan wa- 
za-hdte'dn mazmur za-DdwU halle luyd (s. oben Nr 4 u. passim). Nach den Psalmeniiber- 
sohriften sind bisweilen Bleistiftnotizen fur den Vortrag nachgetragen, z. B. 47a Ps. 66 
bcfenta terufdn, Zusatz: la-burdke degem. 

B. (113a-125a) Die 15 kirchlichen Oden (Cantica) oder „Prophetenlieder", in der ge- 
wohnlichen Reihenfolge (oben Nr 4: B u. passim). 

C. (126b-132) Das Hohelied (Mahdleya rm%dley „Canticum cantioorum") in funf Ab- 
schnitten (mafydley) (wie oben Nr 4: C u. passim). Schlufl: westa adbdra dehuhdn. 

D. (133-145aa) Wedddse M drydm, das Wochenoffizium der Maria, mit der Montags- 
lektion anfangend (oben Nr 4: E u. passim). 

E. (145ab-160) (Wedddse wa-genay), das Sonntagsoffizium (wa-em-ze nesefyef wedddseha 
la-egze'tena M. usw.), weniger korrekt Anqasa berhdn benannt (vgl. oben Nr 4: F u. passim). 

F. (151-152a) Prosahymnus an Maria: yeweddesewwd maWekl la-Mdryam bawesta 
wessdle mantoWl wa-yebelewwd: babaki M. fytdddseyu td'wa usw.; endet mit 20-raal wieder- 
holtem saldm laki usw. ( =oben Nr 14: D.3 22: A. 17). 

G. Spatere Zusatze: a) lb, 2b amharische Notizen: Namenliste m. Ziffern, Segnungs- 
formel; b) 2a in kraftiger Schrift: Zaubertext (kahdba kalikum toafe kawdkew ba'amata 
kalikum sannatlcu (3-mal) usw.) mit schlieBender Verwiinschung (weguza yekun ba-qdla 
Gabra Manfas Qeddus) . 

Pergament, 16 x 10£ cm, 162 Blatt. Schrift in einer bzw. (133-) zwei Kolumnen, 23 Zeilen. 
Deutliohe gleichmaBige Hand. 18.-19. Jahrhundert. In Holzdeckeln mit Lederbekleidung 
(Riicken fehlt). 

Dekor: Zahlreiche einfache kolorierte Anfangsverzierungen: 3a, 9a, 22b, 31b, 38b, 44a, 
62a, 62a, 69b, 74b, 86b, 98a, 101a, 107a, 113a, 126b, 133a. An die Innenseite des Vorder- 

1 Laut Vermachtnis des im Dezember 1973 ver- Lund, ttbergegangen, und zwar als Codex Odeberg 
storbenen Besitzers sind die drei Manuskripte Nr 1-3. 
73-75 in den Besitz der Universitiitsbiblioihek, 

11-732538 Ldfgren 161 



deckels geklebt: Papierblatt mit farbiger Miniatur: der Gekreuzigte links von knieender 
Frau, rechts von Btehendem Mann(?) flankiert, zu seinen FiiQen zwei Kopfe. Der Hinter- 
deckel hat an der Innenseite eingesetzten Spiegel. 



74. ARGANONA WEDDASE. ANAPHOREN 

A. (lb-4) (Kidan za-nagh „Testamentum matutinum", mit K. za-qair u. K. za-sark 
ohne besondere Titel): qeddus hayyal qeddus hey aw za-i-yemawwet usw. (s. oben Nr 1?: A 
21:B27:G). 

B. (5-143) Arganotia Weddase „Organon Mariae, Marienharfe'V das grofle Wochen- 
offizium der Jungfrau (s. oben Nr 10-13, 68). XJberschrift (in 2 Kol.): ba-sema Egzi. kilns 
za'enbala feltat tva-afiadu ba-zemrat hebura hellawe wa-'eruya malakot za-ahatta yessaggad 
emhaba sab* wa-maWekt nesehef enka zantd mashafa za-yessammay Arganona weddase usw. 
Lektionen: 6a Montag, 30b Dienstag, 64a Mittwoch, 78a Donnerstag, 102b Freitag, 123a 
Sonnabend (qadamit sanbat), 133b Sonntag (ehud). Endet mit den gewohnlichen Segnungen 
(143a barakata Adam wa-Abel wa-Set wa-hullomu abaw usw.) 

C. (144-163a) Anaphora (qedddse, so hier st. gewohnl. ak u atela qurbdn) der Jungfrau 
Maria von Cyriacus (za-qaddasa Abba Heryaqos episqopos (za-Behnesd)) (s. oben Nr 17: G.4 
27: E 62). Anfang: g u aS c a lebbeya qala Sanndya (Ps. 45: 2) 3-mal. 

D. (153b-162ba) Anaphora des Evangelisten Johannes (Yohannes walda nag u adg u dd) 
( = oben Nr 17: G.3). Anfang: habeka egz\"o anqa^dona a'yentina. 

E. (162bb-165ab) Anaphora unseres Herrn Jesus Christus (s. oben Nr 17: G.2). Anfang: 
nd'akkutakka amldk qeddus fessdme nafsena wahdbe heyimtena; endet mit dem Gebet 
„Steuermann der Seele" (hadddfe nafs), 

Kolophon (165ab): zdtti mashaf za-abuna FeSSehd Seyon (Name auf Basur) be'esetafdqero 
wa-saldm za-sehqa ba-astahdmemo bezuh enbayna feqrd la-qeddest egze'tena M. ba-ashefo 
wedddsehd em-td'ma ma'ar te l um wa-ba'enla-ze yetka'aw Wleku asrdba rcuVela seruy em- 
maVelta le'ul arydm wa-mesla sahdfihu ... tebdlehomu em-md'bala gegdy mastem ba-ze-ni 
wa-ba-za-yemasse' ( dlam la- ( dlama < dlam amen. 

F. (165ba-171a) Mit dereelben guten Hand bis Bl. 170: tfaZom-Hymne an Christus in 
84 fiinfzeiligen Strophen ( =Chaine, R6pertoire 25, 26; Chester Beatty 950): 

(1) salam la-hem&meka beta Ayhud za-mazbara (Vat. -amazbara) 
wa-raseayomu zerzura 

za-sereq (Dillro. Lex. 240) wayn emenna egust&r marra \ 

tam&hzanna ba-hem&meka Egzi. watra 
em-amleko aayfdn adhen zatta dab era. 

(2) sal&m la-hem&meka beta Ayhud za-andada 
wa-raseayomu hamada 

M&ry&m-hd ella bomu k&h(e)da 
tam&hzanna ba-hem&meka maffewanna eda 
asr&rina watra rassi (s.l.) seduda. 

162 



\ 



(63) la-febha Segdka esesseyo toa-la-naq l a dameka erawweyo 
I. Kr. bag 1 za-Qardneyo 

la-ldhyeka (171a) etmennay lcama er*ayyo 
wesla aeydhomu la-Surdfel la-sc'laleya dayo 
ba-hemdma moteka la-quslcya af'eyo. 

(64) la-febha Segdka esaggebo walanaq'a dameka esarrebo 
I. Kr. meskay laza-'azabo 

AyhudGivi kahadi amino Sellasi za-albo 
i-tawalda em-Mdrydm za-yebelakka emma-bo 
3eg u ag u dta hagar la-ye ( ud kama kalb rehibo. 

Spater hinzugefiigte Texte: 

G. (171b-172) a) tJbersicht von Gebeten fur die Wochentage: za-sanuy „t$€d habeka" 
eska haba yebel „yamdnu seiwH wa-mazra'tu le'elt mesla hayl" usw.; b) Hasaba seneH wa- 
sensent { -Nagara <e ? Dillm. Berl. 45: 1, a; OR, Notice 233, f. 14b; Turaev III, 8.25; Chester 
Beatty 901-2): wa-Weba ba-za-la'ammer hasaba s. zoa-s. ba-warha Maskarram 15 seneH 
wa-emennehd §ense(ri}l usw. (Grdbaut, Les jours fastes et nelastes, in ROC XVIII, 97-8; 
richtige Erklarung v. DiUmann, I. c. u. Lex. 1294, Gasparini in RSE V, 79-82 „legno 
tarlabile/non tarlabile'*); c) (172ab) Die Frau mit dem BlutfluJJ (Mark. 6: 25, Luk. 8: 43): 
wa-mas'at be'esU ente dam yeweheza usw.; d) Hasaba seneH wa-§ensent, wie oben b) aber in 
groflerer Schrift und durchgehenden Zeilen. 

H. (la, in 2 Kolumnen und an den Randern) Zaubergebete zum Schutz gegen Hagel 
und Blitz (barad, mabraq): ba-sema . . . anta mafmvda kama i-tawred barad za'enbala$eru<i/y 
may l eraqu . . . haba medra egale ba-mawa'ela Matiwos usw. bis Yohanrm wangelawi ba- 
Tiros (= Tigris) bahr ba-Afratos (Euphrat) bahr bahra Erelra bahr bahra Geyon bahra i- 
tdwred barad em-nuha samay wa-yetkawas hayla nafasat em-arba'tu ma'zatyyia medr ...ha- 
Mika'el fattate barad i-tawred za'etibala seru ( =oben) may usw. Kol. b: salot ba'enla mabraq: 
Sand'or ?iag u adg u ada Satq'el usw. Vgl. Chester Beatty 924: D; Strelcyn, Cat. 609, 643-4; 
Vat. 30, 50; HT I, 21 1; S. Grdbaut, Priere magique contre la grele (Aethiops VI, 10). 

I. Marginaltexte: 

1. (65a-76, oben) Saldm-lLymne an Maria (67 Strophen plus sebhat-SchluQ): ( = Chaine, 
Repertoire 172): 

(1) salam lazekra aemeki hawdz 

emenna kalbane waq&af wa-emenna sanball me'uz 
Mdrydm dengel labbdaita ( abiy te'zdz 
yesqeyanni lala-aebdhu wayna jcqreki azziz 
kam\a yesaqqeyo wehiz 
la-Sanndy arz. 

(57) salam la-felsata iegdki dabalera berhdn haba tataklu 
la-gannata sebdh ba-md'kalu 
MdryZ sebbeht wa-weddest (Hs. -to) ba-afa kullu 
emenna addeqdn zatdhtu waem-teguhdn za-ld'lu. 

163 



SohluO: laki M&rya (s.l.) aebhata adallu ba-zentu qdla (s.l.) mahlet 

wa-ba-zentu yebbabe 

la-za-yese'elakki be'esigizerakabo mendabe 
beaehi fefuna tessaftawiyo za-yebe: 
MaryO, 'enq&ya kertelobe{1) 
wa-me'ezta megbdr em-karbS 
za-aaggaya mafczaneki afawa nabbabe. 

sebhat laki M&ryd ba-b u alq u a kylly, ae'erleya 
a. laki M. ba-(feillq u aykv$ua c zemtey a 
«. laki M. ba-hHlq u a kulluzartare'ya 
8. laki M. ba-hHlq u a kullu za-i-ydatar'aya 
sebhata dengelennaki zalfa yenagger afuya. 

2. (77a, oben) Wunsch fur ejn GTabmeAila'emmaqabaruSegayahebazba^at^ayental^s.anta) 
tenabber westetu gebar maVeltehu nestita beta aw gebar nedqa ba-zebur %oa-a l ban zefvq kama 
i-yebd' natabtaba may „naoh Beerdigung meines Korpers mache(?) eine Gruft und daruber 
ein khines Haus, oder rcache ein Gebaude aus Lehm und Steinen, dicht damit kein Wasser- 
tropfen hineinkoramt". 

3. (144bb-146aa, oben) Die Litanei ba'enta bezeH wa-qeddest etc., die im Text der Anaphora 
nur angedeutet wird, steht hier vollstandig. Die Erwahnung des Patriarohen Marcus und 
des Metropoliten Athanasius hilft leider nioht, um diesen Zusatz zu datieren (der letzte 
Patriarch Marcus amtierte 1796-1809, der einzige mir bekannte Abuna Athanasius starb 
1876). 

4. (159b-161ab) Anzahl der Segnungen (burakeyat) und (161b) andere liturgische An- 
weisungen (ge'ez u. amharisch). 

6. (170a, oben) Nachtrag zur langen Christushymne: zwei ahnlich gebaute Strophen iiber 
die Auferstehung (zwischen Str. 63 u". 64 einzusetzen, aber wegen der Verwendung der 
dritten Person wohl anderswoher stammend): 

ealam la-tenSa'ehu aja zehr adlaqlaqa 
awrada mal'aka za-yet'azzaf mabraqa 
anbaad, naqtho 'aqqabto awdaqa 
zahaya ten&a'e la-makaymendn Saraqa 
enbala arib ( - 'arib) zalfa za-yehewwes meSraqa. 

eai&m la-tenJSa'ehu aja zehr ang u adg u ada (st. g v adg v adat) 

awrada maVaka za-yet'azzaf nadda 

anbasd naqiho 'aqqabto ar'ada 

zahaya tenSa'e la-mahaymen&n oda ( - ( oda) 

aarka sanbat tanie'a qaddieo ehuda. 

6. (171b oben) Kurze Notiz iiber die Marienfeste des Jahres, in allem 33. 

■■■'•■".'■.■■.■■■■■." ' 

Pergament, 21 x 18 J cm, 172 Blatt, Sohrift in 2 Kolumrien, 16-18 Zeilen. Grofie sohone 
Hand (-170). 17.-18. Jahrhundert. Besitzer: Tasfa Giyorgiaip. oben), spater FeUSeba Seyon 
u. Gohra Maryam. In Holzdeoksln mit Lederbekleidung. 

164 



Dekor: 5a einfache Anfangsyeraiexung mit 2 kpptisohen ICreuzen (ahnliches Kreuz 144a 
u. 153a); 4bb in leerem Raum: Kontwiwictoung einer Kuh und melkender Frau, mit In- 
schrift links: „Kalb Johannis des Taufers" (tora Yohamma Majmeq, vgl. Dillm. Lex 569). 



75. GLAUBENSLEHRE: (A l M Aj)A ME&TIR} 

Amharische Glaubenslehre, in der Einleitung als Haymanota Abaw bezeiohnet, aber rioh- 
tiger A'mada MeStir „Die Saulen des Mystc-ums" betitelt (so R. Sundstrom in beiliegender 
sohwedisoher Notiz), die funf groBen Myoterien des christlichen Glaubens (Trinitat, Inkar- 
nation, Taufe, Eucharistie, Auferstehung) in ebensovielen Kapiteln behandelnd. Keine der 
untereinander abweichenden Rezensionen dieser spaten Arbeit kann mit der hier vorlie- 
genden identifiziert werden; am nachsten stehen wohl Dillm. Br. Mus. XVI und Oxford; 
Ullendorff 85. Ein Zusammenhang kann bestehen mit der Cambridger Hs. Or. 1887 (Ullen- 
dorff-Wright XXXI), als ..Commentary and paraphrase of Haymanota Abaw" bezeiohnet. 
Trotz wortlichen Ubereinstimmvngen in der Einleitung (s. unten) ist die Fassung der 
Pariser Hs. Etii. 622, soweit aus der Besohreibung Streloyns, Cat. S. 195, hervorgeht, von 
der hier vorliegenden verschieden. 

Inhalt: 

A. (3-6aa) Einleitung: ba-serm Egzi. faydw egzVena I. Kr. za-lebbunndhu Ab wa-eaten- 
fdsa afuhu Manias geddus we'etu-hi galomu la-Ab wa-la-M. q. I. Kr. keUew ba-Ab wa-ba-M. q. 
wa-helhwan bottu Ab wa-M. q. bakama yebe ba-afuhu qeddus: emanu kama anaba-Abwa-Ab 
beya (Joh. 14: 11) newetten sejiifa Haymd(no)ta Abaw bawdrydt liqana pappasdt wa-episqo- 
posat armalifumu ka-tagbdra Sega ka-tagbdra nafs asqadmo la-krestiydn haymanot mamdr 
yegabal. iagbdra Sega mendernaw bilu: maras maqoffar sejifat degumt yehen ya-massaU 
bezumw usw. (ygl.pben 39: A; Streloyn, Cat, 1 95 ka-tagbdra mka-tagbdramfsasqadmoeto^ 

B. (6aa) Mysterium der Trinitat (meSfiraJeMse), mit zahlreichen Vaterzitaten; 

C. (13a) Mysterium der Inkarnation (m. Seggdwe); 

D. (34a) Mysterium der Taufe (m. temqat); 

E. (40a) Mysterium der Eucharistie (m. qiirbdn); 

F. (47bb) Mysterium der Auferstehung (m. tenia' e); 

G. (51 bb) Erklarung des Vaterunsers (abuna za-ba-samdydt belun alia yeldlu getd usw.), 
anonyme, nicht identifizierte Arbeit; 

**• (56bb) Nagara tawdfrdo hayrmnotddan: monophysitisches Glaubensbekenntnis (m. 
Zitaten aus Athanasius, Cyrillus und Gregorius Theologus). 

Pergament, ca. 17 x 12 cm, 69 Blatt. Sohrift in 2 Kolumnen, 24 Zeilen, von einer jungen 
Hand (19.-20. Jahrhundert). ^ Sundstrom, Missionar in 

Keren, Erithrea (gest. 1919) ist dies Buoh im Kloster Dabra Sim (Mansa'-Gebiet) kopiert 
und eingebunden worden. In Holzdeokeln ohne Lederbekleidung. 

165 



F. Handsckrift im Besitze von Professor Helmer Ringgren, Uppsala 

76. PSALTERIUM 

A. (2-135a) Die Psalmen Davids (Nr 1-150 u. der apokryphe Psalm); 

B. (135b-149b) Die 15 „Prophetenlieder" (Cantica), b. oben Nr 4: B; 

C. (149b-167a) Das Hohelied, in 5 Abschnitten, mit eigentiimlichen Schlufl: westa 
adbdra Betuel (sonst Betel, e. oben Nr 4: C) und wiederholtem ama tanSe y a wa-anSe'a mu- 
ianaafaqqero eskaama faqada ( = 2:7,3:5, 8:4); 

D. (157b-168a) Das Wochenoffizium der Maria Weddase Maryam (Montag bis Sonntag), 
s. oben Nr 4: E u. passim; 

E. (168a-172) Das Sonntagsoffizium der Maria Weddase wa-genay, s. oben Nr 4: F u. 
passim. 

Spatere Zusatze: 

P. (la/b) Psalm 1, wiederholt von illiterater Hand als Ersatz der fast ganzlioh verblaBten 
Seite 2a. Am Anfang Gedicht in 6 Zeilen, aus dem „Jun<?fraupsaiter" Mazmura Dengel 
iibemommen: na ( a habeya Dawit negida Esra'el usw. (s. oben 71: A); 

G. (173-174) Paraphrase des Weddase Maryam, in gereimten 5-zeiligen Strophen (hier 
wenigstens fiir Montag bis Sonnabend), ohne die Rubra: (jaqada} Egzf la-Adam yag- 
( ezzo I ScgaM nesufra ama rassaya ardzo usw. ( =oben Nr 27: B). 

Pergament, 14 x 13 cm, 174 Blatt. Schrift in durchgehenden Zeilen bzw. (von 157b an) 
in 2 Kolumnen, von derselben gleichmaBigen Hand. 18. Jahrhundert. In Holzdeckeln mit 
stark abgenutzter Lederbekleidung. 



Q. Handschriften im Besitze des Graf en Bjorn von Rosen, Onesta 

77. PSALTERIUM 

A. (5-142a) Die Psalmen Davids (1-150 u. der apokryphe Psalm); 

B. (142a-155a) Die 15 kirolilichen Oden (Cantica) sog. Prophetenlieder; 

C. (I55b-162a) Das Hohelied (Mahdkya mahdley); 

D. (163-178a) Die boiden Marienoffizien Weddase Maryam und Weddase wa-genay (s. 
oben passim); 

. Spaterer Zusatz (2-3a, 4b, 178b): mariologisoher Text (fluchtigere Hand). 

Pergament, 8£ x 6£ cm, 179 Blatt Gleichmaflige Hand, 19. Jahrhundert. In Holzdeokeln 
und Futteral. 

Drei Miniaturen: a) (3b) Reiterheiliger mit Lanze (St Georg) totet einen Drachen; b) 
(4a) Konig David die Harfe spielend; c) (162b) Maria mit dem Jesuskind, von zwei Engeln 
flankiert (dieses Bild ist das beste; alle drei wahrscheinlich von demselben Kunstler, der 
auoh 13 einfache geometrische Verzierungen ausfiihrte). 

166 



78. PSALTERIUM 

A. (1-120) Die Psalmen Davids (wie oben); 

B. (121-132) 16 Cantica Prophetarum; 

C. (132b-139) Das Hoheliedj 

D. (140-SchluB) Wedddse Mdryam und Wedddse wo-gendy. 

Pergament, 15 x 10 cm, 156 Blatt. Junge Kopie in ledemem Einband und doppeltem 
Futteral. 

Drei einf ache Miniaturen: a) (7b) Frauenkopf , koptisches Kreuz; b) (23a) kleine Menschen. 
gestalt; c) (113a) Frauenkopf. 

79. PSALTERIUM 

A. (1-1 12a) Die Psalmen Davids (wie oben); 

B. (113-125a) 15 Cantica Prophetarum; 

C. (125a-131) Das HoheUed; 

D. (132-149) Wedddae Mdrydm und (143ba-) Wedddse wa-gendy. 

Pergament, 16 x 11 cm, 149 (3) Blatt. Ca. 1900. In Hokdeckeln ohne Lederbekleidung. 
Einfache Anfangsornamente in rot-schwarz. 



80. PSALTERIUM 

A. (l-102b) Die Psalmen Davids; 

B. (102b-113b) 16 Cantica Prophetarum; 

C. (113b-119)DasHohelied; 

D. (120-128ba) Wedddse Mdryam; 

E. (128bb-132a) Wedddse tua-gendy. 

Pergament, 18x13 cm, 131* Blatt. 19. Jahrhundert. Ledereinband • und doppeltes 
Schutzfutteral. 

81. PSALTERIUM 

A. (3-97a) Die Psalmen Davids; 

B. (97b-106) 15 Cantica Prophetarum; 

C. (107-1 12a) Das Hohelied; 

D. (112b-121a) W eUase Mdryam; 

E. (121a-125) Wedddse wa-genay. 

Pergament, 19Jxl2 cm, 128 Blatt. 19. Jahrhundert. In einheimischem Einband und 
doppeltem Schutzfutteral. 

Acht Miniaturen: a) (lb) Samuel salbt David unter den Briidern; b) (2a) Konig David 
die Harfe spielend; c) (26b; Der hi. Georg totet den Drachen; d) (27a) Maria mit dem Jesus- 

167 



kind (liegender Mann faBt ihre Kleidung an); e) (27b) David mit Sohleuder; f) (27b) Das 
Heer der Philister; g) (28a) Der Fall Goliaths; h) (28a) Enthauptung Goliaths. 



82. PSALTERPUM 

A. (3-120) Die Psalmeii Davids; 

B. (120b-133a) 15 Cahtioa Prophetarum; 

C. (133a-140a) Das Hohelied; 

:). (141-166a) WeddaseMaiyamrmd Wedd&se wd-gen&y. 

Pergament, 16 x 11 cm, 167 Blatt. Junge Handschrift in Ledereinband und doppeltem 
Futteral. 

Zwei Miniaturen: a) (2b) Der Engel Raguel, „Aufseher der Lichter" (maggabe berhanat); 
b) (140b) Maria mit dem Jesuskind, oben links Michael, rechts Gabriel. 



83. PSALTERIUM 

A. (5-1 19a) Die Psalmen Davids; 

B. (119b-131a) 15 Cantica Prophetarum; 

C. (131l>rl37b) Dae Hohelied; 

D. (138-155) Weddase Maryam und Weddase wa-gendy. 

Pergament, 13£ x 10 cm, 158 Blatt (1-4, 157-8 leer). Die Erwahnung des Menikh im 
Kolophon deutet darauf, daD die Ha. vor 1913 kopiert mtrde. In Ledereinband mit doppel- 
ter Schutztasohe. 

84. HYMNEN UND OFFIZIEN 

A. (2-4, 11, 12aa) In archaisierender Hand (16. Jahrhundert?): Hymne an Maria: 
ktdlon awakdihd la-Hewa / ba-megbara iannay ella tasargawd / l ebayataki zenawd / bafyaki 
Maryam hadddseyu ta'wa uaw. Vgl. oben 23: C.35, 73: F; fehlt Chaine, Repertoire. 

B. (6-8a) Saldm-Hymne an den Schutzengel (maVaka l uqabe), s. Chaine, Repertoire 39, 
272; 

C. (16-24a) Kiddn za-nagh „Testamentum matutinum" etc. (a. oben Nr 17: A 21: B 
27: G); 

D. (24ab, 15, 25-27) SaZdm-Hymne an den Sonntag (sanbata krestiyan): saldm la-zekra 
semeki sadala mesrdq wa-me'rdb / ( ddi em-samen wa-eska dabvb / sanbata krestiyan mar'ata 
bag'u la-Ab uaw. ( = Chaine, Repertoire 170, CR Notice 243, f. 93); 

E. (28-59a) Weddase Maryam (-48a) und Weddase wa-gendy. 

Pergament von variierender GroJJe, meist ca. lSJxll cm, 82 Blatt (1, 6, 8b-10 leer). 

Spater hinzugefugt: 18 primitive Miniaturen (m. amhariachem Text): a) (13a) Sohopfung 

Adama; b) (13b) Stindenfali; c) (14a) Verbannung aus dtia Paradies; d) (14b) Adam bestellt 

168 



den Acker; e) (59b) Jesus am Kreuz; f) (60a) Der Evangelist Johannes; g) (60b) Aufer- 
stehung Jesu; h) (61a) Der Evangelist Markus; i) (61b) Abba Pantajeuxm; j) (69a) Madonna 
mit dem Jesuskind, von Michael u. Gabriel flankiert; k) (69b) Der hi. Georg tptet den 
Drachen; 1) (70a) Tdkla Haymdnot; m) (70b) Oabra Manjas Qeddus; n) (72a) Michael be- 
siegt den Satan; o) (72b) Gabriel und drei Manner (im Ofen?); o) (77b) Jared; q) (80a) Der 
hi. Daqseyos (Udefonsus v. Toledo); r) (80b) Der Evangelist Lukas. 



85. MARIENOFFIZIEN 

A. (2-39a) Wedddse Maryam; 

B. (39b-56a) Wedddse wa-gendy; 

C. (66b-) Varia: Johannesev. 1; Chronologie; Maria Verkiindigung. 

Pergament, 13 x 9 cm, 63 Blatt. Altere Handsohrift (17. Jahrh.) in jungem Ledereinband 
und Eutteral. Besitzer: Martiydnos. 

Drei Miniaturen: a) (la) Engel u. zwei Manner; b) (lb) Monch in weiBer Kleidung; c) 
(63b) Bisohof. 

86. MARIENOFFIZIEN 
(3-58a) Wedddse M&ryam und Wedddse wa-gendy. 

Pergament, 10 x 1\ cm, 63 Blatt. 

Die Handschrift enthalt 9 Miniaturen in ahnlicher Ausfiihrung wie nr 91 unten, 4-26: 
Konturzeiohnung ohne Farben: a) "(2a) Der hi. Dexius (Daqseyos) schreibt die Wunder der 
Maria (vgl, oben 30: F.l 31 : A.8 32: D.7); b) (2b) Abuna Aragdwi von Dabra Damo (Budge, 
History of Ethiopia 162 „A. Aragawi ... founder of D.D, in Tigray"); c) (28a) Menschen- 
fresser (bdWegab^id) (28b) Abuna Abib betend (s. Budge, Book of the Saints, p, 189-191: 
25. Teqemt); e) (61a) Der hi. Theodoros „der Morgenlander" (vgl. Budge, ibid. 484 ff. 
..Theodore the Anatohan"), unten abgehauene Schlange; f) (61b) Der Evangehst Johannes; 
g) (62a) Der Prophet Elias mit dem Raben; g) (62b) Abba Heryaqos (Cyriacus) (vgl. oben 
Nr 17: G.4); h) (63b) Nonne in Kutte, mit Stab u. Rosenkranz (emmahoy westa 6ezczi<(?)). 



87. JOHANNESEVANGELIUM 
(4-89) Evangelium nach Johannes. 

Pergament, 16x11 cm, 91 Blatt. Junge Hand (20. Jahrhundert) mittlerer Giite. In 
Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 

Zwischen Bl. 3 und 4 ist ein Diptychori aus gelblicherem Pergament eingeheftet, mit Ab- 
bildungen des Evangelisten Johannes (links) und der Jungfrau Maria, in grellen Farben. 

169 



88. JOHANNESEVANGELIUM 
(2b-l 08) Evangelium nach Johannes. 

Pergament, 16 x 10 cm, 108 Blatt. Gewandte Hand, oa. 1800. In Holzdeckeln ohne Leder- 
iiberzug. 

Sieben spater eingeBetzte Miniaturen in primitiver Ausfuhrung: a) (la) Eremit (b&btawi); 
b) (lb) Priester (qes), c) (37a) Adam und Eva; d) (37b) Lehrer (astamari) in weiBem Mantel 
und Turban, mit spitzem Bart, vor drei Schtilern auf einem Di*.:?uB sitzend; e) (67a) 
Monch (balftawi) oder Abt im Ornat, mit Krummstab und Rosenkranz mit Kreuz, vor 
einem Lesepult mit offenem Buch; f) (67b) Schreiber (safrafi) in Pelz gekleidet, das Schreib- 
rohr in ein TintenfaB (Beoher) eintauchend; g) (98a) Nonne (emmahoy Wdlattu) in vreiQem 
Chiton mit blauem ICragen und weiBer flacher Mutze, mit Rosenkranz und Stab. 



89. JOHANNESEVANGELITJM 
(6-) Evangelium nach Johannes. 

Pergament, 16x12 cm, 150 Blatt. Moderne Kopie, im Jahre 1914 der Erbarmung 
( = 1921-2 Domini) von Estifanos (Stephanus) geschrieben. Besitzer: MaVaka Salam 
WaUa Masqat, von Beruf safydfe te'zaz. 

Miniatur Bl. 3b, den Evangelisten Johannes darstellend an der Brust bzw. zu FiiBen 
Jesu liegend, das Evangelium in der Hand. Bl. 5a Dekoration. 



90. JOHANNESEVANGELIUM 

A. (lb-7) Das Morgenoffizium: Kidan za-nagh usw. ( = oben 17: A 21: B 27: G); 

B. (8-118) Evangelium nach Johannes, mit Nachschrift (119-122); 

C. (123-) FetfcU za-wald, Absolutionsgebet an Ckristus (s. oben Nr 19: D). 

Pergament, 13x9£ cm, 126J Blatt. Junge Handschrift vom Jahre 1906 = 1912-3 in 
ledernem Einband. Besitzer: Walda Teniae. 



91. JOHANNESEVANGELIUM. ANAPHOREN 

A. (6-101a) Evangehum nach Johannes (langer Kqlpphon ausradiert); 

B. (102-1 18a) Die Marienliturgie (Anaphora) des Cyriacus (Heryaqos) von Behnesa (s. 
oben Nr 17: G.4 u. passim); 

C. (119-126) Anaphora unseres Herrn Jesus Christus (s. oben Nr 17: G.2 74: E); 

D. (126-127a) Anfang von „Testamentum Jesu Christi" (Kidan za-egzVena I. Kr.). Vgl. 
CR, Notice Nr 37: II u. Ill, oben 63: B. 

Pergament, 14 x 10 cm, 128 Blatt. Gute gleichmaBige Hand. 18.-19. Jahrhundert. 

170 



26 Miniaturen, davon J-3 koloriert, der Rest in schwarzer Konturzeiohnung, dio meiston 
in nicht-athiopischem Stil. Schrifttypus und die Verwendung von Amharisch in den Le- 
genden deuten auf ziemlioh spate Zeit, doch sind die Bilder etwa gleiohzeitig mit dem Text, 
indem leerer Baum fur sie gelassen worden war. 

Bilderverzeichnis: a) (la) Adam u. Eva im Paradies; b) (lb) SiindenfaU; c) (2a) Vertrei- 
bung aus dem Paradies; d) (2b) Adam u. Eva bestellen das Feld; e) (3a) Moses auf Sinai mit 
den Tafeln des Gcsetzes; f) (3b) Elias in der Hohle (waSSd); g) (4a) Matthaus; h) (4b) Markus; 
i) (5a) Lukas; j) (5b) Johannes; k) (21b) Jesus heilt blinde Leute; 1) (26b) Jesu3 auf dem See 
Tiberias; m) (40a) Die Ehebrecherin vor Jesus; n) (45b) Jesus heilt den Blindgebprenen; 
o) (53b) Jesus erweckt Lazarus; p) (59b) Jesus in Bethania; q) (75b) Geburt des Immanuel 
im Stall; r) (87a) Die heilige Famine; s) (91a) Die Flucht naoh Agypten; t) (92b) Der Engel 
und Josef; u) (94b) Konig David mit Harfe (bagana); v) (101b) Konigin von Saba und 
Salomo; w) (118b) Menilek I. in der Zionkirche v. Aksum; x) (127b) Der Id. Jared (te'uma 
lesan benannt). 

92. ZAUBERTEXTE 

A. (3-41a) Gebet der Maria auf Golgatha (s. oben Nr 63: A); 

B. (41a-42) Zaubergebet gegen Damonen (rot geschrieben); 

C. (43-47a) Zaubergebet gegen verschiedene Heimsuchungen: *Ayna warq (s. unten 
98: A), Gargari, Barya usw. (vgl. oben Nr 49, 55 f .; zu gargari vgl. Strelcyn, Prieres magiques 
45, N. 1, also: Urheber der Epilepsie (nagargdr); Worrell III, 134). 

Pergament, 6 x5J cm, 48 Blatt. In unbekleideten Holzdeckeln. Besitzer: Walda TenSd'e. 
Miniaturen: 2b (SkizzeA, 47a, 47b, 48a. 



93. ZAUBERTEXTE 

A. (la/b) Gebet gegen Schrecken, Salota dengaze: barekanni Krestos rede'anni wa-ad]ie- 
nanni em-dengdze lelit wa-za-ma^dU wa-za-anabest iva-serrata \waz wa-wegrata ebn usw. (vgl. 
Vat. 128: 33 „Precatio adversus timorem"; oben Nr 45 56 65 A : C). 

B. (lb) Sotem-Hymne an den Engel Fanuel (s. oben Nr 29: B 45: B 47: C 57: C); 

C. (2-6, 22-26) Salota Muse: magische Litanei mit vielen sinnlosen Wortern, dem Mose 
zugeschrieben (vgl. CR, Notice 36: 1; Dillm. Br. Mus. LVIII: 3 etc.; Vat. 128: 32); 

D. (7, 8) a) Gebet fur den Metropoliten Abba Yosef (Yoaab? ca 1770); b) Glaubensbe- 
kenntnis (salota haymanot), vgl. oben 36: A.ll; 

E. (9-19) Magische Texte m. Figuren: 13a-b Kopfe, 18b ganze Figur (11a, 12a, 13, 16b, 
18b leer); 

F. (20, 21) Saldm-Rymne an Michael (vgl. oben Nr 28: A 57: 1.2). 

26 Pergamentblatter von verschiedener GroBe: A, B gefaltetes Blatt 23 x 14 cm; C 14J x 
10 cm; D, F 14 x 9 cm; £1 12 x 8 cm. C diirfte dem 18. Jahrhundert angehoren, die iibrigen 
Teile sind junger. Besitzer von C: Walda Kiros. 

171 






I;.;. 






' 



94. LEW A¥ A SEDQ 

„B'mdQ der Rechtfertigung" oder „Spruch der Gerechtigkeit", das bekannte „Tote"n. 

buoh" der Athiopen. Anfang: basema ... neqaddem ba-rad'eta Egzi. seliifa Mashafa lieywai 
wa-sahia madhonii Lefaja sedq usw, (a. oben Nr 48, 51). 

Pergament, ca..l75 x 10 cm (zwei Streifen, in der Mitte zusammengenaht und auf Ak- 
kordlon/Leporelloweise gefaltet), Recto 28, Verso 25 Textseiten. In Holzdeckeln (10|-x7 
cm), mit BaumwoUstoff bekleidefc, und doppeltem Lederfutteral. 

95. DIPTYCH 

Pergament, ca. 15 x 11 cm, etwas besch&digt, besonders in der unteren rechten Ecke. 
In modernem Lederfutteral aufbewahrt. 

Miniaturen: links Maria mit dem Jesuskind, von zwei Engeln bewacht; rechts drei 
Manner mit Sbnr groCen Gesichtern (5x3 cm), die Rechte gehoben, Buch in der Linken, 
also wohl geistliche Lehrer. 

H. Handschriften im Besitze von Professor Sven Rubenson, Addis Aheba. 

96. PSALTERIUM 

A. (2-102) Die Psalmen Davids (1-150 u. der apokryphe Psalm). Als Einleitung dient, 
wie oben Nr 71: A 76: F, eine Strophe aus dem Mazmura Dengel: na c d habeya Dawit usw. 
Ps. 1 hat folgende akkumulierende TJberschrift: TagMs la-kullu za-tandgara Dawit ar'ayd 
fekkdre za-sadeqan wa-za-hdte'dn mazmur za-Ddwit halle luya (vgl. oben Nr 4 u. passim) . 

B. (103-114) Die 15 „Prophetenlieder" (Cantica) in gewohnlicher Reihenfolge (vgl, oben 
Nr i: B u. passim). 

C. (115-121) Das Hohelied, in 5 Abschnitten. SchluB: westa adbdra dehuhdn (vgl. oben 
Nr 4: C u. passim). 

D. (122-130ba) Wedddse Marydm, mit der Montagslektion beginnend. 

E. (130ba-133ab) Wedddse wa-gendy emmu la-Adondy, das Sonntagsoffizium in 13 Ab- 
schnitten. 

Pergament, 21 x 13J cm, 133 Bbtt. Schrift in einer bzw. (122 -) zwei Kolumnen, 22 Zeilen 
(von Bl. 127 an jedoch 23-36 Zeilen). Gute gleichmaBige Hand. Sorgfaltige Arbeit aus dem 
18. Jahrhundert. Bl. 2a, 20b, 68a, 88a schwarze Anfangsverzierangen (Flechtwerk) . In 
Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 



I. Mastagdbe < fur Montag bis Sonnabend ('ezl za-sanuy bis ge/'z za-qadd'/n(il san'oat')) 
(=Velat, Me'eraf I, 34-46); 
"2, (37a) ArbaH (=Velat, ib. I, 47-51); 

3. (44a) Salast ( = Velat ib. I, 60-87: 58; lies- rehja st. ra y ya); 

4. (53a) Arydm ( = Velat, ib. I, 52-59); 

C. (61b-64a, lb-2) Hallelujah-Tafel (anqa-sa halUla) (=oben Nr 23-25; v. Velat, Soma 
Deggua I, 255-261, abgedrackt). 

Kolophon (2b): tajassama anqasa halletd za-Degg u a wd-za-Soma Degg u d. Es folgt unmittel- 
bar: Anqa-sa halletd za-ma ( kal abuna za-ba-sarndydt usw, (spaterer Zusatz). 

Pergament, 13 x 9 cm, 64 Blatt. Schrift in einer Kolumne, 12 Zeilen. Bl. 3-6 la mit inter- 
linearen Musiknoten fur den liturgischen Vortrag. Einheitliche Hand mittlerer Giite. 18. 
Jahrhundert (ev. jiinger). FleiBig benutzte Handschrift in Holzdeckeln und ledernem 
Futteral. 

. Bl. la u. 64b grobe Federzeichnungen eines Geistlichen bzw. zweier Schlangen. Auf der 
Innenseite des Vorderdeckels Zeichnung eines Mannes mit Schwert in der Rechten. : 



98. AMULETT 

Pergamentrolle, ca 190 x 10J cm, in drei Streifen. 

Dekor: drei Felder (14, 14, 11 cm hoch) mit farbigen Darstellungen: A (Anfang) stark 
stilisierter Kopf eines Geistlichen, mit flankierenden Kreuzen; B (Mitte) magisches Qiiadrat 
mit 3x3 Feldern (in den vier Eckfeldern Gesichter); C (Ende) sog. ,,Spinne": analoges 
Quadrat mit Gesicht in der Mitte. 

Text: ziemlich groBe, deutliche Schrift in einer Kolumne, mit Rubra fur Einleitungen 
und Namen der Besitzerin Walatta Iyasus. 

A. (Z. 1-45) 'Aynat-Legende (=oben Nr 49: D 57: B), hier betitelt „Gebet wegen (der 
Damonin) Goldauge" (salot ba'enta ' Ayna ivarq), so benannt wegen der goldenen Farbe 
ihrer Augen; oder wegen der von ihr verursachten Krankheit Gelbsucht (Worrell III, 131). 

B. (Z 46-111) Gebet des hi. Susenyos, um Kinder gegen Krankheit zu schutzen (ba'enfa, 
asasselo dawe em-hezdndt) und unmittelbar darauf (Z. 56) Legende von Susenyos und der 
Damonin Werzelyd ( =oben Nr 44: B 47: A 50: D). 

C. (Z. 112-SchluB) Langes Zaubergebet gegen verschiedene Damonen bzw. Krank- 
heiten (vgl, oben Nr 49: A u. passim). Anfang: ba-sema ... Salot ba'enta hemdma dam 
wa-hemdma Bdryd wa-&utaldy usw. 



97. KIRCHLICHE HYMNEN 

A. (3-26a) Wedddse Marydm] mit der Montagslektion anfangend, ausnahmsweise mit 
Zeichen fur den liturgischen Vortrag (meleket). 

B. (26a-61a) Vier Gesangoffizien, zum Me l rdf gehorend, von Velat als „antiennes, 
chants d'ecole" bezeichnet (=oben 21: D 23: G 60: A): 

:" 172 



Mel 



1. Handschrift im Besitze der Erben Axel B. Svenssons 

99. BILDERBUCH 

Sammlung von 8 Bilderserien (kejl), zusammen 68 Miniaturen von sehr primitiver Kon- 
zeption und Ausfiihrung, mit erklarendera Text: 

173 



lit... 






I;.;. 






' 



94. LEW A¥ A SEDQ 

„B'mdQ der Rechtfertigung" oder „Spruch der Gerechtigkeit", das bekannte „Tote"n. 

buoh" der Athiopen. Anfang: basema ... neqaddem ba-rad'eta Egzi. seliifa Mashafa lieywai 
wa-sahia madhonii Lefaja sedq usw, (a. oben Nr 48, 51). 

Pergament, ca..l75 x 10 cm (zwei Streifen, in der Mitte zusammengenaht und auf Ak- 
kordlon/Leporelloweise gefaltet), Recto 28, Verso 25 Textseiten. In Holzdeckeln (10|-x7 
cm), mit BaumwoUstoff bekleidefc, und doppeltem Lederfutteral. 

95. DIPTYCH 

Pergament, ca. 15 x 11 cm, etwas besch&digt, besonders in der unteren rechten Ecke. 
In modernem Lederfutteral aufbewahrt. 

Miniaturen: links Maria mit dem Jesuskind, von zwei Engeln bewacht; rechts drei 
Manner mit Sbnr groCen Gesichtern (5x3 cm), die Rechte gehoben, Buch in der Linken, 
also wohl geistliche Lehrer. 

H. Handschriften im Besitze von Professor Sven Rubenson, Addis Aheba. 

96. PSALTERIUM 

A. (2-102) Die Psalmen Davids (1-150 u. der apokryphe Psalm). Als Einleitung dient, 
wie oben Nr 71: A 76: F, eine Strophe aus dem Mazmura Dengel: na c d habeya Dawit usw. 
Ps. 1 hat folgende akkumulierende TJberschrift: TagMs la-kullu za-tandgara Dawit ar'ayd 
fekkdre za-sadeqan wa-za-hdte'dn mazmur za-Ddwit halle luya (vgl. oben Nr 4 u. passim) . 

B. (103-114) Die 15 „Prophetenlieder" (Cantica) in gewohnlicher Reihenfolge (vgl, oben 
Nr i: B u. passim). 

C. (115-121) Das Hohelied, in 5 Abschnitten. SchluB: westa adbdra dehuhdn (vgl. oben 
Nr 4: C u. passim). 

D. (122-130ba) Wedddse Marydm, mit der Montagslektion beginnend. 

E. (130ba-133ab) Wedddse wa-gendy emmu la-Adondy, das Sonntagsoffizium in 13 Ab- 
schnitten. 

Pergament, 21 x 13J cm, 133 Bbtt. Schrift in einer bzw. (122 -) zwei Kolumnen, 22 Zeilen 
(von Bl. 127 an jedoch 23-36 Zeilen). Gute gleichmaBige Hand. Sorgfaltige Arbeit aus dem 
18. Jahrhundert. Bl. 2a, 20b, 68a, 88a schwarze Anfangsverzierangen (Flechtwerk) . In 
Holzdeckeln ohne Lederbekleidung. 



I. Mastagdbe < fur Montag bis Sonnabend ('ezl za-sanuy bis ge/'z za-qadd'/n(il san'oat')) 
(=Velat, Me'eraf I, 34-46); 
"2, (37a) ArbaH (=Velat, ib. I, 47-51); 

3. (44a) Salast ( = Velat ib. I, 60-87: 58; lies- rehja st. ra y ya); 

4. (53a) Arydm ( = Velat, ib. I, 52-59); 

C. (61b-64a, lb-2) Hallelujah-Tafel (anqa-sa halUla) (=oben Nr 23-25; v. Velat, Soma 
Deggua I, 255-261, abgedrackt). 

Kolophon (2b): tajassama anqasa halletd za-Degg u a wd-za-Soma Degg u d. Es folgt unmittel- 
bar: Anqa-sa halletd za-ma ( kal abuna za-ba-sarndydt usw, (spaterer Zusatz). 

Pergament, 13 x 9 cm, 64 Blatt. Schrift in einer Kolumne, 12 Zeilen. Bl. 3-6 la mit inter- 
linearen Musiknoten fur den liturgischen Vortrag. Einheitliche Hand mittlerer Giite. 18. 
Jahrhundert (ev. jiinger). FleiBig benutzte Handschrift in Holzdeckeln und ledernem 
Futteral. 

. Bl. la u. 64b grobe Federzeichnungen eines Geistlichen bzw. zweier Schlangen. Auf der 
Innenseite des Vorderdeckels Zeichnung eines Mannes mit Schwert in der Rechten. : 



98. AMULETT 

Pergamentrolle, ca 190 x 10J cm, in drei Streifen. 

Dekor: drei Felder (14, 14, 11 cm hoch) mit farbigen Darstellungen: A (Anfang) stark 
stilisierter Kopf eines Geistlichen, mit flankierenden Kreuzen; B (Mitte) magisches Qiiadrat 
mit 3x3 Feldern (in den vier Eckfeldern Gesichter); C (Ende) sog. ,,Spinne": analoges 
Quadrat mit Gesicht in der Mitte. 

Text: ziemlich groBe, deutliche Schrift in einer Kolumne, mit Rubra fur Einleitungen 
und Namen der Besitzerin Walatta Iyasus. 

A. (Z. 1-45) 'Aynat-Legende (=oben Nr 49: D 57: B), hier betitelt „Gebet wegen (der 
Damonin) Goldauge" (salot ba'enta ' Ayna ivarq), so benannt wegen der goldenen Farbe 
ihrer Augen; oder wegen der von ihr verursachten Krankheit Gelbsucht (Worrell III, 131). 

B. (Z 46-111) Gebet des hi. Susenyos, um Kinder gegen Krankheit zu schutzen (ba'enfa, 
asasselo dawe em-hezdndt) und unmittelbar darauf (Z. 56) Legende von Susenyos und der 
Damonin Werzelyd ( =oben Nr 44: B 47: A 50: D). 

C. (Z. 112-SchluB) Langes Zaubergebet gegen verschiedene Damonen bzw. Krank- 
heiten (vgl, oben Nr 49: A u. passim). Anfang: ba-sema ... Salot ba'enta hemdma dam 
wa-hemdma Bdryd wa-&utaldy usw. 



97. KIRCHLICHE HYMNEN 

A. (3-26a) Wedddse Marydm] mit der Montagslektion anfangend, ausnahmsweise mit 
Zeichen fur den liturgischen Vortrag (meleket). 

B. (26a-61a) Vier Gesangoffizien, zum Me l rdf gehorend, von Velat als „antiennes, 
chants d'ecole" bezeichnet (=oben 21: D 23: G 60: A): 

:" 172 



Mel 



1. Handschrift im Besitze der Erben Axel B. Svenssons 

99. BILDERBUCH 

Sammlung von 8 Bilderserien (kejl), zusammen 68 Miniaturen von sehr primitiver Kon- 
zeption und Ausfiihrung, mit erklarendera Text: 

173 



lit... 



A. (lb-5a) Serie <I>: 7 Bilder zur Urgesohichte: a) (2a) Gofct der Vater (in den Ecken 
Symbole der vier Evangelisten); identisohe Darstellung mit Hammersohmidt u. Jager, 
Illuminierte athiop. Has., Abb. 69; b) (2b) bekleideter Mann (Adam) vor dem Baume der 
Erkenntnis; o) (3a) Adam u. Eva, bekleidet, flankieren denselben Baum; d) (3b) der Teufel 
(blau) versucht Eva; e) (4a) Adam u. Eva naokt zu beiden Seiten des von der grunen 
Sohlange beaetzten Baumes; f ) (4b) Adam u. Eva in grunen Schiirzen werden vom Engel 
aus dem Paradies hinausbegleitet; g) (6a) Bitzender blauer Teufel mit Flugeln u. Hornern, 
Hande u. Fiifle gefesselt. Naoh dem Text (lb) wurde die „Gesohiohtt 'er hi. Dreieinigkeit" 
(zena nagaromu laSellus qeddus) am 26. Hamle 1914 = 1. August 1922 begonnen. 

B. (6b-9a) Serie <II>: 7 Bilder aus der Gesohiohte DavidB: a) (6a) David als Hirt, mit 
Harfe u. drei Sohafen; b) (6b) Goliath in voller Ruetung; o) (7a) David mit Schleuder 
(mancef); d) (7b) Saul droht David mit der Lanze; e) (8a) David wehrt Bioh mit der Harfe; 
f ) (8b) David als Konig, die Harfe spielend; g) (9a) Der Jiingling Salomo bringt dem Vater 
eine Blume. 

C. (10-12) Serie <III>: 6 Bilder: a) eine Frau, ein Tuoh vor dem Mund gebunden, reibt 
Gift(?) in einer Sohale, b) gibt davon einem Zioklein zu essen, c) bringt es an das Haus 
eines grunen Drachene, d) der das Tier verschlingt, e) stirbt und f) verbrannt wird. So naoh 
geanderter Ordnung der Bilder: 2-3-1-4-5-6. Hier liegt wohl eine volkstumliohe Tradition 
vor, als Einleitung zum folgenden Abschnitt gemeint, iiber die Sohlange {arwe, zando, so hier) 
als Herrscher derProvinz Tigr6, dem man Mensohen (Madohen) opferte (s. Bibliotheca Abes- 
sinica, ed. Littmann, I: The Legend of the Queen of Sheba in the tradition of Axum; 
Budge, History 189, 200). Offenbar haben wir hier eine abgekiirzte Rezension der Serie, 
wie sie in Nr 36 des oben zitierten Kataloges von Hammersohmidt u. Jager vorliegt (s. 
besonders S. 165 f.). 

D. (9b: Text, 13-27) Serie <1V-V>: 28 Bilder zur Gesohiohte von Salomo und der Konigin 
von Saba, deren Bedeutung nicht uberall evident ist. Die eigenartige Darstellung (19b) 
von Salomos Brunnen ist auoh sprachlioh von Interesse wegen der Legende: ya-weha b u aVa 
(Guidi, Vocabolario, Suppl. 101 bumb& „conduttura d'aoqua"; Baeteman 467 b u amb u a 
„conduit en bois amenant l'eau a la roue du moulin"). 

E. (28-34a) Serie VI: 12 Bilder auB der Gesohiohte des hi. Oiyorgis, davon 8 grausame 
Torturszenen; zuletzt (33a) Abbildung des betenden Heiligen, (33b) Beiner Henker im 
Feuer und (34a) des Heiligen zu Pferde in unversehrtem Zustand. 

F. (34b: Text, 35-36a) Serie VII: drei Bilder aus dem Martyrium dee hi. Thomas: ver- 
schiedene Torturarten. 

G. (36b: Text, 37-39) Serie VIII: Missetater erleiden fiinf verschiedene Strafen: a) GeiOeln, 
b) Blenden? o) Absohneiden der Zunge, d) Abhauen von Hand und Fufl, e) Hangen; zuletzt 
(39b) Aufgraben des Grabes. 

(40a) Nachsohrift: ze-ae'l tajassama ba-saldm-a Egzi. la-za-asfa§§armnn.i zania se'/<o> 
yetb&rak (1. yebarek?) Egzi. amlaha Eard'el amen amen la-yekun. tafassama ba-1914 l amaia 
mefyrat warha Nab&se 16. qan ba-zamana Marqos wangeTawi. sa'tliku Falag(a,y febab 
Balataw za4aharya em-a? laf za-befyera Addis Ababa, katarw Takla Ha,yrmnot sabaka. 

174 



Pergament, 15x11 qm, 40 Blatt. Text m durohgehenden Zeilen: lb, 6b, 9b, 13a 22b 
28a, 34b, 36b, 40a, amharisch mit Ausnahme der Jfaphsohrift und der Anfangsformeln' 
Datiert 25. Hamle- 16. Nab&se 1914 ( = 1.-22. August 1922). Urheber: Falaga febab Ba- 
totaw&w Addis Ababa. Ohne Einband. 



176 



REGISTER 

(Hinweise auf Nummem der Handschriften) 



1. Verfasser und Werktitel 

Abba Sal&ma s. Sal&ma 

'Abdallah ibn a^-Tayyib, Evangelienkommentar 37 (vgl. Terg u dmS Wangel) 

Abendmahlliturgie b. Anaphora 

Abhandlung (vgl. GeffSwe, Oe?§eu) u. Temhert): iiber die Dreieinigkeit 35: X; uber Gottesfurcht 
35: Z; uber den Unteraphied zwisohec. Gutem u. Bosem 35: Y; uber die Weisheit, den Glau- 
ben usw. 35: DD 

Abselwdfo (-tes) ..absolutio", Gebet 18: B (vgl. Salota Fetfyat, Fethat za-Wald) 

Abfelisdt (Abfalis, Abtalifis) = Canones, ..tituli" 36: A-C, Y, Z, BB-EE 

Abulides s. Hippolytus 

Abuqolams&i (-ses) s. Apokalypse 

Abu S&kir (ibn Bu^rus ar-Rahib) 38: A 

Acaoius v. Melitene, Homilie 34: C.4 (36: A.30) 

Addardrras ,,liturg. Anweisungen" 22: C; A. za-ba'aldt, za-mawaddes ib. 

Afrem s. Ephraim Syrus 

Akkonu be'esi, Marienhymne 30: P 31 32 

Aktal(l), Gebet 18: B.7 

Ak u atet za-Yohannes 22: D 

Ak v at&ta qitrbdn ..Abendmahlliturgie" s. Anaphora 

Alexander-Gebet, Zaubertext 55: C 

Alexandras y. Alexandria, Homilien 36: A.10 

Alternative am Marienfest 17: G. 13 

Armada Meifir, amhar. Glaubenslehre 75 

Amulette 39: G 44-68 (66) 69 70 94 98 (vgl. Wandamulette, Zaubertexte) 

Anaphora (Ak u ateta q&rbdn, Qedddse) „ Abendmahlliturgie": 

der Apostel (Normalanaphora) 17: G.l; v. Athanasius (Sonntags-Anaphora) ib. 7; v. Basiliue 
ib. 14; v. Cyriacus {fferydqos) 17: G.4 27: E 62 74: C 91: B; v. Cyrillus 17: G.ll; v. Dipsoorus 
ib. 5; v. Epiphanius ib. 9; v. Gregprius v. Armenien ib. 12; v. Jakob v. Serug ib. 10; y. Jesus 
Christus 17: G.2 74: E 91: C; v. Johannes Chrysostomus 17: G.8; v. Johannes d. Evangehsten 
17: G.3 74: D; (v. Nathanael 17: G;) der 318 Orthodoxen Vater (v. Nicaea) 17: G.6 

Anbero Ed ..Handauflegung" s. Salota A.E. 

Ancyrotps s. Epiphanius (vgl. Maqfyafa Malheq) 

Andreas-Legende, Zaubertext 57: F 

Anqasa Berhdn a. Wedddsewa-gendy 

Angara HalletS s. Hallelujah-Tabelle/Tafel 

Anqasa Nessefya, Vorsohriften iiber BuBe 39: B 

Anqaga Tawareao, Kapitel iiber Erbrecht 40: D 

Antiphonen s. Hymnen, Mawd&eH 

Apokalypse (Abuqalamaia, Jtd'ya Yofyannea) 1: B.2 (Fr.) 3: A 

Arogdwi mqnfasdwi 39: A (vgl. Johannes Saba) 

Arbd't, Gesangoffizium 21: D 23: G.2 60: A 97: B 

,Archaios (^rJfcfliDos-Archelaos, Iren&us?) v. Leptis, Brief 36: A.5 

r 'ArdeH, Zaubertext 18: C (Fr.) 
Argdnona Dengel s. Argdnona Wedddae 

176 



i 



Argdnona Wedddse „Marienharfe", Woohenoffizium 10-14 68: A 74- B 
ArmOs (Hermes) s. CyrilluB 

Aryam Hymnen 21: A.6, E 22: A 23: G.4 24: A.37.C.1 60: A 97: B (vgl. ' Keitat iQ-Arydm) 
Aamata Geb§, Zaubertext 66 A :B ^ryum) 

Asmdta Salomon a. „Netz" 
AetabqU'ot s. Gebete, Litanei 

Athanasius v Alexandria, s. Anaphora; Elegie 18: A.2; Gebete 14: A.6 16: A 16; Homilien 
Bnefe, ..Epistula de fide sancta" 36: A.12 n ' 

Athanasius v. Antioohia, Brief 36: A.36 
Afraskd ( =MaVekta A.) s. Osterfest> ief(e) 
Avicenna s. Ibn Sina 

Awfifos (Atticus?) v. Konetantinopel, Zitat 36: A.4 
^ynaJ-Legende, Zaubertext 49: D 57: B 98: A (vgl. Register 6) 

Ba'enta beze't (wa-qeddest) s. Litanei 
Bdseleyos s. Basilius, Wedddse Amldk 
Basilius v. Antioohia, Brief 36: A.34 

^wJi^TlZt ^PP^ ^ 11 ' » der G ™*°"> ■• Anaphora; Gebete 14: A.l 16: A 16 

(s. Wedddse Amlak); Tesoujonien/IIomilien 36: A.13 
Bafels&t {Bellasat) s, Abtelisat 
Benjamin v. Alexandria, Brief 36: A.34 
Beschworung s. Zaubergebet 
Besrdt s. Evangelium 

Bibel Is. Apokalypse, Evangelien, Hoheslied, Judasbrief, Psalmen (Psalterium) 
„Binde der Rechtfertigung" s. Lefdfa Sedq 
,,Blumenlied" s. Mahleta SegS 
Burake(yOt) „Segnung(en)" 18: B.9 74: 1.4 
Bu^rus ibn 'Abdassayyid, Ubers. 40 
Biicher der Bibel, Verzeichnis 34: E.4 39: D 

..Canon der Mu'allaqa-Kirche': (aus Ta'dmera Mdrydm) 30: B 32: 1.A 
,,Canon iiber das erste Volk" 36: BB 

Canones ..Kirchliohe Vorschriften" (vgl. Abfelisat.Qanond, Te'zdzdt): 
Canones ohne Titel 39: C 

^ct^^c! Ib:bT B: 26 °' 36: G ' I; 3 ° C - 35: A 36: B2 (Fr,; 66 G 35: F; 71 c - 35: D * 

8 Canones iiber die BuOe 36: EE 

Canones der Konzihen: tTbersicht 35: K; v. Ancyra 35: L; v. Antioohia 36: R; v. Gangra 36: N- 
v! ^d1ca e 35!o J V ' Ne ° Ca68area 35:M; V - Ni0aea 36jP < 2 ° Canones) 36: Q (84 Canones)! 
Canones v. Clemens 35: J 
Canpnes v. Eusebius s. Evangelienharmonie 

Cantica (Oden, ..Prophetenlieder") 4-9 u. passim (s. Psalterium) 
Carpianus, Brief an s. Eusebius 

Christodulos v. Alexandria, Testimonien 36: A.36 (vgl. Afraskd, Osterfestbriefe) 
Cnronologie s. Festkalender, Mashafa Hasdb 

Cledonius, Brief an 36: A.27; Homilie an 36: A.40 (s. Gregorius v. Nazianz) 
Clemens s. Canones 

Cosmas (Qozmos) v. Alexandria, Briefe 36: A.34; Kapitel uber Erbrecht 40: D 
Cyprianus v. Antioohia, Zaubergebete 43 
Cyriaous (Kir&kos) v. Antioohia, Brlaf 36: A.34 
Cyriacus (fieryagcw) y. BehnesS s. Anaphora (Bild 86) 

1 2 - 732538 Ldfgren \ 77 



Cyrillus v. Alexandria e. Anaphora; ArmOe ( = , .Hermes", Hermias?) 36: A.30; Brief 34: C.16; 
Dialog m. Palladius 34: B; Gebete (in WeddOse Amlak) 14: A.7 15: A 16; Glaubensbekenntnis 
an die Konige 36: A.39; Homilien 34:C2, 6, 8, 13, 21, 22; „52 Kapitel" 36: A.30; „12 Kapi- 
tel" 36: A.41 (vgl.B.l); „Mysterium f idei" 36: A.30; ..Prosphonetious ad Imperatorem" 34: A.a; 
..Prosphpnetious ad Reginas" 34: A.b. (36: A.30); ,,Quod Christus unue sit" 34: B (36: A.30); 
Testimonien 36: B.l; ..Thesaurus" (Mazgab) 36: A.30 

Cyrillus (III.) ibn Laqlaq 17: CJ.11 (vgl. Anaphora) 40: D 

Dankgebet 17: H 

D&wit s. Psalterium t 

Degg u a ..Hymnarium" 24 (vgl. Hotel, Mahlela Yared, Malfutq, Sayqala Hvj, $omo Degg u d) 

Dersan s. Homilie, Traktat 

Deraan v. Abbft SalfimB 18: B.5 

Dersan an Fanuel 29: B 57: C (vgl. Hymnen) 

Dersan (Homilie) v. Jakob v. Serug 18: B.2 

Dersan ba'enta geb'ata marlt 18: A.5 (vgl. Salot) 

Dialog zw. Cyrillus u. Palladius 34: B 

Didascalia Apostolorum 36: A.2 (Fragm.) 

Dionysiue V. Antipchia, Briefe 36: A.34, 36 

Dipnysius Areopagita, Brief 36: A. 6 

Dioscorus a. Anaphora 

..Doctrina aroanprum" s. Temherta Hebu'at 

„Dpetrina 318 patrum" s. Glaubensbekenntnis der 318 Orthodoxen 

EfrSm s. Ephraim Syrus 

EgzVabeher Nagia, Hymnensammlung 61: A (vgl. Weddase samayaweyan) 

Einleitung zur Apokalypse 18: E.2; zu d. Evangelien 1: B.l, D, F, H 

Elegie s. Athanasius, SaqogSw(a) 

Endreyanos, Heiliger s, Hymnen 

Endreyas s. Andreas 

„Engel-Hpmilie" 31: A.9 

Enze^?) s, Glaubensbekenntnis v. E. 

Ephraim Syrus, Gebete, Hpmilien 14: A,2, 3 16: A 16 36: A.20 37: B 

Epiphanius v. Cypern s. Anaphora; Aneyrotos 36: A.26 (vgl. Mashafa Malfieq); „De duodecim 

gemmis'Vib.; Hpmilien 34: C.16, 17 36: A.26 
„Epistula 318 patrum.." 36: V (s. Nagar za-qeddusan abaw) 
i,Epistula de fide sancta" a. Athanasius 
Erklarung s. FekkdrS, Terg u &me 
Erklarung des Vaterunsers, amharische 75: G 
{EtSna mogar, Hymnus (QenM) 26: B.VIII, 8 
Euagrius (Wagris) 1: J (a. NagorSt...) 

Eupraxius (Aspurakes?) v. Armenien, Testimonien 36: A.23 
Eusebius v. Caesaroa, Brief an Carpianus, Evangelienharmonie 1: B.2, 4 • 
Eusebius v. Heraclea, Homilie 34: C.9 
Evangelien, Vier 1 67 
Evangelienharmonie 1: B.4 (vgl. Eusebius) 
Evangelienkommentar, amhar. 1: B.6 
Evangelienkonkordanz 1: A, B.3 
Evangelisten, Vitae der, ge'ez u.amhar. 1: B, D, F, H 
Evangelium: Besrat, WangU 

Evangelium n. Matthaus 1: C 2 (Fr.) 7: J (Fr.) 67: A 
Evangelium n. Markus 1: E (67: D) 67: B 
Evangelium n. Lukas 1: G 67: C 
Evangelium n. Johannes 1: 1 (60: C 67: E) 64 66 A : A (Fr.) 65 B 67: D 72 87-91 

178 



Fahekinos s. Philoxenus 
^^*w^,:!Engd,^^ua:j^^/i) w a l ) an 29: B 46: B 47- C 57- C 93- B 

™S!h^1^ «■*■»*> 

Feetkalender 4: D 7: BI 27: H 31: D 39: D 74: 1.6 
Fetha NagaH, Nombkanon 40 (vgl. Ibn al- c Assal) 

^^f9-mf .Absolutionsgebot 19: D 66°: A 90: C (vgl. Saloto Fethal, AbselwaUa) 
F^ktnos/FUekaeyus b. Philpxenua »««***/ 

Firmus v. Caeearea, Hqmilie 34: C.ll 

14 Fragen an den Bischof Petrus (Timotheua) 35: W 

Fragendes Philoxenus 33 

Gabriel v. Alexandria, Brief 36: A.34 

Gadla SamS'tot 61 

Galenus, Mandfi f al-a < 4& i 37: C 

Gebet(e) (vgl. AetabqVot, Utenei/Lifon, MeheUd, Salot, Saw&tew): 

Gebet an Christus 13: B.b 42: C 59: E 68: B ' 

Gebet nach dem Evangelium 18: D 

Gebet dee Jeremias 17: H 

Gebet an Maria 10: C 42: C 69: C 

Gebet der Maria auf Golgatha 63: A 92: A 

Gebet einer Mutter 10: C 

Gebet iiber die Salbe u. den Weihrauch 17: H 

Gebete, drei 13: B; zwei 23: E; zehn 36 :E 

Gebete dee Cyprianua 43 

Gebete (AatabqU'ot) des Simeon Stylitea 14: C 16: B 

Gebete fur Veretorbene 17: C, H 18: A.2, B: 8 

Gebete fur die Wochentage 74: C, s. auch Weddase Amlak 

GenzatB. Mashafa Genzat 

Georg (Qiyorgis) der Armenier 10: A (s. Arginona Weddase) 

Gertnamogas, Zaubergebet 63 66^: A<3 

Gesa&we < ders&n za-Qerellos 34: B (vgl. Cyrillus) 

GessStoe ier'ath B.2 

Gefsawe temhert ba'enta SdlasS. 36: X 

Gmew wo-tagi&s etc. 35: CC, X>D (vgl. Temhert wa-t.) 

Qwewm-temhert MeTUaferhata Bgzi. 36: Z 

Giyorgu > walda Amid a. Ibn c AmId 

Glaubensbekenntnie ($alota haymcLnot): 

^r^ 41 D f ^ ^\ 0rth0dOXen V ' Nicaea 36: U 36: A ' J1 93: D i monophy 8 it.,an 1 har 
75: H (B.Nagqra tawahedo haymanotaian) * * "' 

Glaubenslehre s. A'mdda Meifir, Qala Haymdnot 

Glossar, arab.-athiop. 4: J; ge'ez-amhar. s. Mashafa Sawdsew 

Gregonus (Gorgoryoa) s. Solota Fatteto 

^apW ^guT ^™^'> Abhandlung gegen die Juden 36: CC; „Gebet» 36: A.9; s. 
Gregoriue v. Nazianz ..Theologus", De Trinitate, Epistula ad Cledonium 36: A.27, 40 

^^i^^AB^TfT^ D - ™r & ? 0ne 36:A - 37; G^sbekenntnis 
Gregor Jv^ B^niuen 36^ A.^ "*«""* ^ *« "^ ^ " 
Guba'e Malke', Hymnensammlung 28 

Habib Abu Ha'ita v. Takrlt, Briefe 36: A.42 
Haddafe nafs, Gebet 74: E 

179 



HaJlelujah-Tabelle 23: D 24: D 26: A 97: C 

*i»»a«, tar&kebota aab\ zama6&, ear) 
gaeSba feneH \0a-4en9ent ( -Nagara ( ez) 74: Q.b, d 

#a*8 ..Freude": D W tt 5-Sammlung 24 m ., • »« „ K » 

Eaymdnota Abaw ..Bekenntnia der Vater", dogmatiBohes Flonlegium 36 (75) 
HazanOt za-Maryam s. Sohmerzen 
|Ta?ura JtfoagoJ „Kreuzoffizium" (11) 42: A 
- '.Hebraisohe" Zauberwttrter Marias 44: C 45: C 
Heilig«nkalender 20 61:A (vgl. Synaxariuro) 
Henzd manakosSt „Struotura monaohorum" 1: B.2 (vgl. 35: U) 
Herenewos v. Bdom ( -Hierotheos v. Athen?, vgl. Ireneus) 36: A.3 
Heryaqoa s. Cyriacus v. Behnesfi, 
Hieronymus (Yerwn&mea) 33 
Hippolytus (lies: Julius), Testimonien 36: A.16 
Hohealied (Cantiouro Canticorum) b. JtfoAoIeyo maJiSUy, Psaltenum 
HoSelber Melkisedeq. anon. 34: C.23, vgl. Cyrillus (BonBtige Homilien, dereantt, unter dem 

H^^^S', ... ^^ W> J*"**"' ^^ M <~' ^ 

an Christus 10: B.2 13: D, E 28: B 57: H 65°: D 66: B 74: F, 1.5 

an die Dreiemigkeit 14: E.l, 2 65 A ; A 

an Endreyanos 61: D 

an Fanuel 29: B & B 47: C 57: C 93: B 

an Gabra Manfas Qeddus 66°: D 

an Gabriel 65 A : A 

an Georg (Oiyorgia) 66 A : A 66: A 

an Immanuel 57: Li 

an Joachim u. Hanna 4: 1 

an Johannes (A'lafSagad?) 21: F 

an Johannes d. Evangelisten 4: K 22: B 

an Johannes d. Taufer 65 A : A 

an Justus ( Yoafos) 15: C (zwei Hymnen) 

an mK N^F 10: B.l 14: D.3 21: H.o (mowoddee) 22: A.17, G (drei ^Hymnen) 

SoSTo 26 27 29: A 30: A, B, 0(F) 31: B 32: 1.C 39: E 69: A. C 61: C.2 66 A : A 66°: C, D 

73: F 74: 1 84: A (vgl,. MOhUta SegS, Saqoq&wa Dengd) 

an das Meflopfer 13: C 

an Michael 28: A 57: 1,2 65 A : A 93: F 

an die Propheten u. Apostel 65 A : A 

an den Sohutzengel 84: B 

an den Sonntag 65 A : A 84: D 

an Takla Haymanot 34: E.2 65 A : A 

Ibn "Amid, Girgis 38: A 

Ibn al-'Assal, as-$aK 40 

Ibn Raga' 36 

Ibn Sina, Abu 'All (Avicenna) 37: C 

Ibn a^-Tayyib s. 'Abdallah 

Ignatius v. Antioohia, d. Martyrer, Briefe 36: A.7 

Innocentius, Papst, Brit>i' 36: A.17 

Irenaus v. Lyon, „Gegen die Irrlehrer" 36: A.32 

180 



\ 



ISodad v. Merw 37: B 
I'tirdfal-Aba > B.EaymSnotaAbaw 

Jakob Bar §allbl 37: B 

Jakob y. Serug, s. Anaphora; Homilien 18: B.2 36: A.33 

Jared s. YarSd 

Jeremias (Eremyas), Gebet 17: H.f (vgl. 18: A.6 Zaubergebet) 

Johannes v. Alexandria, Brief 36: A.34 

Johannes v. Antiochia, Briefe 34: C.14 36: A.36 

Johannes v. Burulkis 20 (vgl. SynaxaHum); Derean (13 Anathemata) 36: A.48 

Johannes ChryBostomus (Afa Warq) b. Anaphora; Biographic 38: A; Homilien 36:A.28; Kom- 

mentare ib.; zum Dekalpg 36: T; zum Hebraerbrief 38; zu Matth&us u. Johannes 37; Marien- 

hymne 30: 32: 1.0 61: C.2. Vgl. 3: A 18: E.2 
Johannes der Evangelist s. Anaphora u. Hymnen 
Johannes v. Jerusalem, „Ordo inetitutionis fidei" 36: A.24 
Johannes Madabber (Mudabbir) y. Nikiu 38: A 
Johannes Saba (Aragavn manfoadwi), Gebete 14: A.4 16: A 16 
Johannesevangelium s. Evangelium 
Judasbrief, Fragment 18: E.l 

Julius, Papst, Testimonien 36: A.16, 38, 45 (vgl. Hippolytus) 
Justus (Yoatoa), Sal&m an ihn s. Hymnen 
Juyenalis v. Jerusalem, Homilie 34: C.5 

Kalender s. Chronolpgie, Fest-, Heiligenkalender 

20 Kapitel aue dem Gesetz 1: B.2 

Kefl za-haymdnot s. Gregorius Thaumaturgus 

Keitat 18: B; Keitat za-Arydm 21: A.9 23: J (vgl. Arydm) 

Kidan za-Egzi'ena I.Kr. 91: D (vgl. Testamentum) 

Kiddn zq-nagh, za-qalr, za-sark ..Morgen-, Mittag- u. Abendoffizium" 17: A 21: B.l 27: G 74: A 

84:C 90: A 
Kindheitsevangelium 32: 11.16 
Kommunionsgebet 61: B 

Konfirmationsritual 19: B (vgl. Ser'ata Meron) 
„Kreuzoffizium" s. Hazura Masqat 

Labfydwi, „Der syrische Topfer" s. Simeon v. GeSir 

Lebna Dengel, Mawaddea-Hymnen 34: E.l, 2 

LefdfaSedq „Binde der Rechtfertigung", Amulett 18 48 51 94 

Litanei (Lifon) vgl. Aatabqitfot, Sawatew 

Litanei an Jesus Christus 11, I. 172b 21: D 42: B 59: B; an Maria 4: H (59: C); ba'enta bezeH 
wa-qeddeat 74:1.3; ba'enla mutdn 18: D; ba'enta qeddeelT: K; ba-aema Ab wa-Wald wa-Manfas 
qeddua 59: D; za-fawarydt 17: B; za-nagh 21: B.2; za-aark 17: C; Za-yenaggei 17: E 21: B.3 
(s. Y&red) 

„Longinus-Hymnus" 68 

Lukasevangeliums. Evangelium 

Ma'arega wangelat wa-zemmdre 1: B.3 

Macarius v. Alexandria, Brief 36: A.36 

Maflehiierdy, Zaubergebet 50: A 57: H 65°;A, B 

Mag'mu 1 al-qawdnin, al-M<^mi^aa-Safawi8.FetfMNagaSt 

Majidleya mahdley (Mqhleya mafeley) „Hoheslied" 4-9 : C 71 73 76-83 96 

Mahaleya nabiyat „Prophetenlieder' >'■ s. Cantica 

Mahatew „Vigilie" 21: A.l 24 passim (vgl. Reg. 4) 

181 



MQkletaSegS „Blumenlied", Marienhymne 26: A 27: C (39: E) 66: C 
Mahleta Ydred b. Degg u a 

Mal'ekta Afrcukd „08terfestbrief(e)" v. Christodulos 36: A.36 
Mal'ekta Hawiryat 36: K.l 

Malkeq b. Maahafa Malheq 

MalW ..Effigies" s. Hymnea 

Malice' za-Fidal ( -za-QenwOt) 6.7: H 66°: B 

MandfV < al-a'dd' b. Galeuus 

„Jfan/ow-Hymneu" 23: E.4 

Marbabta Salomon s. ,,Netz" " 

..Marienharfe'Vs. ^rpfirwma Tfeddcwg 

Marienuturgie s. Alternative u. Anaphora v. Cyriacus 

Marienoffizium s. Arganona Wedddsl, Weddiise Maryim, Wedd&sc wa-gcncly 

Markusevangelium a. Evangelium 

Maahafa Arde't a. Arde't 

Maahafa Bdhrey 39: A 

Maahafa Fdaat{a la-M&ry&m) 30: F 32: 1. E 

Maahafa Oannat y. Palladius 33 i 

Mashafa Qenzat, Begrabnisliturgie 18 

Maahafa Hallewota Faff art 37: C (s. „Wesen u. EigBiischaften des Sohdpfers") 

Mashafa HaaSb, Chronplogie 3: B 34: D.2 (vgl. Haaab-Texte d. Mantik) 

Maahafa Heywat a. Lef&fa Sedq 

Maahafa Kiddn 36: A.l 39; A (vgl. Testamentum) : 

Maahafa Kreslenna, Taufritual 19: A 

Mashafa Kufdle 34: E.4 

Maahafa Ledatu (fcKreatoa) 1: B.3 

Maahafa Liqdwent 39: D 

Maahafa Malheq 24 ( - Degg u a) a. Epiphaniua, Ancyrotos 

Maahafa Manakosat 39: D • . - . 

Mafhafa Mazgab a. ..Thesaurus" 

Jlf o^Ao/o if ejfcneyo«(T) 18: E.2 

Maahafa Mvian 18: B.ll (Fr.) vgl. £e/<?/a £edg 

Maahafa Nablia 30: G.72 

Mafhafa Neaaehd 39: B s. Anqa§a N. 

Mafhafa Qandil 18 

Maahafa Qanona 39: B 

Afa<f/ia/a Qecfer 39; B 

Maahafa RabSha abSlat s. Galenus 37: C 

Af ashafa Sawdsew,, Liber Scalae" 41 

Maahafa Senkeaarjt. Synaxarium 

Maahafa Sinodoa s. Sinodos 

Mashafa Sinodos gubd'e 34: C.12 

Maahafa Temqat, Taufritual 19: A (vgl. Af. Arorfenna) 

Maahita ftbab 22: B (vgl. Mazmur za-aandbet) 

MastabqH,', Litanei 23: E.3 ' 

Mastagabe', Gesangoffizium 21: D 23: G.l 60: A 97: B 

Materia magica 8: F u. passim 

Matthaus, d. Apostel, Elegie (aaqoqdw) 18: B.4 

Matthausevangelium a. Evangelium 

Mawaddea ..Office du dimanche" 21: A.4 23: H (vgl. Me'rdf za-M.) 

AfotyofWes-Hymne, v. Lebna Dengel 34: E.lj v. Mehrekd Sdlase G"an£ 21: H 

Mawaie't ..Antiphonarium" 22: A 23: F 

Afowo^e'tfur Verstorbene 18: B.l A 

182 J 



\ 



Mazmur e. Psalterium 

Mazmur, Hymnen 22: B (Af . za-sanabet, ygl. ilfof^teto Teftoi) 23: C 24: A.33; B.4; C.7.45 25- 

B.VIII, 3-5 (vgl. Degg^a) 
Mazmura Dengel ..Jungfraupsalter", Fragment 71: A (73: A) 76: P 96: A 
Mehella ..Supplioationes" 3: B.17 (Ar'eata M.) 21: A.7; E 24: A.20 
MehrekaSeUaae (fani, Verf. v. Mawaddee 21: H 
Melton ^Refrain'* 23: E..2 24 passim 26: R.I. 4 33 (a. Reg. 4) 
Menas . y, Alexandria, Brief 36: A.36 

Meqnay, liturg. Teiminus .(ygl. Qene) 21: A.4-6; B: 6 (s. Reg. 4) 
Me'r&f ..Hyrnnarium" 21: A 23: E, G (vgl. Reg. 4) 
Mtfraf za -Mawaddes 23: H 

Meabak (biaweilen: Meatnak), liturg. Terminus 21: A.2, 4 23: E.2 24 passim 26: B.I (s. Rec 4) 
Meitirza-Yohannee22:"D 
Meipira haymanot 36: A.30 (vgl. CyriHus) 
Me'ztil 21: A.6 (s, Reg. 4) 
Michael v. Alexandria 36: A.34 
Michael y, Atrib 20 (ygl. Synaxarium) 
Mystegogie (Masfo'ngya), Liturgie 36: A.l (vgl. Temherta Hebu'dt) 

Nagar za-qeddusan abgw .318 36; U, V (vgl. Glaubensbekenntnis) 

Nagara 'ez s. Hasaba sene't wa-aenaent 

Nagara Marydm 32 

Nagara tawdhedo haymanotatan ..Einheitsbekenntnis" 76: H 

Nagardt ba'enta 8 hellinndt „ttber die 8 Passionen" e. Euagrius 

Ndfdlia s. Vitalianus 

Nathanael, Apostel, Anaphora (17: G. 13) 

Negranni aemaka, Zaubertext 22: F 

„Netz" (marbabt) des Salomo, Zaubertext (44: C) 46 47: B 49: C 64 66: B 56 

Nomokanon y. Ibn al-'Assal s. FeUia NagaSt 

Offenbarung e. Apokalypse 

Offizium f. d. Ausgang dei- Seele, ..Seelenmesse" 18: A.4 

„Ordo institutionis fidei" s. Johannes v. Jerusalem 

Orthodoxe, 318 v. Nicaea s. Anaphora; Bekenntnis (Nagar) 36: U; Schreiben 35: V 

Osterfestbriefe 36: A.36 

Pachomius (PaMmia), Gebete 14: A.6 16: A 16 

Palladius, Dialog m. Cyrillus 34: B 

Palladius, Fragen u. Maahafa Gannat 33: III, IV 

Passionsgebet 3: C 

Paulus (Bulus) ar-Rahib al-An^aki, Risala 'aqliya (37: C) 

Petrus (Bu^rus) ibn 'Abdassayyid 40 

Philotheus v. Alexandria, Brief 36: A.36 

Philoxenus v. Mabbog, Fragen 33 ; Lobgesang (Sebhat) 14: B 

„Precatio post evangelium" 18: D 

Proclus v. Cyzicus, Homilien 34: C.18 36: A.21; Brief 36: A.32 

Prophetenlieder s. Cantica 

Prosphoneticus ad Imperatorem, ad Reginas s. Cyrillus 

Psalmen Davids s. Psalterium 

Psalterium (Ddwit) 4-9 71 73 76-83 96 

Qala Haymanot, amhar. Glaubenslehre 39: A 

Qanond s. Canones 

Qeddase s. Anaphora, Ser'ata Qeddase 

183 



QenS 31; A 47 (vgl. Hymnen); Q. dabtara 21: A.3 (s. Reg. 4) * 

Qmtvdt ,,6 Wunden Jesu" 48, Hymhe an 67: H (vgl. Malke> za-Fidal u. SSdor, Reg. 8) 

Qerdlos a. Cyrillus 

Qopreyanoa s. Cyprianus (Carpianufl) 

Qozmos a. Cosmos 

„Quod Christus unus sit" a. Cyrillus 

Requiem-Gebete 18: B.8 
Responsorium 17: J 

Rheginus V. Constantia, Homilie 34: C.7 
Attala 'aqliya s. Paulus ar-Rabib 

Saldm s. Hymnen' 

Sal&ma, Abba, Metropolit u. tJbersetzer 2 33; Homilie 18: B.5 

Salaat, Gesangoffizium 21: D 23: G.3 60: A 07: B 

Salot s. Gebet(e), Litanei 

Salot ba'enta: 'erafta najs, keddna nafs 18: A.6; germi mogaa 53 65 A :A (s. Oermd mogaa)-, lyem&ma 

dam 98: C; h.walid 29: C; fc.uwtf 49: E; mO'earomu la-agdnent 52: B 66: A 57: A (69); aaldm 18: 

B.4; za'atanafa 18: A.4; zd'ra mot 18: A.548 
Salota anbero ed 18: A.6 (19: B) 62 
Salota barad wa-mabraq 65 A : A 74: H 
Salota barakat/bdrekot 19: B, v. Jared 21: A.8 
■ Salota dengazi 56 93: A; madonge? 66 A : C 
jSfatoto -efon „Weihrauohgebet" 17: H 
Salota fatteto „Oratio fractionis" 17:1 

Salota fethat, Absolutionsgebet 18: A. 5 (vgl. Abselw&fis, Fethat za-Wald) 
Salota haym&not s. Glaubensbekenntnis 
Salota hegga tabq xva-maatafaqer, Zaubergebet 65 A : C 
Salota LanginoB 58 

,Safoto mdhlafta nafs 18: A.2, 5 (vgl. Athanasiua, Elegie) 
Salota mangada aamay 18: A.5 (vgl. Lefdfa Sedq) 
Salota M dry am ba-Golgotd 63: A 92: A 
Salota maivdid, Zaubergebet 66 A : B 
Salota Musi, Zaubertext 93: C 
Salota aeryata hafVat 18: A.5 (vgl. Zaubergebet) 
Salota Suaenyoa 98: B (vgl. Suaenyoa wa-Werzelyd) 
Samuel, Abba/Abuna, Burdke 18: B.9 (vgl. Burdke) 
Sanutbius (Senute) v. Alexandria, Briefe 36: A.36 
Saqoqdw „Klage, Elegie", v. Matthaus 18: B.4 
Saqoqdwa Dengd, Marienhymne 26: B 27: D (39: E) 
Sawdsetv B.Mashafa S. 

Sawdtew, Litanei, der Apostel 17: D 19: A (vgl. Reg. 4) 
Sayqala lebb 24 ( -DeggH) 

Schmerzeu, Funf Marias 30: F.66 61: C 66°: F (vgl. Hazandt) 
Schreiben (nagar) der 318 Orthodoxen 35: V 
Sebfyat „L>oblied" (vgl. Hymnen) 
Sebhat an Christus 10: B.2; an die Dreieinigkeit 14: E.2 66 A : A; an Maria 26 27: C; v. Philoxenus 

14; B; za-nagh ( - Maetabqti, 1 ) 23: E.3 
Se'lat wa-astabqtfot s. Wedddae Amldk 
Selfdna Krestoa, Redaktor 30: F 
Sem'on 'Amddwi s. Simeon Stylites 
Senkeadr a. Synaxarium 
Senodoa a. Sinodoa 

184 



J 



{ 



Ser'ata Micron 19: B 

Ser'dta mibbare haymdnot s. Johannes v. Jerusalem 

Ser'ata Qedddae ..Missale" 17 (bes. F) s. Anaphora 

Severianus v. Gabala, Bekenntnis 36: A.22 (30); Homilie 34: C.19 

Severus v. Antiochia, Testimonien 36: A.32 (34: D.3) 

Severus v. Syimada, Homilie 34: C.3 

Silvester, Papst, Schrift gegen die Juden 36: A.18 

Simeon y. GeSir 26: A 30; F.2 3 1 : A. 1 6 (vgl. Labfydwi) 

Simeon Stylites, Gebete 14: C 16: B (vgl. Astobqtfot) 

Sinodd (Semite), Archimandrit, Gebefc) 14: A.6 15: A 16 

Sinodos, Sammlung v. Canones 4: N (Fr.) 36 

Soma Degg u d „D. der Fastenzeit" 25: B 

Statuta Apostolorum s. Canones der Apostel 

Sueenyoa wa- Werzelyd, Amulettmotiv 44: B 47: A 60: D 62: A 98: B 

Symbolum Nicaenum, amharisch 10: D; ge'ez 22: E 

Synaxarium (Senkesdr) 20 

Synodalachreiben 36: A.35 

To'dmero lyasus 32: II (Auswahl) 

Ta'dmera M&ryam 7: G (Fr.; SO 31: A 32: 1 61: C 66°: F 

Ta 'amera Mary dm wa- lyasus 32 

Tagids (bei Beerdigung) 18: B.3 

Tagidsa Salomon 34: E,4 

TaafdQiyorgia, Redaktor des Degg u a 24 

Taufritual s. Mashafa KreaUnnalfemqat 

Temhert la-ne'usa krestiydn 36; AA. 36: A.30 

Temhert wa-tagids wa-zalafd ba>mta qaddmi hezb 35: BB (vgl. „Canon uber das erste Volk") 

Temherta Hebu'dt ..Doctrina arcanorum" 4: G 27: F (36: A.l) 63: B 

Terg v dme 'aiartu qdldt „ Auslegung des Dekalogs"; T. maVekt ..Auslegung des Hebraerbriefes": 
1 .^ W 'angel ..Auslegung der Evangelien" s. Johannes Chrysostomus 

Terg u dme Rd'yu la-Yohonnes ..Auslegung der Apokalypse"? 13: G (Fr.) 

Testamentum Domini nostri Jesu Christi 63: B 91: D 

..Testamentum matutinum/meridionale/vespertinum" s. Kidan za-nagh... 

Te'zdzdt za-Hawdrydt s. Canones der Apostel 

Theodosius v. Alexandria, Brief, Homilie 36: A.31, 47 

Theodosius v. Antiochia, Brief 36: A. 34 

Theodotus v. Ancyra, Homilie 34: C.l, 10 36: A.26 

Theophilus (Texvojlos) v. Alexandria, Testimonien 36: A.29; Homilie iiber Qtisq u dm1 (Fr.) 22- B 

..Thesaurus" (Mazgab) s. Cyrillus * 

Tomdra haym&not qeddest s. ..Epistula de fide sancta" 

Totenbuch s. Masliafa mutdn, Lefdfa Sedq 

Vaterunser, amhar. 10: D 

Verzeichnis biblisoher Bucher 34: E 39: D 

Vitae der Evangelisten, ge'ez u. amharisch 1: B.6, D, F, H 

Vitalianus (Vitalis), Papst, Bekenntnis, Homilie 36: A.l 9, 39, 46 

Wagtis, Abba s. Euagrius 
Wandamulette 44-46 
Wangel s. Evangelium 

Wdzemd ..Vigilienhymnus" 21: A.3. H 23: C.I 24 passim 25 passim (s. Reg. 4) 
Weddase ..Lobgesang" an Maria 14: D.3 
Wedddse Amldk, Wochengebete 14: A 16: A 16 (vgl. Basilius) 

Wedddae wa-gendy, Sonntagsoffizium 4: F 5-9: E 21:0 71: E 73: E 76: D 77-86 96- E (val 
Psaltenum) • " * ■ ' 

186 



Wedddse wa-genay la-masqal 42: A 

Wedddse Mary am, Woohenoffizium 4: E 6-9: D 14: D.2 21: C 27: A 60: B 71: D 73: D 76-86 

96: D 97: A (vgl. Psalterium) 
Weddase Mary dm, gereimte Paraphrase 27: B 76: G 
Wedddse samay&weyan (wa-medrdweydn) 61: A 
Weihrauohgebet s. Salota 'efan 

„Wesen u. EigenBohaften des Sohopfera", anon. 37: C 
Wunder Marias s. Ta'amera M dry dm 

Yahya ibn *AdI ibn £amld, Brief 36: A.43 (37: C) 

YarSd (Jared), Gebete 17: E u. 21:B.3 (Za-yenaggei); 21: A.8 (Sc'<:a barakat); vgl. Degg u 3, 

Mdhieta Ydred 
Yerun&mis s. Hieronymus 
Yobannes Afa Warq s. Johannes Chrysostomus 

Za-Amldkiya, Hymne 24: C.8 (s. Beg. 4) 

Zc-aireqot, liturg. Terminus 21: A.6 

Zaoharias v. Alexandria, Brief 36: A.35 

Zaubergebete 4: L 7: 1 11, f. 172 18: A.3, 5 27: F 29: C 39: G 44-68 66 A : A 74: H 92: B, C 

„Zauberkalender" 66 

Zaubertexte 21: H, a 22: F 39: D 44-68 66 A passim 73: G 74: H 93: E (vgl. Amulette, ArdeH, 

'Aynal-Legende, Lejdfa Sedq, Negranni semaka, „Netz") 
Za-yenaggei, Litanei v. Jared (s. oben u. Reg. 4) 
ZemmdrS, Hymnensammlung 21: G 22: D 23: A, B 26: B.VIII 

2. Personennamen (aufier Verfassern) 

(A =Adressat, B =Besitzer, H -Heiliger, K -Kopist, N -Negus (Konig), 
M -Metropolit (Abuna), P -Patriarch, "0 -"Obereetzer) 

Abamelek (B) 10 Apelyon (H) 49: G 

Abaydo (H) 24: A.23 Aragawi (H) 24: A.21; v. Dabra Darao 86 

Abbas, Biaohof 30 32: 1 Araja Selassie (B) 1 

'AbdaU&h ibn al-Fadl (t)) 38: B Arcadius, Kaiser 18: E.2 33: III 

Abegeya (AbigaU) 21: H Arius 34: D.3 68 

Abib (H) 86 'Arka Sellus 61: A 

Abreha (B) 7 Aron s. Harun 

Abraham 32:1; A. Sohn v. Yona Arsani (H) 61 

N&t«na (tJ) 40 Aruru Walda Gabre'el (B) 70 

Abs&di (H) 49: G 86 Aspurakes 36: A.23 

Abu 1-Hair ibn B[abib (A) 36: A.43 Asrata Mftryam (B) 11 

Afomeyos(?) (A)' 36: A.30 Athanasius (M) 74: 1. 3 

Agapis 23: C. 37 24: C.29 Atnaseyos(?) (B) 16 

Agaton (H) 49: G Awdokseya s. Eudoxia 

Alapis 23: C.37 24: C.29 Awkatewos (B) 38 

Amda Maryam Dasta (B) 68 Awsegneyos (Eusignius) (B) 24 

Ammonius 1: B 2 'Azada Maryam (B) 69 

Amo9 4: D A'zana Krestos (B) 68 

Amphilochius(?) 36: A. 13 Az&rya 3 7: 1 

Ananya 3 7: 1 Azaryas (B) 14 
Anastasius, Diakon 30-32: 1; Kaiser (A) 36: 

A.32 Badreman 30: F 32: 1 (vgl. Abraham) 

Antonius 30 32: 1 Ba-Hayla Sellfise (B) 3 

186 



J 



I 



Ba-Qarna Ambaza 31 
Barbara 30 32: 1 
Barok 30 32: 1 
Baryeman (B) 10 
Benzelius, Henrik 3 4 31 
Bergman, August, Missionar 18 

Carpianus (A) 1: B.2 
Chriatodulos (M) 22: A. 10 24 
Claudius (N) 36 
Cledonius (A) s. Reg. 1 
CyrilluB (P) 19 (vgl. Reg. 1) 

Dama Krestos 24 

Damianus (Demyfinos) (H) 24: A.31 30 32: 1 

Daqseyos (Dexius) s. Ildefonsus 

Dasta, Alaqa (K) 8 

I>avid passim 

Dionysius (P) 32: 1; (A) 36: A. 16 

Ebrawit (B) 38 

Eda Krestos (B) 10 

Eidem, Erling 8 17 38 

Elias 66 A :A 86 91 

Enbfiqom s. Habakuk 

Endrey&nos (H) 61: D 

Endreyas (Andreas) 24: C.41 67: P 

EnfolyS (Anatolia/Natalia) 61: D 

Epiktetos v. Korinth (A) 36: A. 12 

Erefta Krestos (B) 68 

Eskender 65: C (vg!. Alexander, Reg. 1) 

Esti (B) 63 

Esftfanos (Stephanus) (H) passim; (K) 89 

Eudoxia 18: E.2 

Eulogius (A) 36: A.30 

Eunomios (A) 36: A. 13 

Eutyches 34: D.3 

EwostAtewos (H) 24: A.9 

Falaga Tebab Balacaw, Kunstler 99 
FeSSeha Krestos (B) 6 
FeSSeha Seyon (B) 74 
Filepos (Philippus) (B) 36 
Fries, Karl 26 

Gabra Giyorgis (B) 1 63 

Gabra Heywat (Kebrat) (B) 65° 

Gabra Iyasus (B) 30 39 

Gabra Krestos (B) 4 12(?) 22: A.10 

Gabra Madhen (B) 34 61 

Gabra Manfas Qeddus (H) 9 66°: D 73 84 

Gabra Maryam (B) 74 

Gabra Masqal (N) 24; (B) 43 



Gabra Mik&'el (B) 20 

Gadla Giyorgis (K) 38 

Gal&wdewos s. Claudius 

Garimfi (H) 21: A.4 23: F 24: C.23 

Gera, Abba, Redaktor 24 

Gera (Anest) 30 32: 1 

Gerdan 30: F 

Germa Iyasus (B/K) 32 

Germa §eyon (B) 30 

Giyorgis (Georg) (H) 2 9 19: B 77 84 99: E 

Giyorgis ^addis (G. Junior) 30 32: 1 

Habakuk (Enbaqora) (0) 38 

Habla Sellfise, Redaktor 24 

Habta SellasS (B) 61 

Hanna Nafreyan 40 (vgl. Abreham) 

Qarra Dengel 24 

Hfirun ar-RaSld, Kalif 31 

Hayla Giyorgis 1 

Hayla Sellfise Esti 64 (vgl. Eiti) 

Helene (Eleni) 11 24: A.8 40 

Henoch 3: B 65 A 

Hezqeyas (B) 38 

Ibn Laqlaq s. Cyrillus 

Ildefonsus v. Toledo (Daqseyos) 30-32: 1 84 86 

Isak 30-32: 1 

Iyfisu I./IL (N) 14 17 21: F 40 

Iyasu Walda Abiya Egzi' (B) 10 

Johannes A'laf Sagad (N) 21 24 40 
Johannes (M) 18; (P) 17 23 
Johannes Bakansi 30 32: 1 
Johannes v. Burullus 20 (vgl. Reg. 1) 
Juliana 30 32: 1 

Julianus v. Halioarnassus (A) 36: A.32 
Justus (Yost.08) (H) 16: C 

Kaiphas 32: 1 

Katama Takla §fideq (B) 67 
Ka^ir, Priester 30 32: 1 
Keflu Kefla Yohannes (B) 66 
Kirakos 24: A.8 (vgl. Cyriacus, Reg. 1) 
Konstantin, Kaiser 40 
Konstantius, Kaiser 36 
Krestiyanawit (B) 18 

Labbase Krestos (B) 36 
La'eka Mfiryam 61: A 
Langinos s. Longinus, Reg. 1 
Lebna Dengel (N) 34 37; (B) 34 
Leya (Leah) 47: A 

Lib&nos (H) 22: A. 16 23: F 24: B.20 (vgl 
Mata') 



187 



Mabft' $eyon (C) 36 
Macedonius 34: D.3 36: K 36: A.27 68 
Magder (-dar) (H) 4: D 71: A . 
M&hleta Dengel (B) 47: A 
Malak Sagad s. Sarza Dengel 
Mal'aka Salam Walda Masqat (B) 89 
Malki (H) 49: G 
MammacS (?) (B) 69 
al-Ma'mun ibn Harun ar-RaSid, Kalif 31 
.Marcus v. Alexandria (P) 74: 1.3; (A) 36: A.34 
Marts 30 32: 1 
Martiyanos (B) 86 
Masfeyanos.-KOnig 30: F 
Mat4' (H) s. Libanoa 
Matthaus (M) 19 
Maximianua, Kaiser 61 
Mazgaba D6wit (K) 31 
Melkol (Miohal) 21: H 
Melyos (H) 61: A 

Menilek (Menelik) (N) 9 32 43 64 83 91 
Mennen, Kaiserin 1 
Mercurius (MarqorSwos,-ryos) (H) 23:F 24: 

A.33 30: F 32: 1 
Michael, Abba 31: A.10 32: 1 
Michael der Agypter (0) 38: B 
Mika'el(B)68 
Minas (H) 23: F 24: A.29 
Misa'el 3 7: I 
Moberg, Axel 60 61 

Nazib 30 32: 1 

Nestorius 34: D.3 36: K 36: A.30 

Nyberg, H. S. 52 

'Os, Monch 61: C.3 

Pachomius, Abba 32: 1 
Panfcalewon (H) 24: A. 15 49 84 
Paulue v. Samosata 34: D.3 
Pistis 23: C.37 24: C.29 
Prochorus 30 
Prosdocius (A) 36: A. 16 
Pahlman, Axel, Missionar 5 25 

Qala Haym&not (B) 14 

Qir(e)qoe (H) 19: B 21: A.4 22: A.29 23: F 

24:B.30, C.26 
Qozmos (Cosmas) 24: A.31 

R6gu'el, Engel 4: D 82 

Ras <Amdu 36 

Rizqallah 31: A.3 

Roth, J. R. 69 

Rufa'el (Raphael), Engel 24: C.43 29: C 



Safengeya, Konigin 30: F 

ISaga Krestos (K) 36 

Sahla Maryam (N) 64 

Sahla SellSsS (B) 69 

Salami, (M) 33 39: G 65 A : A. 2 

Salome 32: II 

Salomo passim 

Salomon, Abt 31 

Samuel, Abba 31 

Saqawe* (B) 50 

Sarza Dengel (N) 24 31 

Sawla 32: 1 

Sayfa Ar'ad (N) 3: B 

Se'la Krestos (B) 37 

Sety&na Krestos (B) 30 

Sem'on (0) 20 

Severianus v. Gabala (A) 36: A. 17 (vgl. Reg. 1) 

Severus v. Antioohia 34: D.3; (A) 36: A.31 

Sinod&(M) 17 21 

Somson \Simson) (B) 31 

Sophia, Abtissin 24: C.29 30 32: 1 

Sucoensus v. Diocaesarea (A) 36: A.30 

Sundelin, E. T. (B) 5 25 

Sundstrom, R., Missionar 76 

Svensson, Axel B. (B) 1 8 38 

Tadps (?) v. Alexandria 34: D.3 

Tag 30 32: I 

Taitu (?), Kaiserin 32 

Takla Giyorgis (N) 7 23 

Tiikla Haymanot (H) 24 34: E.2 6484; 

(N) 65 A : A.2; (B) 16 18 27 
Takla !rleywat (B) 27 
Takla §adeq Katama 67 
TanSe'a Krestos 24 
Tarbinos (B) 6 24 
Tasfa Giyorgis (B) 74 (vgl. Reg. 1) 
Tayye, Alaqa 41 
Tewodros (N) 39: G; (H) 19: B 
Tewoflos (Theophilus) 22: B 
Teyobesteyft 24 
Theooleia (Tawkelya) 16: C 
Theodor d. Morgenlander 86 
TheodosiuB, Kaiser 33 34: A 36: A.32 
Thomas (H) 99: F 
Tiberius, Kaiser 30: F 
Timotheus, Abba 32: 1 
Timotheus, Aelurus(?) 36: A.30 
Timotheus, Paulusschuler 36: A.6 
Twolde Berhan 1 

Wf«itta Berhan (B) 60 
Walatta Dawit (B) 55 



} 



188 



Walatta Iyasus (B) 98 

Walatta Kidan (B) 30 49 52 

Walatta Maryam (B) 44-47 

Walatta Mik&'el, Kaieerin32; (B) 10 

Walatta Pe^ros (B) 5 

Walda Esra'Sl (B) 14 

Walda Gabre'el 32 

Walda Giyorgis (B) 1 30: A 68 69 

Walda I«ros (B) 38 93 

Walda Madhen (B) 12 

Walda Maryam (B) 1 64 72; (K) 32 

Walda Masqal 89 (vgl. Mal'aka Salam) 

Walda Mika'el (B) 10 

Walda MusS 7 

Walda Tenfia'e (B) 90 92 

Walda Yohannes (K) 67 



Wansleben 31 
Wulff.Fr. 61 

Y&red 24 84 91 
Yawahit 30: F 32: 1 
Yem'ata (H) 24;A.23 
Yohanni (H) 21: G 24: A.24 
Yosef(M)93:D 
Yostos s. Justus 

Zacharias v. Rom 30 32: 1 
Za-Krestos b. Christodulos (vgl. Beg. 1) 
Za-Maryam (B) 15 
Za-Mika'el, Abuna (B) 7 
Za-Walda Maryam (B) 17 18 
Zar'a Ya'qob (N) 3 10 26 35 40 61 
Zawditu, Kdnigin 9 



3. Ortsnamen 






Aohmim (Akmim) 30 32: 1 
al-'Adawiya.Kloster 31 
Addis Abeba passim 
Afranes (Frankreioh) 32: 1 
Afra^os (Euphrates) 74: H 
Aksum 30 91 
Alexandria passim 
Anoyra 34 36 
Antioohia passim 
Asmara 18 

Asqalon 32: II 36: A.22 
Asqe^es s. Skete 
Athen 36 
Atrib(is) 20 31 

Behnesa s, Cyfiaous, Reg. 1 
Belleza 18 

Beren^ya (Byzantion) 36 
Bethlehem passim 
Burullus 20 

Caeearea 32: II 34 36 
Constantia 34 
Cypern 34 36 
C^zious 34 36 

Dabra Berhan 14 

Dabra Damo 86 

Dabra EfrSm 30 

Dabra Elgene 10 

Dabra 'Eqona 30 32: 1 

Dabra Kur&za 61: C.3 

Dabra Mahw (vgl. D. Zegag) 30 

Dabra Maqares 30 



Dabra Maryam 7 

Dabra Mefmaq 30-32: 1 

Dabra Naggadyan 32: 1 

Dabra Qalamon, Qalmon 30-32: 1 

Dabra Qusq u am 22: B 26 30 

Dabra Sina 65 A : C 75 

Dabra Yohannes 24 

Dabra Zegag ( - D. Mahw) 30 

ad-Dair al-Muharraq ( =Qusq u am) 26 

Dalga30 32:I 

Daset 30 

Defra 30 32: 1 

Edom(?) 35:A.3 

Ela s. Gabala 

Elkesus (al-Husus) 30 32: 1 

Ephesus 34 45 

Eretra 74: H 

Gala'ad (Gilead) 21: H 

Gabala 34 36 

Gangra 34 

Garisat 30 32: 1 

Geyon74:H 

Golgota (Golgatha) 63: A (vgl. QarSnyo) 

Gondar 36 

Grab Rachels 32: II 

Haltalrom ( -Harat ar-Rum ?) 30: F.36 

(s. Harlom) 
Harat Zuwayla (Zawila) 26 
Harlom, Hartalrom 30 32: 1 
Heraolea 34 



189 



Jericho 30 32: 1 

Jerusalem (IyarusSlem) passim 

Kairo 3 26 30 31 (vgl. Qahera) 

Karmel (Qarmelos) 21: H 30 32: 1 

Karthago 34 

Keren 76 

Koazen 1 

Konstantinopel (Qus(entenya) passim 

Laodicea 34 

Leptis 36 

Lyon (Laften) 36 

Mabbog 33 
Manbalis(?) 30 
Mansa'-Gebiet 75 
Mat-ariya 31 
Mehzab 30 
Melitene 34 36 
Menbar (Mamre) 17: 1 
Meneta Serd 31 
Miohael-Kirohe 1 24 30 
Mu'allaqa-Kirche 30:B 32:I.A 

Nardin 31 

Nazianz (Enzin&zu) 36 
Neooaesarea 34 
Nicaea 34 36 40 46 



Oxyrynchos s. Behnesa 

ParuhSm 4:K 
Philippi 30-32:1 
Phonizien 30 

Qahera, Q&hra ( -Kairo?) 30 

Qaranyo 34: E.2 74: F (vgl. Golgota) 

Qemr 30-32: 1 

Qison 67: C 

Q u alaseys (Colossae?) 30 32: 1 

R&lis (T) 39: £ 

Rif (ar-Rif) 30-32: 1 

Sardica 34 

SSmranes (-enes) (?) 36: A.32 

Skete 30 61 

Takrlt 36 

Tanis (Tanewos) 24: C.18 

Tegros 25: IV.8 (Tiber) 30 (Insel) 

Tel^elya ( -Toledo) 30-32: 1 

Tiberias (Teberyfidos) 32: II 49: D 67: B 91 

Tigr6 99: C 

Tiros 30 ( -Tyrus) 74: H ( -Tigris?) 

Ziookirohe 30 91 



4. Fachausdrilcke 

abaqte „epaote" 3: B.15 

abaelwdfis „absolutio" s. Reg. 1 

ab{elia(dt) „canones" a. Reg. 1 

abun unklare Bezeiehnung 24:C.ll 26:1.1 (Velat, Me'er&f II, 400: „une antienne du Deggua 

ou du Soma Deggua") 
addardrraa s, Reg. 1 
aklal(1) s.Reg. 1 
'dmata 'alam „Weltjahr" 3: B.10 

ardrdy „dritte Melodie" (vgl. ge < z u. 'ezl unten; siehe Velat II, 76 ££.) 
arba't s. Reg. 1 ' ' 

aryam s, Reg. 1 

aatamhe.ro „Periode des Kirohenjahres" 21: A.4 23: H, J 24: B.l (vgl. Veiat II, 31 f., unklar) 
afraskd (afreskd) b. Reg. 1 
bafeladt ( =abfelisdt) s. Reg. 1 
endeqtewon (gew. -teyon) „indiotio" 3: B.ll 

'epdna mogar a. Reg. 1 u. Schall, Zur athiop. Verskunst 108 ff., 264 ff. 
'ezl „zweite Melodie", vgl. ardrdy 
geaaawe, geaaew s. Reg. 1 
ge'z „erate Melodie", vgl. ardrdy 

hasab 1. ,,Chronologie, Zeitreohnung", 2. „Mantik" s. Reg. 1 

haadba 'aaq 3: B.8, h. gtind 3: B.9, h. Henok 3: B.3, fy. SobeUd 3: jtf.4, h. wangeldweydn 3: B.6 
haadba dewuy usw. 65 A : A, B s. Reg. 1: Hasab-Texte der Mantik 



I 



190 



n 



< / 

v 



henzd manakoadt „M6nchsregel" s. Reg. 1 

iyobUyu „Jobeljahr, -periode" 3: B.2 

keitat za-arydm s. Reg. 1 (Velat II, 398-431) 

kiddn {za-nagh, za-qatr, za-aark) s. Reg. 1 {Text u. ttbers. Velat I, 1-6, II, 182-174) 

lifon (za-nagh, za-aark) s. Reg. 1 Litanei u. bes. Velat I, 7-13, II, 175-186 (Text u. ttbers ) 

mahdUw (PI. v. mdhtot „Lampe") ..Vigilie" s. Reg. 1 

manjas unklare Bezeichnung s. Reg. 1 

moatabqti' ..Litanei" s. Reg. 1 u. Velat I, 14-22 II, 198-204 (Text u. ttbera.) 

mostogabe* s. Reg. 1 (Velat I, 34-46 II, 219-231) 

mafqe' ,,Neumondtag" 3: B.16 

mawaddea ..Hymnus" bes. ..Sonntageoffizium" b. Reg. 1 

mawoie't (PI. v. "moW) ..Antiphonarium" s. Reg. 1 (Velat II, 60 f.) 

medgdm ..repetitio" 21: A.6, s. Velat II, 469 f. ..recitation faite par toute la communaute a voix 



mehclla s. Reg. 1 u. Velat II, 43, 677 ff. 

meleket ..Musiknoten" 4: C 23 24 60 (s. Velat II, 99 ff. u. vgl. serayu) 

me^an s. Reg. 1 u. Velat II, 680, N.2 „la repetition, souvent abregee, du m6me texte execute" 

dans une melodie et une oadence differentes" 
meqndy ..Wechselgesang" s. Reg. 1 u. Velat II, 53-56, 681 
tne'rdf 8. Reg. 1 u. zur Bedeutung Velat II, 47-50 
meryd/mereyd „jour mobile" 3: B.6 

meabdk (bisweilen meamak, aebkat) a. Reg. 1 u. Velat II, 56-58, 681 
meamdk eig. ..Stutze" dann „Zweck" 1: B.l (23: E.2 -meabak) 
me'zdl s. Reg. 1 u. Velat II, 468 ..recitation forte ... faite alternativemenfc" 
qamar, PI. aqmar a) „canon(es)" 1: B.4 (vgl. ROC XIX, 17, 22); b) ..Monatszyklus" 3- B 1 
qene „Poesie" s. Reg. 1 u, Schall, op. cit.; Velat II, 61-65, 686 
aagr „intercalatio" 3: B.6 (aagra Yohannes) 
Salaat s. Reg. 1 

aam-ennd warq ..Wache u. Gold", poet. Figur 47 (Schall 6 u. pasaim) 
aawdtew (PI. v. aota) „Litanei" s. Reg. 1 u. Velat II, 189 f. 
aebkat „Predigt" bes. ..Advent" ( =>aebkata Gennd) 3.B.18 
eerayu „Melodiebezeichnung" 24, s. Velat II, 107-111 
subd'e ..hebdomas, Woche", nd'est s. ..hebdomas parva" 3: B.7 
fentewon, (enteyon „Neujahrstag" 3: B.13 

wazemd ..Vigiliengesang" s. Reg. 1 u. Schall 37-48; Velat II, 297 ff. 
za-amldkiya „Art v. Qene", s. Reg. 1 u. Schall 28-36; Velat II, 63 f. 
za-yenaggeS Litanei v. Jared, a. Reg. 1 u. Velat I, 23-29 II, 205-209 (Text u. ttbers.) 

5. Ddmonen. Krankheilen. Zauberworter 

Abyater8:F 'Ayna *ela 49: A 65: A 57: A, B 

, , g ^ ter 8: F 'Ayna warq ib. u. 92: C 98: A 

^ ar& etc48 'Aynat 49: A (vgl. Reg. 1) 

Algom 60: A 

l Allahumma (ar.) 44: C 

Animanos 49: E Ba'el 29: C 

Aqaryos 65 A : A Barya 4: L.2, 3 28: B 47: B 49 66 67: G 92: C 

Aqdefer 44 98: C 

Ardimanos 49: E Bedbed 4: L.2 

> Arwe 99: C Budft 49: A 

J Asmata Gebs s. Reg. 1 

Asmata Salomon s. Reg. 1 Canafar 49: A 

i 

191 




Dabbfia 49: A 55: A 
Dask 4: L.2 40: A 

Eda eab> (amh. Ega sab') 40: A 65°: A 
Egbo etc. 7: 1 
Esfit 21: H 67: G 

Fegen 40: A 
Felzat 49: A 66 
Fera 7: 1 49: A 
Ferqeq&t 49: A 

Gaf&t 50: A 
Gargari 92: C 
Gety 7: 1 

Genn (ar. ginn) 49: A 65: A 
G u ab.atin 66°: B 
G u alasanbi (?) 56 
G&ddaiS 4: L.2 47: B 49: A 
Guh&'el 18: A.5 
GGrgftho. 49: A 

Halasun etc. 4: L.3 

Iya'el 18: A.6 

Kahaba kalikum etc. 73: G 

Legewon 28: B 47: B 49 52: C 66: A 57: G 
Lofham 45: C 53: B (vgl. „Netz") 

Mabre'el 65 A : C 

Magg&Aa 49: A, F 52: B 

Mahaflon 45: C 

Manso 49: A 

Mfiq u a 7: 1 

Maruyal 8: F 

Mastema (MaSf-.) 28: A 47: C 49: A 

Masyos 44 

Mazg u ag u a > el 65°: B 

Menater 8: F 29: C 

Mura'el 29: C 

Muryal 8: F 

Nadaqa'el 39: D 
Nadara/Nadra 49: D 57: B 
Nagargar 49: A 92: C 
Nahabi, Fl. Nahabt 49 54 66 
Nedad 7: 1 49: A 
„Netz" Salomos s. Reg. 1 
Nola'el 66 A : C 



Papapun 63: B 
Pilapi eto. 4: L 1 

Qantaw Santaw Qarnalaw 18: A.5 (39: G) 

Qedar/Qidar 4: L.2 49: F 

Qenwat a. Sador u. Beg. 1 

Qefcroli 66°: B 

Qorotyal eto. 57: C 

Qumana 49: A 

Qurafia 49: A, F 57: G 

QGrtemat 49: A 66 

Qurzat 49: A, F 56 

Ruda'el 39: D 

Ruh alquds (ar.) eto. 65°: B 

Sador eto. , Palindrom 45: C 57: H 65°: B C9 (vgl. 

Qenwat, Reg. 1) 
Salak u a eto. 46: A 
Sana'or 74: H 
Sapira 56 69 
Satq'el 74: H 

fjtalawagi (-wfigi) 60: A 65°: A 
Seqeeqat 49: A 
Seray 49: A 50 

Sotalay, Sutalay 49: A, F, G 67: G 98: C 
„Spinne" 98 
Sutu sutay qosutfiy 65 A : A 

Talawadi (Talawai) 65: A 
TamzaZ 49: A 
Tankolana 49: A 
Ta'os (9e6<;) 3: B.20 44 
Taratos akos eto. 66°:B 
TayayaS 49: A 
Tegerteya 52: B 
Tegrida 49: A 
Torpor tor 7: 1 

Weg'at 49: A 

Wellag 66: A 

Werg 49: A, E 

Werzelya 44 47: A 49: F 52 98: B 

Yod 4: L.2 66°: B 
Yoftal.ie 45: C 
Yosamer etc. 44: G 

Zando ( =Arwe) 99: C 
Z&t 66: A 



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6. Amhariarhe Texte 
1: A,B-3.6,D,F,H. 10: D. 39: A. (41.) 66 A :B. 73: G, a. 75. 99 

192 






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Tafel 2. Titelblatt der Apokalypse. 15. Jahrhundert. Ms. O Etiop. 3 (Katalog Nr. 3). 




Tafel 3. Texteeite der ..Marienharfel' (Arganona Weddase). Urn 1500. 
Ma. O Etiop. 10 (Katalog Ni. 10). 




Tafel 4. Der hi. Georg totet. den Drachen (oder: Susenyos totet Werzelyfi). 
Wandamulett: Etiop. 46 (Katalog Nr. 45).